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Studentin, verheiratet, fast 30, Krankenversicherung? ?

K#ok-osi hat die Diskussion gestartet


Hallo in die Runde,

ich hoffe, mein Beitrag ist in diesem Unterforum richtig. Ich hoffe auf ein paar Ideen/Anregungen/Ratschläge.

Ich bin seit zweieinhalb Jahren Studentin (vorher habe ich jahrelang gearbeitet) und arbeite zudem als Werkstudentin (unter 20 Std/Woche). Ich bin bisher bei der Techniker Krankenkasse studentisch versichert. Nun falle ich ab dem 30.9. aus dieser studentischen Versicherung, ber der ich knapp 80Euro zahle, raus, da ich dann 30 bin.

So – wie geht es nun weiter, das ist die Frage. Ich werde im August heiraten, mein Mann ist allerdings privat versichert, was die Sache scheinbar kompliziert macht :-/

Bei der Techniker kann ich mich laut Mitarbeiterin freiwillig gesetzlich versichern und würde den Höchstsatz ca. 340 Euro bezahlen. Grund: Mein Einkommen aus dem Werkstudentenjob (ca.1500,- brutto) und das Einkommen meines Mannes würden zusammengerechnet werden – daraus erechnet sich der hohe Beitragssatz.

Ich bin ehrlich gesagt schockiert darüber!!!

Die private Krankenversicherung bietet Studenten eine Versicherung für ca. 120 Euro pro Monat an. Das hört sich sinnvoller an.

Hat jmd Erfahrungen mit dieser sogenannten PSKV?

Mit dem Studium bin ich ca. in 1 Jahr fertig. Danach hätten wir gerne ein Baby, bevor ich ins Lehramtsref gehe.

Nur: Wie bin ich dann krankenversichert während der 1jährigen Elternzeit? Sollte ich einfach immatrikuliert bleiben (evtl. mit einem ERweiterungsfach)damit ich in der privaten, student. Versicherung bleiben kann?

Oder muss mein Mann knapp 1000 Euro für ihn, mich und das Baby zahlen ???

Das kann doch nicht sein, oder?

Vielleicht kennt sich jmd. in diesem Tarif-Wirrwarr aus. Ich wäre mehr als dankbar :)z

Antworten
R*HW


Hallo,

zunächst ist zu prüfen, ob es Gründe gibt, die zu einer Verlängerung der studentischen Versicherung führen: z.B. 2. Bildungsweg, Krankheit/Behinderung, Pflege von Angehörigen ....

Die Anrechnung des Einkommens des PKV-Ehegatten nach Ende der studentischen Versicherung ist hier für alle Krankenkassen verbindlich geregelt:

[[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__240.html]] -> letzter Absatz

Die Beiträge für die freiwillige Versicherung liegen - je nach Bruttoeinnahmen des Ehegatten -zwischen 152 und 333 Euro monatlich (Mindesteinnahme 898 und Höchsteinnahme 1969 Euro monatlich). Wenn das Kind da ist, wird für das Kind ein Freibettrag von 539 bzw. 898 Euro von den Einnahmen der Eltern abgezogen.

Ob das Kind kostenlos versichert werden kann, hängt von den Bruttoeinnahmen des Vaters ab.

Wenn man sich für eine Privatversicherung entscheidet, kann man nicht mehr in die GKV zurückwechseln. Das wäre dann auch bei Arbeitslosigkeit, Zwillingen, behindertem Kind, Scheidung, Referendariat, Beamtentätigkeit ....

Noch Fragen?

Gruß

RHW

S/chla$bberxmaul


Mein Einkommen aus dem Werkstudentenjob (ca.1500,- brutto) und das Einkommen meines Mannes würden zusammengerechnet werden – daraus erechnet sich der hohe Beitragssatz.

Der Höchstsatz der GKV liegt bei über 600 Euro.

Das Einkommen des Ehemannes wird meines Wissens nur zur Hälfte angerechnet. Sonst könnte ja der Ehemann auch gleich Leistungen aus der GKV beanspruchen.

REuxt


mein Mann ist allerdings privat versichert, was die Sache scheinbar kompliziert macht :

nicht kompliziert.

Dein Mann ist privat versichert und da sind die Beiträge eben höher. Du musst in der Gesetzlichen eine eigene Versicherung abschließen.

b%med


Eigetlich soll ja nur "Sie" versichert werden, das ist ok.

Aber wo steht, dass das Einkommen von Lebenspartner UNBEDING zu berücksichtigen ist.

Im verlinkten Beitrag steht nur:

(5) Soweit bei der Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder das Einkommen von Ehegatten oder Lebenspartnern nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, die nicht einer Krankenkasse nach § 4 Absatz 2 angehören, berücksichtigt wird, ist ... ... ... (hier geht es um Kinder etc.)

Wo steht bitteschön, dass das Einkommen von Ehepartnern zu berücksichtigen ist ???

Und eigentlich ist man bei einem Werksstudentenjob doch Pflichtversichert, und der AG zahlt die Hälfte (oder hat sich das geändert ???)

m`nexf


Im von RHW erlinkten, bitteschön :=o Es zählt nicht ihr Einkommen, sondern die gesamte wirtschaftl. Leistungsfähigkeit. Heirat hat eben auch immer einen bürokratischen Rattenschwanz :=o [[http://www.bkk.de/arbeitgeber/neu-lexikon-sv-und-steuerrecht/?tx_bkklexikon_pi1[bkkl-item]=159194,0#gld4.2 Hier]] nochmal mit schönen Beispielen.

E1he(maliger> NUutzKer [(#32573x1)


Die private Krankenversicherung bietet Studenten eine Versicherung für ca. 120 Euro pro Monat an. Das hört sich sinnvoller an

Ich würde die Finger da weg lassen. Ich bin selber noch studentisch privat versichert und ich habe damit nur Scherereien. Ich kann es nicht empfehlen und kann nur jedem raten die Finger da weg zu lassen.

Ich bin froh wenn ich ab September in Angestelltenverhältnis bin und wieder in der GKV versichert bin.

Man tut sich mit diesesm Studentischen Privattarif keinen Gefallen, auch wenn der erst einmal verlockend günstig klingt. Aber das hat auch seinen Preis!

lmercth<enzunIge


im Allgemeinen würde ich mich der Warnung von Mellimaus21 anschliessen und vom studentischen Privattarif abraten, im konkreten Fall jedoch könnte der optimal sein: wenn ich den Eingangsbeitrag richtig verstanden habe, wird Kokosi in absehbarer Zeit Referendariat Lehramt beginnen, ih vermute mal als Beamtin auf Probe mit wahrscheinlich/hoffentlich der Übernahme als Beamtin im Anschluß. Dann muss sie sich als Ergänzung zur Beihilfe sowieso privat versichern. Und da könnte es sehr sinnvoll sein, so früh wie möglich schon in die PKV gegangen zu sein, um nicht aufgrund später aufgetretener Zipperlein (zB. in der Zeit der geplanten Schwangerschaft) hohe Risikozuschläge zahlen zu müssen.

Ich würde daher bei dieser Planung mir eine private KV suchen, wobei ich speziell darauf Wert legen würde und mir schriftlich zusichern lassen würde, dass bei Referendariat/Verbeamtung ein Wechsel aus dem studentischen PKV Tarif in den Beihilfe-Tarif der entsprechenden PKV ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgt. Und ich würde bei der Wahl der PKV besonderen Wert auf gute Leistungen und Tarife für Beamte legen und die Tarifhöhe für studentische Versicherte eher nachrangig betrachten.

E7hemaliKgEer &Nut_zer~ (#3257x31)


Dann würde ich mich aber in der Zeit Vollversichern, der studentische Tarif deckt kaum was ab.

Arztrechnugen werden nur bis zum 1,7 fachen Satz gezahlt. Sonst bis 2,3. Heißt man muss erst mal Ärzte finden die das auch machen, ansonsten zahlt man jeden Cent der da drüber liegt selber und das kann verdammt teuer werden wenn man plötzlicher häufiger zum Arzt muss.

Physiotherapie wird mir nur mit knapp 50% rückerstattet .... also ich kann nur raten, vorher ausführlich informieren und beraten lassen. Sonst landet man womöglich ganz unsanft auf der Nase ...

SIchltabcbermaNul


... RHW erlinkten, bitteschön :=o Es zählt nicht ihr Einkommen, sondern die gesamte wirtschaftl. Leistungsfähigkeit. Heirat hat eben auch immer einen bürokratischen Rattenschwanz :=o [[http://www.bkk.de/arbeitgeber/neu-lexikon-sv-und-steuerrecht/?tx_bkklexikon_pi1[bkkl-item]=159194,0#gld4.2 Hier]] nochmal mit schönen Beispielen.

Genau da steht auch, dass die Einkünfte des Ehegatten zur Hälfte bzw. bis zur Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze zählen!

Wenn die Grünen das Ehegattensplitting abschaffen wollen, müssten sie auch dies Vorschrift abschaffen! Denn das eine ergibt sich aus dem anderen. Siehe auch die Diskussion über Ehegattensplitting in "Cafe Chez Gautier"

m}nexf


Ja, tuts. Aber es wird eben berücksichtigt, das hat doch bmed in Frage gestellt

bZmYed


Ja, tuts. Aber es wird eben berücksichtigt, das hat doch bmed in Frage gestellt

ok, vielen Dank für die Aufklärung. Also: ...

Bei freiwillig Versicherten zählt zum beitragspflichtigen Einkommen das Einkommen des Ehegatten (zum Teil), wenn dieser NICHT in der GKV versichert ist.

Also privatversicherte Ehemänner treiben mit ihrem Einkommen die Beiträge ihrer Ehefrau in die Höhe, wenn sich diese in der GKV freiwillig versichern muss oder will. (ist eben nicht unbedingt logisch oder selbsterklärend, dafür noch mal danke!)

Stellt sich noch die Frage, warum man sich "freiwillig" versichert, eigentlich ist es doch ein Angestelltenverhältnis ... ist man da nicht "versicherungspflichtig" ???

msnxef


Weil sie derzeit Studentin ist und das als ihre 'Hauptbeschäftigung' eingestuft wird. Da ist man dann ganz normal in der Krankenversicherung der Studenten und muss sich bei Überschreitung der Alters- und Semestergrenze freiwillig versichern.

Wäre das ein Studium in Teilzeit und sie würde ganz normal über 20 Stunden/Wo. arbeiten, würde das auch wieder einen anderen Status begründen. In der GKV ist die Beschäftigung eines Werkstudenten aber versicherungsfrei ([[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__27.html § 27 SGB 3]]), man wird keinem gewöhnlichen Angestellten gleichgestellt (sonst könnte man sich auch die Bezeichnung "Werkstudent" sparen):

4) Versicherungsfrei sind Personen, die während der Dauer

1.

ihrer Ausbildung an einer allgemeinbildenden Schule oder

2.

ihres Studiums als ordentliche Studierende einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule

eine Beschäftigung ausüben.

S cdhlabvbermazuxl


Angenommen, Ehemann ist privatversichert, Ehefrau nicht berufstätig. Ehemann müsste seine Frau ebenfalls privat versichern, kostet aber oft mehr als für sich selbst. Die Ehefrau kann sich auch unter gewissen Voraussetzungen freiwillig gesetzlich versichern. Es ist logisch dass dann die Ehefrau nicht 0 Euro zahlen muss (x % von 0 Euro Einkommen wäre 0 Euro Beitrag).

Da der Ehefrau die Hälfte des Einkommens des Mannes zusteht, wird dieses als Einkommen berücksichtigt. Genauso ist es auch beim Ehegattensplitting: Jeder versteuert die Hälfte des Gesamteinkommems, da jedem die Hälfte zusteht.

Genauso wie viele das Ehegattensplitting nicht verstehen, ist diese Regelung in der GKV auch nicht jedem einleuchtend.

b.med


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