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Hygienemangel in Krankenhäusern

A!ndrUepaNHx1 hat die Diskussion gestartet


Wer musste wegen Hygienemängel im Krankenhaus auch schon mal schlechte Erfahrungen machen?

Eine Angehörigen von mir musste wegen eines Krankenhauskeimes nachoperiert werden. Leider verstarb sie. Gaststätten werden regelmäßig überprüft. Krankenhäuser nicht, obwohl das Leben der Patienten gefährdet werden kann. Das macht mich wütend und traurig!

Gruß

:°(

Antworten
E3hemaliger BNutze&r (#467@193x)


Das Krankenhäuser nicht regelmäßig überprüft werden, ist schlichtweg falsch.

Leider gibt es Keime die auch bei hervorragender Hygiene äußerst resistent gegen Desinfektionsmittel etc. sind. Wieviele Leute jährlich pro Jahr an Infektionskrankheiten sterben, die sie sich nachgewiesenermaßen bei einem KH-Aufenthalt geholt haben, kann man in diversen Statistiken nachlesen.

Es tut mir natürlich leid für deine Angehörige, aber Krankenhäuser (besonders die!) sind eben keine Bakterien- oder virenfreie Umgebung. Ganz im Gegenteil.

EGrdbeere-Eungel


Das Krankenhäuser nicht regelmäßig überprüft werden, ist schlichtweg falsch.

Das kann ich bestätigen, es gibt zum Beispiel Hygienebeauftragte, die rumlaufen und Abstriche von allen möglichen und unmöglichen Stellen nehmen. Zu Infektionen kann es leider trotzdem kommen schon alleine deshalb, weil der Mensch an sich nicht steril ist, der Patient hat ja auch eine bestimmte normale Keimflora auf Haut, Schleimhaut, im Darm etc. Man desinfiziert natürlich sehr gründlich und alles läuft so steril wie möglich ab, aber auszuschließen ist eine Infektion einfach nie. Trotzdem ist es natürlich sehr traurig, wenn ein Mensch dadurch stirbt. Das tut mir wirklich sehr leid für dich.

A5ndmreaH1


Vielen Dank Grgnor und Erdbeer-Engel,

leider musste ich auch miterleben, wie eine Ärztin den Behälter mit den benutzten Spritzen fallen ließ, die Spritzen mit Ihren Handschuhen, die sie für die Blutabnahme angezogen hat, vom Boden zusammensammelte, um anschließend mit den gleichen Handschuhen das Blut meiner herztransplantierten Mutter zu nehmen. Ich konnte sie gerade nochmal davon abhalten. Es reicht, wenn ich eine Angehörige wegen Hygienemangels verloren habe.

Gruss

EMhemgaligeHr N;utzIer (#U325731)


Gaststätten werden regelmäßig überprüft. Krankenhäuser nicht,

Sorry aber das zu behaupten ist schlich weg falsch.

Eine Angehörigen von mir musste wegen eines Krankenhauskeimes nachoperiert werden.

MRSA kann man sich aber auch im Bus holen und viele gesunde Menschen sind damit besiedelt.

Leider gibt es Keime die auch bei hervorragender Hygiene äußerst resistent gegen Desinfektionsmittel etc. sind

Richtig und viele Resistenzen züchtet der Mensch sich auch selber ran durch zu viel Antibotikum, durch überflüssiges Antibiotikum und besonders durch Antibiotikum einfach selber absetzten, weil es geht einem doch wieder gut ...

Wenn man keine Ahnung von Hygieneabläufen in medizinischen Einrichtungen hat, sollte man sich zurück halten.

leider musste ich auch miterleben, wie eine Ärztin den Behälter mit den benutzten Spritzen fallen ließ, die Spritzen mit Ihren Handschuhen, die sie für die Blutabnahme angezogen hat, vom Boden zusammensammelte, um anschließend mit den gleichen Handschuhen das Blut meiner herztransplantierten Mutter zu nehmen

Das war ein Hygienefehler. Das stimmt. Und deshalb schließt du daraus jetzt das ist immer und überall so. Interessant ...

A ndareaHx1


Hi Mellimaus21,

wer überprüft Krankenhäuser?

Das Krankenhaus selbst durch seine abhängig beschäftigten Hygienespezialiaten!

Wer prüft Gaststätten? Das unabhängige Gewerbeausichtsamt!

Der Unterschied ist der, dass abhängig Beschäftigte von Ihrem 'Brötchengeber' bezahlt werden und einfach keine Chance haben gegen Missstände vorzugehen wie das z. B. eine unabhängige Behörde kann.

Meine verstorbene Angehörige hatte Keime im Op-Gebiet (es wurde eine künstliche Hüfte eingesetzt).

Warum soll ich keine Ahnung von MRSA haben?

Ist der Todesfall eines Angehörigen nicht ausreichend, um hier nachzufragen, ob jemand anders auch so schlimme Erfahrungen machen musste?

Gruß

EohemaligerG Nutzer (F#3257X31)


wer überprüft Krankenhäuser?

Das Gesundheitamt

Das Krankenhaus selbst durch seine abhängig beschäftigten Hygienespezialiaten!

Jede medizinische Einrichtung hat Hygienebeauftragte und das ist auch gesetzlich vorgegeben

m|arion mau;s wsien


natürlich werden krankenhäuser überprüft

was glaubst du denn?

es gibt hygienebeauftragte,die was drauf haben+auch unabhängige.es wird jedes jahr strenger,und jede kontrolle wird genau dokumentiert-gegebenenfalls sofort reagiert.

es gibt halt auch schon viele resistente keime-was auch darauf zurückzuführen ist,dass jeder beim kleinsten pups antibiotika nimmt/haben will.

es tut mir leid,was euch passiert ist,aber das was du schreibst,ist schlichtwegs falsch.

F#entxa


Dass sich ein Hüftgelenksimplantat infiziert, bedeutet aber nicht, dass mit der Hygiene geschlampt wurde.

kRlei'ner_ydravchenPsjtern


Ich kann trotzdem über Hygienemängel oder zumindest verdammt viel Ekliges aus meinen Krankenhausaufenthalten berichten:

Mir wurde z.B. Halskatheder zur parenteralen Ernährung gelegt. Leider wurde der Schlauch, über den die Nahrung in den Blutkreislauf eingebracht wird nur alle paar Tage mal erneuert :-o – inzwischen weiss ich, dass das eigentlich mindestens 1 x täglich sein muss. Ergebnis: eine dicke Infektion mit 41 Fieber.

Außerdem war das Legen bei mir nicht gerade einfach, wesahlb danach ein fetter Blutspritzer quer über die gesamte Schrankwand prangte – der war 3 Wochen später immer noch da, als ich das KH verlies....

Zwischenzeitlich musste ich mir eine Toilette mit 8 andren Darmpatienten teilen, von denen eine dann Rotaviren diagnsotiziert bekam mit denen sich mich, zusätzlich zu meinem fulminaten Colitisschub auch noch angesteckt hat.

Das waren mal die beiden ekligsten Erlebnisse vom letzten Mal :=o

mGariion auxs wien


Mir wurde z.B. Halskatheder zur parenteralen Ernährung gelegt. Leider wurde der Schlauch, über den die Nahrung in den Blutkreislauf eingebracht wird nur alle paar Tage mal erneuert :-o

du meinst die infusionsleitung?

da gibt es standards dafür-bei uns nach 3 tagen

inzwischen weiss ich, dass das eigentlich mindestens 1 x täglich sein muss.

das glaube ich nicht,dass mehrmals täglich das ganze system neu gemacht werden muss/soll.

ich abreite bei immunsupremierten patienten,wenns bei denen nach 3 tagen ausreicht dann bei einem gesunden allemal

ist ein geschlossenes system-wo sollen da keime rein?

SBchuBheCsüchtxige


Es ist einfach nicht/schwer möglich eine völlig keimlose Umgebung zu schaffen.. jeder Mensch ist besiedelt mit Bakterien, die Ungebung ebenso.. in einem Krankenhaus arbeiten Menschen, welche als Überträger dienen.. klar kann gerade in Bezug auf Mrsa mehr gemacht werden, wenn man sich z.B. Holland anschaut, dort wird jeder Patient sofort routinemäßig auf Mrsa untersucht und auch die Händehygiene usw. wird da etwas ernster genommen.

Aber in Deutschland herrscht totaler Personalmangel, da ist dann ein junger Assistenzarzt für 40 Patienten alleine verantwortlich usw. Da liegt meiner Meinung nach das größte Problem.

Genauso sieht es aus mit verwechselung von Patienten z.B... die Meisten Laien denken bei Blutttransfusionen, die mit der falschen Blutgruppe erfolgten sicher bei Fehlern im Labor: Ja, dann haben die da eine falsche Blutgruppe bestimmt.. das kommt aber quasi nicht vor, in über 90 % der Fälle passiert es auf der Station und in ebenso der meisten Fälle ist es auf Stress und Hektik zurückzuführen.. und genau das kostet dann Menschenleben.

c1hxi


Also ich hab eine recht schlimme Erfahrung mit einem Krankenhauskeim machen müssen. Mein Vater wurde vor 2 Jahren operiert – Bypass-Op. Die OP selbst ist gut gelaufen, er kam sofort auf Reha und irgendein Hornochsen-Physiotherapeut fand es total richtig, dass ein frisch operierter Bypass-Patient mit anderen Patienten Handball mit einem Lederball spielen sollte. Mein Vater bekam den Ball am Oberkörper ab, wurde wieder ins KH gebracht, wo man die Wunde wieder aufmachen musste, angeblich wegen eines Blutgerinnsels (diesen Part weiss ich nicht ganz so genau). Bei dieser OP kam ein Krankenhauskeim in die Wunde. Man konnte sie daraufhin nicht schließen. Er bekam eine Pumpe, die die Wundflüssigkeit aus der Wunde fließen lies, jeden Tag einige Infusionen mit verschiedenen Antibiotika und alle paar Tage wurde die Wunde wieder komplett aufgemacht und ein Abstrich genommen. Fest vernäht werden durfte er erst nach 3 Abstrichen ohne Keimnachweis. Das Ganze hat glaub um die 12 Wochen gedauert, wenn ich mich richtig erinner. Ich hab von der Geschichte erst relativ spät erfahren, weil er es nicht für nötig hielt, sich mal zu melden -.-

Auf jeden Fall ist diese Geschichte gut ausgegangen und natürlich haben wir uns auch darüber aufgeregt, wie sowas überhaupt passieren konnte, aber im Endeffekt sind wir nur dankbar, dass es so glimpflich verlief und mein Paps wieder auf beiden Beinen stehen kann.

k>leiner_$drache6nstexrn


ich abreite bei immunsupremierten patienten,wenns bei denen nach 3 tagen ausreicht dann bei einem gesunden allemal

Wie gesagt lag ich mit einem schweren Colitisschub im KH, da ist man ja wohl nicht gesund :=o und mit 100mg Cortison auch immunsupprimiert. Das mit einmal wechseln innerhalb von 24 Stunden ist die Info einer Freundin, die Krankenschwester an der Unikilinik ist und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat, als sie das hörte, dass der Schlauch nur alle paar Tage (können auch mehr wie 3 gewesen sein) gewechselt wurde. Dort kommen nämlich diese Infektion praktisch nie vor, in dem KH mit 50%iger Wahrscheinlichkeit ... hat mir der Arzt danach gesagt :=o

E'hemaliBgerF Nutz=er 5(#325x731)


Das mit einmal wechseln innerhalb von 24 Stunden ist die Info einer Freundin, die Krankenschwester an der Unikilinik ist und die Hände über dem Kopf

Ich kann dazu nur sagen "siehe Standard". Was in Haus a so gemacht wird kann in Haus b ganz anders sein. Sei denn deine Freundin arbeitet in mehreren Häusern gleichzeitig, dann kann sie natürlich auch für verschiedene Standards sprechen ...

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