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Hygienemangel in Krankenhäusern

m\arikon aus owiexn


nur so als info-bei uns kommen auch keine infektionen vor

und das sind patienten,die über wochen keine leuko haben,also doch sehr empfindlich sind

SpunfXlowfery_}73


wenn man sich z.B. Holland anschaut, dort wird jeder Patient sofort routinemäßig auf Mrsa untersucht und auch die Händehygiene usw. wird da etwas ernster genommen.

DAS wird in NRW in einigen Regionen auch so gehandhabt. MRSA-Check vor/bei Aufnahme. Entsprechende Hinweise auf allen Stationen. Desinfektionsaufforderung an alle Besucher. Desinfektionsspender neben JEDEM Patientenzimmer (und im Zimmer z.T. an mehreren Stellen!).

Das Problem ist nur, dass man mit diesem offensiven Vorgehen Patienten verschreckt. Weil die gleich denken, da ist es gefährlich.

Fakt ist nunmal, dass es überall Keime gibt. Dass es resistente Keime gibt (wo unser Antibiotika-Einnahmeverhalten eine Rolle spielt!). Dass Patienten nicht nur in Einzelzimmern liegen, dass Besucher sich auf's Bett setzen,... Das sind alles Risikofaktoren.

Man unterschreibt zudem bei jeder OP, dass man sich der Gefahr bewusst ist.

Ebenso kann auch ein ZUVIEL an ständigem Verbandswechsel etc. ein Risiko darstellen. Ob ich täglich an eine frische wunde rangehe (und somit riskiere, Keime dort einzubringen) oder nur jeden 2. Tag, auch das kann einen Effekt haben.

Und letztlich behandeln Menschen Menschen. D.h. es reicht manchmal eine kleine Unaufmerksamkeit (z.B. nicht nach jedem Patienten desinfiziertes Stethoskop), um Keime weiterzutragen. Das ist dann Unaufmerksamkeit, wie sie in Eile, bei Stress, in Notfällen vorkommen kann.

Es gibt keine ultimative Sicherheit.

Aber wenn man offensichtliche Schlamperei bemerkt, sollte man das durchaus SOFORT rückmelden (Arbeit der Putzkolonne bspw.).

EGhemali$ger Nut~zer p(#32573x1)


wenn man sich z.B. Holland anschaut, dort wird jeder Patient sofort routinemäßig auf Mrsa untersucht und auch die Händehygiene usw. wird da etwas ernster genommen.

Bei mir wurde für die stationäre Aufnahme vor 14 Tagen auch schon ein Nasenabstrich abgenommen auf MRSA

L;iv{erpxool


Mir gefällt das Wort "Krankenhauskeim" nicht. Diese Keime werden nicht m Krankenhaus gezüchtet und dann auf Patienten losgelassen.

MRSA z.b. haben ca. 25-30% aller Menschen. Nur ist dieser Keim beim gesunden völlig symptomlos und wird auch nicht entdeckt/behandelt. Problematisch wird es erst, wenn man erkrankt, verletzt, immungeschwächt ist und deshalb im Krankenhaus ist. Dort wird man den getestet und festgestellt, dass man diesen Keim hat. Deshalb hat man den Eindruck, diesem Keim bekäme man nur im Krankenhaus. Viele der Patienten kommen aber bereits im einem (unentdeckten) MRSA ins Krankenhaus.

Und nicht immer dem Krankenhaus die Schuld geben. Wenn ich dran denke, wie viele Gespräche ich mit MRSA Patienten ich schon hatte, weil die einfach ungeschützt durch die Gegend gewandelt sind. Frei nach dem Motto: sieht man nicht, riecht man nicht, ist nicht da.

S. aureus kommt fast überall in der Natur, auch auf der Haut und in den oberen Atemwegen von 25 bis 30 % aller Menschen vor. Meist löst es keine Krankheitssymptome aus. Man spricht in diesem Falle von einer klinisch asymptomatischen Besiedlung oder Kolonisation der Person mit dem potentiell pathogenen Bakterium ("Kolonisationskeim")

Eine unbekannte Anzahl von Patienten ist schon bei der Aufnahme in die Klinik infiziert, ohne es zu wissen. Hier kann nur eine Eingangsuntersuchung Klarheit verschaffen, wie sie in den Niederlanden durchgeführt wird.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus_aureus]]

A#ndrezaH1


Hierzu gibt es einen guten Artikel in der FAZ unter

http://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/krankenhaus-hygiene-handgemacht-und-hausgemacht-11886606.html

Gruß

ELhemalig>er] Nutzer8 (#x325731)


Das ist ja nun alles nichts Neues was da drin steht ...

c*hxi


Ich wurde übrigens bei meinem 3 Tages-Aufenthalt vorletzte Woche auch auf MRSA untersucht, weil ich ein paar Kriterien auf dem Fragebogen erfüllt hab. Unter anderem wegen den Antibiotika-Fragen.

Sluznflowexr_73


Ich habe mal einen Patienten erlebt, der sich wohl mit MRSA bei seinem Schlachthof-Job infiziert hat...

Aber wir driften ab; es ging ja um schlechte persönliche Erfahrung mit den Keimen. Kann ich leider (auch nach über 20 OP's) nicht mit dienen.

AzndMreaH1


Hier noch etwas zum Thema

[[http://www.kirchhoff-anwalt.de/overall/html/cdukommentar.html]]

Ich persönlich finde, dass wir uns nicht herausreden sollen, sondern die Hygienemassnahmen unbedingt einhalten und den Missbrauch von Antibiotika verhindern sollten.

Eine Dame aus meinem Umfeld, der ich von dem Todesfall meiner Angehörigen erzählt habe, vertreibt Desinfektonsmittel. Sie erlebt immer wieder die Anfrage von Krankenhäusern, die aus Sparmaßnahmen die Desinfektionsmittel verdünnen wollen.

Schlimm, wenn dann die Keime nicht mehr beseitigt werden und Todesfälle auftreten.

Gruss

S_chnee>f=lock<e07


Mein Opa hat nach seiner Herz-OP eine Blutvergiftung gehabt. Das war schon wirklich heikel, aber es ist alles in Ordnung. Ihm geht es gut.

E$hema@ligerw Nutze'r (#32x5731)


Vielleicht sollte man hier nochmal erwähnen das Infekt nach OP egal in welcher Form nicht immer durch Hygienefehler ausgelöst wird.

So langsam liest es sich hier nämlich so als Infekt = Hygienefehler bedeutet ...dem ist aber nicht so wie hier auch schon mal angemerkt wurde

7I7er3greixs


In Gießen Augenklinik sind die Lampen übern Bett nicht geputzt und die Nachtschränke auch net :=o

das nenn ich saubär

j<ul3tchxen


Ich habe mich bei meinem ersten Krankenhausaufenhalt nach meiner OP mit dem Norovirus angesteckt.

Kam direkt nach meiner OP auf eine Station wo es wohl schon einige Fälle zu der Zeit gab.

Trotz deren Isolierung ist es passiert, war richtig doof aber immerhin nichts soo schlimm gewesen.

Wurde bevor der Virus ausgebrochen war bei mir auf eine andere Station gebracht, und als es ausbrach wieder auf die erste.

Mittlerweile gab es da dann auch schon neue erkrankte. Ist ebend ein hartnäckiger Virus gewesen, aber soweit ja nicht so was bedrohliches wie eine Infektion.

_ONi/xe]_


Aber wenn man offensichtliche Schlamperei bemerkt, sollte man das durchaus SOFORT rückmelden (Arbeit der Putzkolonne bspw.).

So könnts gehen – könnte man meinen............ :)z

Bis vor einiger Zeit arbeitete ich in einer Klinik.

Die fest angestellten Stationshilfen wurden irgendwann gekündigt um eine Zeitarbeitsfirma einzusetzen (übrigens kurz vor Weihnachten)

Die meisten Zeitarbeitskräfte sprachen nicht ausreichend deutsch um die Hygieneanweisungen zu verstehen und umzusetzen. Ebenso wars wenn wir Pflegekräfte etwas reklamierten.

Ein Reklamationsformular wurde erstellt – da mussten wir also nun jede Beanstandung eintragen – die Putzkolonne musste gegenzeichnen – und tat dies auch täglich.

Trotzdem wurden die Dreckecken nicht weniger – im Gegenteil.

Es stellte sich raus, dass diejenige die unterschrieb nur kyrillisch lesen konnte %-| >:(

Wir waren trotz aller Hinweise und Beanstandungen völlig hilflos......

Irgendwann wars echt gefährlich – obwohl wir schon viel selbst putzten..........der Norovirus kam mehrfach wieder......mich selbst hatte es 2 mal erwischt.....

Die Stationsleitung und die Pflegedienstleitung sagten es sei unsere Aufgabe mit den Putzkräften zu kommunizieren, da sie ja nicht immer vor Ort sein könnten........

Ich griff mir also irgendwann als das Maß voll war unsere klinikeigene Hygienefachkraft und zeigte persönlich die gefährlichsten Punkte auf und ich forderte einen Abklatsch an strategisch wichtigen Stellen....so z.b. auf dem Personalklo......

Was meint ihr??

Die Frau Dr. med. (Hygienebeauftragte) sah sich alles an, fand die Dreckecken auch grausig und wollte dann mit den Abklatschröhrchen wieder kommen.

Sie kam nicht.........

Auf Nachfrage meinte sie bedauernd, dass sie sich mit der Klinikleitung beraten hätte......man wolle keine Proben erheben.

Sie könnte uns lediglich helfen indem Sie die Pflegedienstleitung auf diese Missstände hinweist.

So gehts auch.... *:)

Thestra:lxe


es ist eigentlich schlichtweg UNMÖGLICH ein krankenhaus keimfrei zu halten,

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