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Hygienemangel in Krankenhäusern

LXiveOrp>oFol


da fehlt ein NICHT, oder? und man sich NICHT nur im Krankenhaus anstecken kann.

oh, ja natürlich!! %:| |-o |-o

jetzt hab ich mir doch glatt noch selbst wiedersprochen -.-

selbstverständlich kann man sich auch außerhalb des Krankenhauses anstecken.

S~unfPloweQr_73


Fortschrittlicher sind auf dem Papier nur Skandinavien und v.a. die Niederlande. Aber da werden bspw. Antibiotika auch viel stärker reglementiert, was hier für Entrüstung sorgen würde, wenn so mancher Patient seinen Infekt ohne Antibiotika auskurieren soll.

In der restlichen westlichen Welt herrschen so ziemlch dieselben Probleme. Und unsere Infektionsraten sind auch nicht sooo extrem hoch. Zumal man die Zahlen mal genauer filtern sollte und nicht alle Infektionen in einen Topf werfen sollte.

d[evili[n-disgxuise


In dem KH, in dem ich neulich lag, war der Seifenspender auf dem Patientenklo leicht defekt, die Seifenflasche fiel raus. Hinter der (sehr leicht zu entfernenden und wieder einzusetzenden) Seifenflasche war das Gehäuse des Spenders lückenlos und dick mit braunem Dreck ausgekleidet. Sicher kann man ein Krankenhaus nicht keimfrei halten – aber putzen könnte man schon.

l'ilalZaun'emaxus


Im KH ist sicher die Händehygiene noch am wichtigsten. Blutkonserven pp im Mülleimer sieht nicht schön aus, ist aber mmn zu vernachlässigen (bei der Entstehung solcher Infekt.). Dafür spricht auch die Verbreitung der Keime außerhalb der Klinik. Die Resistenzen sind sicher durch die Perversion des Menschen entstanden durch Massentierhaltung mit starker Antibiose für die Tiere (die Lebensbedingungen würde ohne Medikation kein Tier bis zur Schlachtreife überleben) und späterer Übergabe der Antibitika an den Menschen (der das Fleisch isst).

Kann dann mit den Menschen kaum mehr Mitleid empfinden! >:( :|N :-( :°(

ailtefrHelve\ticxus


@ Liverpool

ich weiß was ein S. aureus ist und auch, dass MRSA eine besonders resistente Form davon ist.

OK, dann muss man ja schon eine vorsätzliche Verbreitung von Falschmeldungen ausgehen:

MRSA z.b. haben ca. 25-30% aller Menschen.

Wusste nicht, dass sowas hier im Forum geduldet wird. Dafür wird wahrscheinlich wieder mein Beitrag zensiert :)=

Die genaue Verbreitung von MRSA unter der gesamten Bevölkerung in Deutschland ist schwer zu schätzen, aber man findet Zahlen von 1-2%, die Träger (nicht Infizierte) von MRSA Keimen sind ([[http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_methicillin_resistenten_staphylococcus_aureus__mrsa_-11172.html#topic_130875 BfR BUND]]). Das wären dann 1.2 Mio Fälle, von denen bestimmt einige in Behandlung sind, um die MRSA-Kolonialisierung zu reduzieren und die dann hoffentlich ein verantwortungsbewusstes Verhalten an den Tag legen. Bin ich selbst Träger, ist das noch nicht lebensbedrohlich.

Die häufig zu findende Prävalenz von 25-33% ist anders zu interpretieren. In den zu Grunde liegenden wissenschaftlichen Untersuchung wird (1) nur in einem bestimmten Umfeld getestet, wo ausreichend viele Test zugreifbar sind (also Krankenhäuer, Klinikpersonal, Pflegeheime etc.). (2) Wird häufig der Anteil von MRSA Neuinfektionen von allen Neuinfektionen mit S. aureus als Prävalenz angegeben. Es wird also nur die Untermenge and Menschen untersucht, die sich in einem gewissen Zeitraum, in einem gewissen Umfeld mit S.aureus infiziert haben. Damit direkte verlässliche Rückschlüsse über die Träger von MRSA in ganz Deutschland machen zu wollen ist schlichtweg dumm. Man sollte die gesamte Statistik verstehen!

Will man Rückschlüsse auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland machen, dann müsste man einige (z.T. bedingte) Wahrscheinlichkeiten modellieren

#1 Wie lange ist man durchschnittlich infiziert?

#2 Wieviele Träger sind auch infiziert?

#3 Abbildung der repräsentativen Bevölkerungsverteilung in die Verteilung von untersuchten Patienten

#4 bestimmt habe ich noch einiges vergessen ;-)

Das Ganze ist dann sehr wenig signifikant, weil die geeignete Stichprobe zu klein ist!

L_iver2poNol


Ok, die 25-30 % nehm ich zurück, die hab ich zwar im Kopf, aber Quellen finde ich jetzt grad keine.

Fakt ist aber, dass MRSA bei gesunden Menschen völlig Symptomfrei ist und deshalb weder getestet noch erkannt wird. Deshalb auch in keinerlei Statistiken auftaucht. Gerade bei medizinischem Personal (inklusive Rettungsdienst und Altenpflege) dürfte es eine relativ Hohe Anzahl an unerkannten Infektionen geben. Und auch diese Leuten gehen einkaufen, fahren Bus und können einen so auch auf der Straße anstecken.

Ich kenne mehr als einen Fall von Patienten mit bekannten MRSA, die von ihren Angehörigen Pflegern ohne jegliche Schutzmaßnahmen angefasst etc. werden. Und nachdem sie ihren Mann angezogen hat, geht die Ehefrau eben einkaufen ohne sie die Hände zu desinfizieren. Die fasst Dinge an, die andere Leute später kaufen, die fasst Geld an, dass andere Menschen später bekommen... Und wo genau hat das Krankenhaus da jetzt Schuld?

Sicher gibt es mehr als genug nosokomiale Infektionen, im Krankenhaus gibt's schließlich auch genug immunsupprimierte Menschen, die sich nur zu leicht anstecken und sicher auch die ein oder andere Hygienelücke.

Um herauszufinden, ob Oma Maier den Keim bereits hatte als sie ins Krankenhaus kam, muss man frühzeitig testen. Das setzt sind mittlerweile erfreulicherweise in immer mehr Krankenhäusern durch.

b$eetle)juiuce21


Mal so allgemeine Infos zu MRSA

[[http://www.afg-heidelberg.de/fileadmin/FwbAnaesthesie/MRSA.pdf]]

und da taucht auch prävalenz bis 30% drin auf.

A\ndreaxH1


Danke beetlejuice21,

auf Seite 29 deiner Infos steht, dass die wichtigsten Übertragungswege die Hände und Kleidung der Mitarbeiter sind.

An alle,

Sicher kommt MRSA überall vor und so mancher Mensch ist davon symptomfrei betroffen, solange diese Keime eben nicht in Wunden gelangen. In diesen Fällen kann eine Infektion mit MRSA tödlich sein!!!

Gerade deshalb ist es wichtig die Hygienemassnahmen einzuhalten. Insbesondere bei der Behandlung offener Wunden, was in Supermärkten, im Bus usw. normalerweise nicht vorkommt, aber im Krankenhaus, beim Arzt oder Zahnarzt usw.

Sich herauszureden, dass es diesen Keim überall gibt und deshalb keine besonderen Hygienemassnahmen im Krankenhaus erforderlich sind, würde uns in eine Zeit vor Pasteur zurückversetzten, in der die Menschen noch nichts über die Vermeidung von Wundinfektionen wussten und es sehr viele vermeidbare Todesfälle gab.

In D sterben zwischenzeitlich mehr Menschen an Sepsis als an Verkehrsunfällen, was aus meiner Sicht ein Skandal ist

.

AHndre1axH1


Die Übertragung von MRSA von Mensch zu Mensch kann mit einfachen Hygienemassnahmen vermieden werden.

bheetlej'uice211


Das das ein großer ubertragungsweg ist hat auch niemand bestritten.. nur wenn man nicht mal weiß wer Träger ist müsste ich alle patienten isolieren und in einzelhaft setzen..

Asndr e_aHx1


Reicht das Desinfizieren der Hände und das Wechseln der Einmalhandschuhe bei der Behandlung einer offenen Wunde mit sterilem Material von sterilen Behältern nicht aus, um das Risiko einer Übertragung erheblich einzuschränken?

bUeet<lejuic&e2x1


Na wenn angeblich auch die Kleidung überträger Nr 1 ist... mit schutzkitteln arbeite ich standardmäßig weniger, heißt ich geh 8 std mit der selben klamotte von Zimmer zu Zimmer...

Und ich wage zu beweifeln, dass es standard ist mit den gleichen Handschuhen von Zimmer zu Zimmer zu gehen... also das wäre schon fast verleumdung, dass wäre wohl was das man einmal gesehen schon zu melden hätte.

Und das Desinzifieren reicht ja scheinbar so wie es gemacht wird nicht, sonst hätten wir die Probleme ja nicht.... aber ich habs mal grob für nen Arbeitstag hochgerechnet, man müsste an die 100 mal desinfizieren... für je 30 sekunden, macht ne knappe stunde desinfektion von 8... ich glaub da muss mehr Personal her die diese stunde dann auffangen.

In der Theorie klingt es immer schön, und dann wirds auf die Praxis umgesetzt und ist ne katastrophe. %:|

ANndreeaH1


Schau mal beetlejuice21,

Du schreibst hier von sehr vielen Behandlungen in kurzer Zeit, also mit Zeitdruck und Stress. Und dazu kommt noch das ständige Desinfizieren und Kittelwechseln.

Ich weiß, dass Du sehr, sehr sorgfältig bist!

Aber es gibt eben auch die Anderen. Leider!

Aus meiner Sicht sollte im Gesundheitswesen weder am Personal noch bei den Heilmitteln gespart werden, um mit dem Ersparten dann z. B. Drohnen zu kaufen, die in D dann nicht eingesetzt werden dürfen usw.

@:)

bueetlKejuice2x1


ich bin zum glück jetzt in der 1:1 pflege, kein stress mehr ;-)

ich weiß auch das nicht alle kollegen da so super vorbilder sind etc... aber ich sag mir auf ner akutstation kein wunder, vor allem wenn sachen wie MRSA erst am 3. tag und nach der OP überhaupt rauskommen.

Tnaba\lugi


leider musste ich auch miterleben, wie eine Ärztin den Behälter mit den benutzten Spritzen fallen ließ, die Spritzen mit Ihren Handschuhen, die sie für die Blutabnahme angezogen hat, vom Boden zusammensammelte, um anschließend mit den gleichen Handschuhen das Blut meiner herztransplantierten Mutter zu nehmen

Das war ein Hygienefehler. Das stimmt. Und deshalb schließt du daraus jetzt das ist immer und überall so. Interessant ...

Mellimaus21

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