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Alters- und krankheitsbedingt von Pkv zurück in die Gkv?

A%nneli?e_&Mi hat die Diskussion gestartet


Vor ca. 14 Jahren bin ich in die Private Krankenversicherung gewechselt, weil mir die Leistungen damals besser erschienen und ich durch meinen finanziellen Status dazu in der Lage war. Ich bin derzeit bei der Signal Iduna versichert und zahle nach vielen Jahren Mitgliedschaft nun schon mehr als das Doppelte von dem Eingangssatz - und mit 41 bin ich irgendwie noch nicht alt! Hinzu kommt eine Tochter, die ebenfalls privat versichert werden muss. Da bei mir auch noch vor einigen Wochen Rheuma und Hashimoto diagnostiziert wurden und ich mir große Sorgen darüber mache, wie sich das in Zukunft auf meine Private Krankenversicherung auswirkt, würde ich eigentlich lieber wieder zur Sicherheit in die gesetzliche Krankenkasse zurückwechseln. Habe ich trotz meiner Erkrankung und Alter Chancen, dass sie mich wieder aufnimmt?

Mich würden vor allem Meinungen von Leuten interessieren, die ähnliches durchgemacht haben und daher aus Erfahrung sprechen. Schon mal allen vielen Dank für eure Beiträge.

Grüße

Annelie

Antworten
AHleon~or


Eigentlich ist das nicht vorgesehen. Schließlich hast du zu gesunden Zeiten ja ordentlich Geld gespart. Da wäre es ja der Versicherungsgemeinschaft gegenüber ziemlich unfair wenn du jetzt deine "teuren" Jahre auf die Allgemeinheit abwälzt.

Hast du schonmal bei deiner KK nach günstigeren Tarifen gefragt? Am besten schriftlich, dann äußern die sich am ehesten.

L~ilaxLina


Dass die Beiträge steigen werden und auch die Tochter eine eigene Versicherung braucht, war ja kein Geheimnis.

Trotzdem hast du dich für die Private entschieden und zum Glück ist ein Wechsel zurück nur unter ganz bestimmten Umständen (arbeitslos, unter 55, Einkommen über ein Jahr lang unter 49.500 €) möglich.

Am besten mal bei der Krankenkasse direkt anfragen. Mach dich aber auf Gegenwind gefasst, jetzt beginnt die Zeit, wo du für sie dank steigender Beiträge interessant wirst, da werden sie dich nicht einfach gehen lassen wollen ;-)

M:ae8x2


Alles, was ich bisher so mitbekommen habe, lässt keine Hoffnung auf einen möglichen Wechsel. Zurück in die GKV geht, wie LilaLina schrieb, fast nicht.

m&adrrigal


Schließlich hast du zu gesunden Zeiten ja ordentlich Geld gespart. Da wäre es ja der Versicherungsgemeinschaft gegenüber ziemlich unfair wenn du jetzt deine "teuren" Jahre auf die Allgemeinheit abwälzt.

Und deshalb ist es gut, dass du kaum wieder in die GVK eintreten kannst. Jedem ist bekannt, dass der Rückweg aus der PKV nicht mehr möglich ist und die Prognosen bzgl. der Beitragssteigerungen waren ja hinlänglich bekannt.

Und nach 14 Jahren kann man kaum ehaupten, dass die Entscheidung für die Privatversicherung ein Irrtum war – sondern es war berechnet.

t9he-Zcavxer


Die Spielregeln sind doch klar - zurückwechseln, weil es billiger ist, geht nicht (glücklicherweise). Das war auch vor 14 Jahren schon so und stand in jedem Infoblatt zu lesen - Du hast gewusst, worauf Du Dich einlässt.

Die aktuell neu disgnostizierten Krankheiten wirken sich aber nicht auf den Beitragssatz aus - das tun nur Erkrankungen, die *vor* Versicherungsbeginn bestanden haben.

A;leionor


Die aktuell neu disgnostizierten Krankheiten wirken sich aber nicht auf den Beitragssatz aus – das tun nur Erkrankungen, die *vor* Versicherungsbeginn bestanden haben.

Gestern kam da was im Fernsehen zu und wenn ich das richtig verstanden habe spielen die Erkrankungen da schon eine Rolle.

tRhe-c>avexr


Gestern kam da was im Fernsehen zu und wenn ich das richtig verstanden habe spielen die Erkrankungen da schon eine Rolle.

Nein, das hast Du nicht richtig verstanden. Für Erkrankungen, die *vor* Abschluss des Vertrags besanden haben, kann es Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse geben. Werden diese verschwiegen, gibt es Verlust des Versicherungsschutzes und evtl. ein Strafverfahren wegen Betrug. Aber Erkrankungen, die *nach* Abschluss des Vertrags auftreten, wirken sich nicht auf die Beiträge aus.

A-le2onoxr


Maßgeblich für die Berechnung der Versicherungsbeiträge in der PKV ist das Äquivalenzprinzip. Im Gegensatz zur GKV, in der die Beiträge einkommensabhängig sind, gibt es in der PKV einen Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung. Dem Prinzip der Kapitaldeckung folgend werden Alterungsrückstellungen gebildet. Der Versicherte ist in der PKV selbst Vertragspartner des Heilberufsangehörigen, des Krankenhauses, von Apotheken oder Laboren. Es gilt grundsätzlich das Kostenerstattungsprinzip, das heißt er erhält eine Rechnung für alle Leistungen, die er in Anspruch nimmt.

Die Beiträge der Versicherten in der PKV errechnen sich nach Alter, Gesundheitszustand und den gewünschten Versicherungsleistungen. Bis zum 21.12.2012 war das Geschlecht ebenfalls eine Berechnungsgrundlage.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Krankenversicherung Quelle]]

Ich versteh das so das der aktuelle Gesundheitszustand da sehr wohl eine Rolle bei der Beitragsberechnung spielt.

SQchmid'ti7x0


Wie die Anderen schrieben, hättest Du Dir das leider früher überlegen müssen...ein Wechsel ist zum Glück nicht so ohne weiteres möglich...

Das soll jetzt auch keine Häme sein...mein Mann ist selbst ähnliche Zeit privat versichert, für unser Kind zahlen wir auch schon 200, – Euro jeden Monat...Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass die Entscheidung damals richtig war, aber nun ist es so und mein Mann muss eben zahlen...

Da kannst Du maximal auf eine Änderung in Richtung Bürgerversicherung hoffen, aber das bleibt abzuwarten...

Trotzdem alles Gute für Dich! @:) @:)

S0chwi~mmerixn


Aleonor

Ich versteh das so das der aktuelle Gesundheitszustand da sehr wohl eine Rolle bei der Beitragsberechnung spielt.

Ja, selbstverständlich. Aber nur bei Neuabschluss einer Versicherung, nicht in einem laufenden Vertrag.

GEarboux78


@ Annelie_Mi

Ich hoffe sehr, dass Du nicht in die GKV wechseln kannst. Denn die GKV ist eine Solidargemeinschaft. Die Gesunden zahlen für Kranken und junge Menschen für alte Menschen!

Vor 14 Jahren warst Du 27 Jahre alt und hast sehr gut verdient! Damals hat Dich aber die Solidargemeinschaft nicht interessiert, denn die PKV war viel verlockender. Jetzt bist Du 41 Jahre alt, krank, hast ein Kind und jetzt soll die Solidargemeinschaft (die Du vorher mit Füßen getreten und die Dich nicht interessiert hat) für Dich wieder aufkommen? Wieso? Das der Beitrag in der PKV nicht immer niedrig sein wird, hätte Dir klar sein müssen. Auch das der Beitag bei einer chronischen Krankheit steigen wird. Genauso das Du Dein Kind auch in der PKV versichern musst!

Ich hoffe sehr, dass Du keine Rückkehrmöglichkeit finden wirst! Denn ich sehe absolut nicht ein, dass wir jetzt für Deine Krankheit und Dein Kind aufkommen sollen.

Wieso? Du hast damals Deine Wahl getroffen. Denn mit Menschen wie Dir, funktioniert das System der Solidargemeinschaft nicht.

haibeFrnatxing


Da muss wohl oder übel das Ersparte herhalten.

Aber vielleicht gibt es einen günstigeren Tarif, wie oben schon jemand sagte.

Gharwopu7x8


@ the-caver

Leider stimmt das nicht ganz. Eine Krankheit, die nach Abschluss des Vertrages auftritt, ist sehr wohl relevant, für den Beitragssatz. Ich war jahrelang Heimleiter und Sozialversicherungsfachangestellter bei der Krankenkasse mit den drei grünen Buchstaben. Ich habe immer wieder Menschen aus der PKV bei mir gehabt, die mich zum Teil regelrecht angebettelt haben, dass ich Sie doch bitte wieder aufnehme in die GKV, da Sie die Beiträge nicht mehr zahlen können.

Denn um es vereinfacht auszudrücken: In der PKV versicherst man sein eigenes Risiko. Ist man viel krank, steigt der Beitrag. Ich hatte eine ehemalige Ärztin bei mir, die mit knapp 70 mehrere Herzoperationen und 2 Schlaganfälle hatte. Die Frau sollte knapp 1000 € Beitrag zur PKV leisten. Das bei einer Rente von 1200 €. Und da Sie noch kränker geworden ist, wurde die nächste Beitragserhöhung auch schon wieder angekündigt.

Das ist ja leider das Risiko bei der PKV. In jungen Jahren zahlt man sehr wenig und in vielen Fällen, hat man im Alter eine regelrechte Kostenexplosion zu erwarten. Da man im Alter u.U. mit vielen Krankheit konfrontiert wird.

Bei Deiner Annahme gäbe es ja nahezu keine Möglichkeit, dass die Beiträge drastisch angehoben werden können. Nicht umsonst, gibt es in Deutschland schon mehrere tausend Menschen, die Ihre Beiträge zur PKV nicht mehr leisten können. (Die PKV´en in Deutschland, haben mittlerweile fast 300.000.000 Euro an nicht gezahlte Beiträge auszugleichen.)

Eine Rückkehr zur GKV ist zum Glück nahezu nicht möglich. Also bleibt im schlimmsten Fall nur die "Holzklasse" der PKV.

Dann werden nur Leistungen bei aktuter Krankheit oder Schmerzen übernommen. Dieser Satz ist sehr genau zu nehmen. Denn bei normalen Rückenschmerzen wird die PKV keine Kosten übernehmen. Da muss entweder ein Herzinfarkt oder ein Bandscheibenvorfall mit starken Lähmungen vorliegen. Sonst werden keinerlei Maßnahmen übernommen! Diese Menschen sind dann sozusagen durch das Raster bzw. System gefallen. Dies geschieht eben durch starke Beitragserhöhungen entweder bei Rücklagen für das Alter oder durch schwere hinzugekommene Erkrankungen, die leider chronisch sind.

Ich habe auch Erfahrungen in der eigenen Familie gemacht:

Bei meinem Schwiegervater haben sich die Beiträge in den letzten 5 Jahren, mehr als verdoppelt. Jetzt hat er die nächste Erhöhung von 30 % schon wieder angekündigt bekommen. Dabei war die Versicherung damals doch so günstig gewesen!

Manche billigen Verträge in jungen Jahren kommen auch dadurch zustande, indem man Leistungen aus dem Vertrag einfach raus nimmt. So erging es einem Freund von mir. Der hat bei Hilfsmitteln jetzt ca. alle 8 Jahre Anspruch auf 1000 €. Sein Vertrag wurde damals dadurch billiger und außerdem wird schon nichts passieren!

Ist es aber leider doch! Jetzt ist er so wie ich auch querschnittgelähmt und kann für 1000 € sich nichts leisten. Aktuell bekomme ich grade wieder einen neuen Rolli nach Maß. Der Rolli kostet knapp 6.500 €. Ich zahle lediglich 10 € dazu. Alleine mein Sitzkissen kostet 899 €.

Mein Freund hat zwar damals beim Beitrag gespart, jedoch bereut er es heute zu tiefst. Denn er hat entweder hohe Eigenleistungen zu erbringen oder muss alte gebrauchte Hilfsmittel nehmen, die dann eben auch nicht genau passen, da Sie nicht nach Maß angepasst wurden.

G[a>roxu78


Noch ein kleiner Hinweis an die Privatpatienten, die die Chefarztbehandlung genießen. Ich war noch nie privatversichert und trotzdem bin ich seit ca 12-13 Jahren (müsste da genau nachsehen) in Behandlung bei 3 Chefärzten. Auch wenn ich 3-4 Mal im Jahr im Krankenhaus liege, liege ich immer auf der Privatstation. Dabei zahlt meine Versicherung lediglich den einfachen Satz und nicht den dreifachen Satz.

Denn sobald man für Chefärzte interessant ist, wird man automatisch von denen behandelt. Ich habe nun einmal sehr seltene Erkrankungen. Meine Chefärzte dürfen ausführlich darüber berichten und ich werde dafür ausschließlich vom Chefarzt behandelt.

Das ist immer witzig anzusehen, wenn die Leute beim Chefarzt in der Privatsprechstunde warten. Manchmal schwärmen Sie dann wie toll es ist, doch vom Chefarzt behandelt zu werden. Wenn ich den Leuten dann berichte, dass ich in der GKV versichert bin, gibt das manchmal große Augen.

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