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Darf ein (Zahn-)Arzt eine Überweisung verweigern?

LJaale1x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

folgendes Problem: Ich habe bei einem Kieferchirurgen einen Termin, da mein Kiefer zunehmend Probleme macht mit Ohren- und Gesichtsschmerzen. Dieser behandelt mit einer Überweisung vom Zahn- oder Hausarzt. Auch der HNO hat dieses Jahr dieses Kieferproblem als Ursache der Ohrenschmerzen festgestellt.

Eine Überweisung vom Zahnarzt wurde mir verweigert. Grund: Ich trage eine herausnehmbare Zahnspange vom Kieferorthopäden. Die Zahnärztin hatte damals schon festgestellt, dass mein Kiefer Probleme macht, meinte aber im gleichen Atemzug, dass ich erst eine Aufbissschiene bekomme, wenn ich mit der anderen Spange durch bin – dauert aber noch 7 Jahre laut ihrer Aussage.

Die Überweisung wurde abgelehnt, denn" Dr. xy macht auch nichts anderes, deshalb brauchen Sie nicht zum Kieferchirurgen!" Gaaaaanz toll. :(v

Einziger Rat von der Sprechstundenhilfe: Versuchen Sie, ob der Chirurg Sie so untersucht.

Eine Überweisung vom Hausarzt könnte ich schon besorgen, die haben schon mal eine für den Kieferchirurgen ausgestellt.

Wenn ich aber die Überweisung beim Chirurgen abgebe, schicken die immer einen Behandlungsbericht an den ZA.

Die damalige Behandlung lief auch über den HA, als der ZA das herausbekommen hat, durfte ich mir Vorwürfe anhören, wieso ich denn vom Zahnarzt keine Überweisung besorgt habe... >:( >:( >:( >:( %-| >:(

Wie ich nun beim Kieferchirurgen diese Woche handeln soll, weiß ich nicht. Ich werde dort einfach eiskalt erzählen, wie ich beim ZA abgefertigt wurde. Notfalls bringe ich einfach eine Überweisung vom Hausarzt nach und wechsel den ZA, obwohl ich da in ein paar Woche noch eine Behandlung hab..

Antworten
Luolaw20k1x0


Mach dir mal da keine Sorgen, du darfst vollkommen ohne Überweisung dort auftauchen! Du brauchst keine Überweisung-solltest du ein Problem mit einer Kieferfehlstellung haben, dann schaut sich das der Chirurg an und sagt dir was dazu. Ich hab mir früher nicht mal immer ne Überweisung geholt, weil ich zu spät dran war und hab einfach die 10 Euro bezahlt. Jetzt entfällt das ja eh. Geh hin und hör dir an was er sagt. Hast du denn einen Fehlbiss?

L<aa6le^18


Danke Lola,

ich gehe da auch erstmal ohne Überweisung hin. Ich gehe mal davon aus, dass ich einen Fehlbiss habe. Ich habe zwar gerade Zähne, nur sind diese nicht sooo übereinander wie es sollte. Ein normaler Mensch hat 32 Zähne, ich hab nur 24, weil mein Kiefer zu klein ist.

Ich gehe auch mal davon aus, der Chirurg mich mehr untersucht als der ZA. Der wird bestimmt Röntgen, um sich erstmal eine "Übersicht" vom Kiefer zu schaffen.

Schließlich merke ich beim normalen Reden etc. schon, dass das eine Kiefergelenk sich immer rausbewegt, während das andere "in der Spur" bleibt.

kClePiner_jdrachenxstern


Du kannst einfach so zum Facharzt, auch ohne Überweisung.

Den ZA würde ich trotzdem wechseln, Ärzte die ein offensichtliches Egoproblem haben kommen mir schon lange nicht mehr ins Haus!

L7aale`1x8


Ärzte die ein offensichtliches Egoproblem haben

:)^ :)^

Als Egoproblem sehe ich das mittlerweile auch..

Wie wechsel ich den ZA denn?

Einfach anrufen und sagen: Den Termin am xx.xx. brauche ich nicht mehr. Tschüss. Oder muss man da noch was zu sagen?

Hxoney9e1_mit_Mipni13


Laale

Ich war nochmal zu meiner alten Zahnärztin gegangen mit der bitte meine unterlagen an meinen neuen Zahnarzt zu schicken - hat einwandfrei geklappt :)^

L]ola2d0x10


Ein Fehlbiss hat nicht unbedingt was mit krummen Zähnen zu tun. Ich hatte bzw. habe auch einen Fehlbiss und habe kerzengerade Zähne, die nur leider nicht aufeinander liegen, da mein Unterkiefer nicht richtig gewachsen ist-ergo es ist viel kleiner als mein Oberkiefer und daher hab ich keinen richtigen Biss. Geh einfach mal hin und lass dich beraten. Denn oft ist es so, dass der Kieferorthopäde nur zusammen mit dem Kieferchirurgen arbeiten kann, wenn man bereits ausgewachsen ist. Da lässt sich am Kiefer selbst nicht mehr viel durch Spangen richten.

Bylasirx_W


Mach dir mal da keine Sorgen, du darfst vollkommen ohne Überweisung dort auftauchen!

Du kannst einfach so zum Facharzt, auch ohne Überweisung.

Das ist so auch nicht richtig. Es kommt auf den Facharzt an. Gerade wenn man Neupatient ist, wird ganz häufig noch eine Überweisung gebraucht. Und auch sonst kann der Arzt eine verlangen. Meine Mutter geht z.B. seit Jahren zu einem Rheumatolgen und braucht trotzdem immer noch jedesmal eine Überweisung vom Hausarzt.

MzariNeCurixe


Wollte ich auch gerade schreiben, ich habe bei einem Facharzt auch eine Überweisung gebraucht

Lcaa/le18


Honey 91,

mein ZA wird mir die Sachen entweder gar nicht zum neuen ZA schicken oder mir die Sachen hinterher schmeißen ;-D Mittlerweile traue dem ZA alles zu.. :=o

Aber die werden mich danach eh nie wieder sehen ;-)

@ loa2010,

das stimmt, mit Spangen lässt sich nicht mehr viel machen. Meine Spangen vom KFO trage ich nicht mehr, ich hatte ewig eine feste Spange, weil ich riesige Lücken und verdrehte Zähne hatte. Deshalb hab ich nicht nur unten, sondern auch oben einen Retainer, also den festen Draht.Klappt gut :)^ Drum sehe ich nicht ein, dass ich eine Aufbissschiene nicht vorher bekommen soll..

LGaa,le18


MarieCurie und Blair

ich glaube auch, dass ich eine Überweisung brauche. Als der Termin gemacht wurde, hab ich extra nachgefragt.

Bei dem Kieferchirurgen war ich schon mal, aber eine Überweisung braucht er trotzdem.

Wenn er mich so untersucht ist gut, wenn nicht, dann liefer ich ihm die Überweisung einfach nach ;-)

Aber was haltet ihr von dem ZA?

k[leine8r_drQac.henstexrn


Einfach anrufen und den Termin absagen und einen neuen ZA suchen. Wenn du keine Lust auf eine Auseinandersetzung hast: den neuen ZA bitten, deine Unterlagen anzufordern, der alte ZA muss die rausrücken @:) .

Manchmal kann es aber auch sehr erhellend sein, OHNE Unterlagen zu einem neuen Arzt zu gehen :=o

LNama@lex18


Stimmt, das wäre auch ne Idee ;-)

tQhe-^caver


Was die konkreten Fragen angeht:

- Ja, der Zahnarzt darf die Überweisung verweigern. Er muss sie sogar verweigern, wenn er der Ansicht ist, dass es nicht nötig ist, denn die Therapie darf das Maß des nötigen nicht überschreiten (SGB V, Paragraphennuimmer ist mir gerade entfallen). Wenn es also seiner Ansicht nach nicht nötig ist ==> keine Überweisung

- Dem Kieferchirurgen bleibt es selber überlassen, ob er Patienten auch ohne Überweisung nimmt. Viele Fachärzte in "Mangelbereichen" machen das so, damit durch die Hausärzte schon mal ein gewisser Filter da ist

- Wo ist das Problem mit dem Behandlungsbericht? Einfach dem Kieferchirurgen sagen, dass der Zahnarzt keinen bekommen soll, dann *darf* er dem gar keinen schicken (ebenfalls SGB V, Hausnummer ebenfalls nicht im Kopf)

- Wenn ein Zahnarztwechsel gewünscht ist: Die Weitergabe der Behandlungsunterlagen ist ebenfalls gesetzlich geregelt. Einen guten artikel dazu findet man hier:

[[http://www.aerzteblatt.de/archiv/77056/Medizinrecht-Die-Uebergabe-von-Krankenunterlagen-von-Arzt-zu-Arzt]]

Im Artikel ist zwar im wesentlichen von Hausärzten die Rede, die entsprechenden Regeln gelten für Zahnärzte aber genauso.

Luaalex18


Danke für die Antwort :)^

Hilft schon sehr ;-)

Dein erster Punkt scheint plausibel.

Nur hat mein Zahnarzt sich widersprochen. Sagt erst, dass ich eine Schiene brauche, dann aber erst in sieben Jahren eine bekommen würde.

Haut irgendwie nicht hin. Genau deshalb bin ich skeptisch,weil der Arzt so 'komische' Argumente bringt.

Auf die Sache mit dem Bericht bin ich gar nicht gekommen :)^

Das ist gut :)^

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