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Wie fühlt es sich an, Arzt zu sein?

ELh"emalig]er N$utzeUr (x#325731)


Deine Vorstellungen von Liebe schenken und Menschen zum Lachen bringen hat wohl nicht allzu viel mit dem Dasein als Arzt zu tun

Zumal man mit der Vorstellung vom Beruf ins jedem Vorstellungsgespräch im 0,nix weg vom Fenster sein wird ....

P+ri1madon>na[Girl


Mir sollen sich als Krankenschwester bei solch überromantisierten, naiven und idyllischn Vorstellungen vom Arztalltag die Fußnägel hoch...

Dein angeblich zu verschenkende Liebe braucht kein Patient der Welt. Eher fachliches können und Empathie.

Und so sehr ich versuche, jeden ernst zu nehmen, wer meint, den Alltag von Ärzten zu kennen aus Sicht eines Patienten, der hat vom wahren leben noch keinen Plan. Die TE scheint sehr jung zu sein, daher ist das ok. Empfehle ein Praktikum, das einen von der Schwarzwaldklinik und Schwester Stefanie ruft dr. Bruckner Idylle auf den Boden der Realität zurück holt.

-_vietna@mesixn-


Ich bewundere Ärzte auch sehr, ich denke ich wäre auch Ärztin geworden, wenn ich mich mehr angestrengt hätte. Aber nun gut, es war dann ebend nicht so. Allerdings sehe ich in meinem Umfeld auch, dass Ärzte wirklich für ihren Beruf leben, sprich sie haben wenig Freizeit, sie arbeiten echt viel!!! Da habe ich so einige Beispiele an der Hand. Man hat sehr viel Verantwortung, dem muss man gewachsen sein, stelle ich mir nicht so einfach vor, weil Menschenleben das kostbarste sind, dass kann man mit nichts vergleichen. Dann das Leid das man ertragen muss, wie ich mal gehört habe, gibt es da keine Formeln für. Ärzte die einem Patienten sagen müssen, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, sowas lernt man in keinem Studium, dass muss man dann selbst formulieren und rüberbringen, sowas stelle ich mir echt schwer vor. Das wären dann wieder so Momente wo ich denke, dass würde ich nicht schaffen, es sind schliesslich nicht nur alte kranke Menschen, es sind auch junge, Kinder, Angehörige mit denen man sich auseinandersetzen muss, Tränen, Leid, alles was man so mitkriegt. Find ich schon nicht leicht. Und egal auf welch Art Arzt man ausweicht..so gibt es überall man schlimmes. Hebamme klingt ja auch fröhlich als Job..aber was wenn was schiefgeht, was wenn die Mutter eine stille Geburt hat, oder die Mutter gar selbst stirbt etc. grausige Vorstellungen..! Dem gilt es standzuhalten.

Ich habe mal ein Praktikum gemacht als Krankenschwester quasi. Damals hat mich das Leid der anderen nicht so mitgenommen, ich hab die Leute versorgt, wusste aber im einzelnen nicht was die genau hatten, weiss man vielleicht als Praktikant ebend auch nicht so genau..man ist eh nur ne gewisse Zeit dort. Was mich eher runtergezogen hat, war das Umfeld, ständig mit Krankheit, Tod, Gestank klarzukommen..das hat mir nicht so gefallen. Weiss nicht ob ich mich daran hätte gewöhnen können, aber im ersten Moment fand ichs traurig und trostlos, so depri mässig ebend.

-)viet[namexsin-


Im übrigen stimme ich primadonna zu. Liebe schenken..also ich war schon mal selbst Patient, ich habe nie erwartet das mir jemand Liebe schenkt. Frag dich doch selbst was du als Patient erwarten würdest, warst du schon mal in der Situation? Meine kleine Tochter lag zum Beispiel dieses Jahr im Krankenhaus, ihr ging es echt nicht gut und ich war ziemlich runter. Aber Liebe habe ich von den Ärzten und Krankenschwestern nicht erwartet, oder gar mir gewünscht. Meine Erwartungen wurden dort erfüllt-die Station war super, sehr nette Schwestern, Kompetent und mitfühlend- Die Ärzte hatten klare Worte, waren ebenfalls nett, klar mag man den einen lieber als den anderen, kommt vor, aber Professionell waren sie alle. Wurde alles erfüllt. Mich umarmen oder Hand halten, dass hats nicht gegeben, das habe ich mir auch nicht gewünscht, dass sind fremde Leute! Ich bin dann so runter gewesen das ich wirklich einen kleinen Zusammenbruch hatte, stand da heulend, da hat man mir angeboten jederzeit zu kommen und reden zu dürfen, dass ist doch super!

Wenn du Liebe schenken möchtest, vielleicht wäre es eher etwas für dich im Altenheim zu arbeiten, in irgendwelchen Einrichtungen, wo Menschen alleine sind, keinen mehr haben, oder kaum jemanden. Du könntest sowas auch ehrenamtlich tun, es gibt doch genug, Behindertenheime z.b ich stelle mir vor das es dort durchaus Menschen gibt die Nähe brauchen und viel Zuspruch :)- @:) :)*

Sychhwi,mmerixn


Dein angeblich zu verschenkende Liebe braucht kein Patient der Welt.

Wenn hier schon der TE ständig vorgeworfen wird, sie hätte keine Ahnung vom Leben eines Arztes, dann muss man an dieser Stelle auch mal erwähnen, dass hier augenscheinlich jemand keinerleit Ahnung vom Leben eines Patienten hat.

EBhemalirger Nputzer (#x282877)


Kommt wahrscheinlich auf den Patienten an.

Ich erwarte da auch keine Liebe, dafür sind meine Angehörigen und Freunde da. Ich brauch jemanden der kompetent ist und zügig arbeitet

PbrimyadounnaGxirl


Wenn hier schon der TE ständig vorgeworfen wird, sie hätte keine Ahnung vom Leben eines Arztes, dann muss man an dieser Stelle auch mal erwähnen, dass hier augenscheinlich jemand keinerleit Ahnung vom Leben eines Patienten hat.

süß. Netter Versuch, aber der gesunde Menschenverstand sollte einem doch zu verstehen geben, dass auch ich logischerweise Patientin bin. Sei es beim Zahnarzt, gyn, Internisten, meinetwegen auch im Krankenhaus, wo nun wirklich viele Menschen aus diversen gründen schonmal waren. Ich verdiene mit Patienten nebenbei seit vielen Jahren mein Geld, soviel zum Thema keine Ahnung vom Patienten sein.

Zu dem unpassenden Thema der Liebe hat Vietnamesin alles gesagt. Wer beim Beruf Arzt primär an Liebe schenken denkt, dem fehlt, zumindest momentan, noch bei weitem die nötige Distanz zur Arbeit mit kranken Menschen. Die sind nicht immer lieb, freundlich und drollig.

mGuchbi$rne


Mein Onkel war Chirurg – was der erleben musste, wenn z.B. jemand der vor einen Zug gesprungen war auf seinem OP-Tisch lag – mir wird immer schlecht, wenn mein Onkel aus seinem Berufsleben erzählt.

Aber grundsätzlich wäre es schon zu begrüßen wenn mehr Leute den Beruf aus Idealismus ergreifen würden und nicht nur zum Geld verdienen....

Unter Ärzten soll Suizid im Vergleich zu anderen Berufsgruppen besonders weit verbreitet sein – eine Theorie ist der enttäuschte Idealismus als Grund, wenn man halt immer nur Hustensaft, Schnupfenspray und Hüft-OPs verschreibt, anstatt Leben zu retten und die Welt zu verändern.

PBrimOaZdUon\naGi>rxl


Unter Ärzten soll Suizid im Vergleich zu anderen Berufsgruppen besonders weit verbreitet sein – eine Theorie ist der enttäuschte Idealismus als Grund, wenn man halt immer nur Hustensaft, Schnupfenspray und Hüft-OPs verschreibt, anstatt Leben zu retten und die Welt zu verändern.

diese Hypothese hab ich auch. Andererseits: welcher gesunde junge Mensch glaubt denn noch an diesen Idealismus und schätzt ihn realistisch ein? Arzt ist ein knallharter Job, der dank TV Serien und Unwissen mangels praktischer Erfahrung völlig albern romantisiert wird.

E_hemaliger Ngutzyer (#x282877)


Andererseits: welcher gesunde junge Mensch glaubt denn noch an diesen Idealismus und schätzt ihn realistisch ein? Arzt ist ein knallharter Job, der dank TV Serien und Unwissen mangels praktischer Erfahrung völlig albern romantisiert wird.

Ja, die ersten Folgen Emergency Room (die an vielen Unis als Lehrmaterial herhalten müssen) sind lange her.

FYenetxa


Kein Arzt im Krankenhaus verschreibt nur Hustensaft und Schnupfenspray. Ich sehe als Grund eher die unseligen Arbeitsbedingungen als Langeweile durch Hustensaft und Schnupfenspray.

-_vi9etnaOme[sinx-


Zumal man auch nicht vergessen darf, Mitgefühl zeigen und Liebe sind zweierlei, jeder möchte als Patient verstanden werden, aber die Distanz wo primadonna von sprach, ja die muss gewahrt werden. Alleine auch schon aus Eigenschutz als Arzt oder Schwester, mal ganz davon abgesehen, wenn die TE gerne Liebe schenkt, heisst es nicht das alle kranken gleich in die Luft springen und das auch so wollen. Die Distanz ist auch wichtig um Professionell zu bleiben.

Das sollte doch jedem eigentlich klar sein.

P*rimaIdonncaGirl


Vietnamesin

Genau das meine ich. Empathie/ Verständnis haben mit Liebe nix zu tun.

H^indata


Also Arzt sein wollte ich nie.

Überlege aber ob ich nicht doch noch Medizin hinterherstudieren soll.

Nur, wer bezahlt mir das ;-D Hab ja schon ein abgeschlossenes Studium... und danach für eine Approbation entscheiden...

und nun mal auch on topic:

Liebe TE: Mach dir mal den "Spaß" und frag nach nem Praktikum im Krankenhaus, oder mach das Pflegepraktikum, was jeder angehende Mediziner vorweisen muss. Dann sehen wir weiter, ob du das imemr noch willst.

E)hem<aliger XNutzerI (#2828x77)


Liebe TE: Mach dir mal den "Spaß" und frag nach nem Praktikum im Krankenhaus, oder mach das Pflegepraktikum, was jeder angehende Mediziner vorweisen muss. Dann sehen wir weiter, ob du das imemr noch willst.

Oder ein Freiwilliges soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst, etc

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