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Wie fühlt es sich an, Arzt zu sein?

e2lfNen!gslxanz


@ TE

Du sagst, du warst als Patientin dort. Damit kannst du dann rein gar nichts beurteilen. Patient sein ist die andere Seite. Du erlebst doch als Patient dort völlig andere Dinge, als ein Arzt. Du scheinst wirklich in einer absoluten kindlichen Traumwelt festzustecken.

Wie alt bist du? ":/

Lribexrta


Naja gut. Das Krankenpflegepraktikum hat nichts mit dem Beruf Arzt zu tun, außer, dass man eben im Krankenhaus arbeitet. Aber man führt dort ja pflegerische Tätigkeiten durch und Botengänge etc... Wenn man sich nett anstellt, darf man vielleicht mal was (aus ärztlicher Sich) interessanteres tun.

Das ist sicher zu empfehlen, wenn man im medizinischen Bereich arbeiten will und um da mal "reinzuschnuppern", hat aber nicht viel mit dem zu tun, was ein Arzt dann später tut.

Ephemaliger ENutzerT (#2~8287x7)


Das ist sicher zu empfehlen, wenn man im medizinischen Bereich arbeiten will und um da mal "reinzuschnuppern", hat aber nicht viel mit dem zu tun, was ein Arzt dann später tut.

Aber es geht ja auch nicht darum ein Skalpell zu schwingen, sondern den Alltag mitzuerleben.

LPiber:ta


Sag ich ja. Es ist sicherlich empfehlenswert, dies mal als "großes Ganzes" zu betrachten und einen ersten Eindruck von allem zu bekommen. Hierarchien, schauen, was die Pfleger so tun... etc...

Aber trotz allem sind es dann eben nicht die Tätigkeiten, die sie später als Arzt durchführen würde. Das war doch das einzige was ich zum Ausdruck bringen wollte.

C7orZne lixa59


Was erwarte ich als Patientin von meinem Arzt, sei es nun mein Hausarzt oder ein Arzt im Krankenhaus? Ganz sicher nicht irgendwelche verschenkte Liebe, sondern Kompetenz und vernünftige Antworten auf meine Fragen. Wenn er obendrauf noch nen lockeren Spruch ablassen kann, der mich zum Lachen bringt, dann ist das zwar schön, aber nicht wirklich zielführend.

Auch ich kenne den Arztberuf nur aus der Position des Patienten, aber ich habe höchsten Respekt dafür. Gerade im KH habe ich sie immer nur im Sturmschritt unterwegs gesehen, immer im Streß. Und wehe, sie machen Fehler, da kann gleich ein Menschenleben dranhängen! Und tut es häufig genug auch wirklich!

L+iberpta


Hab nicht alles gelesen. Keine Ahnung was sie mit "Liebe schenken" meint, aber das würde ich dann eher meinem Partner und meiner Familie zuschreiben. Evtl. unglücklich ausgedrückt.

Vielleicht meinte sie ja "mal nett lächeln" oder "stets freundlich bemüht" sein ;-)

EAhemalKiger Nutzer (#x325731)


Naja gut. Das Krankenpflegepraktikum hat nichts mit dem Beruf Arzt zu tun, außer, dass man eben im Krankenhaus arbeitet. Aber man führt dort ja pflegerische Tätigkeiten durch und Botengänge etc... Wenn man sich nett anstellt, darf man vielleicht mal was (aus ärztlicher Sich) interessanteres tun.

Das zeigt einem aber in ein paar Stunden schon einmal direkt den harten Alltag und die Hackordnung die i KH herrscht, die gibt es ja nicht nur unter den Ärzten wobei die Hierarchie da noch viel stärker ausgeprägt ist.

Aber vor allem wird sie da mal sehen das mit endlos viel Zeit zum Liebe geben und Patienten zum lachen bringen nichts ist. Wir haben da nämlich alle keine Zeit zu verschenken und der (Zeit)Druck wird immer größer. Und nicht nur bei der Pflege wird die Dokumentation immer zeitaufwändiger. Ärzte verbringen auch nicht nur die Zeit beim Patienten und da an besten noch Händchen haltend ;-D

Das gab es in der Schwarzwaldklinik, woanders aber wohl nicht. Obwohl die Sachsenklinik zeigt es auch immer sehr Eindrucksvoll ;-D

Aber so ist das Leben nun mal nicht, weder in der Pflege noch bei den ärztlichen Tätigkeiten .....und selbst in den Kinderkliniken muss es heute aufgrund von Personalmangel schon schnell schnell gehen ....

S5unfl0owe2r_73


ich hätte als ärztin meinen patienten so viel liebe geschenkt, sie zum lachen gebracht,...

Ganz ehrlich? Wach' auf!

Ich bin nicht Ärztin, sondern Psychotherapeutin. Man steht ständig unter Kostendruck, Zeitdruck, Druck vom Oberarzt, Chefarzt. Wenn man Pech hat, stimmt die Stimmung im Pflegeteam nicht oder man hängt zwischen allen Stühlen.

Pausen existieren auf dem Papier, Klobesuche sind an manchen Tagen Luxus. Erschlagen von Papierkram.

Ja, man bemüht sich um seine Patienten. Man merkt aber auch ganz schnell, wie realistisch das ist und wie lange man diesen Anspruch mit der Realität unter einen Hut bringt. Das Fazit lautet letztlich: Ansprüche reduzieren oder BurnOut.

Für Ärzte ist ihr Job letztlich auch nix anderes als für jeden von uns: Alltag. Ganz oft die immerselben Tätigkeiten. Ja, je nach Gebiet mit mehr oder Action und Spannung, mal mehr mal weniger Routine, mehr oder weniger Zeit für die Patienten.

Aber es ist auch nur ein Job. Wo die Dinge, die für Außenstehende spannend etc. erscheinen, einfach nur Alltag sind. Da wird in der Tumorkonferenz genauso stumpf diskutiert, wie in jedem anderen Bereich auch Meetings abgehalten werden.

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Zum Thema Zeit und Kostendruck:

Wir erbringen in meiner Abteilung mit 1,5 Stellen (Arzt/Therapeut zusammen) dieselben Leistungen (= Patientenzahlen), die vor 2 Jahren noch mit 2,5 Stellen erbracht worden sind. Und das in der Psychiatrie, wo fast alles über Gespräche läuft.

Arztkontakte in der Ambulanz: 10 Min. pro Patient, statt früher 20.

Psychotherapie-Kontakte in der Ambulanz: 30 Minuten, selten länger. Früher waren 50 Min. Standard.

Es ist nix weiter als Akkordarbeit mit schlechtem Gewissen.

bFlatt'lauxs


Meine Tochter ist Unfallchirurgin, sie könnte dir Sachen aus dem härtesten Job berichten...

Ich kenne auch einen, mit 100 - 160 Überstunden im Monat; für "Liebe schenken" bleibt da nicht viel Energie.

Und was in der Notaufnahme zum Teil ankommt, oft voll mit legalen oder illegalen Drogen, ist auch nicht unbedingt liebreizend.

Ich war selbst vor ein paar Jahren auch 4 Monate durchgehend als Patientin im KH (genauer: nacheinander in zwei Kliniken). Ich war zwar froh über ein paar sehr gründiche und engagierte Ärzte (das waren leider längst nicht alle) und über sehr nettes Pflegepersonal auf einer Station (dort auch ein eher freundschaftlicher Umgangston), aber für Liebe blieb mein Mann zuständig!

D#ie< Ke.lFtin


Deshalb sollte man auch nur so oft wie nötig und so wenig wie möglich zum Arzt gehen. Das trägt erheblich zur Gesundheit des Arztes und vor allem des Patienten bei, wie ich selber feststellen durfte.

Ärzte sind auch nur Menschen wie alle anderen, die manchmal genauso wenig oder noch weniger Ahnung vom Krankheitsbild des Patienten haben, wie der Patient selber. Trotzdem halten sich viele Ärzte immer noch für was besseres als andere und würden Schwächen nie zugeben! Daher haben Ärzte auch nicht mehr so ein hohes Ansehen wie es früher, zur Zeit unserer Großeltern, noch der Fall war.

Und ich sehe wirklich nicht, was so verlockend am Arzt - oder am Krankenschwestern-Beruf sein soll, da die ekeligen und deprimierenden Aspekte meiner Meinung nach überwiegen.

Aber gut, dass es noch Leute gibt, die das (gerne) machen, weil es leider immer Patienten geben wird, und wir daher immer Ärzte brauchen werden. Auch ich.

m!ussx ja


ich frage mich, warum ihr alle so hart und genervt reagiert... ;-) ich meine, es ist halt ihr traumjob...ist klar, dass man das ein oder andere vielleicht etwas überidealisiert. aber hier wird ja zum teil reagiert, als hätte sie etwas ganz hässliches, bösartiges gesagt. mit liebe geben und lachen schenken meint sie wohl eher (denke ich zumindest), dass sie eben nicht nur so ein steifer prof. dr. sounso-schnösel geworden wäre, für den die menschen nur noch fälle sind (mal ehrlich, das gibts!), sondern das zwischenmenschliche für sie wichtig gewesen wäre.

A:ntigQoxne


@ DasLiebeNetteMädchen

Ich habe selbst ein paar Semester Medizin studiert und aus verschiedenen Gründen aufgehört.

Seit Jahren arbeite ich nachts im Krankenhaus und treffe dort die diensthabenden Assistenzärzte. Gerade bei den Chirurgen waren einige, die sagten, sie würden es mit der heutigen Erfahrung nicht mehr studieren.

Ich kann dir auch nur den Tipp geben, ein Praktikum zu machen. Am besten in einer Notaufnahme.

Patienten behandeln ist der eine Teil – der Schreibkram der andere.

Eine ehemalige Schulkollegin, die dort in der medizinischen Abteilung gearbeitet hat, sagte, sie arbeitet 20% am Patienten und 80% ist Schreibkram.

L4ibeqrta


Naja, es gibt immer Leute, die nach einigen Berufsjahren sagen "Achja, im Nachhinein hätte ich dies und jenes nicht gemacht"... Da kenn ich auch einige Manager, Juristen, Biologen, Tierärzte, Steuerberater, die später sagen... "Ochja, mit dem Wissen, nö... dann hätte ich eher was anständiges gelernt ;-D

Mein Freund ist Mediziner und er bereut es nicht und ebenso kenne ich etliche andere Ärzte, die ihren Beruf lieben und immer wieder ergriffen hätten. Unzufriedene Menschen gibt es immer und überall.

Ist ja für die Fadenstarterin eigentlich auch unerheblich. Wenn es ihr Traumjob ist, bzw. sie das aktuell denkt, dann wäre das KPP sehr gut geeignet, sich den Krankenhausalltag mal anzusehen. Muss ja nicht direkt die 3 Monate machen. Vier Wochen reichen schon, um zu sehen wie die Hierarchien so sind ]:D Wenn man freundlich und engagiert ist, darf man auch mal -je nach Situation- mit 'nem Arzt mitlaufen. Kommt hauptsächlich auf die Station und die Pfleger an ;-D

Also, ich würde sagen... Auf zum Praktikum ;-D Wünsche viel Spaß!

DEasLieb^eNett)eM[ädxchen


Huuuuuuuuucchhh...leute! Jetzt komt mal alle runter! Haben wir nicht alle träume? ich übertreibe gerne mit dem flatternden kitteln,sowas mach ich oft...mir ist klar,dass der beruf hart ist.wohl auch der grund,weshalb ichs nicht werde,nicht nur wegend dem nc. liebe schenken tu ich dann lieber meinen kindern später,denn als ärztin hätte ich keine zeit für ;-)

Besonders bedanken wolte ich mich bei vietnamesin...danke!..und nun,hört auf mich runter zu machen,bitte. Als wenn ihr nie schwärmt...und ja,romatik ist für mich in diesem beruf. Es ist schließliche in Wow beruf somit meine hochachtung an alle die das studium gepackt haben!

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