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Wie fühlt es sich an, Arzt zu sein?

Eahe{malCiger ;Nutzer (x#325731)


Dachte daran, nach der Ausbildung noch n Studium dranzuhängen.

Nach der Ausbildung war ich geheilt von der Vorstellung Mesizin studieren zu wollen

Na,hier gibts wohl einige,die nicht gerne morgens aufstehen und sagenöh ne,schon wieder ein arbeitstag!

Tja steh du doch einfach mal 10 oder 12 Tage in Folge morgens um 4.20 auf, mal sehen wie lange du da in Jubelschreie ausbrichst ]:D

dann machts mal mit etwas schmackes ;-)

Schon frech unsere Arbeit zu beurteilen die du durch die rosarote Brille betrachtest :=o

und hasst weiterhin euren beruf.

Ha und wer genau hasst hier seinen Beruf? Ach so, weil wir nicht jeden Tag den Patienten Liebe schenken? ;-D

Nee ist klar, wenn du in Realität angekommen bist, dann sag Bescheid, dann kann man sich auch vernünftig über den Beruf des Mediziners unterhalten ;-)

SXpieg"elcbild82


und hasst weiterhin euren beruf

Ich hab nicht einmal gelesen das die Leute die in Krankenhäusern arbeiten ihren Beruf hassen ??? .

Sie wollten dir nur verdeutlichen das es eben nicht das locker flockig leichte ist wie du es in deinem Anfangsposting, für dich, dargestellt hast.

Und nein ich komme nicht aus diesem Bereich, weil ich auch zu denen gehöre die kein Blut sehen können...ausserdem wäre ich zu sensibel für dieses ganze "Elend" was man da sieht, besonders wenn man sich als Arzt oder Pfleger(in) sowas von bemüht hat und der Patient es dann doch nicht schafft. Damit würde ich überhaupt nicht klar kommen. Erst Recht nicht wenn ich eventl. Doc wäre und der Patient würde bei ner OP sterben...ich würde mir nen lebenlang Vorwürfe machen, auch wenn ich nix dafür könnte.

In der Beziehung bin ich echt nen totales Weichei |-o

Deswegen hat da jeder, der so einen Beruf ausübt, meinen absoluten Respekt :)^

k&atRtillein


grade die Unfallchirurgie ist ein knallharter Knochenjob.

Da gehts nicht "cool" von statten, wie in "Emergency room " ;-)

S+unflo9wer_73


ach wisst ihr was,diskutiert ihr ruhig weiter,macht mich ruhig fertig,verliertw eiterhind en spaß am leben und hasst weiterhin euren beruf.

Geht's noch? Niemand macht Dich fertig; was Du bekommst ist bestenfalls ein Realitätscheck.

Ich liebe meinen Beruf. Ich mache ihn gerne, mir liegen meine Patienten echt am Herzen. Und Akutpsychiatrie ist auch kein Zuckerschlecken. Psychoonkologie auch nicht. Die Rahmenbedingungen, die überhaupt erst zum Psychotherapeutentitel geführt haben, noch weniger.

Ohne Begeisterung macht man das nicht.

Aber ganz ehrlich:

Wenn DU hier angesichts REALER Schilderungen schon in einen dermaßen unfreundlichen und latent aggressiven Tonfall verfällst, solltest Du Dir Deinen Traumberuf auch deswegen schon gründlich überlegen. Nirgendwo muss man eigene Befindlichkeiten mehr hintenanstellen als im Patientenkontakt.

DZieg Ke+ltxin


Und nein ich komme nicht aus diesem Bereich, weil ich auch zu denen gehöre die kein Blut sehen können...

Blut ist dabei noch das Harmloseste! Und es gibt viele, die kein Blut und andere Körperflüssigkeiten sehen und riechen können.

ausserdem wäre ich zu sensibel für dieses ganze "Elend" was man da sieht,

Als ob das eine Schwäche wäre. :-) Ich finde es eher bedenklich, dass es Leute gibt, die so abgebrüht sind, dass sie gar nichts mehr dabei empfinden!

P\rimaRdonnaGIirxl


Ich finde es eher bedenklich, dass es Leute gibt, die so abgebrüht sind, dass sie gar nichts mehr dabei empfinden!

Also ich bin sehr "abgebrüht"... Aus welchem Grund sollte ich es in den Beruf nicht sein? Dann lande ich ja nach paar Monaten in der städtischen Psychiatrie. Ich empfinde bei schweren Krankheiten unbekannter Patienten sehr wenig.

ErhemalEiger zNutz|er (#x325731)


Ich finde es eher bedenklich, dass es Leute gibt, die so abgebrüht sind, dass sie gar nichts mehr dabei empfinden!

Das wird wohl auf den Großtweil nicht zutreffen, nur die allermeisten haben gelernt sich selber zu schützen. Und dazu gheört auch nicht alles an sich heran zu lassen und nicht jedes Patientenschicksal mit in den Feierabend zu nehmen.

Und es ist auch keine besondere Qualifikation wenn man mit jedem Patient persönlich mitleidet und mitweint, um ehrlich zu sein ist das kontraproduktiv ...

EshemAalig3er Nutzenr (#3536?55x)


Ach so, weil wir nicht jeden Tag den Patienten Liebe schenken?

Ist das nicht verboten? :-D

pZieplqaxnt


ich bin assistenzärztin un einer abteilung der inneren medizin,

ich liebe meinen beruf!!!

... aber, bin mir auch bewußt dass ich ihn benutze und so wie es gerade ist tut er mir nicht gut

erklärung folgt: ich habe ein extremes problem mit nähe was den privaten bereich betrifft, in der arbeit opfere ich mich auf und bin dementsprechend (ohne angeben zu wollen) recht beliebt bei kollegen, patienten und dem pflegepersonal, hier kann ich es steuern und kontrollieren welche nähe ich brauche und zulasse

nichts desto trotz bedeutet er mir alles ( vielleicht auch deswegen weil mir sonst nicht mehr all zu viel geblieben ist)

was generell gilt: viel und harte arbeit, gefühlschaos, hass, wut, erschöpfung, liebe, vertrauen, freude, ...

DJasLi"ebeN%ett|eMäxdchen


Nagut..frieden! Ich entschuldige mich bei allen,die sich angegriffen gefühlt haben. Ich respektiere eure Meinungen und ihr habt mir meine Vorstellung von diesem beruf vielleicht sogar mehr verdeutlicht,nämlich,dass es stresssig ist,auch wenn ichs am anfang schön formuliert habe..naja,danke.

p+ieDpl\ant


bei allem wenn und aber der schönste beruf der welt ( für mich )

und das studium ist zu schaffen auch mit einem abi das grottig ist, nur faul darf man nicht sein

denn wenn man weiß was man will und wofür es gut ist steckt oft viel mehr in einem als dass man sich dessen bewußt war

DlasLieb{eNett#eMädxchen


Schön sowas zu lesen,von jmd zu dem ich mit bewunderung aufschaue.danke pieplant❤️

Djie Kexltin


Ich empfinde bei schweren Krankheiten unbekannter Patienten sehr wenig.

Auch wenn es aus Selbstschutz ist, finde ich diese Einstellung sehr bedenklich für die Psyche, da es garantiert eher Verdrängung ist. Das musstest du wahrscheinlich auch erst mühsam im Laufe der Berufsjahre lernen, da Tod und Leid einen gesunden Menschen normalerweise nicht kalt lassen. Man sieht es den Ärzten auch oft an, dass sie nach etlichen Berufsjahren einen "Knacks" weghaben.

Parim]adon9naGUirxl


Auch wenn es aus Selbstschutz ist, finde ich diese Einstellung sehr bedenklich für die Psyche, da es garantiert eher Verdrängung ist.

Sehe ich nicht so und ich denke, das kann auch so hingenommen werden ohne irgendwem Verdrängung anzudichten.

Das musstest du wahrscheinlich auch erst mühsam im Laufe der Berufsjahre lernen, da Tod und Leid einen gesunden Menschen normalerweise nicht kalt lassen.

Nee, musste ich nicht. Und ich mache den Drecksjob inklusive Ausbildung jetzt seit 6 Jahren. Ich hatte mit der Distanz nie Probleme. Meine jetzigen Patienten geben mir oft positives Feedback weil ich freundlich, zügig und gewissenhaft arbeite. Ohne Gefühle von Mitleid oder dergleichen.

Man sieht es den Ärzten auch oft an, dass sie nach etlichen Berufsjahren einen "Knacks" weghaben.

Erstens wüsste ich gerne welche Diagnosen auf Knacks zu treffen und ob es dazu empirische Studien gibt die belegen, dass besagter Knacks durch angebliche Verdrängung des Elends zustande kommt. Außerdem: wer sind denn DIE Ärzte und wieviele kennst du über Jahre, so dass du eine Veränderung der Persönlichkeit feststellen und das auf den oben genannten Grund zurückführen kannst?

Finde das zu hypothetisch.

SRunflocwer_x73


Ich finde es eher bedenklich, dass es Leute gibt, die so abgebrüht sind, dass sie gar nichts mehr dabei empfinden!

Es geht nicht um das "Nichts empfinden". Es geht um angemessene Empathie, aber eben nicht Mitleiden. Meinen Patienten ist nicht damit geholfen, dass ich angesichts schlimmer Lebensereignisse sprachlos, hilflos oder weinend dasitze. Das haben sie im Freundeskreis etc.

Meinen Patienten ist geholfen, wenn ich deren Belastung zur Kenntnis nehme. Aus sicherem Abstand klarhabe, welche Belastung es darstellt. Und dann aus objektiver Perspektive Strategien erarbeite, andere Perspektiven anbiete, die diejenigen selber gar nicht mehr sehen können.

Und so mancher cooler Spruch von Fachpersonal hinter verschlossenen Türen (Krankenhaushumor ist manchmal schon sehr speziell und nichts für Ohren Außenstehender) ist schlichtweg Selbstschutz.

Und wie PrimadonnaGirl schreibt:

Man muss manche Dinge nicht mal groß lernen. Für mich war eine klare persönliche Haltung, eine allgemeine Auseinandersetzung mit div. Themen, die Basis. Mir ist klar, dass sich irgendwann mal ein Patient von mir umbringen wird. Mir ist klar, dass sich einige Patienten nicht bessern werden. Mir ist klar, dass einige Onkologie-Patienten sterben werden. So ist das Leben. Es hat nicht nur schöne Seiten. Der Tod gehört dazu.

Man sieht es den Ärzten auch oft an, dass sie nach etlichen Berufsjahren einen "Knacks" weghaben.

Was man nur dann erkennen kann, wenn man einen Arzt schon seit x Jahren kennt. Ihn nur zu Zeitpunkt Y kennenzulernen, ihn komisch zu finden und darus zu folgern, dass es an x Jahren Berufserfahrung liegen muss: Völlig unlogisch.

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