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Wie fühlt es sich an, Arzt zu sein?

m`ar%ipos2a


Man sieht es den Ärzten auch oft an, dass sie nach etlichen Berufsjahren einen "Knacks" weghaben.

Also so einen Blödsinn habe ich lange nicht mehr gehört.

Und Du siehst den Leuten also den 'Knacks' an? Im Besitz dieses Talents solltest Du zu Wetten, dass...? gehen.

PCrimadoxnnaGxirl


Mir ist klar, dass einige Onkologie-Patienten sterben werden. So ist das Leben. Es hat nicht nur schöne Seiten. Der Tod gehört dazu.

Danke, genau das meine ich. Entweder man hat diese Grundhaltung im Vorhinein, wenn man Arzt, Sozialpädagoge, Psychologe oder Pfleger werden will, oder eben nicht. Wer diese nicht hat, wird schnell an seine Grenzen kommen, bevor man überhaupt das erste Lehrjahr oder 2 Semester zu ende Studiert hat.

D@i e Kel9tin


ich habe ein extremes problem mit nähe was den privaten bereich betrifft,

Warum eigentlich? Dass man nicht mit jedem Patient über alles redet, ist klar. Aber Patienten sind auch nur ganz normale Menschen, die du genauso gut draußen treffen könntest. Persönliche Gespräche müssen sich nicht unbedingt negativ auf das Arzt-Patienten-Verhältnis auswirken, wenn Arzt und Patient sich generell gut verstehen und Vertrauen zueinander haben.

PWri,maGd~onn{aGxirl


Nun, ich verbuche es als eine konsequente Trennung von Beruf und Privatleben. Ich finde es ok, wenn man letzteres nicht mit wildfremden Menschen teilen will.

Vor allem, wie soll das ablaufen? Welcher Arzt hat die Zeit und Lust, sich mit fremden Patienten über privates zu unterhalten? Und wozu? Ich kann diese Grenzen gut nachvollziehen.

p-iep.laxnt


Ich wurde wohl falsch verstanden, ich werde sehr häufig zu persönlich und verausgabe ich in endlosen Gesprächen weit über jegliche Arbeitszeit hinaus

Und der Grund hierfür ist eine Art von Nähe zu erleben nach der ich mic so Sehne abgezogen im eigenen Privatleben die größte Angst gleichzeitig davor habe

Als Arzt bin ich im gründe genommen viel mehr krank als die meisten meiner Patienten (wenn auch auf andere Art und Weise)

D{ie DKeltxin


Ich finde es ok, wenn man letzteres nicht mit wildfremden Menschen teilen will.

Dass man nicht mit jedem "verheiratet" sein kann, ist klar. Das habe ich ja oben schon erwähnt. Aber es gibt ja im Laufe der Zeit sicher Patienten die auch einem Arzt sympathisch werden könnten, weil sie ihm dann eben nicht mehr fremd sind. Warum sollte man sich dann nicht auch privat kennenlernen dürfen? Das Arzt-Patienten-Verhältnis kann man dann immer noch beenden, wenn man beides nicht miteinander vereinbaren kann. Das ist nur eine Frage des Wollens.

Vor allem, wie soll das ablaufen? Welcher Arzt hat die Zeit und Lust, sich mit fremden Patienten über privates zu unterhalten? Und wozu? Ich kann diese Grenzen gut nachvollziehen.

Ansonsten zeugt diese Einstellung nur von extremer Arroganz und Überheblichkeit!

PRrimado~nnaGi.rl


Aber es gibt ja im Laufe der Zeit sicher Patienten die auch einem Arzt sympathisch werden könnten, weil sie ihm dann eben nicht mehr fremd sind. Warum sollte man sich dann nicht auch privat kennenlernen dürfen? Das Arzt-Patienten-Verhältnis kann man dann immer noch beenden, wenn man beides nicht miteinander vereinbaren kann. Das ist nur eine Frage des Wollens.

Ist im Krankenhausalltag utopisch. Kann eventuell möglich sein, wenn man seit 20 Jahren beim selben Hausarzt ist.

Ansonsten zeugt diese Einstellung nur von extremer Arroganz und Überheblichkeit!

Sagt diejenige, die anderen Menschen Verdrängung, Überheblichkeit und Arroganz andeutet, wenn diese ihre Theorien nicht teilen :=o :=o :=o

DlasLiJebeCNettemMädcxhen


@ pieplant

..hast du eigentlich auch lieblingspatienten?❤️Welche,die du nie vergessen würdest?falls ja,was war so besonders an diese menschen? :-)

pAieptlanxt


Unsere Patientin sind so gut wie alle "Wiederholungstäter", und so habe ich zu sehr vielen eine Beziehung aufgebaut die über eine berufliche Beziehung hinaus geht,

Ich freue mich über therapieerfolge, lächle über Nachfragen wie es mir oder meiner Familie geht, ich bin traurig über Rückschläge und fühle mich verstanden wenn man meine Belastung registriert und ich ab und an innehalten darf zu einem persönlichen Austausch über Gott und die Welt

Ich bin eben doch ein hoffnungsloser Schwarzwaldklinik-Utopist und das trotz Studium und klinikalltag

Und will auch niemals anders sein

D*asLi?ebeN<etteMädcxhen


Find ich schön❤️

pwieplZant


Ja ich habe Patienten die zu meinen Lieblingen gehören, was sie dazu macht?

Ein freundliches Gesicht, eine freche Art und Weise, ihr Humor, die kämpfernatur,...

Nicht alles zusammen - nein das spezielle. Lässt sie dazu werden

Aber auch der größte stinkstiefel erhält meine volle Aufmerksamkeit und Professionalität und das macht mich hoffentlich zu einem guten arzt

Dnie )Ke{lxtin


Sagt diejenige, die anderen Menschen Verdrängung, Überheblichkeit und Arroganz andeutet, wenn diese ihre Theorien nicht teilen

Ich sage meine Meinung, das ist alles. Und wenn andere das anders sehen, dann ist das ihr gutes Recht.

tlurmMalixn


Welcher Arzt hat die Zeit und Lust, sich mit fremden Patienten über privates zu unterhalten? Und wozu? Ich kann diese Grenzen gut nachvollziehen.

Selbst wenn er/sie die Zeit und Lust dazu hätte, dies auch vereinzelt mal zulässt, wird einem in so einem Beruf bald klar werden, dass es eine gewisse Abgrenzung braucht um nicht selbst kaputt zu gehen.

Ich bin kein Arzt, habe aber einen Beruf der mit Menschen und deren Problemen zu tun hat. So sehr ich die Menschen auch mag, ich musste erkennen und lernen, nicht bedingungslos alles an mich ranzulassen....und auch gewisse Grenzen zu ziehen und nicht alles an mich ranzulassen. So gerne man das auch tun würde....so schnell wäre man aber auch am Ende seiner eigenen Kraft.

Pxrim adonSnaGiPrl


Ich bin eben doch ein hoffnungsloser Schwarzwaldklinik-Utopist und das trotz Studium und klinikalltag

Und will auch niemals anders sein

Finde ich ganz und garnicht. Du hast für dich eine gute Umgangsart gefunden, das freut mich für dich. Dennoch siehst du dich als Fachkraft mit Kompetenzen, die du dir durch viel Arbeit aneignen musstest und du hast dichh gewiss oft bewähren müssen. Du hast es praktisch bewiesen und du weisst wie die Arbeit läuft, eben im Vergleich zu den Utopisten.

P9rim^adoRnnanGirxl


Selbst wenn er/sie die Zeit und Lust dazu hätte, dies auch vereinzelt mal zulässt, wird einem in so einem Beruf bald klar werden, dass es eine gewisse Abgrenzung braucht um nicht selbst kaputt zu gehen.

Ich bin kein Arzt, habe aber einen Beruf der mit Menschen und deren Problemen zu tun hat. So sehr ich die Menschen auch mag, ich musste erkennen und lernen, nicht bedingungslos alles an mich ranzulassen....und auch gewisse Grenzen zu ziehen und nicht alles an mich ranzulassen. So gerne man das auch tun würde....so schnell wäre man aber auch am Ende seiner eigenen Kraft.

Ja. Ich finde man muss halt immer im Auge behalten, dass man einen Beruf macht, eine Dienstleistung verübt. Und die hat eben Grenzen, die man im eigenen Interesse eben ziehen sollte.

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