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Wie fühlt es sich an, Arzt zu sein?

DNasLiEebeN?etteM+ädchen


Je mehr du erzählst,desto mehr versteh ich,weshalb du bei allen so beliebt bist. Aber was mit familie? dies ist bei mir der punkt,der mich abhält vielleicht ärztin zu werden.

S"unflNow`er_73


Ich habe Lieblingspatienten. Einige habe ich lange begleitet. Andere wachsen mir aufgr. Persönlichkeit, Kampfeswillen, Motivation,... selbst nach wenigen Terminen total ans Herz.

Ich gebe auch das eine oder andere persönliche Detail preis. Aber ich MUSS zumindest in meinem Beruf auch jemand bleiben, den der Patient als neutrale und belastbare Person erlebt. Ich darf nie so viel Mensch sein, dass der Patient bei mir das macht, was er in seinem privaten Umfeld macht: Aus Angst, mich zu überfordern o.ä. nicht mehr offen und unzensiert seine Sorgen rauslassen.

Ich muss auch mit Krebspatienten über Sterbehilfe reden können, ohne dass die denken, ich stimme dem nicht zu. Ich muss neutral bleiben. Offen für alles. Alles akzeptierend (mit ganz wenigen, auch rechtlich begründeten Ausnahmen). Ich bin die Instanz, die nie und nimmer verurteilen darf.

Um das zu bleiben, muss ich eine gewisse Distanz waren. Ich bin kein Ersatz für Freunde oder Bekannte oder Familie.

Ich freue mich über therapieerfolge, [...] ich bin traurig über Rückschläge und fühle mich verstanden wenn man meine Belastung registriert

Das ist bei mir nicht anders. Dabei bin ich kein Utopist und glaube auch nicht an die Schwarzwaldklinik, sondern nur an die Anzahl "Scheine", die ich in der einen Hälfte meines Jobs erarbeiten muss. Vielleicht, weil ich das Glück habe, dass in meinem Bereich der Medizin halt das Private und das Gespräch Hauptmittel der Behandlung darstellen.

So denke ich heute schon an einen Patienten, den ich morgen sehe, der heute in der chirurgischen Notaufnahme war nach massiver Selbstverletzung. Mich beschäftigt, was seit dem letzten Termin passiert sein kann. Ich werde die Enttäuschung dieser Person teilen – um sie dann aufzubauen, gezielt auf positive Dinge hinzuweisen, Alternativstrategien zu besprechen. Vom Händchenhalten und Bemitleiden ändert sich nämlich nix.

Reoi-hessxe


Wie fühlt es sich an,Arzt zu sein?

Oder Pilot? Oder Barbie? Oder Lothar Matthäus?

1. Hör auf mit diesen Mädchenträumen. Bringt nichts.

2. Such Dir einen Job.

3. Ich möchte mich nicht von einem Arzt behandeln lassen, der Arzt ist, weil er es cool findet, Arzt zu sein.

Da kommt mir echt die Galle hoch.

Svun/flowjer_x73


Ich möchte mich nicht von einem Arzt behandeln lassen, der Arzt ist, weil er es cool findet, Arzt zu sein.

:)^

Das sind dann die Halbgötter in Weiß, die keine kritischen Nachfragen verkraften.

D#ie K0eltxin


Ein freundliches Gesicht, eine freche Art und Weise, ihr Humor, die kämpfernatur,...

Na dann - werde glücklich mit deinen Lieblingspatienten. :-) Leider vergisst du wahrscheinlich, dass auch solche Leute Schwächen haben und nicht perfekt sind, auch wenn der äußere Eindruck vielleicht "anziehender" auf Ärzte wirkt.

Aber auch der größte stinkstiefel erhält meine volle Aufmerksamkeit und Professionalität und das macht mich hoffentlich zu einem guten arzt

Wenn du so über einen Patienten denkst, dann würde ich ihn/sie an deiner Stelle gar nicht mehr behandeln und gleich an einen anderen Arzt überweisen. Alles andere führt sowieso nur zu Konflikten.

p'i\epZlaxnt


Ich finde mich nicht cool weil ich Arzt bin will das nur betonen dass man meine folgende Frage nicht falsch versteht

Würdest du deine Brötchen auch nicht bei einem Bäcker kaufen der es cool findet Bäcker zu sein

Ich bin stolz auf meinen Beruf und meine Arbeit mit der es mir in den besten Fällen gelingt Menschen zu heilen oder zumindest leid zu mindern

pTi?ep/lanxt


@ Keltin

Genau dass macht es aus, sowohl patienten als auch Ärzte sind Menschen mit vielen facetten und ich meine behaupten zu können Lieblinge und stinkstiefel kompetent behandeln zu können

tIurmaUlin


Und die hat eben Grenzen, die man im eigenen Interesse eben ziehen sollte.

Im eigenen Interesse, aber auch im Interesse des Berufes, in dem es gilt für die Menschen dazusein und sie zu unterstützen. ;-)

P/ri]madonnhaGirl


Wenn du so über einen Patienten denkst, dann würde ich ihn/sie an deiner Stelle gar nicht mehr behandeln und gleich an einen anderen Arzt überweisen.

Wie geistreich. Mit welcher Begründung? Der Patient nervt? Ich mag keine Junkies mit ihrem Hepatitis C? Der hat schlechte Laune?

Dürfen das Menschen in anderen Berufen auch? Einfach als Friseurin oder Rechtsanwälti an jemand anderen verweisen, weil der Kunde/Klient/Patient/etc. einem unsympathisch ist?

:)D

RXoihLessxe


"Halbgott in Weiß" ist nicht

Wer in diesen Kategorien denkt "überweisen wenn es nicht passt"..."ich muss nicht auf wirtschaftlichkeit achten"..."ich habe Macht bekommen, und muss mich nicht rechtfertigen"...

Der soll doch bitte Demut lernen, und erst mal Toiletten putzen, oder andere -vermeintlich- niedere Dienste leisten.

Das ist so von der Denke her Bischof Tebarz-van Elst oder wie der heißt...abgehoben, absolutistisch, furchtbar.

Arzt ist ein Job wie jeder andere auch. Ob Gehirnchirurg oder Schuster oder Maurer oder Realschulleher...ein Mensch erwirbt meine Achtung, wenn er seinen Jonb gut macht.

Wie fühlt es sich an, Arzt zu sein?

Ich hoffe, Du wirst nie Arzt sein. Du hast die falsche Denke für diesen Beruf.

peieplxant


Ach ja wiederholt langandauernde klinkaufenthalte haben mich beide Seiten kennen lernen lassen, was sicher nicht zuletzt zu meinem Verständnis für Verantwortung und pflichtempfinden in meinem Beruf geführt haben

( sorry für das groß-/kleinschreibchaos von mir, alles die Schuld meines Mini ipads)

Auch wenn ich die Diskussion sehr interessant finde möchte ich mich nun verabschieden und zu bette gehen

Gute Nacht

D|ie lKeltxin


Lieblinge und stinkstiefel

Sind alles Vorurteile. *:)

stinkstiefel

Wie gesagt - lass' es lieber gleich sein.

Dürfen das Menschen in anderen Berufen auch? Einfach als Friseurin oder Rechtsanwälti an jemand anderen verweisen, weil der Kunde/Klient/Patient/etc. einem unsympathisch ist?

Ja klar. Wenn man mit Patienten und Kunden gar nicht klarkommt, kann man die Beziehung beenden. Genauso wie Patienten und Kunden sich einen neuen Arzt, Anwalt, Friseur etc. suchen dürfen, wenn sie unzufrieden sind.

Dsie! KeWltin


Ich habe Lieblingspatienten. Einige habe ich lange begleitet. Andere wachsen mir aufgr. Persönlichkeit, Kampfeswillen, Motivation,... selbst nach wenigen Terminen total ans Herz.

x:) :-X %-|

R/oihcesse


Übrigens fühlen sich Ärztinnen ganz normal an. Pupsen auch keinen Feenstaub. :)D

PArima]don<naGixrl


Wie gesagt – lass' es lieber gleich sein.

Lass das die Fachleute doch um Gottes Willen weiterhin selbst entscheiden.

Das zieht doch an jeglicher Realität vorbei. klingt ja alles easy und Larifari. Wenn der Kunde einem auf den Senkel geht, einfach auf nen anderen verweisen. Macht man dann einfach mal 10x am Tag, ist doch alles kein Thema.

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