» »

In Notfallaufnahme von Arzt und Assistentin beleidigt

Exhe>malig\er NuNtzer (#5x34557) hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vor ein paar Tagen war ich mit ein paar Freunden in einem Club hier in der Stadt. Es war sehr dunkel und ich habe nicht gesehen, dass da wohl ein Haufen Glasscherben auf dem Boden lag. Also kam es, wie es kommen musste. Ich trete vollgas in den Haufen. Dabei hat sich eine recht große Scherbe durch den Schuh direkt in meine Ferse gebohrt.

Da ich schon 3-4 Bier intus hatte, war der Schmerz glücklicherweise nicht soo groß. Ich konnte die Scherbe selbst wieder rausziehen. Aber es hat sich angefühlt, als ob da noch Reste drin sind. Außerdem hat es immer noch geblutet. Also bin ich zu den Türstehern, welche dann einen Krankenwagen gerufen haben.

Im Krankenwagen hat der "nette" Mann vom DRK einen kurzen Blick auf den Schuh geworfen und gemeint, dass ich ins Krankenhaus muss. Also ging ich davon aus, dass es wohl doch nicht mit dem Rausziehen der Scherbe getan war.

Im Krankenhaus jedoch wurde ich wie ein Schwerverbrecher behandelt. Die Leute waren derart arrogant und unfreundlich, dass ich am liebsten die Liege vollgekotzt hätte. Die Ärztin (Oder war es nur eine Helferin? Keine Ahnung) hat mir den Schuh ausgezogen und dann gemeint "Und wegen sowas kommen Sie ins Krankenhaus? Sie sollten sich schämen". Dass der Typ im Krankenwagen das aber entschieden hat, hat sie nicht interessiert.

Weiter ging es mit Vorwürfen wie "Sie wissen schon, dass der Einsatz gerade 500 Euro gekostet hat?". Ich meinte dann nur, dass ich nicht umsonst krankenversichert bin und ein Recht auf Behandlung habe. Ich habe dann damit argumentiert, dass es im Endeffekt ja nur noch teurer gekommen wäre, wenn ich NICHT ins Krankenhaus gekommen wäre und noch Glas im Fuß gehabt hätte, weil man dann wohl hätte operieren müssen.

Das hat sie nicht im geringsten interessiert, stattdessen hat sie weiter gegen mich gehetzt. Dass die Studenten von heute dafür verantwortlich sind, dass alles nur noch teuer wird, usw.

Sie meinte dann noch, dass ich die Scherbe einfach auf der Toilette hätte rausziehen sollen und dann ein bisschen die Wunde ausspülen. Alles klar... Auf der Toilette einer Disco, die ja bekanntlich die hygienischsten Orte überhaupt sind. Dass ich nicht lache.

Und sehr seltsam fand ich auch, dass man mir die Wunde ausgiebig desinfiziert hat und danach ein Pflaster und einen Verband angelegt hat. Wenn doch alles angeblich eine lächerlich kleine Wunde ist, warum dann ein Verband?

Als wäre das noch nicht genug, hat sich dann auch der "Chefarzt" noch gegen mich verschworen. Er hat sich meine Krankenakte durchgesehen und festgestellt, dass ich vor 2 Jahren schonmal wegen einem Stromschlag da war. Daraufhin haben sich die beiden erstmal halb kaputt gelacht. Mir war es dann zu blöd und ich wollte nur noch weg.

Nachdem ich meinen Bericht bekommen habe, meinte die nette Dame von oben noch "Hoffentlich tut es Ihnen richtig weh".

Muss ich mir sowas wirklich bieten lassen? Wie kann man nur derart schlecht drauf sein und so mit seinen Patienten umgehen? Leider habe ich es verpasst, ihr zu sagen, dass Sie die Krankenkasse viel ärmer macht als ich. Sie hat nämlich genüsslich erstmal eine geraucht, als ich gegangen bin.

Was meint ihr dazu?

Antworten
E+isp:fXötLchxen


Ist kein Umgang, aber mehr kann man auch nicht dazu sagen wenn du es verabsäumst dort sofort klar zu stellen das du DU bist und sie so nicht mit dir reden kann.

EIhemal2iger Nu7tze|r (#53x4557)


Das habe ich natürlich gemacht. So lasse ich nicht mit mir reden

H[oney91_m$it_Minix13


Melde die deppen bei der Ärztekammer! :(v geht echt gar nicht!

StilGbeormoandauxge


Nachdem ich meinen Bericht bekommen habe, meinte die nette Dame von oben noch "Hoffentlich tut es Ihnen richtig weh".

Wahrscheinlich hast du keine Zeugen ? Leider. – Aber melden würde ich trotzdem.

Klar gibt es Leute die wegen einem *piep* in die Notaufnahme gehen aber das würde ich jetzt nicht als *piep* sehen. Und wenn die noch Zeit hatten, deine Akte durchzublättern, dann war wohl auch nicht sooo viel los da.

Und selbst wenn du nach den Bier etwas "angeheitert" warst – eine Scherbe kann man sich immer in den Fuß treten, dazu muß man nicht betrunken sein (ich könnte mir vorstellen dass das medizinische Personal solche Gedanken hatte)

Hat der Arzt wenigstens nach deinem Tetanus-Impfschutz gefragt ?

Unabhängig davon: ich habe schon öfter gehört und gelesen, größere Fremdkörper soll man gar nicht selber rausziehen sondern vom Arzt entfernen lassen weil es stark bluten könnte.

mqoongir ly87


Melde das der Ärztekammer... so geht das nicht! Das erinnert mich als ich am Mittwoch in kh war und ich voll das niedrige Schmerzmittel mitbekommen hab...

S#ynKon?ymerixn


Absolut unprofessionell! Ich kann mir vorstellen, dass du durch den Wind bist.

Und ganz ehrlich: es hätte ja sein können, dass du allenfalls noch eine Auffrischungs-Impfung hättest machen müssen. (Tetanus / Starrkrampf.) Einer Bekannten von mir erging das so nach einer ähnlichen Verletzung.

Und die Kosten wären ungleich höher, wenn du nur halbwegs desinfiziert hättest und sich daraus eine Blutvergiftung ergeben hätte.

Sorry, aber das würde mich auch total nerven!

K4a;mikAazi[0a815


Den Kommentar (Hoffentlich tut es ihnen weh), hätte sie sich absolut klemmen können, auch, dass du schon einmal da warst, hat erst einmal nicht zu interessieren.

Den Ärger über den Einsatz kann ich aber schon verstehen. Denn da meinte sie vermutlich (vor allem) den Noteinsatz. Einen RTW für eine Scherbe im Fuß? Mh! Hätte man das nicht auch mit Bus, Taxi oder sonst wie lösen können? RTW-Einsätze sind sinnvoll, wenn der Patient a.) schnellstmöglichst mit Martinhorn ins KH muss oder b.) absolut nicht mehr selbstständig fähig ist, ins KH zu kommen. Jeder RTW, der gerade einen Patienten wie dich ins KH fährt, fehlt möglicherweise, wenn jemand den auch wirklich braucht.

beoan6dlkrxama


Wow, ich glaub wenn ich dort gewesen wäre, wäre ich verbal auch entgleist ":/

"Hoffentlich tut es Ihnen richtig weh".

Sie hat nämlich genüsslich erstmal eine geraucht, als ich gegangen bin.

Ich glaub da wär mir was rausgerutscht wie "Na hoffentlich kriegen sie (keine) Spätfolgen von Ihrer Qualmerei" :=o

b6oan*dlkramxa


Also mit meinem ersten Satz meine ich, verbal so entgleist wie diese Person von Krankenschwester

S#ilbermosndaugxe


Den Ärger über den Einsatz kann ich aber schon verstehen. Denn da meinte sie vermutlich (vor allem) den Noteinsatz. Einen RTW für eine Scherbe im Fuß? Mh! Hätte man das nicht auch mit Bus, Taxi oder sonst wie lösen können? RTW-Einsätze sind sinnvoll, wenn der Patient a.) schnellstmöglichst mit Martinhorn ins KH muss oder b.) absolut nicht mehr selbstständig fähig ist, ins KH zu kommen. Jeder RTW, der gerade einen Patienten wie dich ins KH fährt, fehlt möglicherweise, wenn jemand den auch wirklich braucht.

Okay...aber dann hätte einHinweis dieser Art gereicht (und der TE hätte dann entgegnen können dass nicht er den RTW gerufen habe). Türsteher werden ja diverse Erfahrungen mit Scherben jeder Art haben

Außerdem hätte der RTW-Wagen-Fahrer ja auch sagen können dass ein Arztbesuch ratsam sei, aber nicht so dringend dass man mit dem RTW ins KH fahren müsse.

SVyntaAxErur+oxr


Den Ärger über den Einsatz kann ich aber schon verstehen. Denn da meinte sie vermutlich (vor allem) den Noteinsatz. Einen RTW für eine Scherbe im Fuß? Mh! Hätte man das nicht auch mit Bus, Taxi oder sonst wie lösen können? RTW-Einsätze sind sinnvoll, wenn der Patient a.) schnellstmöglichst mit Martinhorn ins KH muss oder b.) absolut nicht mehr selbstständig fähig ist, ins KH zu kommen. Jeder RTW, der gerade einen Patienten wie dich ins KH fährt, fehlt möglicherweise, wenn jemand den auch wirklich braucht.

Das ist Quatsch. Gerade in Städten sind die regulären Rettungsmittel normalerweise ausreichend vorhanden, das was Probleme macht ist die Versorgung durch Notärzte und der ist hier ja anscheinend nicht zum Einsatz gekommen. Das bei einem blutenden Fuß der Rettungsdienst gerufen wird, ist schon in Ordnung...

Und nicht jeder RTW-Einsatz wird automatisch als RTW abgerechnet, wobei ich hier mal stark davon ausgehe, dass das alleine schon als RTW abgerechnet wurde, weil es der Rettungsdienst-Organisation später mehr Geld bringt. Die Entscheidung dafür liegt übrigens beim aufnehmenden Arzt, der den Transport-Schein unterschreiben muss...

E8hemaligehr wNutczer (#x534557)


Wahrscheinlich hast du keine Zeugen ? Leider. – Aber melden würde ich trotzdem.

Doch, ein Kumpel durfte im Krankenwagen mitfahren. Der wurde übrigens auch beleidigt.

Hat der Arzt wenigstens nach deinem Tetanus-Impfschutz gefragt ?

Jep, der wurde vor 2 Jahren aufgefrischt, als ich einen Knochenbruch hatte.

Wo genau soll ich mich beschweren? Bei der Ärztekammer oder doch direkt beim Krankenhaus? Oder bei der Krankenkasse?

mSario#n aus2 wiexn


ach-sowohl im rettungswagen wie auch im spital gabs beleidigungen?

SVyntaWxEr7roxr


Die Entscheidung dafür liegt übrigens beim aufnehmenden Arzt, der den Transport-Schein unterschreiben muss...

Also in der Regel unterschreibt der Arzt das, was man ihm als Rettungssani/-assistent hinlegt und man selber kreuzt schonmal an, als was man den Einsatz abrechnen will. Zumindest ist mir in meiner aktiven Zeit nichts gegenteiliges passiert ;-D

Wo genau soll ich mich beschweren? Bei der Ärztekammer oder doch direkt beim Krankenhaus? Oder bei der Krankenkasse?

Ich würde erstmal im Krankenhaus nachfragen ob die irgendwie eine Beschwerdestelle haben bzw. auf einer Hierarchieebene weit genug oben anklopfen. Später kann man das ja immer noch zur Ärztekammer eskalieren, wenn man findet, dass man auf taube Ohren stößt.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH