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Vorsicht bei manchen Medikamenten, hier: Katadolon

squ,perZmoxm64 hat die Diskussion gestartet


Mal ein Tipp am Rande, für alle, die vom Arzt Medikamente verschrieben bekommen, die über IBU & Co. hinausgehen:

Bitte ERST im Internet mal recherchieren – jenseits des Beipackzettels – und dann ggf. beim Arzt nachfragen. Gestern lief in der Sendung Kontraste ein Beitrag über das Mittel KATADOLON – und was das auch den Menschen machen kann. Und die Behörden WISSEN es – und machen nichts.

Mir hat das auch ein Arzt mal aufgeschrieben, aber nach dem Lesen des Beipackzettels habe ich damals im www gesucht und das mit den Leberschäden gefunden und entschieden: SO schlimm sind meine Schmerzen dann doch nicht. Offenbar eine gute Entscheidung! Diese Extremfälle hatte ich damals aber nicht gefunden!

Hier ist ein Bericht – und sonst würde ich den Beitrag in der ARD Mediathek empfehlen.

[[http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-24-10-2013/lebensgefaehrliche-risiken---kontrollbehoerde-fuer-arzneimittel-.html]]

Es gibt bestimmt noch mehr, z.B. die meist überflüssigen Cholesterinsenker (kann man über Ernährung und Bewegung meist besser und ohne Nebenwirkungen).

Antworten
t4he-$cav6er


Mal wieder ein schönes Beispiel für Panikmache und verzerrte Wahrnehmung von Risiken:

Abgesehen davon, dass es scbhlichtweg falsch ist, dass "die behörden" nichts tun würden (es gibt eine Zulassungsbeschränkung auf 2 Wochen, einen Zeitraum, in dem weltweit kein einziger Fall von Leberproblemen aufgetreten ist):

Ibu scheinst Du ja für deutlich harmloser zu halten – vielleicht solltest Du mal schauen, wieviele Tote es jährlich durch Ibu und verwandte Medikamente gibt: Es sind tausende jedes Jahr – verglichen mit 17 Todesfällen in ca. 30 Jahren Katadolon...

Hhoney91_mhit_M.inxi13


Pille, Antibiotika, etc.

Sollte man alles nicht nehmen ;-) manchmal geht's aber net anders...

G4rot#tixg


Hm, genau das hat mir die Neurologen gegen meine nächtl. Kopfschmerzen verschrieben, weil Ibu und Co. nicht helfen. Habe dann gelesen, dass das Medi auch gegen Unterleibsschmerzen genommen werden kann. Hab es dann dagegen genommen und was soll ich sagen? Es hat NICHT geholfen, habe dann Ibu 800 nachgenommen. Gegen die Kopfschmerzen hilft es auch nicht.

s-upe_rmomx64


@ the caver

Zunächst mal haben sie von 2007 bis 2013 nichts getan, oder? Der Zeitraum ist wohl deutlich länger als "2 Wochen" .....

Sicherlich muss man mit allen Pillen vorsichtig sein – und die Ärzte sollten viel besser informieren und aufklären – sowohl über Neben- als auch über Wechselwirkungen.

Tut aber keiner – und die meisten Apotheker übrigens auch nicht. Der Patient bleibt also "Versuchskarninchen".

Wenn die Patienten besser informiert wären, würden sie sich die Einnahme vielleicht häufiger mal überlegen. Denn nicht jedes Medikament ist lebenswichtig!!! Oft hilft auch eine Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten (bessere Ernährung, Entspannung, Sport, Bewegung ....).

Bei rechtzeitiger Anwendung hilft bei Kopfschmerzen übrigens Pfefferminz (Öl oder als ein Kristallstein) zum über Stirn, Schläfen und Nacken reiben. Braucht man gar keine Pillen.

Und das Unterlagen aus Akten verschwinden ist ja wohl der Hammer .....

Aber da Ärzte- und Pharmalobby riesig und einflussreich sind, bleibt der Patient leider immer der "Dumme".

s/upecrmoxm64


Ibu scheinst Du ja für deutlich harmloser zu halten – vielleicht solltest Du mal schauen, wieviele Tote es jährlich durch Ibu und verwandte Medikamente gibt: Es sind tausende jedes Jahr – verglichen mit 17 Todesfällen in ca. 30 Jahren Katadolon...

Es geht nicht um Tote – sondern vor allem auch um die, deren Leben nicht mehr wirklich "leben" heißt – sonst Beschwerden und sehr eingeschränktes exisitieren.

Bei bei den Toten müsste immer kontrolliert werden: Wurden die Pillen vorschriftsgemäß genommen – oder z.B. jahrelang zu hohe Dosen geschluckt?

HvinaHta


Aber da Ärzte- und Pharmalobby riesig und einflussreich sind, bleibt der Patient leider immer der "Dumme".

Das ist immer einfach so zu sagen. Wie oft hab ich schon Leute erlebt mir "nee brauchen se mir nix zu erzählen". Viele Leute wollen einfach nicht wissen was sie da nehmen.

Gibt Leute, die wollen einfach nur schnellschnell ein Mittelchen und das wars. Nicht drüber nachdenken, bloß nicht.

Also nicht immer nur die Schuld den Ärzten und der bösen bösen Pharmalobby zuschieben.

LQola2H010


Fast jedes stärkere Medikament hat beachtliche Nebenwirkungen und ich bezweifle stark, dass man Katadolon nicht eingenommen hätten-wenn etwas von der Leberproblematik im Beipackzettel gestanden wäre. Ich nehm das auch schon ewig aufgrund meiner massiven Verspannungen der Kiefer- und Halwirbelsäulenmuskulatur. Außerdem steht in allen vergleichbaren Medikamenten die Nebenwirkung, dass es auch auf die Leber gehen kann drin. Ich nehm also Katadolon. Hab mal damals ausnahmsweise anstelle von Katadolon Myoson genommen. Auch ein Muskelrelaxanz und was ich mir da passiert? Meine Blasenmuskulatur ist geschrottet worden...hab mir also mit 20 damals in die Hosen gemacht...ist mittlerweile wieder besser geworden-aber die Muskulatur hat sich nie wieder erholt. Das Risikio von Miktionsbeschwerden stand so im Beipackzettel-ich hatte noch die Alternative Tetrazepam zu nehmen-aber da sieht der Beipackzettel noch heftiger aus und das wirkt zentral. Also, was soll man deiner Meinung nach tun? Schmerzen aushalten? Starke Schmerzmittel können immer starke Nebenwirkungen haben. So ist das halt und ich denke, das sollte auch jedem klar sein. Wenn das Medikament so teuflisch wäre, dann hätte man es vom Markt genommen. Was denkst du wieviel Millionen Menschen dieses Medikament schon genommen haben und keine Probleme mit hatten, dafür aber ein anderes Medikament nicht abkönnen-so wie ich? Darüber hinaus hält einen doch der Beipackzettel, wenn man massive Beschwerden hat, nicht davon ab ein Medikament zu schlucken. Ich wär teilweise lieber gestorben, anstatt die Schmerzen weiter auszuhalten und klar, da nimmt man auch einige Nebenwirkungen in Kauf. Glücklich sei der, der solche Hemmer nicht nötig hat-da kann man dann vielleicht aussuchen...aber so...Zusammenfassend kann man sagen, der eine verträgt das und hat keine Nebenwirkungen, der andere verträgt es überhaupt nicht-ich vertrage Katadolon und mein ganzer Körper wird lasch, wenn ich Myoson nehme...

m@id)nigIhtladxy41


man sollte seinem arzt schon vertrauen u ein guter arzt verschreibt ein medikament nur, wenn es benötigt wird. ist doch blöd, wenn man sich ein medikament verschreiben lässt und es dann doch nicht nimmt.

ASleonxor


ist doch blöd, wenn man sich ein medikament verschreiben lässt und es dann doch nicht nimmt.

Das kommt sogar recht häufig vor.

man sollte seinem arzt schon vertrauen u ein guter arzt verschreibt ein medikament nur, wenn es benötigt wird.

Ja, aber man wägt ja immer das Risiko ab.

Es wurde mal WEIT mehr Hormonersatzpräparate in den Wechseljahren verschrieben. Inzwischen ist man da wieder zurückhaltender. Warum? Weil die Sachen doch mehr Risiken haben als man erst dachte, ergo lohnt es sich nicht mehr für jede Patientin das zu nehmen.

mDidTnGight@ladyt41


bei mir kamen auch schonmal nebenwirkungen bei einem neuen medi, dann konsultiert man den arzt. das kann schonmal passieren.

Das kommt sogar recht häufig vor.

ja und dann müssen sich leute , die auf wichtige medis angewiesen sind nicht wundern, wenn die medis regelrecht zugeteilt werden. bein diabetologe rechnet mir jede einzelne tablette zu u verschreibt erst wieder wenn die alle sind. das ist für mich dann schwierig, denn es kam schon vor, dass de praxis wegen krankheit zu war als ich das medi brauchte. es gab mal eine zeit da bekam ich mein rezept wenn ich die letzte karte angefangen habe. alles nur weil der doc sonst mit der krankenkasse ärger hat.

nSanachexn


Es gibt bestimmt noch mehr, z.B. die meist überflüssigen Cholesterinsenker (kann man über Ernährung und Bewegung meist besser und ohne Nebenwirkungen).

Das hier ist veraltet. Man dachte früher das man das Cholesterin über die Ernährung steuern kann. Fakt ist aber das der Körper seinen Cholesterinspiegel selbst reguliert, ist da an der Regulation was nicht in Ordnung, gibt man Cholesterinsenker. Bewegen sollte man sich bei einem erhöhtem Cholesterinspiegel deshalb weil das erhöhte Cholesterin dafür sorgt das sich Arteriosklerose breit macht. Mehr Bewegung und bessere Ernährungsgewohnheiten steht in diesem Zusammenhang für ein in allen Maßen gesünders Leben zu führen.

Zu den anderen Punkten:

Du verurteilst EIN Medikament, würde man sich alle Medikamente anschauen, würde man alle Beipackzettel direkt verstehen ohne nach den Begriffen googlen zu müssen, würde man Risiken ähnlicher gleicher Kategorie finden.

Ist ja schön das du meinst man könnte jede Art von Kopfschmerzen mit Pfefferminzöl in den Griff bekommen (mal nachgeschaut was Pfefferminze von Nebenwirkungen haben könnte?). Ich wäre glücklich würde es so sein. Was ist mit frische Luft, einen Espresso trinken, viel Wasser trinken etc. ?

Hausmittel gibt es für jede Art der Erkrankung nur manchmal wirken diese Mittel nicht weil eben das Beschwerdebild zu extrem ist.

UND jeder Mensch trägt beim Medikamenten "Konsum" auch eine gewisse Art von Eigenverantwortung.

Bitte meinen Zynismus nicht falsch verstehen, aber wenn man als junger Mensch mit Schmerzen zu Hause saß bei denen man schon vor Verzweifelung das Weinen anfängt oder schon vor Schmerzen weggetreten ist, dann kann man schon ein bissl zickig reagieren.

tghwe-caxver


Zunächst mal haben sie von 2007 bis 2013 nichts getan, oder?

Wer ist denn in diesem Zusammenhang "sie"? "Nichts getan" ist übrigens auch schlichtweg falsch: Dass Flupirtin Leberschäden machen kann (wie viele andere Medikamente übrigens auch), ist mindestens seit den 90er Jahren bekannt und steht im Beipackzettel. Die gegenteilige Behauptung in dem von Dir verlinkten Artikel ist falsch. 2007 hat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft auch schon über das Problem berichtet. Aufgrund weiter zunehmender Meldungen über nebenwirkungen (wohl bedingt durch die erheblich angestiegene Verschreibungshäufigkeit) hat die deutsche Zulassungsbehörde (BfArM) bei der europäischen Arzneimittelagentur einen Antrag auf ein Risikobewertungsverfahren gestellt. Das wurde im Sommer abgeschlossen, mit dem Ergebnis der Zulassungseinschränkung auf 2 Wochen.

Richtig ist allerdings, dass die Herstellerfirma nicht gerade eine offene Informationspolitik betreibt – das ist schon gelinde gesagt grenzwertig, was die auf Kongressen und Fortbildungen machen...

Denn nicht jedes Medikament ist lebenswichtig!!!

Medikamente nur in lebenswichtigen Fällen einzusetzen, ist aber zum Glück keine Option heutzutage.

Bei rechtzeitiger Anwendung hilft bei Kopfschmerzen übrigens Pfefferminz (Öl oder als ein Kristallstein) zum über Stirn, Schläfen und Nacken reiben. Braucht man gar keine Pillen.

Es stimmt, dass bei *einem* Typ von Kopfschmerzen (Kopfschmerz vom Spannungstyp) Pfefferminzöl ungefähr genauso gut wirkt wie Paracetamol, deswegen wird es auch in Leitlinien empfohlen. Aber die Aussage, man bräuchte bei Kopfschmerzen keine medikamente, ist Unsinn – wie will man denn bitte einen Migräneanfall, einen Clusterkopfschmerz ohne Medikament therapieren?

Bei bei den Toten müsste immer kontrolliert werden: Wurden die Pillen vorschriftsgemäß genommen – oder z.B. jahrelang zu hohe Dosen geschluckt?

Auch bei den Flupirtin-Problemen waren andere Lebererkrankungen und weitere leberschädigende Medikamente im Spiel. Und zu Ibu und Konsorten gibt es große Studien mit tausenden von Patienten, die zeigen, dass unter Einnahme dieser Medikamente das Risiko zu sterben erhöht ist (je nach Medikament ungefähr auf das 1,5 – 2fache). Einzige Ausnahme unter den entzündungshemmenden Schmerzmitteln ist *eventuell* Naproxen. Zum Flupirtin (Katadolon) gibt es keine vergleichbaren Studien – aber bei 17 Todesfällen in fast 30 Jahren und einem jährlichen Verbrauch von ca. 20 Millionen Tagesdosen weltweit kann man unschwer abschätzen, was riskanter ist...

Natürlich hat Flupirtin Risiken, wie fast jedes Medikament. Und die Begrenzung der Zulassung auf 2 Wochen ist sicher sinnvoll. Aber die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zeigt mal wieder das übliche Muster (das in mehreren psychologischen Studien bestätigt wurde): Menschen überschätzen geringe Risiken und unterschätzen große Risiken – wie man am Vergleich "Ibu/Katadolon" sehr schön sieht.

Ich bin jedenfalls froh, dass Flupirtin noch auf dem Markt ist – ich verschreibe es und ich nehme es gelegentlich auch selber.

S1unflofwer@_73


Und die Behörden WISSEN es – und machen nichts.

Es gab eine Fachinfo-Warnung, dass man die zeitliche Anwendung von Katadolon begrenzen soll. Ich hatte es gerade verordnet bekommen...

Und:

JEDER, der DAUERHAFT Medikamente schluckt, sollte dann eben auch regelmäßig Checks durchführen lassen, z.B. Blutwerte.

Ich finde dieses pauschale Wettern gegen Dinge unschön. Ängstliche Leute nehmen dann ggf. ein wichtiges Medikament gar nicht; die Risikoeinschätzung ergibt ein völlig verschobenes Bild.

Und:

Jedes FREI VERKÄUFLICHE Paracetamol kann auch böse Leberschäden machen. JEDES Medikament hat Risiken. Jedes.

Aber eben auch einen Nutzen. Ich nehme Katadolon sicherlich nicht wegen Kopfweh. Ich nehme es nicht wg. Migräne. Ich nehme Einzeldosen, weil es stärker ist als Ibu & Diclo (die andere Risiken haben) und weil mir auch Novalgin im Alltag nicht mehr ausreichend hilft mit meinem Knie. Die Alternative wären Opioide, da müsste ich aber einkalkulieren, dass ich da am Anfang nicht wirklich verkehrstauglich bin etc.

Also bleibt mir an einigen Tagen nur Katadolon, damit ich überhaupt halbwegs laufen kann.

Und:

Ich habe auch die zeitweise vom Markt genommene Cox2-Hemmer genommen. Und nehme sie auch jetzt gelegentlich.

Ansonsten hat the-caver alles gesagt.

Medikamentenforschung ist ein LAUFENDER Prozess. Ein Medikament wird erforscht, auf den Markt gebracht. Man beobachtet weiter. Und bei Häufung best. Auffälligkeiten gibt es halt Warnungen.

So gut ich "Kontraste" auch finde, die werdne mir mittlerweile auch etwas zu reißerisch. Warnungen: Gut und erforderlich. Pauschale Verteufelung: Problematisch.

Und JEDER hat eine Eigenverantwortung. Entweder der Arzt klärt direkt gut auf, oder man sollte sich selber schlau machen. Und das nicht erst bei verschreibungspflichtigen Medikamenten!

algnexs


Vorsicht bei manchen Medikamenten

Nö, Vorsicht bei allen Medikamenten!

Das Verhältnis von Risiko zu Nutzen sollte immer stimmen, wenn man etwas wirksames nimmt. Das gilt auch für viele "natürliche" Mittel.

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