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Er hat keine Kraft mehr, auf ein Organ zu warten

SNchn>eehexxe hat die Diskussion gestartet


Diese Mitteilung macht traurig und entsetzt zugleich....... so weit sind wir schon gekommen %-| .

[[http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Er-hat-keine-Kraft-mehr-auf-ein-Organ-zu-warten-id27834612.html Er hat keine Kraft mehr, auf ein Organ zu warten]]

[[http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Ein-Mann-beschliesst-zu-sterben-id27834527.html Ein Mann beschließt zu sterben]]

Antworten
P?edPdi


Die Kriterien werden immer schärfer, auf die Liste zu kommen. Dann die Kraft zu haben, auch noch zu warten, ist echt schwer. Denn es heißt ja auch nicht, dass rechtzeitig ein Organ kommt, viele sterben auf der Liste. Warten umsonst.

m{arBion au6s wxien


leider viel zu wenige spender

bei uns in Ö ist jeder automatisch spender,ausser er entscheidet sich dagegen.

aber wie ja der thread dazu zeigt,haben viele anst davor,spender zu werden....

Syilber#monpdaugxe


Tja...

1) gab es ja leider ein paar Skandale und manche Leute ärgern sich darüber – nur strafen sie damit nicht die korrupten Ärzte sondern die Patienten :(v

2) Es gibt immer wieder Stimmen, dass die Leute ja gar nicht tot seien, dass die Organentnahme eine Quälerei sei...

EThemalFiger %Nut$zer (#i3939x10)


JA, leider ist es in Deutschland nicht so, dass man automatisch Spender ist. Die Aufklärung ist auch zu schlecht. Ich habe schon seit ich 18 bin einen Organspendeausweis. Mein Bruder, seine Frau und auch seine 3 Kinder haben ebenfalls einen. Und wir sind auch alle 6 bei der DKMS registriert.

EohemalMiger N{utzer \(#46719x3)


so weit sind wir schon gekommen

Das ist nichts aktuelles worüber man sich nun wundern braucht – da hat sich in den letzten Jahren nicht großartig etwas daran geändert. Menschen sterben an chronischen Erkrankungen. Dass das in diesem Fall hier jetzt natürlich tragisch ist, ist einleuchtend, aber generell ist es nichts seltenes.

Wenn der Patient meint er lehnt weitere Behandlungen ab, ist das seine Entscheidung und gut so. Schlecht wäre es wenn man ihn für unmündig erklärt und ihn dann zwangsbehandelt.

Lösungsansätze dafür? Klar, in Österreich ist jeder automatisch Organspender, aber das bedeutet nicht dass jeder Mensch Spender ist. Die Wünsche der Familie werden auch hier vom ärztlichen Personal respektiert und wenn diese Nein sagt, gibt es auch keine Spende.

In einem anderen Land spricht man von 'verstaatlichten' Organhandel, da Spendenwillige Personen z.B. ihre Niere spenden können und dafür eine finanzielle Aufwandsentschädigung erhalten. Inwiefern das ethisch vertretbar ist, sei dahingestellt.

Zumindest hat man bei Niereninsuffizienz die Möglichkeit der Dialyse, bei anderen chronischen Erkrankungen mit Organversagen sieht es da oft wesentlich schlechter aus. Ich kannte Dialysepatienten die seit Jahrzehnten zur Dialyse mussten und aufgrund ihrer Vorerkrankungen oder des Alters nicht einmal mehr die Aussicht auf ein Spenderorgan hatten.

Dass sich hier EIN Patient beschließt Maßnahmen abzulehnen und ins Hospiz zu gehen, lässt keine Rückschlüsse auf das Gesamtsystem zu. Eine Kritik am Gesundheits- oder Transplantationswesen seh ich hier einfach fehl am Platz, da sind wir nämlich besonders in Europa im Land der Seeligen.

C_ha4monixx


Ich denke für viele Leute ist es auch schwer zu verstehen, dass der Kreislauf des Menschen nur noch von Maschinen künstlich aufrecht erhalten wird, er aber eigentlich schon tot ist. Aber natürlich sehen sie dass er noch "atmet", eben durch die Maschinen.

m=arion< ausx wien


Die Wünsche der Familie werden auch hier vom ärztlichen Personal respektiert und wenn diese Nein sagt, gibt es auch keine Spende.

drum gibts ja auch patientenverfügungen

EGhema-liger Nu,tzAer (#467L193)


Ich denke kaum, dass viele potenzielle Spender eine Patientenverfügung haben. Leute die kurz vor ihrem Ableben als Spender in Frage kommen, oder wo man sich dann darüber Gedanken, sind vergleichsweise jung und werden plötzlich zum Spenderkandidaten. Das ist nicht unbedingt etwas, was man planen kann.

Zumindest in Österreich ziehen auch Patientenverfügungen für den Antragsteller einen elendig langen Rattenschwanz nach sich, um den man sich in der Regel selbst kümmern muss. Ich kann mir vorstellen, dass ein Großteil der Leute die eine Patientenverfügung haben, darin nur Maßnahmen festlegen die sie im Fall des Falles verweigern und nicht welche Organe sie bereit sind zu spenden.

m]ari~on oaus xwien


ich hab eine+da steht detailiert drinnen was ich will

mein mann,mein sohn,meine beste freundin+mein doc haben ein exemplar davon

s7evexnthrxee


Diese Mitteilung macht traurig und entsetzt zugleich....... so weit sind wir schon gekommen

@ schneehexe

du gehst mit einer völlig falschen Erwartungshaltung an die Sache ran

man sollte glücklich sein das wir schon soweit gekommen sind, vor ein paar Jahrzehnten gab es noch keine Organtransplantation. Selbst wenn Spenderorgane verfügbar waren gab es medizinisch keine Möglichkeit diese zu transplantieren.

Es wird wahrscheinlich immer mehr potentielle Empfänger als verfügbare Organe geben, den je weiter die medizinische Entwicklung fortschreitet umso mehr Empfänger gibt es.

Früher ist man einfach an Organversagen gestorben, heute überlebt man dank Technik und kann auf ein Spenderorgan warten. Je höher die allgemeine Lebenserwartung umso mehr Spenderorgane werden gebraucht, mit dem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit das ein Organ schlapp macht.

SOhojEo


Schneehexe, ich gehe davon aus, dass Du einen Organspenderausweis hast?

Swandrai200x6


Ich finde sowas so tragisch. Und vor allem unnötig. Na gut, nicht für jeden einzelnen Wartenden, denn alle können wohl nie versorgt werden. Aber nach so langen Jahren, das müsste nicht sein.

Traurige Welt, in der Hirntote Organe dringender brauchen als lebendige Menschen. :°(

sueven"t?hree


Traurige Welt, in der Hirntote Organe dringender brauchen als lebendige Menschen

das ist Quatsch, nicht jedes Organ eines Hirntoten ist transplantationsfähig und eine Organtrasplantation ist deutlich aufwendiger und komplexer als ne Blinddarm-OP.

Glaubt Ihr ernsthaft jedes Krankenhaus ist für eine Transplantation ausgerüstet, es gibt überall hunderte Transplantationsmediziner die gerade nix zu tun haben und die Transplantation ist in ner Stunde gegessen ?

Kommt mal wieder runter, nur weil das häufiger praktiziert wird ist es noch lange keine Standart- OP die jeder Allgemeinmediziner gleich um die Ecke machen kann.

SPa<ndra2x006


Komm DU lieber mal runter, ich habe nirgendwo behauptet, dass es sich um eine Standard-OP handelt.

Es geht mir darum, dass total viele Menschen aus lauter Panik, Angst, Aberglauben, und mangelnder Informationsbereitschaft ihre Organe nach wie vor lieber mit ins Grab nehmen, als sie zu spenden.

Neulich habe ich in der Straßenbahn zwei ältere Frauen gehört. Eine hat gefragt, ob die andere jetzt auch so eine Karte von ihrer Versicherung bekommen hätte. Sie habe nämlich einen Brief bekommen. Da habe dringestanden, dass "die Versicherung ihre Organe will" – und "was die sich eigentlich einbilden". Sie habe "dieses Kärtchen sofort zerrissen, soweit kommt es noch, Unverschämtheit von der Versicherung".

Da sieht man einmal, wie ignorant, dumm und ungebildet die Leute sind. Haben nicht einmal mitbekommen, dass die Versicherungen gesetztlich verpflichtet sind, nach der Spendenbereitschaft zu fragen und einen Ausweisvordruck mitzuschicken. Und dann war sie so panisch und starrköpfig, dass sie nicht einmal lesen konnte, was im Anschreiben stand und dass man auf dem Ausweis groß und fett NEIN ankreuzen kann, und dass es nur darum geht, dass man sich egal in welche Richtung zur besseren Absicherung und Klarheit einfach entscheiden sollte.

Als ich so viel Borniertheit und Ignoranz gehört habe, musste ich mich dermaßen zusammenreißen. :-X Nur der Gedanke, dass man von einer Ü60-jährigen Raucherin sicherlich keine Organe mehr verwenden kann und es daher auch schon egal ist, hat mich noch beruhigt. Leider sind es dann solche Leute, die wahrscheinlich vor der ganzen Verwandtschaft ebenfalls so herumkeifen und andere von einer durchdachten Entscheidung (egal in welche Richtung) abhalten. :(v

Mir ist im Übrigen klar, dass nicht jeder als Spender in Frage kommt. Aber die Chance auf ein gesundes Organ wäre um ein Vielfaches höher.

Natürlich sind die Krankenhäuser miteinander vernetzt und potentielle Empfänger wissen, dass sie immer erreichbar und bereit sein müssen, sofort in das nächste entsprechende Krankenhaus zu kommen.

Organe können zu einem Großteil übrigens auch transportiert werden. Es ist nicht immer wie im Film, dass da beide nebeneinander im OP liegen und das Organ direkt eingesetzt werden muss.

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