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Er hat keine Kraft mehr, auf ein Organ zu warten

P.eddxi


Also, meine Meinung dazu ist.

Nicht jeder sollte zwingend ein Organspender sein. Aber jeder sollte eine Entscheidung treffen.

Genauso, wie Leute halt keine Organspender sein möchten, sollte es auch aktzeptiert werden, dass Menschen , denen mit einem neuen Organ das Leben gerettet werden kann, sich dafür entscheiden, ein Organ anzunehmen. Denn niemand weiß, wie das wirklich ist, bevor er nicht in diese Situation kommt..... das Argument, dass es halt Schicksal ist, mit einem kaputten Herzen zu sterben, das kann man doch selber nicht beurteilen. Mich trifft es falls es passiert, dass mein Kind in jungen Jahren wahrscheinlich stirbt, gäbe es nicht die Möglichkeint einer Organtransplantation. Es, ist für mich als Mutter sehr schmerzhaft. Denn ich liebe mein Kind. Andereseits habe ich mächtig Angst vor solch einer Zeit des grausamen Wartens. Das tifft mich dann nicht nur mental, auch finanziell ist es eine sehr harte Nuß. Und es betrifft die gesamte Familie. Es ist einfach unglaublich, es ist sehr belastend. Ich habe jeden Tag Angst um mein Kind. Wenn es ginge, dann würde ich mein Herz meinem Kind geben, und ihres nehmen, denn ich habe gelebt. Mein Kind war seit Geburt schwerkrank und hat nie ein Kind sein dürfen. Derzeit ist es nicht auf Liste, aber es wird irgendwann kommen.

Wenn dann Menschen sagen, hey ich bin kein Spender wegen des Organspendeskandals..... ich bestrafe nun die Ärzte und schmeiß meinen Ausweis mit ja in den Müll...... dann sage ich, damit bestraft ihr die falschen, nämlich die ganz kranken Menschen, die auf ein Organ warten, und das täglich. Das ist harte Arbeit.

Wer kein Spender sein will, der kreuzt nein an. Wer Spender sein will, kreuzt ja an, alle andern sollten mal ihren eingenen Hausarzt fragen.

S\chneeThexe


30-Jähriger wartet erneut auf eine Spenderniere und kehrte aus dem Hospiz zurück.

[[http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Dialysepatient-schoepft-neue-Hoffnung-id28226167.html Dialysepatient schöpft neue Hoffnung]]

QEuintxus


Das sind erfreuliche Nachrichten :-)

Auch wenn ich weiß, wie schwer so ne Dialyse ist, so hoffe ich dennoch, dass er durchhält und bald eine Niere kriegt.

Schade, dass die Bürokratie ihn unnötig weiterleiden lässt, weil er von den Spendern keine Niere kriegen darf. Da fragt man sich schon, wozu wir eigentlich Politiker haben? ":/ Anstatt um Posten zu kämpfen, sollten sie lieber das Gesetzesflickwerk mal richtig ausmisten.

P"exddi


Ich habe auf Seite 2 diesen Beitrag verfasst, das ist nun fast 2 Monate her...

Wie ich schon schrieb ist es so, dass es immer höhere Kriterien gibt, um jemanden auf die Liste zu setzten. Ist man auf der Liste, dann wird immer wieder überprüft, ob man da auch bleiben darf. D. h. geht es dem Patienten besser, dann wird er u. U. sogar runter genommen, von der Liste. Das ist ein Nervenkrieg für die Leute, denn es geht ihnen nun mal schlecht. Kommen sie dann einen Monat später wieder auf die Liste, weil es ihnen wieder schlechter geht, dann fangen sie von vorne an. Mit andrern Worten, sie sind totkrank, aber dann nicht krank genug. Und irgendwann ist es eventuell zu spät. Das ist ein Dilemma. Ich kenne einen Jungen, der auf eine Lunge wartete... sein Herz sind auch hin. Er hatte Leukämie, (Leukämie ist geheilt) durch die damaligen Medis nun ein kaputtes Herz und kaputte Lungen. Er Kann nicht essen, kann nicht gehen. Die Lungenfunktion war schon mal so schlecht, dass er von der Liste genommen wurde... dann war er wieder drauf auf Liste, weil es ihm besser ging.... nun ist er von der Liste runter, weil es der Lunge für TX ein Quentchen zu gut geht. Trotzalledem lebt seine Mutter mit dem Wissen, dass er plötzlich sterben könnte. Aber für die Liste ist es derzeit zu gut. Sein Gewicht kann er kaum halten ist sehr gering eigentlich für eine TX. Seine Mutter pumpt über die Sonde einen hochkalorischen Brei in den Magen, damit er nicht noch mehr abnimmt.

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Der Junge ist an Weihnachten im Alter von 14 Jahren verstorben. Er hat gekämpft und es nicht geschafft. Es hat mich sehr sehr tief betroffen.

Ich möchte gar nicht, dass alle hier zu einer Entscheidung des Spendens kommen. Es ist aber mein Wunsch, dass jeder einmal im Leben eine Entscheidung trifft, und diese dokumentiert. Bitte denkt einmal im Leben darüber nach. Danke

[[http://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen]]

l<in_uxman


Ich will mich hier auch mal zu Wort melden und rechtfertigen.

Zum einen kann ich nicht verstehen, wie eine Menschheit welche sich mit Massenzerstörungswaffen bekämpft und auf dem Mond und Mars unterwegs ist es nicht gebacken bekommt, Ersatzorgane zu züchten. Die Biologie wäre bei weitem soweit würde ich meinen. Ob es nun ethische Bedenken sind, die Gewinne der Pharmaindustrie... ich weiß es nicht.

Ich selbst bin kein Organspender. Ich habe mich ausgiebigst damit beschäftigt und es gibt keine zuverlässigen Studien, dass man nichts mehr spürt bei der Entnahme. Sie wird immerhin ohne Narkose/Schmerzmittel durchgeführt. Auch Hirntot ist nicht gleich Hirntot; soweit ich las ist nicht zu 100% auszuschließen, dass man noch etwas spüren könnte. Und genau das ist für mich der ausschlaggebende Punkt: ich bin ohnehin eine Mimose schon...

Und zu allerletzt haben es natürlich die Skandale geschafft. Was garantiert mir, dass nicht ein Arzt mit Blick auf seine Lohnrechnung und Weihnachtsgeschenken sich dann doch nicht die allergrößte Mühe gibt, einem zu helfen, wenn er dafür ein paar Organe haben könnte? Raus kommen würde das sicherlich nicht so schnell. Was gibt mir die Garantie, dass das Organ fair verteilt wird und nicht irgendein stinkreicher Typ bekommt, der gut bestechen kann und am Ende doch noch dran stirbt? Wer garantiert mir, dass das Organ eine Person bekommt, dessen Überlebenschancen mit dem Organ weit höher sind als ein anderer Patient? Sprich: dass nach Erfolgschance verteilt wird?

Die Spenderate würde sich verbessern, wenn seitens der Politik mehr Transparenz, mehr Aufklärung und evtl. sogar finanzielle Anreize geschafft werden. Wenn der Arzt pro Transplantation mehrere Tausend Euro kassieren kann, wieso kann dann der Familie nicht wenigstens die Bestattung und Verwaltungskosten erstattet werden? Dafür, dass die Krankenkassen Milliardengewinne machen, sehe ich sie hier eigentlich in der Pflicht. Illegaler Organhandel geht immer zu Lasten einer Person, aber ein Toter, welcher Organe abzugeben hat, würde sich viel eher der Spende bereit erklären, wenn er weiß, dass seinen Angehörigen dadurch Arbeit, Stress und finanzielle Sorgen genommen wären.

M)ecyhti


Es ist schon wahnsinn wenn ich mir,mit Ausnahme der Einleitung,so einige Berichte durchlese.Die Gedankengänge und das vielleicht auch unüberlegte Geschriebene trifft mich zum Teil.

Ich warte auf eine Leber und keiner kann sich ein Bild davon machen was in mir vorgeht wenn er es nicht selbst erlebt.Kurioserweise bin ich selber schon seit 29Jahren als Spender eingetragen bzw. habe einen Ausweis.

Ja, die Bestimmungen zur Aufnahme auf der Warteliste sind verschärft.Ich komme nächsten Die drauf,nehme ich an.Zur Überbrückung hat man mir eine Tippsanlage im September in die Leberpfordschlagader gelegt.Seitdem geht es mir wieder besser.

Nunja Fakt ist dieses Wirrwar an Gefühlen....so ist man sterbenskrank-Fall für die Liste halt, jetzt sollte ich aber muss wohl nicht.10Ärzte 10 Meinungen.Geht man da nicht am besten nach seinem eigenen Gefühl?Der Besuch einer gleichgesinnten Gruppe, die jedoch nur auf 12 Besuchen reduziert war,(jedoch ein Muss für die Liste) wird mir mit Sicherheit am meisten fehlen.Hier im Umkreis gibt es leider keine freiwillige Gruppe in der Richtung.

PYeddi


Ja, Mechti, und wenn man dann dies liest, kann man einen Menschen, der die Kraft zum Warten nicht mehr hat, verstehen.

[[http://www.hannover-zeitung.net/magazin/gesundheit/47219495-organspende-herz-lunge-leber-niere-bauchspeicheldr?se]]

MMarleene9


Gott sei Dank ist hier in Österreich jeder Spender!

reicht das denn nicht als Grund, wenn man sich bei dem Gedanken daran einfach nicht wohlfühlt. Es ist doch eine extrem initime und persönliche Entscheidung und es mag ja sein, dass argumentativ alles für eine Spende spricht. Aber wenn man es einfach nicht machen will einfach so gefühlsmäßig, wieso können das die Befürworter nicht einfach akzeptieren?

Man kann soviel anderes Gutes tun und Menschen helfen, warum wird das nur an der Spende festemacht?

Das ist in meinen Augen so was von Egoistisch, wenn du tot bist brauchst du deine Organe nicht mehr, da fühlst du nichts mehr. Warum solltest du dann über deine Organe noch verfügen können. :|N

Das ist meine Sicht der Dinge. Sicherlich manche werden jetzt sagen, wer weiß was nach dem Tod kommt ect.

Aber der Körper ist eben nur etwas rein physisches für mich und wenn er tot ist, ist er tot bzw. er funktioniert nicht mehr, deshalb bist du ja Tod und wenn man da noch mehr Organe entfernt macht dich das nicht noch toter. :|N

ZWaptperxlott


Ich sehe es wie Marlene9. Wenn ich tot bin, dann nutzt mir ein gesundes Herz nicht mehr. Oder gesunde Nieren. Oder gesunde Augen.

So viele Leute wollen nicht spenden, hätten aber gerne selbst ein Organ, wenn es sie mal betrifft. Und dann ist die Heulerei groß.

Kann ich nicht verstehen. Jeder sollte sich fragen, ob er gerne ein Organ hätte, wenn es nötig wäre. Wenn man die Frage mit Ja beantworten würde (und ich vermute mal, dass die Mehrzahl derer, die an ihrem Leben hängen, tun), dann soll man sich bitte auch einen Spenderausweis holen.

a[nders_,als_andxere


An solchen Diskussionen gefällt mir nicht, dass aus einer (freiwilligen) Spende eine moralische Pflicht gemacht wird.

Ich kann es mit meinem Veständnis von Menschenwürde nicht vereinbaren, dass ein Mensch "ausgeschlachtet" wird wie ein Altwagen auf dem Schrottplatz.

Siehe "[[http://de.wikipedia.org/wiki/Leichenfledderei Leichenfledderei]]"

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