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Er hat keine Kraft mehr, auf ein Organ zu warten

PReaddi


Ich jedenfalls kann nachvollziehen, warum ein Mediziner Werte gefälscht hat.

Weil er etwas Geld dazuverdienen wollte ? Weil, für IHN ist es ja kein persönliches Schicksal

Keine feige Aussage. Sondern der Arzt hat ein Verhältnis zu seinen Patienten aufgebaut und darum die Werte gefälscht, um sie zu retten

Und wenn man mal nicht nur Bildzeitung und Co. liest, dann erst kann man das Dilemma erahnen. Wer sich wirklich dafür interessiert, der gehe doch mal auf eine Transplantationsstation und rede mit den Ärzten, dem Pflegepersonal und auch den wartenden Schwerstkranken. Grade weil es für den Arzt ein persönliches Schicksal war, sagt er, dass er sich schon gezwungen fühlte, Werte zu fälschen. Das ist auf Seite eins dieses Fadens zu lesen.

Hier ist vielleicht auch für Kurita was, es kommen Befürworter sowie Gegner zu Wort.

[[https://www.youtube.com/watch?v=uFPKA6i7bCc#t=19]]

m}o8lli 2


Ich denke die Menschen haben auch Angst, das ihnen etwas genommen wird, obwohl sie noch leben könnten.Wer versichert mir das 1000% ???

Doch ich seh es auch so, damit ein Mensch leben kann , muß ein anderer sterben, in beiden Fällen sehr traurig.

Ich muß zum Glück diese Entscheidung nicht mehr treffen, bin schon zu alt zur Spende.

é`pixne


Ich muß zum Glück diese Entscheidung nicht mehr treffen, bin schon zu alt zur Spende.

Darf ich fragen, wie alt? Bei Nierentransplantationen gibt es bspw. das "old for old" Programm - Patienten über 65 bekommen (schneller bzw. überhaupt) auch eine Niere, die zu einem über 65-jährigen Spender gehörte.

Das ist sinnvoll, wenn man die Lebenserwartung betrachtet und oft die einzige Chance für die Patienten. Somit: "zu alt" ist kein Argument.

Höchstens "zu krank"...

S}ilbermonndaugxe


Und wenn man mal nicht nur Bildzeitung und Co. liest, dann erst kann man das Dilemma erahnen.

Ich kann das Video nicht öffnen...wird da irgendeine Rechtfertigung FÜR das Fälschen von Werten zugunsten bestimmter Patienten genannt ?

P-edEdi


Eine Rechtfertigung gibt es nie, Silbermondauge, das ist mein persönliche Meinung. Denn auch selbst dass der Arzt aus Göttingen die Werte fälschte, um seinen Patienten zu helfen ist dies doch auf dem Rücken aller anderen Wartenden geschehen. Das meine ich mit Bärendienst.

Wegen des Videos Es ist aber doch so, dass hier die Situation derer gezeigt wird, die auf ein Organ warten Und auch die Situation von Menschen, deren Angehörige gespendet haben, sowie eine Mutter, dessen Kind einen Unfall hatte, und die mit Ihrem damaligen Ja zur Organentnahme des Sohnes gar nicht mehr klar kommt, sie fühlte sich dazu gedrängt. Das ist zwar schon fast zwei Jahrzehnte her, aber sie leidet sehr beträchtlich. Darum finde ich den Organspendausweis auch so wichtig, egal ob JA oder NEIN.

Für mich selber ist es aber halt nicht so zu verstehen, wenn jemand aus politischen Gründen nicht spenden will, auch wenn es halt auch ein ureigenste Begründung ist.

R8abenTla|dy


Leider ist der Irrglaube "eh zu alt für eine Spende" weit verbreitet. Ich konnte meine Mutter auch überreden, sich einen Spendeausweis zuzulegen, nachdem ich ihr erzählt habe, dass ihre 60jährigen Organe sehr wohl noch gut genutzt werden können und gerade ältere Menschen davon profitieren würden.

G1ibNic9htyAuf


Ich hatte das schon mal in einem anderen Faden geschrieben: ich habe jahrlang als "Botschafter" für Organsspende gearbeitet. Habe Ausweise an Schulen verteilt, Informationsstunden gegeben und Teststäbchen der DKMS verteilt.

Immer wieder fragten mich die Schüler, ob das System "fair" ist und immer wieder habe ich betont, dass man sich durch Ethikkommission und anderen Kontrollinstanzen keine Sorgen machen muss. Erst nach meiner Aufklärung haben sich viele einen Organspendeausweis zugelegt.

Nach dem Skandal fühle ich mich betrogen und zum Lügner gemacht.

Für mich ist seitdem schluss. Ich informiere andere nicht mehr und habe mittlerweile sogar statt einem Ja, ein Nein auf den Ausweis angekreuzt.

Ich fürchte momentan am meisten, dass nur ein Bruchtteil des Skandals an die Oberfläche getreten ist. Ärzte haben eine große Lobby und man weiß außerdem wie schädlich ein Bekanntwerden wäre.

S%andrQa2x006


GibNichtauf, und wem nützt deine Verweigerungshaltung jetzt? Gar keinem. Denen hast du es ja mal so richtig gezeigt jetzt... "bevor der Falsche mein Organ bekommt, bekommt es lieber gar keiner!"- wem ist damit geholfen?

P}edidi


Du hast Dich nicht zum Lügner gemacht, GibNichtauf. Du kannst nicht die Verantwortung anderer tragen.

Jedoch frage ich mich grade, warum Du Botschafter pro Organspende warst? Also was war denn Dein Ideal? Wolltest Du den Politikern und den Ärzten helfen?

Denn es geht tatsächlich in erster Linie darum, Menschenleben zu retten. Wenn die Dir plötzlich egal sind, dann kann ich Dich noch weniger verstehen.

menef


so weit sind wir schon gekommen %-| .

Dass man bei einer schweren Krankheit wie dieser stirbt ist der natürliche Lauf der Dinge. So traurig es auch ist. Dass man solche Menschen teilweise durch eine Organspende retten kann ist für mich ein "Plus" und kein Anspruch. Ich finds gelinde gesagt abstoßend, eine Organspende/-empfang so als Selbstverständlichkeit vorauszusetzen, dass man das ansonsten mit einem "So weit sind wir schon gekommen" quittiert :(v

Und mal wieder wird gegen die Nichtspender gewettert, die natürlich an allem Schuld sind. Nicht die Krankheit der Betroffenen oder die abartigen Ärze, die die Nichtspender dazu bringen, die Spende kategorisch auszuschließen.

Wer sich wirklich dafür interessiert, der

kann trotzdem immernoch von einer faulen Ausrede ausgehen und diesen Arzt verabscheuen.

brlattl5axus


Wie ich schon schrieb ist es so, dass es immer höhere Kriterien gibt, um jemanden auf die Liste zu setzten. Ist man auf der Liste, dann wird immer wieder überprüft, ob man da auch bleiben darf. D. h. geht es dem Patienten besser, dann wird er u. U. sogar runter genommen, von der Liste.

Und so bekam dann auch ein Thurn und Taxis direkt zwei Herzen nacheinander (nachdem das erste transplantierte versagte)...

P|edEdi


Das war 1980 und 1982 oder? Ja, ich meine, das ist so lange her.

aCg?nexs


Wir (UK) haben mittlerweile das Ziel, daß Patienten transplantiert werden, bevor sie überhaupt an die Dialyse kommen = "preemptive transplant". Das geht natürlich nur mit Lebendspenden, aber da sind hier die rechtlichen Grundlagen scheinbar erheblich hilfreicher als bei Euch, da auch Freunde und entfernte Verwandte spenden dürfen und es "altruistische Spenden" gibt. Die Nieren "halten besser" und die Dialyse zu umgehen ist medizinisch viel besser als sie erst "auszuprobieren".

[[http://www.stiftung-lebendspende.de/39-0-Beziehung-Spender-Empfaenger.html]]

Die Leute, die diese Option nicht haben, z.B. weil in der Familie eine genetische Nierenerkrankung vorliegt, warten jetzt im Durchschnitt 2-3 Jahre. Auf ein Nieren-Pankreastransplantat wartet man halb so lange.

Es wird in z.B. den Medien informiert, aber nicht unter Druck gesetzt. Da im NHS sowieso keiner an der Anzahl der Leute, die er behandelt, verdient, besteht weniger Mißtrauen als bei Euch.

In Wales kommt jetzt "Opt out", es wird interessant werden, zu sehen, wie sich das entwickelt.

SDc5hne.eh!exxe


@ Shojo

Schneehexe, ich gehe davon aus, dass Du einen Organspenderausweis hast?

:)z Wobei meine Nieren wahrscheinlich nicht brauchbar sind da ich eine Glomerulonephritis habe.

Beim Blutspenden bin ich auch als Spender ungeeignet (so steht es in meinem Blutspendeausweis) weil ich autoimmune Erkrankungen habe und deshalb habe ich mich auch noch nicht bei DKMS testen lassen (kostet ja eine Menge Geld).

Ich habe leider schon im Freundeskreis miterlebt wie ein junger Mensch auf ein Herz gewartet hat und es beinahe nicht geschafft hätte, und außerdem kenne ich mehrere Leute die auf die Dialyse angewiesen sind, das macht einen dann schon nachdenklich.

C1orSa-APntoWnixa


Dass jemand von der Liste genommen wird kann ich mir schlecht vorstellen, höchstens wird die Dringlichkeit heruntergestuft bei gesundheitlicher Verbesserung. Schwieriger ist es erst einmal aufgenommen zu werden. Nach jahrelanger Dialyse, mit den einher gehenden Begleiterkrankungen, erfüllt man beispielsweise oft die Kriterien nicht mehr. Und dann heißt es, wie im Fall meines Mannes, es lohnt sich nicht ein Organ an sie zu verschwenden >:(

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