» »

Report München – Gefährliche Schmerzmittel

Ethem4alig2er NutzeTr (#3^25731)


Ich habe Schmerzen die sich wischen 3 und 7 bewegen. Momentan dank guter Medikation eher 3, vor einer Woche war ich noch bei der Arbeit bei 7 ...

so möchte ich nicht leben, so kann ich auch nicht leben. Mit einer 7 auf der Schmerzskala kann ich nicht arbeiten, will ich auch nicht und muss ich zum Glück auch nicht.

Auch mit einer 5 fällt es mir schwer zu arbeiten ....

Aber war wäre, wenn Du allein dastehst, Miete etc. bezahlt werden wollen

Ganz ehrlich ohne Mann, Eltern oder sonst wen der einen durchzieht ist es gar nicht möglich. Wie auch. Sollte so eine Ehe mal nicht mehr halten, bleibt ja keine andere Möglichkeit als H4 ...

Nee ich bleibe lieber selbstständig und erfreue mich weiterhin an meinem monatlichen Gehalt und der Freiheit die sich mir dadurch bietet. Ich muss jedenfalls niemanden fragen was ich ausgeben darf und was nicht. Und alleine für die finanzielle Freiheit nehmen ich doch lieber meine Medis.

Aber wie heißt es so schön: jedem Tierchen sein Plaisierchen..

S"unfJl5o_werx_73


Es ist halt ein Unterschied, ob man sich seinen Schmerzen anpasst und sie ggf. einfach aushält. Oder ob man Leistung erbringen muss. Ich sitze bei der Arbeit zum Glück viel, aber wenn jeder längere Weg an die Substanz geht, ich danach bei der sitzenden Tätigkeit erstmal meine Konzentration wiederherstellen muss oder die mir spätestens dann fehlt, wenn ich nachts wg. Schmerzen ständig wach war, dann bringe ich nicht die Arbeitsqualität, die von mir erwartet wird. Die auch ich von mir erwarte.

Ich weiß aber auch, dass ich nicht glücklich werden würde, wenn ich mich entspannt nach meinen Schmerzen richten könnte. Das wäre ein einsames Sofa-Leben, und dafür bin ich zu jung. Da wäre die Depression garantiert.

bwla,ttlaxus


Das Problem ist, das Opioide beim chronischen Nicht-Tumor-Schmerz sehr häufig keine angemessene Therapie sind: Man hat einfach die Erfahrungen aus der Tumorschmerztherapie relativ unkritisch auf andere Schmerzen übertragen - und hat damit sehr ernüchternde Erfahrungen gemacht. Die Wirkung ist häufig sehr viel schlechter, das Abhängigkeitsrisiko ein deutliches problem, sehr oft kommt es durch die opioide zu einer Aktivitätsminderung, was die Schmerzchronifizierung weiter vorantreibt.

Du meinst Opioide, nicht Opiate? Hast du Erfahrung damit?

Ich hatte sie ca. zwei Jahre vom Schmerztherapeuten, war super. Nach drei Wochen Eingewöhnung gibt es keine Aktivitätsminderung mehr, ich war darunter sicher weniger arbeitsunfähig als die gleichaltrigen Kolleginnen. Abhängigkeitsrisiko hatte ich erst gefürchtet, obwohl der Arzt meine, das gäbe es normalerweise nur bei "Dosierung nach Bedarf" anstatt regelmäßiger Einnahme.

Später wurde zufällig die Ursache der Schmerzen gefunden und beseitigt (bei einem anderen Eingriff, war so nicht festzustellen). Die Schmerzen waren weg. Und mir fiel einige Monate später beim Auspacken nach dem Urlaub auf, dass ich völlig vergessen hatte, irgend ein Schmerzmittel mit in den Urlaub zu nehmen. Also tatsächlich nix mit Abhängigkeit!

Squnf}lowejr_7x3


Mellimaus hat keinen Tumorschmerz, ist aber mit den Opioiden offensichtlich erst arbeits- und bewegungsfähig.

Bei mir haben sie auch toll gegen die Schmerzen geholfen und auch mein Aktivitätsniveau gesteigert. Das leider zunächst nur aus Umarmungen der Kloschüssel bestand. ]:D

@ blattlaus:

Naja, wenn man die kritischen Stimmen berücksichtigt, war es ja schonmal falsch, dass Du die Mittel bekommen hast, da man das Problem ja beheben konnte... ]:D ;-)

bCla"ttlauxs


@ Sunflower

Naja, wenn man die kritischen Stimmen berücksichtigt, war es ja schonmal falsch, dass Du die Mittel bekommen hast, da man das Problem ja beheben konnte

Ohne wäre ich definitiv 2 Jahre arbeitsunfähig gewesen. Und es hätte sicher niemand eine Bauchoperation gemacht, um mal sicherheitshalber ein bisschen zu gucken...

Außerdem hatte ich tatsächlich einen Bandscheibenvorfall. Nur wusste ich auch nicht, dass der nur zum kleinsten Teil für die Schmerzen verantwortlich war. Heute zickt der nur noch nach abrupten Drehbewegungen.

tzhce-cavxer


Du meinst Opioide, nicht Opiate? Hast du Erfahrung damit?

"Opioide" und "Opiate" macht für die Praxis keinen Unterschied, deswegen werden die Begriffe häufig synonym verwendet. Pharmakologisch gsehen ist es so, dass "Opiate" der Begriff für alles ist, was natürlich oder teilsynthetisch aus Opium ableitbar ist (z.B. Morphin), "Opioide" sind vollsynthetische Stoffe, die an Opiatrezeptoren wirken. Ist aber nur pharmakologische Erbsenzählerei und macht für die Praxis keinen Unterschied.

Und was die Erfahrung angeht: Schmerztherapie betreibe ich seit ca. 20 Jahren, seit guten 10 mache ich fast nichts anderes.

Nach drei Wochen Eingewöhnung gibt es keine Aktivitätsminderung mehr,

Gut, wenn's so läuft, ist aber leider nicht die Regel. Die Müdigkeit wird zwar weniger, aber Aktivitätsminderung bleibt oft erhalten.

Abhängigkeitsrisiko hatte ich erst gefürchtet, obwohl der Arzt meine, das gäbe es normalerweise nur bei "Dosierung nach Bedarf" anstatt regelmäßiger Einnahme.

Das ist ein gefährlicher Trugschluss, der leider immer noch von einer "Fachgesellschaft" verbreitet wird. Natürlich ist das Risiko bei zeitgesteuerter Verwendung von Retardtabletten erheblich niedriger, aber es ist immer noch vorhanden.

Das leider zunächst nur aus Umarmungen der Kloschüssel bestand.

Nun ja - Opiat-Übelkeit ist doch eigentlich ganz gut behandelbar, man muss es nur tun ;-)

Außerdem hatte ich tatsächlich einen Bandscheibenvorfall. Nur wusste ich auch nicht, dass der nur zum kleinsten Teil für die Schmerzen verantwortlich war.

Das ist sehr häufig so: 20% der schmerzfreien Menschen haben einen oder mehrere Bandscheibenvorfälle. Wenn dann Schmerzen auftreten macht man ein MRT und macht fälschlicherweise den Vorfall für die Beschwerden verantwortlich, obwohl das nur in einer Minderzashl der Fälle zutrifft. Manchmal übersieht man dadurch (wie bei Dir) die echte Ursache. Viel häufiger ist es aber, dass ein unspezifischer Rückenschmerz als Scherz durch Bandscheibenvorfall fehlgedeutet wird. Das sind dann auch sehr häufig die Patienten, die unkritisch mit Opioiden versorgt werden.

Srunflo3werx_73


@ the-caver:

MCP in Maximaldosis half so gar nicht gegen die innige Beziehung mit der Kloschüssel. Aus dme Übergeben wurde dann zwar "Trockenwürgen", aber die Attacken kamen stündlich und häufiger. Vomex auch nicht, machte mich nur völlig komatös. Hatte damals auch nicht die Zeit, wochenlang zu Hause zu sitzen und die Nebenwirkungen auszusitzen. Offensichtlich geht's mir schmerztechnich noch nicht mies genug, um das in Kauf zu nehmen. ;-)

Wenn Du so viel Schmerztherapie machst: Was empfiehlst Du bzgl. Teilnahme am Straßenverkehr bei Opioid-Einstellung?

E3hemGaliger oNutYzer A(#)325731)


Mellimaus hat keinen Tumorschmerz, ist aber mit den Opioiden offensichtlich erst arbeits- und bewegungsfähig

Richtig, ich habe keine Tumorschmerzen und ohne die Medikation wäre ich nicht in der Lage meine 40 oder 50 Stunden in der Woche zu arbeiten.

Ich habe immer noch Schmerzen, aber die sind zur zeit sehr gut aushaltbar.

Und ich meine das sollte ja auch das Ziel sein, das ich mit meinen chronischem Schmerzen Leben und auch arbeiten kann. Ich möchte nämlich nicht zu Hause sitzen und warten das es morgens hell und abends wieder dunkel wird ...!

Im Augenblick nehme ich "nur" Tilidin, allerdings auch schon 350mg. Mein Schmerztherpeut sagt, ich soll gar nicht erst verzweifeln wenn ich merke auch das reicht nicht aus, man kann noch etwas steigern, dann würde er auf Oxycodon übergehen wenn das auch nicht mehr reicht. Und so soll es doch sein, das ich mein Leben leben kann.

Aber ich werfe ja nicht nur Tabletten ein, ich bekomme zusätzlich KG, gehe zum Reha Sport, habe eine TENS Gerät bekommen, mache progressive Muskelentspannung täglich und gehe zur Akupunktur. Und wenn mal ganz besch,.. Tage dabei sind bekomme ich eine Spritze.

Ich fühle mich eigentlich ganz gut versorgt und kann Leistung im (Arbeits)Leben erbringen ...

MCP in Maximaldosis half so gar nicht gegen die innige Beziehung mit der Kloschüssel. Aus dme Übergeben wurde dann zwar "Trockenwürgen", aber die Attacken kamen stündlich und häufiger. Vomex auch nicht

Na ja wenn es nur das gegen Übelkeit gäbe, würde es Chemo Patienten aber schlecht gehen. Es gibt ja nun auch andere Sachen gegen Übelkeit ...wäre auch traurig wenn das alles wäre ...

_~Parevatil_


Ich verstehe diesen Verzicht auch nicht.

Ich habe meine Gründe. Und die Hauptgründe sind, dass ich von Schmerzmitteln entweder Asthmaanfälle bekomme oder andere Nebenwirkungen oder die Schmerzmittel erst gar nicht richtig wirken. In der Schmerzklinik hatte ich auch 2-3 mal am Tag eine Novalgintablette im Zeitraum von 3 Wochen ??Novalgin vertrage ich von allen Schmerzmitteln noch mit am besten. ?? bekommen. Es hat sich kaum auf die Schmerzen positiv ausgewirkt. Es hilft noch mit am besten, wenn ich nur einen Ruheschmerz habe, aber sobald ich meine Beinmuskeln belaste, werden die Schmerzn schlimmer und da helfen auch kaum noch Schmerzmittel. Bei Belastung (z.B. Spazieren gehen) oder langen sitzen kann ich die Schmerzen mit Schmerzmitteln vieleicht noch etwas hinauszögern, aber eben auch nicht viel. Daher sehe ich auch nicht den Sinn darin, Schmerzmittel einzunehmen. Der Nutzen ist für mich einfach nicht hoch genug. Für mich ist es daher sinnvoller und nebenwirkungsarmer, wenn ich eben auf bestimmte Dinge verzichte und einfach nur noch das mache, was ich noch mit den Schmerzen machen kann. Es ist ja auch nicht so, dass ich den ganzen Tag nur auf der Couch liege. Es gibt Tage, da geht es nicht anders, aber das ist eher selten. Ich kann aber meinen Alltagsverrichtungen schon nachgehen und wenn ich sie eben auf den Tag verteilen muss.

Ich mache dann eben auch mal nur einen Spaziergang von 30min statt eine mehrstündige Wanderung. Sport ist bei mir auch möglich, sofern dieser nicht zu sehr die Beinmuskulatur belastet. Und das Sitzen oder langes Stehen, naja, da lebe ich eben damit, dass ich das nicht richtig kann. Ich brauche einfach nur viel Abwechslung im Alltag, dann komme ich auch gut über die Runden und teils auch ohne große Schmerzen. Aber einseitige Belastungen (langes Sitzen, Stehen, Gehen, Wandern etc.) ist schlicht Gift für mich.

Das nächste Problem ist, dass man bei mir immer noch nicht die Ursache meiner Beschwerden gefunden hat. es gibt viele Theorien. Aber wie sagt man so schön: Frag zehn Ärzte und du bekommst zehn unterschiedliche Antworten. Das Problem ist: Wenn man die Ursache nicht kennt, dann kann man auch nicht vernünftig behandeln. Ich wurde bis jetzt auch immer nur ins Blaue hinein therapiert.

Mein nächster Schritt wird noch ein neuromuskuläres Zentrum sein und eventuell doch noch eine Muskelbiopsie und in einem anderen Forum wurde mir noch ein Laktat-Ischämietest empfohlen. Wenn das nichts bringt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter...

Dann hast Du damit letztlich noch eine gute Position. Glück im Unglück quasi.

Das mag sein und will ich auch gar nicht abstreiten.

Aber war wäre, wenn Du allein dastehst, Miete etc. bezahlt werden wollen

Dann würde es auch gehen. Ich habe in meinen 29 Jahren schon genug Schei*e erlebt, bin auch nicht das erste mal für längere Zeit Krank und hatte auch nicht immer einen Partner im Rücken, der mich unterstützt.

die ArGe Dir im Nacken sitzt

Nur, weil ich keine Leistungen vom Staat beziehe, heißt das nicht, dass ich nichts mit dieser zu tun habe ;-) Und nein, sie sitzt mir zum Glück nicht mehr im Nacken, weil sie mich einfach nicht mehr für arbeitsfähig hält.

und man Einschränkungen aufgrund von Schmerzen nicht ernst nimmt?

Die einzigen, die mich nicht ernst nehmen ist meine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber das ist ja auch nix neues. Die drücken sich ja vor Zahlungen, wo sie nur können und seit dem glaube ich auch noch mehr an den Weihnachtsmann, als an die unabhängigkeit medizinischer Gutachter.

Ganz ehrlich ohne Mann, Eltern oder sonst wen der einen durchzieht ist es gar nicht möglich. Wie auch.

Ich weiß ja nicht, in welcher Welt du lebst, aber ich kann ja jetzt auch nur von mir sprechen und sage aus Erfahrung: Ja, es ist möglich.

Sollte so eine Ehe mal nicht mehr halten, bleibt ja keine andere Möglichkeit als H4 ...

Das klingt ja so, als stünde meine Ehe kurz vor der Scheidung und selbst wenn, dann geht es auch weiter und ja, notfalls mit Hartz IV. Selbst, wenn ich arbeiten gehen würde, würde ich so oder so nicht wesentlich mehr als Hartz IV bekommen. In meiner Region krebsen viele auf Hartz IV Niveau rum, auch, wenn sie arbeiten. Aber kaum einen gehts schlecht damit. Und ich kann auch nicht sagen, dass ich damit am Hungertuch genagt habe.

Sgunfclower-_73


Vielleicht hat man eine andere Perspektive, wenn man offiziell schon für nicht arbeitsfähig mehr gehalten wird und es dann letztlich wirklich egal ist, ob man sich mit Schmerzmitteln "funktionsfähig" macht oder nicht. Und das, obwohl die Diagnose noch gar nicht klar ist?!

Aber diese offizielle Arbeitsunfähigkeit hat nicht jeder und bekommt man auch nicht so schnell. Bei mir gab's bspw. im letzten Job Tage, da ging ich vom Parkplatz in mein Büro, musste nur 1x am Tag quer über's Gelände ins Hauptgebäude (und hätte mir den Gang ggf. auch noch sparen können). Dann gab's aber auch Tage, wo ich 4-5x rüber MUSSTE, wo ich im Hauptgebäude noch viel laufen musste. Das waren dann Momente, da hätte ich heulen können vor Schmerzen und ich wusste kaum, wie ich noch mal den Weg schaffen soll. Da habe ich auf's Mittagessen verzichtet, wiel ich dann zur Kantine WIEDER hätte laufen müssen. Da hatte ich Probleme, nach der Arbeit dann noch eine längere Strecke mit dem Auto zu fahren, weil ich bspw. beim Gasgeben konstante Schmerzen hatte (und blöderweise mit dem Bein auch bremsen muss).

Da führt kein Weg an Schmerzmitteln vorbei und sicherlich gehe ich dadurch dann auch oft über die Grenze, die mein Körper mir zeigt. Unter Einsatz aller Dinge, die man als Schmerzpatient auch psychologisch so machen kann. Aber ich bin nach solchen Tagen dann auch komplett erschöpft, weil ein anstrengender Job mit der konstanten Schmerzbelastung dann nochmal erschöpfender ist.

Da würde man sich schon eine Sicherheit wünschen... aber ich habe kein Netzt außer Hartz IV oder Grundsicherung. Darum schiebe ich auch seit Jahren das Kunstgelenk vor mir her, weil ich denke: Hey, da weiß ich was ich habe. Was, wenn bei der OP was schiefgeht? Ist halt blöd, wenn man spät studiert, lange Praktikantenstatus hat und einfach keine Absicherung (EU-Rente etc.).

Und:

ICH erwarte von meinem Leben mehr. Ich verbringe so schon viel Zeit auf dem Sofa. Ich musste sehr viele Dinge auf sportlicher Ebene aufgeben. Durch das späte Studium & Weiterbildung habe ich auch bzgl. Urlaub etc. verzichtet, die zumindest in meinem Umfeld üblich sind. Das wollte ich irgendwie mal nachholen und bin einfach nicht bereit, auch da noch Abstriche zu machen.

Und auch wenn man von Hartz IV leben kann (ich hatte in den letzten 7 Jahren letztlich max. diesen Satz, oft sogar weniger, habe aber dennoch passabel gelebt): Das ist nichts, was ich JETZT als Perspektive ertrage. Erst recht nicht, wenn mit ein bisschen Chemie VIEL MEHR möglich ist.

Ich werde bspw. bald in der Tanzschule eines Bekannten einen Gratis-Workshop besuchen. Und werde mich dafür gezielt mit Schmerzmitteln dopen. Für einen Kurs Geld auszugeben wäre Verschwendung. Aber das Gratis-Angebot werde ich nutzen. Koste es, was es wolle.

S unfloowerx_73


Vielleicht hat man eine andere Perspektive, wenn man offiziell schon für nicht arbeitsfähig mehr gehalten wird und es dann letztlich wirklich egal ist, ob man sich mit Schmerzmitteln "funktionsfähig" macht oder nicht. Und das, obwohl die Diagnose noch gar nicht klar ist?!

Aber diese offizielle Arbeitsunfähigkeit hat nicht jeder und bekommt man auch nicht so schnell. Bei mir gab's bspw. im letzten Job Tage, da ging ich vom Parkplatz in mein Büro, musste nur 1x am Tag quer über's Gelände ins Hauptgebäude (und hätte mir den Gang ggf. auch noch sparen können). Dann gab's aber auch Tage, wo ich 4-5x rüber MUSSTE, wo ich im Hauptgebäude noch viel laufen musste. Das waren dann Momente, da hätte ich heulen können vor Schmerzen und ich wusste kaum, wie ich noch mal den Weg schaffen soll. Da habe ich auf's Mittagessen verzichtet, wiel ich dann zur Kantine WIEDER hätte laufen müssen. Da hatte ich Probleme, nach der Arbeit dann noch eine längere Strecke mit dem Auto zu fahren, weil ich bspw. beim Gasgeben konstante Schmerzen hatte (und blöderweise mit dem Bein auch bremsen muss).

Da führt kein Weg an Schmerzmitteln vorbei und sicherlich gehe ich dadurch dann auch oft über die Grenze, die mein Körper mir zeigt. Unter Einsatz aller Dinge, die man als Schmerzpatient auch psychologisch so machen kann. Aber ich bin nach solchen Tagen dann auch komplett erschöpft, weil ein anstrengender Job mit der konstanten Schmerzbelastung dann nochmal erschöpfender ist.

Da würde man sich schon eine Sicherheit wünschen... aber ich habe kein Netzt außer Hartz IV oder Grundsicherung. Darum schiebe ich auch seit Jahren das Kunstgelenk vor mir her, weil ich denke: Hey, da weiß ich was ich habe. Was, wenn bei der OP was schiefgeht? Ist halt blöd, wenn man spät studiert, lange Praktikantenstatus hat und einfach keine Absicherung (EU-Rente etc.).

Und:

ICH erwarte von meinem Leben mehr. Ich verbringe so schon viel Zeit auf dem Sofa. Ich musste sehr viele Dinge auf sportlicher Ebene aufgeben. Durch das späte Studium & Weiterbildung habe ich auch bzgl. Urlaub etc. verzichtet, die zumindest in meinem Umfeld üblich sind. Das wollte ich irgendwie mal nachholen und bin einfach nicht bereit, auch da noch Abstriche zu machen.

Und auch wenn man von Hartz IV leben kann (ich hatte in den letzten 7 Jahren letztlich max. diesen Satz, oft sogar weniger, habe aber dennoch passabel gelebt): Das ist nichts, was ich JETZT als Perspektive ertrage. Erst recht nicht, wenn mit ein bisschen Chemie VIEL MEHR möglich ist.

Ich werde bspw. bald in der Tanzschule eines Bekannten einen Gratis-Workshop besuchen. Und werde mich dafür gezielt mit Schmerzmitteln dopen. Für einen Kurs Geld auszugeben wäre Verschwendung. Aber das Gratis-Angebot werde ich nutzen. Koste es, was es wolle.

SfunOflRowerm_73


Oops... Die Website blieb einfach nur weiß...

SdunflowLeqrz_x73


Hurra, der nächste TV-Sender/Medienkonzern stürzt sich auf das nächste Schmerzmittel! ]:D

SPIEGEL.TV

Nehmen die Deutschen zu leichtfertig Aspirin? Das Medikament gilt weltweit schon fast als Allheilmittel. Dabei kann Aspirin lebensgefährliche Nebenwirkungen haben. Mit denen beschäftigt sich eine spannende NDR-Doku bei uns im Web TV: [[http://www.spiegel.tv/filme/ndr-45min-mythos-aspirin/]]

(Meldung auf Facebook)

Emhemalig\er Nutvzerc (#32x5731)


Na ja Asperin ist auch gefährlich. Wird nur von vielen nicht so eingestuft Stil man es ja frei kaufen kann. Und alles was frei verkäuflich ist, kann dich nicht gefährlich sein, oder doch? ?? ;-)

S0unf(low=er_7x3


Nee, das kann nicht gefährlich sein. Absolut nicht. ]:D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH