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Was macht man als Patient, wenn jeder Arzt einen ablehnt?

S+up1erna@turalSixm


In einem Jahr 4 Hausärzte verschlissen? Jeder weigert sich, Medikamente zu verordnen? laut allen Kliniken ist "ein ganz spezielles" Btm erforderlich (lasst mich raten: Ein schnellfreisentzendes Fentanyl?)? Niemand findet sich, der eine Wunde versorgt? Palliativmediziner, die keine Akten lesen? Nicht mal die Verordnung eines Antibiotikums klappt?

Das sind ein paar Merkwürdigkeiten – ich vermute, dass diese Geschichte auch noch eine andere Seite hat...

the-caver

Ich glaube, du willst einfach nur, dass es noch eine andere Seite hat...

Ich glaube dem TE zu 100%. Die Geschichte hört sich glaubwürdig an... solche Art Werdegang nur mit anderer Krankheit, aber mit ähnlichem Verhalten der Ärzte, kenne ich von mir und anderen.

Ein Antibiotika hatte er ja verordnet bekommen, aber leider das, was eh nicht hilft, was dem Doc wohl aber egal war...

Kann der TE was dafür? Nein. >:(

Mir tut der TE unendlich leid. :-(

SWunfloweOr_x73


Mein vorletzter Hausarzt hat mir nach 3,5 Wochen mitgeteilt, dass ich wegen meinem Fuss viel zu oft bei Ihm gewesen war (in 3,5 Wochen jeweils 1 mal pro Woche, da meine Frau meinen Fuss seit 7 Wochen bis zu 4 mal am Tag verbinden muss, da entweder durch Eiter oder durch Wundsekret er komplett durchgeweicht ist). Was soll ich als Patient in so eine Fall machen?

Mit sowas geht man nicht zum Hausarzt, sondern in eine chirurgische Praxis, die auch auf Wundversorgung spezialisiert ist. Notfalls muss es halt auch intensiv stationär behandelt werden.

Abgesehen von den dauerhaften Problemen ist das ja eine akute Symptomatik – und vielleicht sollte man nicht erwarten, die Rundum-Betreuung aus einer Hand zu bekommen. Wenn die Angst vor einer Amputation aufgrund der wochenlangen Entzündung so groß ist, verstehe ich einfach nicht, dass man damit bei Hausärzten rumexperimentieren lässt.

TsheBl7ackWirdoxw


Der TE sucht Hilfe und bekommt zum Teil Prügel ab >:( Tauschen möchte mit Sicherheit keiner und es ist wirklich so, daß Ärzte lieber "billige" Patienten hat. Mir ist das bei meinem Hausarzt auch schon oft passiert, daß er zum Quartalsende Rezepte nur widerwillig und mit langen Zähnen ausfüllt.

Es kann aber nicht sein, daß Patienten Schmerzen ertragen müssen und Ärzte die Augen schließen und nur an Kollegen verweisen. :-X Ich finde das total mies, weiß aber leider keinen Rat und wünsche dir alles Gute. @:)

T)helBlackWWidoxw


Man darf die Augen nicht vor der Tatsache verschliessen, daß Ärzte ungern Patienten aufnehmen, welche kostenintensiv sind.

HcinatSa


Ich füge noch ein "arbeitsintensiv" dazu. Sich da reinzuarbeiten, da hat auch nicht jeder die Lust dazu, wenn ein "suchen Sie sich einen anderen Arzt" schneller ist.

Elhemaligzer N3utzer+ (#S3257V31)


An alle die hier jetzt so entrüstet tun:

Welche Erfahrung habt ihr denn mit Opiaten und Schmerztherapie das ihr da jetzt so tut als würde man mit einem Fingerschnippen alles bekommen?

Den Aussagen nach vermutlich keine ...denn donst wüsstet ihr ja das für Opiate nicht der HA zuständig ist und das man beim Schmerztherapeut auch mal nicht so eben Termine bekommt und fast jeder Patient der da hingeht Schmerzen hat und nicht nur der Te.

Für ihn gelten die selben Regeln wie für aber auch und wenn es so akut ist muss er sich stationär aufnehmen lassen.

W olKfganxg


Garou, ich habe nicht den geringsten Zweifel an deiner Schilderung. Ich wohne nicht in einer Kleinstadt wie du, sondern bekanntlich in einer ziemlich grossen Stadt. Von einer Krankengymnastikpraxis, die mir sehr gut bekannt ist. ;-D ;-D , kenne ich mehrere ähnliche Fälle. Es ist einfach sauschwierig einen guten Hausarzt zu finden, besonders wenn es sich um "problematische Patienten" handelt, auch "problematisch" im medizinischen Sinne. Viele Praxen sind überfüllt und haben "Aufnahmestopp". Wenn du Privatpatient bist, hast du Chancen und bekommst einen Termin am nächsten Tag. Als Kassenpatient hörst du nur: "Nein, wir nehmen keine neuen Patienten auf." Einen klugen Rat für dich habe ich nicht, aber gerade in einer Kleinstadt ist die Auswahl an Ärzten nicht sehr gross und daher halte ich es durchaus für glaubwürdig, worüber du dich beklagst.

E6he%maligeHr NutdzAer m(#}467193x)


Wie schon desöfteren hier geschrieben: Der Hausarzt ist für so ein komplexes Krankheitsbild wo gerade ein akutes Problem vorliegt, nicht der richtige Ansprechpartner. Nicht nur weil er ja am Patienten Geld verdienen will, und die möglichst unkompliziert sein sollen (genug in der Klischeelade gegraben...) – sondern auch deswegen weil ich mir gut vorstellen kann dass er damit überfordert ist.

Viele dieser Dinge die der TE angesprochen hat, Wundversorgung, BTMs etc., sind für die meisten Hausärzte einfach wirklich dünnes Eis. Von all den HAs die ich persönlich kenne, fällt mir niemand ein der überhaupt die Möglichkeit dazu hat BTMs zu verschreiben.

SmunfloweWrl_73


Viele dieser Dinge die der TE angesprochen hat, Wundversorgung, BTMs etc., sind für die meisten Hausärzte einfach wirklich dünnes Eis. Von all den HAs die ich persönlich kenne, fällt mir niemand ein der überhaupt die Möglichkeit dazu hat BTMs zu verschreiben.

Naja, VERSCHREIBEN darf jeder. Aber eben nicht jeder fühlt sich fachlich fit genug, und es gibt nun mal genug Leitlinien etc. im Hintergrund (v.a. bei BTM-Verordnung), was Ärzte abschreckt bzw. fachlich an Grenzen bringt. V.a. Hausärzte.

Meine Hausärztin wollte nicht mal ergänzend zum Chirurgen die Wundinfektion nach Knie-OP behandeln. Sie hatte weder die Instrumente noch Verbandausstattung, um die Wunde zu spülen etc.

Man kann bei so einem komplexen Krankheitsbild einfach nicht die Versorgung aus einer Hand erwarten.

Und ganz ehrlich: Jemand mit dem Wunsch nach ganz bestimmten BTM'S (auch wenn das alles seine Richtigkeit hat!), der ständig neu bei Ärzten auftaucht: Das gilt für Ärzte als Warnsignal. Die werden hellhörig. Weil vor genau so einem Verhalten wird gewarnt im Hinblick auf Abhängigkeiten. Da macht es sich dann der eine oder andere halt einfach. Auch im Hinblick auf das, was dem Arzt drohen kann (siehe Schilderung von In-Kog Nito!). Gerade bei BTM-Geschichten ist das Eis verdammt dünn. Ja, es gibt blöde Ärzte, die es sich leicht machen. Aber dieses ständige Pauschalisieren und Rumhacken nervt. Ist Garou besser damit geholfen, dass ein Arzt MEINT, ALLES behandeln zu können, und es dann zum nächsten Behandlungsfehler kommt?

Mir stellt sich nur die Frage, warum man dann bspw. nicht die Unikliniken einschaltet. Die bitte, Kontakt mit dem Niedergelassenen aufzunehmen und die Verordnungsempfehlung genauer zu begründen. Oder Verordnungen über die Uni-Ambulanzen laufen lassen.

Ich glaube Garou seine Geschichte. Aber ich habe das Gefühl, dass da Realität und Ansprüche gewaltig aufeinanderprallen und es ggf. auch am Auftreten oder der Kommunikation liegt. Von BEIDEN Seiten.

Dass es schon eskaliert bzgl. Verträglichkeit/Verordnung von einem Antibiotikum ist doch etwas, was man lösen kann. Da gucke ich doch IN der Praxis auf das Rezept und bleibe freundlich beharrlich, bis man mir was verordnet, was ich nehmen kann. Sowas läst sich doch lösen. Aber lt. Schilderung hier hat man aus Frust heruas nicht reagiert, sondern nur seinen Frust bestätigt gesehen. So kommt man aber nicht weiter.

Das Ärzte-Hopping ist nun mal kritisch bei BTM. Ich verstehe aber auch nicht, wie man seit zwei Monaten mit einer so offensichtlichen Wunde/Infektion beim Hausarzt ambulant rumexperimentiert. Ehrlich nicht.

mouch^bixrne


Ich habe mir nicht alles durchgelesen, gebe aber trotzdem mal meinen Senf dazu: als ich mal (telefonisch) von allen Ärzten abgelehnt wurde, sagte mir die SB von der Krankenkasse, dass man sich einfach ins Wartezimmer setzen solle, Ärzte dürfen einen dann nicht (ohne Behandlung) wegschicken.

Dgumal


Sunflower_73

Man kann bei so einem komplexen Krankheitsbild einfach nicht die Versorgung aus einer Hand erwarten.

Garou möchte aber doch erst mal nur einen Arzt haben, der alles im Blick hat und Ansprechpartner für die Fachärzte ist.

Garou78

Dokumentierst du selber so gut es geht? Meine Mutter hat damit vor ein paar Jahren angefangen, damit sie nicht so oft bei Adam und Eva anfangen muss und die Ärzte sich einen Überblick verschaffen können.

Geht es eigentlich nur mir so, dass ich keinen Arzt als schwer kranker Mann finde?

Bei meiner Mutter hat es auch ewig gedauert, bis sich ein Arzt der Koordination angenommen hat. Gib nicht auf, du findest schon jemanden, der es sich zutraut und auch kann.

tKhe-:ca\ver


als ich mal (telefonisch) von allen Ärzten abgelehnt wurde, sagte mir die SB von der Krankenkasse, dass man sich einfach ins Wartezimmer setzen solle, Ärzte dürfen einen dann nicht (ohne Behandlung) wegschicken.

Ein schönes Beispiel dafür, dass Kassen-Sachbearbeiter oft mal Blödsinn erzählen. Kein Arzt ist verpflichtet, neue Patienten anzunehmen - wie soll er auch, wenn er ausgelastet ist? Er ist verpflichtet, *seine* Patienten kunstgerecht zu behandeln - das sind die, die er angenommen hat, nicht aber der Rest der Welt. Aber das Thema wurde auf med1 in den letzten Jahren schon ungefähr 423 mal diskutiert.

I8n-Krog Nimto


....habe mir den anfang noch mal durchgelesen und heiko fragt, ob nur er so probleme mit der verordnung hat.

für mich persönlich: nein. aber ich bin bei meinen ärzten schon lange und wenn ich mal einen neuen brauche, lasse ich mir von diesen meistens einen empfehlen ODER ich bespreche mein vorhaben, zu einem bestimmten arzt zu gehen, mit dem hausarzt bzw. dem zuständigen facharzt.

insofern ist dann eine gewisse reputation da und dann geht es glaube ich besser, aber das wurde hier ja schon öfter aufgeführt.

und:

man braucht auch nicht unbedingt einen hausarzt zum koordinieren.

ich habe jahrelang eher den hno als meinen hausarzt betrachtet, im falle von heiko wäre es wohl ein neurologe?

SEchmi+dti7x0


In-Kognito

Als Privatpatient belastest Du aber generell kein ärztliches Budget...das kannst Du nicht vergleichen...

Ich glaube schon, dass es schwierig ist, als sehr budgetintensiver Kassenpatient einen Arzt zu finden...Und die Thematik ist schon sehr speziell, da will vielleicht wirklich kein Hausarzt ran....

Lieber TE...habe keinen wirklichen Rat, wünsche Dir aber, dass Du schnell den passenden Arzt findest!

I.n-Khogx Nito


Ich war auch schon kasse. Ich glaube jedoch in der tat, dass fuer btm ein gewisses vertrauensverhaeltnis aufgebaut werden muss. Und ansonsten kann er die pflaster doch auch als kassenpatient auf privatrezept bekommen... Oder eben in der einstellungs- und kennenlernphase selbstzahler sein, wie schon vorgeschlagen, dann haette er das budgetproblem weg

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