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Was macht man als Patient, wenn jeder Arzt einen ablehnt?

I\nC-Kog HNito


äh,ich habe das vollkommen unabhänig von mir vorgeschlagen,

wenn du mal genauer liest.

was hat das damit zu tun, ob ICH was zurück bekomme oder nicht?

es ging doch darum, dass der arzt meinte,

heiko würde sein budget belasten- ergo:

selbst zahlen.

ob und wie er dazu in der lage ist,

ist hier nicht das thema gewesen.

du kannst auch nicht davon ausgehen, dass er es nicht kann.

E hemalHiger NZutze1r (#-3257x31)


Sorry der einzige der hier albern ist, ist der, der einem GKV Versicherten der schwer chronisch krank ist und ggf nicht mal arbeitsfähig ist, vorzuschlagen, er soll seine Schmerzmittel doch einfach privat zahlen ….

Und dann auch noch Schmerzmittel die mehrere 100€ im Monat kosten. Also manchmal ….

Eihemaligwer INutze#r (#32x5731)


die wenigsten chronisch kranken haben das geld dazu

So sieht es leider aus ….

t5uxffarxmi


ergo:

selbst zahlen.

ob und wie er dazu in der lage ist,

ist hier nicht das thema gewesen.

du kannst auch nicht davon ausgehen, dass er es nicht kann.

dann bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten, was er dazu sagt.

die chronisch kranken, die ich kannte in meinem leben (alle gesetzlich versichert), hätten sicher kein geld für privatrezepte gehabt (es geht hier um mehrere hundert, in der summe schnell mal tausende euro).

I{n-Kmog 7Nitxo


du hast recht. geh auf mich los, was ich für dumme ideen habe, denn wir

gehen automatisch davon aus,

dass er das nicht kann und seine frau auch nicht.

Ipn-KoZg Nitxo


Und dann auch noch Schmerzmittel die mehrere 100€ im Monat kosten. Also manchmal ….

nur, weil das für dich viel ist, muß es für ihn das nicht auch sein.

du kannst ihn doch nicht automatisch in die armutsgrenze schieben :-/

das war wie gesagt nur ein vorschlag und KEINER WEISS seine möglichkeiten.

mich deshalb fertig zu machen ist echt unangebracht. :°_

Szunflowe.r_7x3


Ich halte die Budget-Belastung nur für einen Teilgrund. Schmerztherapeuten haben bessere Budgets, aber da gibt es offensichtlich andere (Mit)Gründe für die Weigerung. Dann muss man nicht selberzahlen, sondern die Zweifel bzgl. einer offensichtlich arg ungewöhnlichen Opioid-Verordnung ausräumen. Denn das BTM-Problem bleibt, ob Selbstzahler oder nicht. Und die Ärzte wollen nicht NICHTS verordnen, sondern stellen sich bei der konkreten Medikation quer.

Und eine ordentliche Wundversorgung/Infektbehandlung (wo das Budget-Problem beim Hausarzt durchaus stimmen mag) gehört in darauf spezialisierte Facharzthände. Wundspezialisten. Wurde das versucht?

t,ufOfarmxi


du hast recht. geh auf mich los, was ich für dumme ideen habe, denn wir

gehen automatisch davon aus,

dass er das nicht kann und seine frau auch nicht.

lass uns doch mal auf die sachebene zurückkehren, niemand will dich hier angreifen!

ich verstehe ganz andersherum als du z.b. nicht, wie man automatisch davon ausgehen kann, dass jemand der nicht arbeiten geht und chronisch krank ist, der zudem zig teure hilfsmittel benötigt, bei denen nicht selten einen zuzahlung fällig wird, einfach mal eben so mehrere hunderte oder gar tausende von euro bezahlen kann. wovon? er zahlt monatliche beiträge an die gvv, ihm stehen diese medikamente zu ohne bezahlung.

ILn-Kog =Nito


niemand will dich hier angreifen!

ja klar.

EGhemalingder N utzder (#3x25731)


Richtig, du kannst aber auch nicht automatisch davon ausgehen das jeder das mal eben aus dem Portokästchen zahlt. Job hin oder her, es soll Menschen geben für die 200 oder 300€ im Monat schlicht und ergreifend zuviel und es fehlt dann eben woanders ….

ich verstehe ganz andersherum als du z.b. nicht, wie man automatisch davon ausgehen kann, dass jemand der nicht arbeiten geht und chronisch krank ist, der zudem zig teure hilfsmittel benötigt, bei denen nicht selten einen zuzahlung fällig wird, einfach mal eben so mehrere hunderte oder gar tausende von euro bezahlen kann. wovon?

Eben sowas fehlt in der Haushaltskasse dann woanders. Aber klar, PKV Patient bekommt es ja nach 4 Wochen wieder fein zurückerstattet auf Heller und Pfennig … nur dem GKV Patienten fehlt es dann an anderer Ecke wo es vermutlich nicht weniger schmerzt das die Kohle da wieder fehlt ...

tXuMffar]mi


ja klar.

deine aussage wird angezweifelt, mehr nicht – zumindest nicht von meiner seite.

oYthellxo


Wenn sich in meiner Praxis ein Patient wie Garou78 einfindet mit der Bitte um weitere hausärztliche Betreuung

......dann atme ich erst 3 mal tief durch......es "drohen" viele Gespräche, langes Studium der Vorgeschichte, KH-Entlassungberichte und Facharztbefunde, häufige (und dann sehr schnell nicht mehr vergütete) Konsultationen,Verbandswechsel,Telefonate, Atteste,Auskünfte an Versicherungen,den MDK, Versorgungsämter und diverse andere bürokratische+zeitaufwendige Arbeit – kein Arzt macht das gerne.

Man stößt sehr schnell an Budget-Grenzen für VO von Medikamenten,Hilfsmittel und Heilmittelverordnungen ,

diskutiert evt. ewig lange über das Setzen des "aut idem-Kreuzchen" – alle diese Dinge gehen mir dann durch den Kopf und es muss entschieden werden, übernehme ich einen solchen Patienten oder sage ich ihm,es geht nicht (und begründe das).

Alle die o.g. negativen Facetten ein solchen "Patienten-Falles" sind jedem Hausarzt bekannt, aber dennoch kein Grund, die Betreuung einem solchen Patienten zu verweigern; wenn dann allerdings noch zusätzliche zwischenmenschliche Interaktionsprobleme in das Arzt-Patientenverhältnis einfließen, dann würde auch ich eine weitere Betreuung ablehnen.

Warum das bei dem TE zum Verschleiß von 4 Hausärzten in diesem Jahr geführt hat, darüber möchte ich nicht spekulieren.

ScaIpifent


@ sunflower

:)^

genau das wollte ich auch schreiben. es gibt ärzte/arztpraxen, die haben sich spezialisiert speziell auf schmerztherapie. da würde ich ja mal in der umgebung gucken, anrufen, fragen... ebenfalls gibt es praxen - vor allem diabetologische zentren - die auf wunderversorgung spezialisiert sind und dafür extra fachkräfte haben. solche schwerpunktpraxen haben ganz andere budets als der normale allgemeinmediziner. ich kann mir - sorry - auch nicht vorstellen, dass de TE immer einfach soo abgelehnt wird bei den hausärzten. zumindest tips oder vorschläge zur lösung seines problems mit weiterempfehlung an kollegen etc wird man von einem hausarzt bekommen, wenn er sein budget nicht dazu in der lage sieht, die kosten zu tragen. und auch da denke ich, irgendwas an der geschichte scheint nicht ganz korrekt zu sein - denn es gibt dinge, die über sonderziffern abgerechnet werden können oder als praxisbesonderheiten. das reisst keinem arzt ein loch in sein budget. und selbst WENN, gibt es keine probleme im falle einer prüfung - er muss nur vernünftig dokumentieren, was er verordnet hat.

SZunflUowe.r_7x3


@ othello:

diskutiert evt. ewig lange über das Setzen des "aut idem-Kreuzchen" – alle diese Dinge gehen mir dann durch den Kopf und es muss entschieden werden, übernehme ich einen solchen Patienten oder sage ich ihm,es geht nicht (und begründe das).

Alle die o.g. negativen Facetten ein solchen "Patienten-Falles" sind jedem Hausarzt bekannt, aber dennoch kein Grund, die Betreuung einem solchen Patienten zu verweigern; wenn dann allerdings noch zusätzliche zwischenmenschliche Interaktionsprobleme in das Arzt-Patientenverhältnis einfließen, dann würde auch ich eine weitere Betreuung ablehnen.

:)z

Mir mangelt es hier einfach an Kommunikation (bzw. Schilderung entsprechender Versuche). Also muss da – trotz aller realen Probleme – einfach noch ein weiterer Faktor eine Rolle spielen. Und da bleibt nur die Interaktions-Ebene. Wo auch immer da dann der Wurm sitzt.

JAo HvHx.


TheBlackWidow:

Mir ist das bei meinem Hausarzt auch schon oft passiert, daß er zum Quartalsende Rezepte nur widerwillig und mit langen Zähnen ausfüllt.

Man darf die Augen nicht vor der Tatsache verschliessen, daß Ärzte ungern Patienten aufnehmen, welche kostenintensiv sind.

Hast Du Dir schon mal überlegt, weswegen das so ist? Die eine Seite sind genau die Ärzte, die eher Unternehmer sind als die Ideale ihres Berufsstands leben. Die andere Seite wurde vor ein paar Wochen wieder ins deutsche Parlament gewählt. 80% der Deutschen wollen das System, das Du gerade anprangerst.

Wolfgang:

Wenn du Privatpatient bist, hast du Chancen und bekommst einen Termin am nächsten Tag. Als Kassenpatient hörst du nur: "Nein, wir nehmen keine neuen Patienten auf."

Das ist zwar häufig so, aber nicht immer und automatisch. Ich habe als Privatpatient auch schon vor der Hürde gestanden keinen Arzt zu finden, obwohl ich im Prinzip meine Diagnose hatte und kannte. Und wenn man als Privatpatient einen Arzt findet (in meinem Fall gibt es deutschlandweit ungefähr 5, die sich mit meinem Problem auskennen), dann unterschreibt man als Erstes eine Erklärung, daß man die Rechnung auf jeden Fall bezahlt, auch wenn die Krankenkasse nichts oder nicht alles übernehmen sollte.

Dumal:

Dokumentierst du selber so gut es geht? Meine Mutter hat damit vor ein paar Jahren angefangen, damit sie nicht so oft bei Adam und Eva anfangen muss und die Ärzte sich einen Überblick verschaffen können.

Genau das ist extrem wichtig. Ich habe mehrfach eine Erstanamnese bei interessierten Ärzten von 2 Stunden mit meinen sortierten Unterlagen erlebt, bei Uninteressierten endete das Durchlesen bereits nach 1 Stunde oder viel weniger. Da war mir jedes Mal klar, daß das wieder ein vergeblicher "Ausflug" war.

Sunflower_73:

Offensichtlich gibt's hier ein Kommunikationsproblem. Auf welcher Seite auch immer. Lautwerden bringt nichts, konstruktives und fundiertes Argumentieren ist da wohl angemessener.

Genau dafür ist es sinnvoll als Patient nicht alleine vor der "Instanz" Arzt zu sein, damit jemand anderes die Gesprächsführung übernehmen kann.

In-Kog Nito:

anscheinend warst DU noch nie richtig krank und kannst das leid nicht nachvollziehen. da zahlt man gerne auch mal etwas mehr, wenn man dafür schlafen kann.

Wenn man (noch) zahlen kann ....

Mich hat meine private Krankenversicherung zweimal versucht "auszuhungern", indem sie mir das Krankentagegeld nicht ausbezahlt hat. Jeweils über 3 Monate hinweg, bis mein Anwalt das gerichtet bekam. Wer da keine finanziellen Reserven hat, um mehrere Monate zu überbrücken, liefert der Krankenkasse sofort das Argument, daß man sich ja gar nicht um seine Genesung kümmere. Folge: sie stellen jegliche Zahlung ein. Also meine Krankenkasse hat's zweimal mit mir probiert.

An Garou: An Deiner Stelle würde ich, um jegliche Kommunikationsprobleme zu vermeiden, mir eine Vertrauensperson schnappen und diese das Gespräch führen lassen. Zwei Gründe sprechen dafür: Deine Vertrauensperson ist emotional weniger involviert und kann daher etwas anders argumentieren, und weiterhin seid ihr dann zu zweit, was einer Analyse des Gesprächs sicher nicht schadet.

Medizinisch kann ich nur einen kleinen Teil Deines Problems nachvollziehen, aber Dein Formales um so mehr, daher wünsche ich Dir viel und schnellstmöglichen Erfolg!

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