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Erfahrungen mit Hausarztmodel?

f^ilWizx70 hat die Diskussion gestartet


ich habe von einem neuen Hausarzt den antrag zu diesem hausarztmodel erhalten, also die unterlagen dazu die ich unterschreiben soll; nach internetsuchen habe ich gefunden daß er dann mehr Geld bekommt (also verstehe ich warum er es macht), aber was mein Vorteil ist habe ich nicht so ganz verstanden; es gibt eine stunde Sprechzeit abends zusätzlich, aber das bringt mir auch nicht so viel; dafür muß ich dann für fast alle Fachärzte einen Überweisungsschein holen (wenn er mir den denn gibt);

kann ich Rezepte denn dann bei jeder apotheke einlösen? ich meine was gelesen zu haben daß auch die apotheke sich irgendwie beteiligen muß;

was sind eure Erfahrungen damit?

leicht verunsicherte grüße

Antworten
m1nexf


Ich halte davon nix, eben weil ich nicht für alles erst zum Hausarzt dackeln will. Und ja, wenn der alles für super hält, was nicht super ist (Klassiker: Schilddrüsenwerte) und nicht überweisen will, hat man ein kleines Problem. Ein neuer Hausarzt käme für mich da erstrecht nicht infrage, da ich von dem nicht weiß, ob ich ihm vertrauen kann, dass es zu solchen Nachteilen nicht kommt.

aber was mein Vorteil ist habe ich nicht so ganz verstanden

Achso, deine Unterschrift will er, aber ein paar Worte darüber verlieren, was du davon hast, war nicht drin? :|N

Suchhmidt=i70


Sehe ich auch so....da ich persönlich selten was habe, was einer hausärztlichen Behandlung bedarf, käme das für mich nicht in Frage.

Vor allem möchte ich alleine entscheiden, wohin ich gehe....

Smil8berpmo4ndauxge


[[http://www.med1.de/Forum/Gesundheitswesen/670663/]]

Was der Patient davon hat ? – Offenbar nur, dass der Arzt auch mal abends oder Samstags nen Termin macht

Früher sparte man sich die 10 Euro Praxisgebühr aber die ist ja nu eh hinfällig.

Sechaneehexxe


ich habe von einem neuen Hausarzt den antrag zu diesem hausarztmodel erhalten, also die unterlagen dazu die ich unterschreiben soll; nach internetsuchen habe ich gefunden daß er dann mehr Geld bekommt (also verstehe ich warum er es macht), aber was mein Vorteil ist habe ich nicht so ganz verstanden;

Ich denke die etwas bessere Vergütung trägt dazu bei, dass es auch weiterhin Hausarztpraxen gibt ... überhaupt im ländlichen Bereich.

f.ilidzx70


nun gut, ich wohne in einer größeren Stadt, zu anfangs hieß es sowieso "wir nehmen keine neuen Patienten", nach etwas "bitte bitte, brauche doch nur einen Überweisungsschein (für eine fachambulanz wo es anders nicht geht)" kam dann nach langem zögern ein "naaaa guuut, dann geben sie mir mal ihre versichtertenkarte";

die angeblichen Vorteile hat man mir schon erklärt, diese extrasprechstunde, alle befunde laufen beim Hausarzt zusammen und der hat über alles einen überblick etc.....

nur: außer dieser einen fachambulanz 1x im jahr bin nur zu Impfungen beim Arzt, und da die ja ein paar jahre halten ist das also nicht so oft; und über das habe ich selber noch den überblick, dieser eine Termin läßt sich auch zu regel-Sprechstunden einhalten und sollte ich mal wirklich krank sein und einen Krankenschein brauchen dann kann ich auch tagsüber hingehen....

haben eure Ärzte euch zu der Unterschrift gedrängt oder machen die das sowieso nicht? bin halt etwas unsicher was passiert wenn ich die Unterschrift nicht gebe...

EPhemali@ge_r N/utze3r (#m325731)


Ich würde es nicht machen. Ich halte viel von meinem HA aber ich bin gerade so auf die Nase damit gefallen erst zum HA zu gehen, das ich schon wieder bedient bin und ich zukünftig doch erst zum Facharzt gehe.

Ich hatte im September 2 Wochen nach Arbeitsbeginn Schmerzen in der Hand bekommen. War beim HA und wollte unbürokratisch ne Schiene für die Nacht. Habe ich nicht bekommen, er wollte das ich zum Neurologen gehe, weil er dachte ich hätte ein Karpaltunnelsyndrom.

Da habe ich 8 Wochengewartet, in der auch keine Behandlung stattfand, weil mein HA ohne Befund nicht machen wollte. Dann beim Neurologen, zwar Karpeltunnel aber nicht für meine Schmerzen verantwortlich, eher orthopädisch. Wieder zum HA, da ich jetzt endlich ne Schiene wollte, weil immer noch Schmerzen. Außerderdem sollte ich laut Neurologe zum MRT.

HA hat sich weterhin verweigert, ich soll zum Orthopäden, Schiene kann der ja aufschreiben. Auf meine frage ob er wenigstens ne Überweisung zum MRT schreiben kann das ich MIT Bildern zum Ortho gehe, hat er gesagt macht er auch nicht ....

Ergebnis jetzt nach Orthopäde und MRT: chronische Sehnenscheidenentzündung, wird man nach fast 4 Monaten wohl schwer wegbekommen

Aber einen Dank an meinen HA. Das hat man dann davon wenn man erst zum HA geht :(v

Ich bin jedenfalls geheilt davon alles über den HA laufen zu lassen. Wäre ich mal gleich zum Orthopäden gegangen :-|

Ich kann dir nur empfehlen dich nicht zu binden und dich vom HA abhängig zu machen, das kann es nach hintern losgehen, besonders wenn die Ärzte zu langsam reagieren ....

Ssil{bermMond`auge


@ Mellimaus21

er wollte das ich zum Neurologen gehe, weil er dachte ich hätte ein Karpaltunnelsyndrom.

Himmel... und was meinte dein Hausarzt wie man ein Karpaltunnelsyndrom behandelt ??? Eine Schiene ist da doch zumindest EINE der Möglichkeiten – und wenn es was anderes ist so schadet sie wenigstens nicht...

Außerderdem sollte ich laut Neurologe zum MRT.

Und der hat dir keine Überweisung zum MRT gegeben ? *kopfschüttel*

@ filiz70

Meine ganz persönliche Meinung ist: wenn man Vertrauen zum HA hat, dass der kompetent ist aber im FAll eines Falles eine Überweisung auch nicht verweigert, der einem die Sachen auch erklärt, nicht beleidigt ist wenn man DOCH zum Facharzt will oder mal nachfragt "könnte man diesen oder jenen Wert testen ?" dann kann man sich ins Hausarztmodell einschreiben. So nach dem Motto "du bist gut zu mir, bin ich auch gut zu dir"

Aber in dem Fall wo es zuerst eh hieß, man nehme keine Patienten mehr auf...und mit Hausarztmodell hat er dann mehr Zeit für dich ??? Naja...

D/er >k-leinSe Prixnz


Ich bin ein großer Befürworter, nicht unbedingt des Hausarztmodells, aber des Hausarztes.

Wenn man einen Hausarzt hat, dem man völlig vertrauen kann, ist das eine ganz tolle Sache. Was er behandeln kann, macht er, was er nicht behandeln kann, gibt er an einen Facharzt oder eine Klinik weiter. Diese Fachärzte oder Klininken schreiben immer Arztberichte an den Hausarzt, sodass immer alle Fäden beim Hausarzt zusammenlaufen.

Das ist eine tolle Sache, wenn man einen guten Hausarzt hat.

Wenn der Hausarzt nix taugt, dann kann man auch gut auf das System verzichten.

Im Endeffekt hat man damit eine zentrale Anlaufstelle, deren erster Vorteil in ganz kurzen "Dienstwegen" besteht. Verschreibt ein Facharzt ein Medikament, kann man beim Hausarzt schnell anrufen und ihn bitten, zu beurteilen, ob dieses mit den z.B. 10 anderen, die man nehmen muss, kompatibel ist oder obs unangenehm wechselwirkt. Fachärzte sind nämlich oftmals völlig betriebsblind, und ob ein Medikament zum anderen passt, ist ihnen völlig wumpe.

EBmax


Ich bin zwar bei allen Ärzten Privatpatient (Selbstbezahler der 2,3-fachen GEOÄ-Gebühren), frage mich aber, worin der Vorteil des Gesundheitssystems bestehen soll, wenn man vertragsweise vor Besuch eines Facharztes zunächst beim vertragsgebundenen Hausarzt eine Überweisung einholen muss.

Beispiele: Was kann der Allgemeinmediziner bei Zahnproblemen, Gehörproblemen oder Sehproblemen machen, als eine "Beratung" in Rechnung zu stellen.

Zu meiner alljährlichen männerärztlichen Vorsorgeuntersuchung gehe ich natürlich zu einem Urologen (Männerarzt). Mein Hausarzt könnte natürlich auch meine Genitalien betasten und seinen Finger in meinen After stecken. Im Vergleich zu einem Urologen fehlt ihm aber zur Beurteilung dessen, was er dabei ertastet, jeglicher Vergleich und somit jegliche Erfahrung. Für eine rektale Ultraschalluntersuchung der Prostata fehlen ihm die Geräte. In entsprechender Weise lässt sich meine Frau auch ihre Besuche beim Gynäkologen nicht vorher vom Hausarzt genehmigen.

Ich lasse mich regelmäßig auf Hautkrebs und auf andere Hautkrankheiten untersuchen. Natürlich in einer Hautarztpraxis. Dort kann ein Muttermal von 5 mm Durchmesser auf Bildschirmformat vergrößert werden. Welchen Sinn kann es haben, eine solche Untersuchung vorher beim Hausarzt beantragen zu müssen.

Wegen meiner Neigung zu Darmpolypen muss ich regelmäßig eine Darmspiegelung bei einem Facharzt machen lassen. Welche Hilfe könnte dabei ein vorheriger Besuch des Hausarztes haben?

Soweit ich das verstehe, dient das Hausarztmodell hauptsächlich zu höheren Einnahmen des Hausarztes, möglichrweise aber auch zu Verhinderungen wirksamer Facharztbehandlungen und in Städten zu längeren Wartezeiten beim Hausarzt für alle möglichen, dringenden und überflüssigen Fälle.

Edhem?aliger NUuthzer (#3-257x31)


Himmel... und was meinte dein Hausarzt wie man ein Karpaltunnelsyndrom behandelt ??? Eine Schiene ist da doch zumindest EINE der Möglichkeiten – und wenn es was anderes ist so schadet sie wenigstens nicht..

Tja deshalb bin ich ja hin gegangen, weil ich das schon dachte und daher für die Nacht ne Schiene wollte. Seine Antwort war, die Enge könnte ja auch am Ellenbogen sein und dann bringt die an der Hand nichts und deshalb schreibt er keine auf erstmal ... :(v

Und der hat dir keine Überweisung zum MRT gegeben ? *kopfschüttel*

Nö weil der wollte ja dem HA nicht reinpfuschen :-| Gut aber von Neurologe bis HA sind nur ein paar Tage vergangen das fand ich nicht so tragisch aber die 8 Wochen bis zum Neurologen, die fand ich echt fies ...


Vor allem haben sie im Endeffekt ja nicht mehr Zeit, sie haben diese extra Sprechstunde ...

S:chnee*hexxe


haben eure Ärzte euch zu der Unterschrift gedrängt

Nein.

D7e=r kle+ine\ Pri|nz


Emax, ich war 30 jahre lang Privatpatient. Wenn ich zum Arzt musste, bin ich eigentlich immer zum Facharzt gegangen, es hat immer alles gepasst, und einen Hausarzt habe ich nie gebraucht.

Mitlerweile bin ich "normaler" GKV-Mensch und sehe, dass es nicht so ist, dass man einen braucht, wenn man zu einem Facharzt gehen will. Wenn ich zum HNO Arzt gehen will, mach ich einen Termin und gehe hin, oder zum Hautarzt oder so. Doof ist nur, dass dann eben nix zentral zusammen läuft.

Wenn man allerdings im Hausarztmodell ist, muss man glaube ich zuerst zum Hausarzt gehen. Außer man will zum Gyn, Augenarzt oder zum Zahnarzt.

EnhemalMige4r Nutizer (#3C25731x)


Die wenigsten Ärzte wollen eine Überweisung. Die einzige Überweisung die ich brauche ist zum Schmerzdoc und zum Neurologen. Zum Rest gehe ich so ....

Sjil{bermiondxauge


Wegen dem "zentral zusammenlaufen": auch ohne Hausarztmodell steht es jedem Patienten frei, eine Überweisung zu holen. Manche Hausärzte rücken die gleich raus, manche verweigern sie fast immer, manche verlangen einen Grund.

(es gibt Fachärzte, die machen zwar Untersuchungen, die Medikamente "darf" dann aber der Hausarzt verschreiben)

Und ehrlich gesagt, frage ich mich, was da zentral zusammenläuft – Befunde im PC oder in der Akte, ok, aber dann müsste es auch eine Tabelle geben, welche Medikamente der Patient nimmt, welche Krankheiten er hat...)

(Mein Neurologe – zu dem ich aber eh 1x im Jahr zur Kontrolle gehe – schreibt übrigens einen Befund auch ohne Überweisung, so unterschiedlich ist das)

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