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Ausbildung zur Arzthelferin, wer hat Erfahrung?

MtücSki hat die Diskussion gestartet


Ein erneutes liebes Hallo an das Forum,

Ich geh euch sicher langsam schon auf die Nerven, ich nerv mich ja selbst schon. Ich bin auf der Suche nach einer Ausbildung, tu mich da nur seeeeehr, sehr schwer. Eig. bin ich was den Beruf angeht total festgefahren, da ich einen absoluten Traumjob habe, den aber nie lernen dürfen werde. Das knabbert extrem an mir. Wirklich akzeptieren kann ich das nicht, nur bleibt mir leider nichts anderes übrig als das zu akzeptieren. Erstmal zumindest (noch habe ich nicht ganz aufgegeben). Dennoch brauche ich ja eine Ausbildung und ich dreh mich schon ewig im Kreis. Nun bin ich auf die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten gekommen. Vllt findet sich der ein oder andere hier im Forum der in diesem Beruf arbeitet und mag mir ein wenig erzählen?

Ich kann ja mal schreiben was ich so mitbringe, vllt kann man daraus etwas besser schließen ob ich theoretisch für diesen Beruf geeignet bin.

Ich "brauche" einen Job der relativ abwechslungsreich ist, jeden Tag nur im Büro sitzen und brav Stempel setzen (übertrieben gesagt) wäre einfach nichts für mich. Eine Mischung aus Schreibarbeit und körperlicher Arbeit wäre gut. Ich bin ein eher stiller, aber freundlicher Mensch, komme soweit eig. mit jedem Menschen aus. Von den Zeugnisnoten her sollte das auch passen die sind Durchschnitt 2.

Meine Fragen zu dem Beruf wären folgende (klar dass die bei verschiedenen Fachrichtugen was den Arzt betrifft abweichen können.)

- Hat man in der Regel als Arzthelferin viel direkten Körperkontakt zu Menschen? damit ist jetzt nicht händeschütteln oder Pflaster geben gemeint, schwierig zu erklären. Zb. Krankenschwester könnte ich nicht werden, weil ich da Menschen waschen müsste etc. da wäre meine Ekelgrenze zu niedrig.

- welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es damit man später mehr verdienen könnte?

- ist es schwierig nach der Ausbildung Festanstellungen zu bekommen?

- Gefällt euch der Beruf? (eine Begründung würde mich sehr freuen :) )

- Ist jemand vllt zufällig Arzthelferin und Pferdebesitzer und könnte mir eine grobe einschätzung geben wie weit das kompatibel ist?

Ich verzweifel langsam was die Sache angeht eine passende Ausbildung zu finden. :/

Ich bedanke mich jetzt schonmal für eure Antworten! @:)

Antworten
CLhoczlate


Ich bin jetzt selber keine MFA, arbeite allerdings mit vielen zusammen.

Unsere Azubis werden in der Regel nach der Ausbildung übernommen (wozu sich die Mühe machen und sie dann abschießen, o- Ton Chef).

Zum Thema Körperkontakt, dafür gibt es Handschuhe (Blutabnahme,...). Allerdings ist es so, daß unsere Mädels häufig als Blitzableiter herhalten müssen, sowohl für Patienten als auch für Ärzte. Das mußt du bis zu einem gewissen Grad wegstecken können.

Nun was Aufstiegsmöglichkeiten betrifft,bei uns arbeiten manche im OP und verdienen somit auch mehr. Das beinhaltet nach meinen Infos auch eine zusätzliche Ausbildung bzw. Weiterbildung nebenher.

Darf ich fragen was dein Traumberuf wäre?

svpPor t:fan


Hallo, ich war mal Arzthelferin, bin aber schon seit Jahren aus dem Beruf raus. Abwechslungsreich ist es auf jeden Fall, auch wenn das in jeder Praxis anders geregelt ist mit den Aufgaben. Bei meinem Hausarzt ist das z.B. so, dass jeden Tag dieselbe Helferin im Labor ist und Blut abnimmt. Oder dass es welche gibt, die jeden Tag an der Anmeldung sitzen. Aber das ist wie gesagt überall anders, in vielen Praxen wechselt man sich ab, wer Blut abnimmt, EKGs schreibt usw.

Stressresistent muss man auf jeden Fall sein und freundlich bleiben, auch wenn es stressig ist und die Patienten meckern.

Aber das klingt eigentlich schon, als wenn es was für dich wäre.

Solange ich den Job gemacht habe, hat er mir immer Spaß gemacht. Auch wenn ich sehr ruhg und schüchtern bin ich Probleme, mit Menschen zu reden. Es ging immer irgendwie und ich war zufrieden.

Ich denke, ob es freie Stellen gibt, ist von Region zu Region unterschiedlich. Ich habe damals hier (in NRW) keinen neuen Job mehr gefunden, weil es Mitte der 2000er fast keine freien Stellen gab. Gesundheitsreform und so. Aber ich denke, das ist inzwischen wieder anders.

sXporHtfan


Achso, Körperkontakt gibt es natürlich beim Blut abnehmen, EKG schreiben, Verbände anlegen....

HDappyN Banxana


Also ich kenne aus meiner ehemaligen Hausarztpraxis den Alltag der dortigen Schwestern ganz gut da ich sehr oft da war. Dort ist jeder jeden tag am Empfang, das heißt du telefonierst wahnsinnig viel, du wirst auch oft mal angepampt, du musst Briefe raus schicken, Unterlagen sortieren und konzentriert bei der Sache sein. ansonsten machst du sehr viel praktisches. Das heißt Blut abnehmen, EKGs schreiben, Verbände wechseln und allgemeine Wundversorgung, Therapien anwenden und vorbereiten, Material auffüllen.

Das Gehalt bei den Schwestern in meiner alten Praxis lag bei 1200 Netto bei einer 35 Stundenwoche. Wie sagt man so schön. Hat man ein Kind und ist alleinerziehend ist es zum leben zu wenig und zum sterben zu viel. Aber je nachdem wo man wohnt wird es auch allein äußerst knapp mit so wenig Geld.

Im Krankenhaus oder in sehr spezialisierten Praxen kann es aber auch mehr sein. Zumindest wenn mal Vollzeit arbeiten darf. oft sind es nur Teilzeitstellen.

Was dein Pferd angeht: Deine Arbeitszeit wird in der Regel von 7.00 oder 8.00 bs so 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr sein. Im Krankenhaus herrschen aber komplett andere Arbeitszeiten denke ich mal. Musst du ahlt gucken das du dein Pferd entweder ganz frühzeitig bewegst oder ganzspüt Abends.

CxhoclKate


Das mit bis 17 Uhr gibt es schon lange nicht mehr. Viele Praxen haben mittlerweile Spätsprechstunden an 1-2Tagen die Woche bis 19 Uhr und z. t länger.

MYückxi


Ui das waren jetzt viele Antworten^^ Ich versuche mal zu sortieren.

Allerdings ist es so, daß unsere Mädels häufig als Blitzableiter herhalten müssen, sowohl für Patienten als auch für Ärzte. Das mußt du bis zu einem gewissen Grad wegstecken können.

Das ist eher weniger ein Problem, bis zu einem gewissen Punkt kann ich das ganz gut ab.

Darf ich fragen was dein Traumberuf wäre?

Ja, darfst du, das wäre die Polizei. Ich möchte da aber nicht näher drauf eingehen und bitte keine schlauen Sprüche zu hören, das ist ein mehr als sensibles Thema für mich.

Achso, Körperkontakt gibt es natürlich beim Blut abnehmen, EKG schreiben, Verbände anlegen....

Das wäre nicht schlimm, mir gings eher um näheren Kontakt wie Menschen Waschen oder wie zb. Physiotherapeuten die ja nun bei bestimmten Griffen auch sehr engen Kontakt haben, das mag ich nicht machen.

Aber je nachdem wo man wohnt wird es auch allein äußerst knapp mit so wenig Geld.

Und das ist eig. einer der Punkte die mich abschrecken. Auch wenn das jetzt arrogant klingt aber ich möchte schon eine gewisse Summe verdienen. Mir ist klar, dass ein studierter Beruf mehr einbringt, aber ich hab wirklich keine Lust mein Leben lang von der Hand im Mund zu leben. Ich hab einfach den Anspruch mir später ein Pferd leisten zu können. Und ich hab einfach bedenken dass das in diesem Job nicht möglich ist. Und ich will unabhängig mir ein Pferd leisten können und nicht darauf angewiesen sein dass mir jemand was dazusteuern muss. ":/

Was dein Pferd angeht: Deine Arbeitszeit wird in der Regel von 7.00 oder 8.00 bs so 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr sein. Im Krankenhaus herrschen aber komplett andere Arbeitszeiten denke ich mal. Musst du ahlt gucken das du dein Pferd entweder ganz frühzeitig bewegst oder ganzspüt Abends.

Ich bin mir sicher was das zeitliche angeht gäbe es da auf jeden Fall eine Lösung, ich mach mir nur einige Gedanken was das finanzielle angeht. Ich möchte mir schon ein Pferd mit ruhigem Gewissen leisten können, und nicht immer Angst haben, dass das Tierchen was hat und ich den Tierarzt nicht zahlen kann. Das ist ein no go. Ich selber habe zwar nicht so hohe Ansprüche aber es fällt mir mehr als schwer das jetzt einschätzen zu können in wie weit das später reichen könnte. Nur wenn es von vornherein schlecht aussieht, schau ich lieber weiter. Mir ist es zwar wichtiger "Spaß" am Beruf zu haben als die große Kohle zu machen, aber ganz egal ist mir das finanzielle nun auch nicht ;-D

HVappy Bxanana


also reich oder gar gut verdienen wirst du als als Arzthelferin defintiv nicht. Du hast also nocgh kein Pferd und möchtest dir aber eines lesiten können? Dann schau besser mal weiter. Vielleicht wäre Versicherungskauffrau oder so für dich. Da verdient man im Schnitt um die 2000 Netto. Da würdest du halt aber vor allem am Schreibtisch sitzen.

M-ücki


Genau bisher habe ich kein Pferd, das ist aber einer meiner großen Träume den ich mir auf jeden Fall erfüllen möchte. Es fällt mir so schwer einen passenden Beruf zu finden. Nur Büro geht nicht, ich glaub da würd ich ziemlich schnell bei durchdrehen :-/

Smun[flowe r_73


Nur mal kurz zur Arbeitszeit: Bei meinem Hausarzt (3 Ärzte, denen die Praxis gehört und 2 angestellte Ärzte) ist die Praxis von 8-12h und 15-18h geöffnet. Was im Klartext bedeutet, dass Patienten mind. von 8-13h dort sind und vor 19h niemand aus der Praxis rauskommt. Die Azubis schon, die Ausgelernten nicht.

Allerdings arbeiten die dort in zwei Schichten und niemand ist von morgens bis abends komplett da. Die einen kommen um 8h und gehen am Nachmittag, die anderen kommen erst später am Vormittag und müssen dann bis Abends bleiben.

WAS an Aufgaben anfällt etc., hängt wohl auch stark von der Praxis und Fachrichtung ab. Bei meinem Hausarzt ist es ein kleines Team mit überschaubaren Aufgaben. Bei meinem Chirurgen gibt es vielfältigere Aufgaben, da er ambulant operiert und einige der ursprünglichen Helferinnen mittlerweilse im OP assistieren, dort die Patienten betreuen. Und es ist bei JEDER normalen Untersuchung eine Helferin mit abei, die die Akte schreibt. Da ist der Körperkontakt dann auch enger: Fäden ziehen, Verbände entfernen bevor der Arzt reinkommt,...

Hängt also einiges auch von der Praxisorganisation ab.

Ich würde an Deiner Stelle einfach mal nach einem kurzen Praktikum fragen und mir auch überlegen, welche Fachrichtung mir Spaß macht. Du wirst bei einem Psychiater was anderes tun und erledigen und mit anderen Patienten zu tun haben als bei einem Hausarzt; dort wiederum was anderes erleben als bei einem Kinderarzt etc.

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