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Arbeitsamt zahlt nicht wg. Krankheit, Krankenkasse will nicht

ROaja0ni hat die Diskussion gestartet


Huhu!

Ich hoffe ihr könnt mir nochmal helfen oder mit einen Rat geben an wen ich mich wenden kann oder sollte. Es geht um folgendes:

Seit April letzten Jahres bin ich arbeitslos. Einerseits natürlich Mist aber auf der anderen Seite auch eine große Erleichterung für mich. Ich hätte dem Druck psychisch nicht mehr lange standgehalten und körperlich war ich auch schon total am Ende.

Aufgrund dessen und der Aussage meines Rheumatologen, dass ich nur noch in wechselnden Positionen arbeiten darf schaltete mein Arbeitsvermittler den Medizinischen Dienst des A-Amtes ein. Die Ärztin dort befand mich auch für unter 3 Stunden täglich arbeitsfähig und somit als nicht vermittelbar – ich sollte mich umgehend krankschreiben lassen und die komplette Diagnostik nochmal von vorne Anfangen damit endlich Besserung eintritt. Ich war dann auch insgesammt 8 Wochen krankgeschrieben. Getan hat sich in der Zeit leider nichts.

Eine weitere Therapie (psychatrisch) kann ich nicht machen derzeit laut meiner Psychaterin, der erste Rheumatologe den ich Kontaktiert habe hatte offensichtlich keine Lust zu arbeiten und faselte nur was von, er habe keine Zeit und hätte ja auch nur mit Gelenken zu tun und ich wär ja noch zu jung um krank zu sein.

Innerhalb dieser 8 Wochen bekam ich auch eine Einladung zum MDK (medizinischer Dienst der Krankenkassen) zur Überprüfung meines Gesundheitszustandes. Dem Arzt brachte ich meine gesammten Unterlagen mit, schilderte dort meine Beschwerden und Probleme. Ende vom Lied: Er kopierte sich 2 Willkürliche Unterlagen – also 2 DIN A4 Zettel aus einem minimum 1cm dicken Packen – und entschied, dass Schmerzen irrilevant seien und ich ja noch jung sei und bestimmt noch 6 Stunden täglich arbeiten könne. Er gab mir einen Zettel mit auf dem stand, dass ich nicht länger wie bis zum 31.10.13 krankgeschrieben werden dürfe.

Damit bin ich dann zum Hausarzt, in der Hoffnung er könne mir da Tipps oder einen Rat geben wie ich mich verhalten solle. Dieser zuckte aber nur mit den Schultern und meinte er könne da nichts machen.

Habe mich dann beim Arbeitsamt zurück gemeldet mit der Bemerkung, dass sich an meinem Gesundheitszustand nichts geändert habe.

Vorletzte Woche dann, hatte ich seit der Geschichte dann den ersten Termin zum Beratungsgespräch beim Arbeitsvermittler. Diesem teilte ich das auch nochmal mit und er sagte dann, dass ich ja dann eigentlich weiterhin unvermittelbar sei. Da es in der Zwischenzeit keine weiteren DIagnosen gegeben hat bräuchte er den Medizinischen Dienst auch nichtnochmal einschalten. Wie genau nun verfahren werden würde könne er mir nicht sagen, er würde sich drum kümmern, Ich sollte mich Ende letzter Anfang dieser Woche bei der Servicehotline erkundigen wie der Stand der Dinge ist. Gesagt getan – also am Montag dort angerufen. DIe Dame konnte mir zunächst nichts genaues sagen, veranlasste allerdings, dass sich innerhalb von 2 Tagen die Finanzabteilung bei mir meldet. Diese meldete sich dann auch bei mir am Donnerstag mit der Aussage: Bis zum 20. Januar zahlen wir ihnen noch Arbeitslosengeld, da sie allerdings dem Arbeitsmarkt nicht zu verfügung stehen, weiterhin nichts. Ob ich dann Krankengeld wieder bekommen würde oder wie es weitergeht konnte man mir nicht sagen. Ich müsse halt zur Not Sozialgeld beantragen.

So der 20 ist Montag. Das Schreiben in dem dies drinsteht habe ich heute erhalten. Kann also selbst auch erst am 20. zur Krankenkasse damit. Stellt sich mir die Frage: Wie sieht die Zukunft jetzt aus. Was kann ich machen um da wieder raus zu kommen. Wenn die Krankenkasse sich weiterhin weigert zu zahlen, wohn ich bald auf der Straße. Wir wohnen in einer Wohnung, die laut Hartz 4 Regeln zu groß für uns ist, allerdings geht mein Freund vollzeit arbeiten. Können die uns trotzdem hier raus zwingen, zumal wir einen Mietvertrag haben der mindestens bis Mitte 2015 läuft.

Mal ganz davon abgesehen. selbst mit Hartz 4 würde das Geld vorne und hinten nicht reichen, da wir im Moment noch einige Ratenzahlungen am laufen haben. Mein Freund gibt sich Mühe das beste aus der Situation zu machen, aber ich sitzt hier und heul mir schonwieder seit Tagen die Augen aus, seh mich selbst schon unter der Brücke pennen und hab innerlich schon wieder so gut wie aufgegeben.

Da meint man man sieht endlich Licht am Ende des Tunnels und man könne nicht mehr tieder fallen,... da kommt einer mit ner Schaufel daher uns sagt, tiefer ghet immer. :°(

Antworten
wyhoo+pi 6C3


Hallo Rajani,

tut mir erstmals leid, wegen deiner Situation.

Bei mir lief's damals so ab.

War auch ewige Zeiten krank geschrieben.

Irgendwann mußte ich dann zum MdK der Krankenkasse.

Die Ärztin meinte, ich könnte wieder arbeiten, schrieb aber in ihrem Bericht, daß meine Erwerbsfähigkeit erhebl. gefährdet sei.

Ich hab dann bei meiner KK angerufen und denen mitgeteilt, daß ich eben vom MdK wieder gesund geschrieben wurd.

Die Dame am Telefon war ganz erstaunt darüber und meinte, sie hätten für mich eine Kur beantragt und wenige Tage bekam ich auch die Unterlagen,

Allerdings wurd die von der Rentenversicherung nicht genehmigt.

Hab dies dann der KK gemeldet und dann mußte ich mich arbeitslos melden.

Gegen die Ablehnung seitens der Rente hab ich Einspruch eingelegt und kam auch durch damit.

Wurd dann auch arbeitsunfähig entlassen.

Ich hab dann noch das mir zustehende ALG I bekommen und mußte dann Hartz V beantragen.

Jetzt bin ich schon das 3. Jahr in Rente (befristet) und ich geh auch davon aus, daß es auch so bleibt.

Vielleicht wär so ne Kur auch was für dich, frag doch mal bei deiner KK nach.

Drück dir die Daumen, daß du aus dieser ungewissen Situation bald raus kommst.

Gruß

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