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Kinderarzt, alles rechtens oder Zeit für eine Beschwerde?

siunshivn"e10x07


Tja, kann man wohl nichts machen. Aber ich denke, ich werde mich nach einer anderen KiÄ umsehen. Das bisschen Stolz behalte ich mir vor.

Meine Hausärztin, z.B. nimmt auch keine neuen Patienten mehr an, aber Notfaelle hat sie noch nie abgewiesen. Und ich hab da schon ein paar hingeschickt. Notfallschein, fertig... aber so ist das gesamte deutsche Rechtssystem... man kann immer erst was machen, wenn es zu spät ist... so fress meinen Ärger jetzt in mich rein, fertig...

Aber ich danke Euch fuer Eure Muehen. :)^ :)*

Y}azmuu


Zuerst: Ich kann gut nachvollziehen, dass man als Mutter sich darüber sehr aufregt, allerdings hat die Sache zwei Seiten

Ich kann den Arzt auf der anderen Seite gut nachvollziehen, und die meisten Ärzte bieten diese Sprechstunden nicht täglich an. Ich bin selber Medi-Student und habe schon so manchen Praxisalltag miterlebt. Und als Facharzt hauptsächlich auf Termin zu arbeiten ist äußerst sinnvoll.

Und eine akute Erkrankung ist nun nicht zwingend auch eine akute Gefahr, und 39° Fieber... Das sollte man doch in Relation setzen. Wenn der Arzt jeden zweiten Tag Akutpatienten behandelt, ist das m.E. ausreichend, sofern der akute Zustand wie gesagt nicht akut bedrohlich ist. Und das ist es nun mal nicht, wie du auch selbst erkannt hast. Denn sonst wärst du ja bereits vorher ins Krankenhaus gefahren oder?

Ich weiß, als selbst Betroffener nimmt man die eigene Krankheit immer schlimmer wahr, aber wenn Ärzte anfangen solche Fälle als Notfälle vorzuziehen... Dann kann man sich das Terminsystem gleich schenken...

Und nicht zu vergessen: Der Arzt haftet persönlich, wenn er einen Notfall abweist, weil er ihn nicht für akut behandlungsnotwendig hält.

"Nur" weil der Betroffene in dem Moment leidet, ist er noch lange kein Notfall... Eine Sofortversorgung vom Facharzt kann das Gesundheitssystem nicht leisten. Und ja, ganz nebenbei ist es auch eine Frage des Geldes, aber in diesem Fall finde ich das nicht verwerflich, sondern ehr noch großzügig, kenne kaum einen Arzt mit so vielen Akutsprechstunden.

Ja und nun fallt über mich her, weil ich es gewagt habe den Kinderarzt nicht als das geldgeile Böse darzustellen, kann ich mit leben

LG

Yazuu

s+unsshine/1007


Wie war das noch mit dem hypokratischem Eid? Gibts den eigentlich noch oder wird der von Medizinstudenten nur noch waehrend des 1. Semesters gegoogelt als Artefakt, sozusagen...

Nix gegen Dich Yazuu, ich respektiere Deine Meinung...

m&n'ef


39 Grad ist kein sehr hohes fiebern. Bei einem Infekt völlig normal. Wenn ich den Zustand eines so kleinen Kindes bedrohlich empfinde, würde ich damit aber ohnehin nicht in irgendeine Arztpraxis eiern sondern ins KH.

Bei jedem Kinderarzt kann man während der Sprechzeiten egal wann kommen, wenn das Kind krank ist. Ausser in dieser Praxis.

Wenn du mehrere zu kennen scheinst und dir eine davon nicht passt – warum willst du dann ausgerechnet dorthin? Ich hätte woanders angerufen statt mich aufzuregen und Forendiskussionen zu starten.

ist denn das die Möglichkeit?

Vielleicht solltest du auch mal die Seite der Praxis sehen. Es führt organisatorisch zu nix, wenn laufend unangemeldet besorgte Eltern mit Kindern auflaufen. Dadurch werden maximal die Wartezimmer voll, aber nicht die Kinder besser untersucct und behandelt, Kapazitäten sind nunmal begrenzt. Mit dem hipokratischen Eid zu kommen ist nun wirklich übertrieben.

S.unflow}er_x73


Dieses Ärztebashing ist sinnlos. Die sind auch einem System ausgeliefert und mehr als arbeiten kann niemand. Wen unbegrenzte Notfälle den Rahmen des Machbaren sprengen, muss auch ein Arzt die Grenze ziehen. Weil er sonst nämlich seinerseits nicht mehr in der Lage zu einer vernünftigen Behandlung ist?

Oder weil die Budgetierung bedeutet, dass ihm mit jedem Patienten und jeder Verordnung effektiv das Einkommen gekürzt wird? Gutmenschentum zahlt keine Praxismiete und keine Mitarbeiter.

Soll nicht heißen, dass ich das Problem nicht sehe. Aber wir haben nun mal einen teilweisen Ärztemangel. Und auch das Argument mit der Ansteckungsgefahr zählt.

Was spricht dagegen, bei dem Arzt zu bleiben (wenn er so toll ist) und nur im Notfall auszuweichen? Oder ihn freundlich (!) zu fragen, wie er sich das so denkt mit dem Dienstag & Mittwoch?

sXuHnshi^ne100x7


@ mnef:

Diese Diskussion habe ich gestartet, um mich ueber das Recht der Kinderarztpraxis zu informieren, so mit kranken Kindern umzuspringen. Dafuer ist ein Forum da, dachte ich immer, zum Erfahrungs- und 8 Informationsaustausch. Dabei tut es nichts zur Sache, wie hoch mein Kind gefiebert hat. Es geht einzig und allein, darum, wie mit Patienten umgesprungen wird. Und sorry, ich rede in diesem Fall von Kindern und nicht nur von meinem eigenen. Ich war dieser Praxis all die Jahre "treu", aber alles hat seine Grenze.

Andere Beiträge mit Hintergrundwissen und konstruktiven Denkanstößen sind mir herzlich willkommen und regen mich natürlich auch zum Nachdenken an. Auch dies war eines meiner Absichten. Und mit Sicherheit nicht die Erörterung dessen, ob mein Kind nun mit 39.9 Grad Fieber( ich schrieb über 39 Grad) ein Notfall ist oder nicht.

Mir geht es um die Veränderung der Sprechzeiten fuer akut kranke Kinder in diesem Ausmaß und die damit eventuell verbundenen Auswirkungen auf Kinder und berufstätige Eltern, so wie ich.

L8.va:nPeklxt


Hmm..

Ich finde die von Dir beschriebenen Sprechzeiten sehr patientenfreundlich. Denn der Arzt arbeitet demnach ja an vielen Tagen von 8 bis 18 Uhr – und hinzu kommt auch noch all' die Arbeit, die über den Patientenkontakt hinaus geht. Oder ist es eine Gemeinschaftspraxis?

Auch die Regelungen zum Schutz der Säuglinge finde ich sehr bedacht. Wenn es ein sehr guter Kinderarzt ist, mit dem Du ansonsten sehr zufrieden bist, würde ich mal schauen, ob Du Dich nicht doch mit den Sprechzeiten arrangieren kannst. Für akute Notfälle bleibt ja immer noch das KH. Und das 24/7.

Mir ist das von Dir beschriebene allemal lieber, als einen Termin zu haben und dann trotzdem 2 Stunden und mehr zu warten. Das wäre nämlich die andere Seite der Medaille.

Efhemaliuger Nuxtzer (W#502x711)


Wie war das noch mit dem hypokratischem Eid?

"Der Eid des Hippokrates wird in seiner klassischen Form heute nicht mehr von Ärzten geleistet und hat keine Rechtswirkung, hat aber gleichwohl immer noch Einfluss auf die Formulierung moderner Alternativen. Er enthält mehrere Elemente, die auch heute noch Bestandteil ärztlicher Ethik sind (Gebot, Kranken nicht zu schaden, Schweigepflicht, Verbot sexueller Handlungen an Patienten etc.). Manche Teile entsprechen nicht mehr den heutigen Gegebenheiten (bspw. das Verbot, Blasensteine zu operieren, da Chirurgen damals ein eigener Berufsstand neben den Ärzten waren); diese werden oft entsprechend heutiger Gegebenheiten uminterpretiert (z. B. als Verbot, Behandlungen durchzuführen, für die der Arzt nicht das nötige Spezialwissen besitzt). Schwangerschaftsabbruch und aktive Sterbehilfe werden durch den Eid des Hippokrates ausdrücklich untersagt.

Eine moderne Alternative ist die Genfer Deklaration des Weltärztebundes.

In Deutschland werden weder der Eid noch das Genfer Gelöbnis nach der Approbation verpflichtend abgeleistet,werden jedoch in insbesondere medizinethischen Diskussionen als ethische Richtlinie beziehungsweise Ehrenkodex argumentativ angeführt.[1]"

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates Eid des Hippokrates, Wikipedia]]

m nKef


Dabei tut es nichts zur Sache, wie hoch mein Kind gefiebert hat.

Doch, das tut es. Das entscheidet darüber, ob es wirklich dringend war und wie da Abweisen durch diese Praxis zu bewerten ist.

Andere Beiträge mit Hintergrundwissen und konstruktiven Denkanstößen sind mir herzlich willkommen und regen mich natürlich auch zum Nachdenken an.

Du meinst damit offenbar die, die dich in deiner Wut bestätigen.

Mir geht es um

Und wann nimmst du mal den Denkanstoß an, darüber nachzudenken, worum es der Praxis geht und warum sie so handeln?

s`uns+hine1G007


@ l.vanPelt:

Ja, es ist eine Gemeinschaftspraxis. Es arbeiten immer drei Ärzte. Dennoch koennen Wartezeiten mitunter nicht vermieden werden. Grundsätzlich muss immer mit mind. Einer Stunde Wartezeit gerechnet werden, auch mit Termin. Aber das ist ok. Beim Arzt muss man warten, ist nunmal so. Darauf kann man sich einstellen. Auch die Säuglingreglung bzw. Regelungen, um kranke Kinder weitestgehend von gesunden zeitlich zu trennen, sind mir sogar willkommen. Es hat doch bis jetzt aber auch anders funktioniert. Organisatorisches bzw. eigene Rahmenbedingungen sollten nicht zu Lasten der Patienten gehen. Ich kann auf Arbeit auch nicht Kunden stehen lassen, weil ich keine Zeit habe odrr andere Dinge zu tun. Das geht nicht. Nur vielleicht als Randinfo, die jahrelange Belegschaft, sprich Arzthelferinnen, wurde auch vor Kurzem restlos ausgetauscht. Aber das Warum geht mich nichts an, solange die Betreuung meiner Kinder darunter nicht leidet.

@ rightnow:

Danke fuer die Info, war interessant.

@ mnef:

Um weiteren Disputen vorzubeugen, werde ich Deinen Beitrag ignorieren.

EJhemBaliger LNutzery (#467193)


@ mnef:

Um weiteren Disputen vorzubeugen, werde ich Deinen Beitrag ignorieren.

Find ich persönlich schade, sie hat dir da echt ein paar gute Denkanstöße gegeben.

Auch wenn das manche hier vielleicht ungern hören, aber wenn ich sowas hier lese:

Organisatorisches bzw. eigene Rahmenbedingungen sollten nicht zu Lasten der Patienten gehen. Ich kann auf Arbeit auch nicht Kunden stehen lassen, weil ich keine Zeit habe odrr andere Dinge zu tun. Das geht nicht.

Doch. Ein Arzt ist auch nur ein Mensch, und macht auch nur seinen Job. wenn er nun mal Rahmenbedinungen hat, auch was organisatorische Dinge betrifft, die für dich z.B. als Patient nicht in Ordnung gehen, dann sitzt du, gelinde gesagt, am kürzeren Ast. Dass das nicht unbedingt fein ist, ist auch klar... aber irgendwo sind denen auch die Hände gebunden.

Kenn das nur von meinem Hausarzt, wo, als eine Terminregelung eingeführt worden ist, auf einmal alle Patienten als Akutpatienten oder 'Notfälle' gekommen sind. %-|

Du hast es zwar oben schon erwähnt, dass du das nicht für ausschlaggeben hältst, wie hoch dein Kind fiebert, aber dennoch, 39° und aufwärts ist für ein Kind in dem Alter wirklich nichts ungewöhnliches.

P8eeKtlexe


Das schlimme ist hier doch aber, dass es keine Erwachsen trifft, sondern Kinder... und denen erkläre mal unser Gesundheitssystem....

Wie war das noch mit dem hypokratischem Eid? Gibts den eigentlich noch oder wird der von Medizinstudenten nur noch waehrend des 1. Semesters gegoogelt als Artefakt, sozusagen...

@ TE:

ich finde es nicht okay, wie du hier auf emotionale Erpresssung spielst und Dinge aus dem Kontext reisst um den Arzt schwarz zu malen.

Wenn du die Lage als einen Notfall einschätzt, kannst du immer noch in jedes Krankenhaus im Ort fahren. Aber Ärzte-Bashing zum Vertuschen deiner Ängste und auch deiner Fehlplanung und auch deinem Anspruchsdenken, pffff, – nicht okay.

hUavesxta


ich würde kurzen prozess machen.

- anderen kinderarzt aufsuchen.

- beschwerde an die kassenärztliche-vereinigung

Syun5flo3wer_x73


Eine Beschwere dürfte angesichts der Regelung und der insgesamt langen Öffnungszeiten keinerlei Effekt haben. Zu Recht.

S)hel.bxy T.


eine kleine Tochter hat jetzt seit Freitag sehr hoch, über 39 Grad, gefiebert. Kinderrettungsstelle wollten wir nicht, am Montag also zum Arzt..

Jetzt mal ernsthaft: 3 Tage sehr hohes Fieber, und dann erst am Montag Nachmittag zum Arzt, und dann noch als Akutpatient drankommen wollen? Dein Anspruchsdenken in allen Ehren....aber dann hättest Du auch noch bis Dienstag früh warten können....

Die Öffnungszeiten eines Arztes nicht toll zu finden ist okay, aber im klassischen Fall ist er ersteinmal ein Unternehmer und er kann seine Öffnungszeiten legen wie er will, darüber als Patient Beschwerde führen zu wollen..... ":/


Ansonsten bewundere ich Deine Diskussionskultur

@ mnef:

Um weiteren Disputen vorzubeugen, werde ich Deinen Beitrag ignorieren.

:)^ %:|

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