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Kinderarzt, alles rechtens oder Zeit für eine Beschwerde?

Eehem alige'r Nut^zeare (#3*2#5731x)


Was ich viel interessanter finde: Arzt 1 hat dein Missfallen wegen angeblich schlechter Sprechstundenzeiten (die ich nicht erkennen kann), Arzt 2 hat "nur" Hustenstiller verschrieben....Wie soll denn dein Kind bei Fieber und Husten behandelt werden wenn nicht mit Hustenstiller?

Direkt ein Antibiotikum oben drauf hätte dich zufriedener gemacht? Oder was muss auf dem Rezept drauf stehen das die Behandlung deiner Meinung nach gut war ???

A-ndrLeaV undd; LINPA


Meine Tochter ist 7 Jahre alt / jung und gehe jetzt wenn Sie was akutes hat auch nur noch mit ihr zu meinen Hausarzt. Er arbeitet wenigstens ohne Termin und Notfälle werden ohne Wartezeit sofort drangenommen. Da mein Hausarzt 2 Kinder im Teenageralter hat, wird ja wohl genug Erfahrungen haben mit Kindern...

Wenn ich mir das bei den Kinderarztpraxen so ansehe, wie es dort abgeht wundert es mich nicht das die Kinder sich da noch mehr Krankheiten holen...

Zur TE ja ich würde mich definitiv beschweren, aber hohes Fieber solange es nicht länger als 3 Tage anhält ist für mich kein Grund zum Arzt zu gehen. Und ja ich bin sozusagen vom Fach...

S1chmi8dtix70


Ich kann zwar Deinen Unmut partiell verstehen, aber Du hättest ja auch am Montag früh mal anrufen können in der Praxis....Wenn Du da selten bist, kann doch die Praxis auch nichts dafür, dass Du die Änderung der Sprechzeiten/Gepflogenheiten nicht mitbekommen hast. Diesen Vorwurf verstehe ich nicht so ganz.

Ansonsten gute Besserung für die Kleine!

s@ubitHo4x3


Zu dem Thema kann man z.B. hier was lesen, sehr erhellend: [[http://kinderdoc.wordpress.com/2014/02/23/verzogerungserklarung/]]

Es lohnt sich auch, das Blog [[http://kinderdoc.wordpress.com/]] nach älteren Beiträgen zu durchsuchen. Da gibt es sicher einige Aha-Erbnisse. :)z

mKa1uma


Keine Ahnung ob das rechtens ist, ich denke schon, aber o.K finde ich es auch nicht.

Auch ich hätte mich total geärgert.Die vorsichtsmaßnahme das erkrankte Kinder nicht mit neugeborenen oder gesunden Kindern die zur Vorsorge oder zum Imfen kommen ist ja erst mal gut.

In der praxis wo wir früher hingegangen sind war das allerdings besser gelößt, da gab es feste zeiten für die U untersuchung und für Imfungen.

Freitagnachmittag war für die Herz Kinder reserviert, da der Kinderarzt auch Kardiologe ist.

War allerdings ein Notfall konnte man trotzdem kommen, da gab es dann einen extra Warteraum, bzw eine Art Quarantäneraum.

Man hat angerufen, dann wurde einem gesagt seien sie dann und dann hier.

Ist meiner Meinung alles eine Frage der Organisation in einer Praxis.

Wenn ich mich ärgerer über einen Arzt wechsel ich, aber nicht ohne vorher in der Praxis bescheid zu geben.

Die sollen dann auch die Akte an den neuen Arzt geben, die können schon wissen was los ist, vileicht lernen sie ja draus.

Swunflo3werx_73


Es ist halt immer eine Frage der Praxisauslastung. Gerade Kinderärzte gibt es oft zu wenige. Wenn man sich ansieht, wie viele Kinderarztsitze unbesetzt sind...

Auch ganz informativ (wenn auch leider kein Ärzte-Bashing): [[http://news.doccheck.com/de/blog/post/1165-wer-soll-das-leisten/]]

rcennFmause4x5


Ich finde es auch komisch, dass man immer hört: "Hättestja ins KH fahren können". Dort ist man meist auch nicht willkommen. Ich hatte letztens, an einem Freitag Nachmittag (finde da mal einen geöffneten Arzt)! Höllische Beinschmerzen, konnte kaum noch laufen. Naja, wenn man die Pille nimmt, was ich damals noch tat, soll man sofort einen Arzt aufsuchen, es könnte Thrombose sein. Ich also ins KH. Dort sagte man mir nur: "Hätten sie nicht erstmal zu einem niedergelassenen Arzt gehen können?" also von den Schwestern/Arzthelferinnen in der Notaufnahme. Na klar, an einem Freitagnachmitag... Während der Arzt bei dem ich war dann direkt sagte: "Oh mein Gott, das könnte Thrombose sein, schnell schnell ein Blutbild." Und das hätte bei einem normalen Arzt so schnell wohl nicht gemacht werden können. Sprechstundenhilfen können also kaum die Entscheidung darüber treffen, obs ein Notfall ist oder nicht.

Manchmal hab ich das Gefühl, dass man wenn man krank ist Abschaum ist. Es tut mir ja leid, dass ich nicht Wochen bis Monate im Voraus planen kann, dass ich krank werden möchte, denn so lange wartet man häufig auf einen Termin. Wenn ich eine Blasenentzündung habe, mag das zwar kein akuter Notfall sein, oder auch hohes Fieber wie bei dir mag nicht schlimm sein, dennoch geht es mir schlecht und ich brauche Hilfe oder in diesem Fall meinem Kind. Die meisten Sprechstundenhilfen empfinde ich so oder so als sehr unfreundlich.

Habe mich mal über meine Frauenärztin bei der Krankenkasse beschwert, weil sie mich absolut schlecht behandelt hat, nachdem ich Kassenpatient wurde. Das ganze Verfahren mit offizieller Beschwerde usw. hab ich nicht durchgemacht, es war mir zu stressig und wollte auch in der Praxis nicht verschrien werden. Dennoch hat sich etwas geändert, offensichtlich hat die Krankenkasse ihr doch irgendwie auf die Finger geklopft. Vielleicht solltest du das auch mal probieren.

EQhem[aliger8 Nutzer9 (#4671l93)


Habe mich mal über meine Frauenärztin bei der Krankenkasse beschwert, weil sie mich absolut schlecht behandelt hat, nachdem ich Kassenpatient wurde.

Hier gehts um erster Linie nicht um qualitativ schlecht Versorgung, sondern um die Problematik dass die neuen Ordinationszeiten einer Patientin / Mutter nicht passen. Das sind schon zwei verschiedene paar Schuhe.

So leids mir tut, aber in letzter Zeit kann man diese Diskussion mehr oder minder auf zwei Gruppen eingrenzen, wie mir vorkommt:

a) 'Ich bin da, will drannkommen und habe einen Anspruch auf einen Arzt – jetzt' – Patienten

b) Ärzte die Kassenpatienten nachreihen bzw. aus anderen Gründen einen Aufnahmestopp vollziehen.

Ich kann zwar auch nachvollziehen, dass der Patient ein Anspruchsdenken an seinen Arzt hat, aber hin und wieder reichts auch mal. Eine Beschwerde bei der Krankenkasse weil die neuen Ordinationszeiten nicht passen? Was soll da der Sinn der Sache sein? Der Arzt hat einen Vertrag mit der Kassa über ein gewisses Stundenausmaß – wie er sich das einteilt, bleibt im Regelfall, bis zu einem gewissen grad ihm überlassen.

Mir ist in der Diskussion ehrlich gesagt auch schleierhaft warum es immer ausgerechnet immer ein Facharzt sein muss? Nichts für ungut, aber mit einem 4 jährigen Kind, das eine 'normale' Symptomatik hat (wie z.B. Fieber), da tuts der normale Hausarzt auch. Dafür brauch ich keinen Facharzt der sich auf Kinder spezialisiert hat... ist ja nicht so als hätten anderen Mediziner noch nie ein fieberndes Kind gesehen.

Das kann man auf andere Patienten auch ummünzen, bevor mit einer gewissen Symptomatik zum Hausarzt geht, der in erster Linie der Ansprechpartner sein sollte, überweisen sich die Leute gleich mehr oder minder selbst zu einem Spezialisten. Ohne dass da vorher eventuell mal ein anderer ein Auge darauf geworfen hätte, und abklärt ob das überhaupt notwendig ist.

SVunfElowxer_73


Freundlicher Hinweis: Jenseits der üblichen Sprechstunden gibt es immer noch die Ärztliche Notfallsprechstunde. Denn mit div. Symptomen gehört man auch nicht in eine Klinik-Notaufnahme.

Zu erfragen ist der Notdienst (i.d.R. ab 18h bis 8h Folgetag, Mittwochs ab Mittag) unter der Tel.-Nr. 116117. Bei schweren Fällen gibt es sogar Hausbesuche.

Die Existenz dieses Notdienstes scheint arg in Vergessenheit zu geraten... :=o Dabei erinnere ich mich als Kind dran, dass meine Ma bei richtig hohem Fieber mehrfach so einen Arzt gerufen hat, der dann in tiefster Nacht bei mir im Zimmer stand.

Syunflo&wer_7x3


Und:

@ Grognor:

:)z :)^ :)=

h3atschxipu


In unserer Praxi ist das ähnlich. Und ich finde das super so.

Das bestimmte Zeiten für Säuglinge und U.Untersuchen gibt ist doch total sinnvoll. So haben die Ärzte wenigstens Zeit sich die Kinder richtig anzusehen und die Babies stecken sich nicht bei anderen an. In unserer alten Praxis war das nämlich so. Das war die reinste Massenabfertigung und wenn man Pech hatte, war das Kind danach kranker als vorher.

Und nur, weil du dein Kind nicht aus dem Bett holen wolltest (wenn ich mir wirklich Sorgen mache um mein Kind, mach ich das!) meckerst du jetzt über den Arzt?

Bei wirklichen Notfällen fährt man ins Krankenhaus und Fiebermittel hat man zur Not eh zu Hause. Da kann man dann auch mal bis zum nächsten Morgen warten.

Stell dir mal vor, jeder kann kommen wann er will....das ist organisatorisch nicht machbar, und den Kindern geht es sicher nicht besser, wenn sie stundenlang neben anderen kranken Kindern im Warteraum warten müssen. Denn krank sind auch andere Kinder, nicht nur deins ;-)

hUat6scxhipu


Ach, und Tina Landshut: Die Zeiten für Arbeitslose einzuführen, klingt erst mal komisch,ist aber ebenfalls absolut nachvollziehbar. Als Arbeitnehmer will ich mir nicht unbedingt den ganzen Tag frei nehmen müssen nur um zum Arzt zu gehen. Wenn ich natürlich richtig doll krank bin, geh ich eh morgens, dann kann ich aber auch nicht arbeiten.

cTlaierext


Nur haben Arbeitslose auch nicht automatisch den ganzen Tag Zeit und sind völlig frei von Verpflichtungen.

Dass Arbeitnehmer nicht den ganzen Tag für einen Arzttermin freinehmen wollen ist klar und ich denke das ist auch mit ein Grund für die neuen Zeitregelungen des Arztes. Im Wartezimmer eines Kinderarztes sitzen halt nicht mehr wie früher Hausfrauen mit Kindern, sondern Berufstätige und die wollen und können nicht mehrere Stunden Wartezeit für jeden normalen Kontroll- oder Impftermin aufbringen. Sowas bringt jeden Zeitplan durcheinander.

Gutes Zeitmanagement ist ein wichtiger Pluspunkt für eine Praxis. Ich gehe jedenfalls freiwillig nirgendwo mehr hin, wo ich ewig warten muss und Sprechzeiten nicht eingehalten werden.

h|atsEchixpu


Na ja, Arbeitslose sind aber auch nicht so oft vertreten im Warteraum wie Rentner. Allerdings gehen die hier sehr früh zum Arzt. Ich kenne das mit speziellen Zeiten für bestimmte Gruppen gar nicht, finde es nur nicht ganz unlogisch.

Bei unserem Kinderarzt kann man auch Termine für nachmittags vereinbaren, egal ob für U-Untersuchungen oder wegen Krankheit, vormittags dagegen werden meist die spontan erkrankten Kinder behandelt, da allerdings den ganzen Vormittag, wobei die Leute bevorzugt werden,die vorher anrufen.

s"omme?rsprosuse 2


Hallo,

Ich kann den Frust wegen der Öffnungszeiten durchaus nachvollziehen und sehe, dass es in unsere Kinderarztpraxis auch anders geht (obwohl wir in der Stadt mit der höchsten Geburtenrate wohnen und chronisch viel zu wenig Kinderärzte Haben).

Unsere Kiä hat, wenn offen, auch wirklich für alle offen. Also, von Montag bis Freitag von 08.00-11.00 Uhr, auch für Notfälle. Montags vormittags werden gar keine Patienten bestellt. Termine für Kinder unter einem Jahr gibt es außerhalb der Öffnungszeiten, so dass die Ansteckung da auch minimiert ist. Bei uns wären Fälle, die zwischen 8 und 9 kommen, auch bis 9 gar nicht abgearbeitet, so dass dort ja an doch die Ansteckung wieder gegeben wäre.

Wir hätten bei solchen Öffnungszeiten gerade gestern ein echtes Problem gehabt. Unser mittlerer ist gestern nachmittag in der Kita gestürzt. Definitiv ein Fall für dem Arzt aber nicht unbedingt für dem Chirurgen. Also führt mich natürlich der erste Weg zu Kinderärztin und da erwarte ich dann auch dran zu kommen, denn bis zu nächsten Tag hätte ich damit keinesfalls warten wollen. Bevor jetzt jemand wieder mit notaufnahme kommt, der kindernotdienst hat bei uns unter der Woche nur von 19.00 bis 23.00 Uhr auf. Vor 19.00 sind nunmal die niedergelassenen Ärzte zuständig.

Und wenn ich arbeiten muss, kann ich auch nicht drei Tage warten wegen Fiebers. Da brauche ich nunmal am ersten Tag den Krankenschein und kann nicht warten, denn dann riskieren ich die Kündigung.

Achse, wir wohnen in einer Landeshauptstadt.

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