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Kinderarzt, alles rechtens oder Zeit für eine Beschwerde?

L&ill/yxB


So, nun möchte ich auch mal was dazu sagen, als jemand, der in so einer Praxis arbeitet:

Wenn Dein Kind ach so krank gewesen wäre, hättest Du Dir mal die Mühe machen sollen sofort morgens früh mit ihm zum Arzt zu gehen wenn die Akutsprechstunde ist – denn je früher Dein Kind untersucht wird u. evtl Medikamente bekommt desto schneller kann es wieder gesund werden.

Das Argument dass Du sie hast schlafen lassen weil sie doch die ganze Nacht gehustet hat kommt bei medizinischem Personal ziemlich schlecht an – und nicht nur bei den Helferinnen, sondern auch beim Arzt.

Ich kann Dir nur sagen was Dir passieren würde wenn Du mit so einer Argumentation bei uns in der Praxis aufschlagen würdest: Du würdest vom Arzt freundlich dazu aufgefordert Dir einen neuen Kinderarzt zu suchen.

Vielleicht ist es Dir nicht bewußt, aber der Arzt ist nicht verpflichtet Dich zu behandeln wenn Du nicht gerade ein absoluter Notfall bist – u. das warst Du nicht.

Er hat durchaus auch das Recht Patienten abzulehenen – auch ohne Angabe von Gründen.

Wäre es sooo dringend gewesen, wärst Du direkt morgens früh zum Arzt gefahren u. wärst auch behandelt worden!!

E9hemaliYger N|utzer] (#325x731)


Na ja und weil jeder mein sein Kind sei der absolute Notfall und nur der Kinderarzt kann dieses Problem behandeln begrenzen auch immer mehr Ärzte die Sprechstunde und weisen Patienten ab weil die nicht wissen wie sie Behandlungsqualität aufrecht erhalten sollen.

So gräbt man sich doch sein Loch selber ....

s[o*mmerXsp3roxsse 2


Hatschipu,

Zu dem Satz mit den Monstern muss ich wohl nicht schreiben.

Ich habe damit nur andeuten wollen, dass ich, was die Behandlung meiner Kinder anbelangt, in unsere Kinderärztin großes Vertrauen habe und wenn ich es vertreten kann, lieber erstmal zu ihr gehe, als mich drei, vier oder fünf Stunden in die notaufnahme zu setzen, um mir dann anzuhören ich hätte auch erstmal zum Kinderarzt gehen können(wie es schon einigen Müttern in meiner Umgebung passiert ist).

Aber zu deiner Beruhigung, außerhalb der Öffnungszeiten oder am Wochenende würde ich auch in die notaufnahme gehen.

M^aryLNou2Y004


Hm also ich muss mal senfen..ich war im Alter von 6 Jahren bei einem normalen Hausarzt..der hat mich auch gut behandelt..und nein er hatte damals keine extra Qualifikation oder so. Ok das ganze ist sehr lange her, aber lief gut.

Ich denke ich würde mit meiner Tochter ebenfalls zu einem normalen Arzt gehen, klar kann dieser ablehnen, ich denke aber nicht das es generell so ist oder? Vielleicht ein Neuzeit ding..kann sein.

Bei uns beim Kinderarzt ist es so das man immer kommen kann, wenn es akut ist, aber man möchte vorher gerne informiert werden, also anrufen. Hier gibt es getrennte Wartezimmer und alles ist sehr gut organisiert, keiner blöckt einen an. Ich war mal in einer anderen Praxis, da war es nur furchtbar, sehr lange Wartezeiten, überfüllte Wartezimmer, Leute die im Flur sitzen und stehen, mit Baby im Maxi Cosi. Die Helferinnen nicht ansprechbar, alles latscht nur von a nach b, schnell schnell. Dann haben sie meine kleine auch noch falsch behandelt gehabt. Ich habe mich rundum doof gefühlt. Ich denke auch das man so ein Gefühl dafür hat ob der Kinderarzt einem gefällt oder nicht und ich finde wenn man den nicht nett findet, oder das drum herum, dann geht man einfach woanders hin.

SUunf[lowejr_73


Ja, ich habe keine Kinder. Aber durchaus eine gewisse Einschätzungfähigkeit. Mit einer unschön aussehenden Gesichtsverletzung gehe ich nicht zum Arzt meines Vertrauens, sondern in eine Einrichtung, die röntgen können, die täglich solche Verletzungen bewerten und behandeln. Wo man Röntgenoptionen hat, wo auch der Arzt bei der Untersuchung mehr "Fingerspitzengefühl" beim Abtasten hat (Bruch oder nicht,...). Weil er täglich nichts anderes macht.

Ich war so ein Kamikaze-Kind und über Jahre ständig in der Notaufnahme mit sowas. Gebrochene Arme, aufgeplatztes Kinn,... Mein Kinderarzt wäre da überfordert gewesen.

Aber das muss jeder selber einschätzen. Nur kann man nicht überall das Rundum-Sorglos-Paket aus absoluten Fachkenntnissen, Notfallversorgung und geringen Wartezeiten haben.

Und was das Warten in der Notaufnahme angeht und das Nichtwecken für Arzttermin:

Sehe ich kritisch. Stundenlanges Warten ist ätzend, aber ich habe so schon als Kind gelernt, dass es manchmal dazugehört. Ebenso, dass Arzttermine bei akuter Krankheit Vorrang vor allem haben. Ausschlafen wg. Arzt gab's in meiner Kindheit nicht. Akutsprechstunde ab 7.30h bis 9h, egal wie die Nacht war.

s*ommeArspross^ex 2


Sunflower,

Als Psychologin solltest du eigentlich wissen, dass man nicht spiegelt, sondern jeden Fall als eigenständig betrachtet.

Meiner Meinung nach hat die Ärztin völlig richtig entschieden, denn so schnell wird ein zweijähriges Kind nicht geröntgt. Und unsere Kinderärztin IST mit solchen Problemen eben nicht überfordert.

Für dich mag stundenlanges warten kein Problem sein (schon wieder Spiegelung), aber unser Sohn ist erst zwei Jahre und dazu kommt noch ein Vierjähriger und ein 10 Monate altes Baby.

Von daher war die Entscheidung richtig, die Praxis war weder erbost noch pikiert, weil ich dahin gekommen bin und unser Sohn kann zwar heute zum Fasching als Boxer gehen, aber sonst schon wieder lachen. damit ist für mich als Mutter alles gut.

hKatsc.hipxu


sommersprosse, mit so einer Beule würde ich zu meinem Kinderarzt auch gehen, ich meinte auch nicht, dass man bei jedem Pups ins Krankenhaus rennen soll.

Die Verletzungen, die mein Kind hatte wollte ich schon gern richtig abgeklärt haben (Kopfverletzungen und Fall vom Klettergerüst aufs Steißbein), damit würde ich nicht zum Kinderarzt gehen, was soll der denn auch machen? Allerdings gibts auch Verletzungen, die ein Kinderarzt in den Griff bekommt, klar. Und sei es nur die Abklärung, ob es was schlimmeres oder nicht. Ich hätte dann aber kein Bock erst beim Kinderarzt zu warten und dann noch mal im Krankenhaus. Wobei ich im Krankenhaus mit den Kindern nie lange warten musste. Mir wurde aber auch jedes mal bestätigt, dass es richtig war zu kommen.

M,oni7kas6x5


Ich finde es allerdings auch nicht nachvollziehbar, warum er Mittwoch überhaupt keine Akutsprechstunde anbietet. Die Uhrzeit finde ich jetzt auch ein bisschen krass, weil man kranke Kinder, die vielleicht nachts schlecht geschlafen haben, auch nicht aus dem Bett reißen will. 14 Uhr wäre für mich nahe liegender, aber es mag natürlich sein, dass sich diese Zeiten einfach bewährt haben.

Die Öffnungszeiten eines Arztes nicht toll zu finden ist okay, aber im klassischen Fall ist er ersteinmal ein Unternehmer und er kann seine Öffnungszeiten legen wie er will, darüber als Patient Beschwerde führen zu wollen

Das ist schon richtig, aber "Kundenfreundlichkeit" und "Servicegedanke" zeichnet einen guten Unternehmer aus. Dieser Arzt hat es offenbar nicht (mehr) nötig, das gibts häufiger, weil Mundpropaganda bei Ärzten die erfolgreichste Werbung überhaupt ist.

Dein Anspruchsdenken in allen Ehren....aber dann hättest Du auch noch bis Dienstag früh warten können....

Sie wusste ja nicht, dass die 14 Uhr Sprechstunde abgeschafft worden ist. 3 Tage hohes Fieber kann auch mal eine Lungenentzündung zum Beispiel sein (selbst erlebt mit meinem Sohn, wäre auch vermeidbar gewesen bei einem besseren Arzt). Das wars jetzt nicht, aber ich kann schon verstehen, dass man dann nicht noch einen Tag warten will.

g@reen+ie07


Mal eine doofe Frage: warum war es nicht möglich früh morgens (wenn das Kind noch schläft) in der Praxis anzurufen, das Problem zu schildern und um einen zeitnahen Termin zu bitten? ":/

Ok, ich lebe nicht in D und hier bei uns funktioniert es praktisch nur so. Also so allgemeine Sprechstunde wo man reinspaziert und wartet ob man dann mal dran kommt kennen wir kaum/nicht. 'Echter' Notfall mal ausgeschlossen (z.B. Unfälle). Und bei akuten Erkrankungen funktioniert das meistens auch soweit gut, dass man eben irgendwie noch zu nem Termin kommt.

Ich mein wie soll da noch ne Vernünftige Terminplanung möglich sein wenn ständig noch irgendwelche 'Notfälle' auf der Matte stehn. Und wie funktioniert es, wenn die freie Sprechstunde um ist? Werden dann die die noch nicht dran waren Heim geschickt? Oder verschieben sich die vergebenen Termine dann einfach entsprechend nach hinten? In dem Fall erstaunt es mich dann auch nicht, dass die Wartezeiten in deutschen Wartezimmern eine Stunde und mehr betragen...

PAese#Klxee


Sie wusste ja nicht, dass die 14 Uhr Sprechstunde abgeschafft worden ist

Das ist ja gerade der Punkt. Sie wusste es nicht. Darauf hat sie medizinisch eine andere Lösung gefunden aber tritt dann nach weil die ursprünglich geplante Aktion sozusagen wegen dem Arzt selber (der mit seinen komischen Sprechstunden, der der einfach die Akutsprechstunde verändert hat, der der den ach so dringenden Notfall abgewiesen hat, später dann auch ausgebaut auf "kennt der eigentlich den hipokratischen Eid?). Plus die anschliessende Frage ob eine echte Beschwerde nicht mal angebracht sei.

Sie wusste eben nicht dass die Sprechstunde abgeschafft ist. Und warum wusste sie es nicht? Sie hat sich nicht expliziet darum gekümmert sondern einfach angenommen dass alles so ist wie es mal war. Das ist ja soweit auch verständlich. Jetzt war halt nicht mehr alles so wie immer, aber dann alles auf den Arzt schieben und Beschwerde einlegen? sehr armselig, geradezu narzistisch und macht mich wütend. Alsob der Arzt nur Däumchen dreht und sich ein Bein ausfreut wenn er sie wegschicken kann?

S|hel\by xT.


Das ist schon richtig, aber "Kundenfreundlichkeit" und "Servicegedanke" zeichnet einen guten Unternehmer aus.

Und diese kannst Du dem Arzt der TE nur anhand derer ureigenen Empfindungen doch nicht ernsthaft absprechen wollen?

Es haben hier doch nicht wenige geschrieben, dass ein vernünftiges Terminmanagement sehrwohl "Kundenfreundlichkeit" und "Servicegedanke" beinhalten kann (ich muß mit meinem kranken Kind nicht trotz Termin noch eine Stunde oder gar länger warten).

Sie wusste ja nicht, dass die 14 Uhr Sprechstunde abgeschafft worden ist

Demzufolge wäre ein Anruf von ihr, am Morgen, gleich doppelt sinnvoll gewesen. Sie hätte über die geänderte Akutsprechstunde Bescheid gewußt, und vielleicht noch für Nachmittag einen Termin vereinbaren können.

Im übrigen hätte die Arztin auch einfach Urlaub haben können, auch das hätte sie bei einem Anruf erfahren.

3 Tage hohes Fieber kann auch mal eine Lungenentzündung zum Beispiel sein

Genau! Und genau deswegen steh ich mit meinem Kind auch, wenn es sein muß um sechs, auf und fahr zum Arzt, und laß es nicht "ausschlafen".

MUoni+ka6h5


Und diese kannst Du dem Arzt der TE nur anhand derer ureigenen Empfindungen doch nicht ernsthaft absprechen wollen?

Bei mir kommt es so an, als ob der Arzt so überlaufen wäre, dass er es sich so einrichten kann, wie es ihm am bequemsten ist. Wie gesagt, einen kompletten Tag keine Akutfälle anzunehmen würde ich nicht akzeptieren bei einem Kinder- und Hausarzt. Aber anscheinend kann er sich das leisten. Zumindest ist es jetzt so bei mir angekommen.

Demzufolge wäre ein Anruf von ihr, am Morgen, gleich doppelt sinnvoll gewesen. Sie hätte über die geänderte Akutsprechstunde Bescheid gewußt, und vielleicht noch für Nachmittag einen Termin vereinbaren können.

Ja, ok, kann man so sehen. Aber wenn es vorher anders gehandhabt wurde, kann ich wiederum auch verstehen, dass sie sich darauf verlassen hat. Interessant finde ich ja, dass dieser Arzt das so trennt, kenne ich von Kinderärzten nicht. Im Grunde keine schlechte Sache. Ich würde den Arzt nicht rundum negativ sehen, aber der Mittwoch ist einfach ein Dorn im Auge und für mich völlig unverständlich.

Waode`ho>usxe


Sie wusste ja nicht, dass die 14 Uhr Sprechstunde abgeschafft worden ist.

Demzufolge wäre ein Anruf von ihr, am Morgen, gleich doppelt sinnvoll gewesen.

Genaues Lesen des Eingangsbeitrags hätte zumindest obige Spekulationen obsolet gemacht:

Als ich beim Kinderarzt anrief wurde mir nur unfreundlich klar gemacht, dass sich die Akutsprechstunden geändert haetten [...]

SAchmiddt2i70


Auch wenn es keine Akutsprechstunde gibt....meiner Erfahrung nach wird man nach netter Nachfrage dann doch in den Plan geschoben, wenn was Ernsthaftes vorliegt....Wer weiß, wer sonst so in der Akutsprechstunde aufschlägt....Ob das immer akute Erkrankungen sind, die über Nacht aufgetreten sind? Deswegen kann ich den fehlenden Mittwoch nicht dramatisch finden....

Außerdem sind meine Erfahrungen "Wie es in den Wald hineinruft...."...Und so aggressiv, wie manche User sich hier so präsentieren (das ist gar nicht mal speziell auf diesen Beitrag gemünzt), wundert es mich manchmal wirklich nicht, dass Praxispersonal entsprechend reagiert....

S:helJby T.


@ Wodehouse

Demzufolge wäre ein Anruf von ihr, am Morgen, gleich doppelt sinnvoll gewesen.

Genaues Lesen des Eingangsbeitrags hätte zumindest obige Spekulationen obsolet gemacht:

Da bin ich ganz bei Dir!! Also erst einmal an die eigene Nase fassen

Hättest Du den, von mir fett markierten, Teil wahrgenommen, wäre wohl Dein ganzer Beitrag

überflüssig gewesen.

Hätte Sie schon morgens angerufen, hätte sie von den geänderten Akutöffnungszeiten gewußt, und hätte 8.00 Uhr beim Arzt auf der Matte stehen können. Statt dessen:

Da sie letzte Nacht sehr stark gehustet hat, hab ich sie schlafen lassen, dachte mir, wir gehen halt um 14.00 Uhr.

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