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Arzt wütend, keine Überweisungen mehr, welche Kosten?

Sulartxi


Irrtum, siehe den Beitrag von "Die Kruemi". Wenn der Arzt ihn in ein Krankenhaus einweisen wollte, er sich aber entschlossen hat sich dann doch nicht dort operieren zu lassen hat er das Problem verursacht, nicht der Arzt. Wie schon gesagt, ich habe das Gefühl der Arzt ist sauer weil Stechmückes Freund wiederholt nicht auf seinen Rat hört.

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Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Arzt einfach so ausrastet. Deshalb ja meine Idee weiter oben, das mal zusammen zu klären, was da passiert ist an Missverständnissen – was eigentlich los ist.

Edhemkal%ige_r Nutzer (4#325B73x1)


Zu einer der Kliniken hat er dann den angeblich richtigen Zettel per Post geschickt, der Arzt heute meinte aber, das wäre auch ein falscher gewesen ???

Wenn die klink das haben möchte, wird es vermutlich auch der richtige gewesen sein ;-) die kennen ja ihre Abläufe und wissen was sie brauchen und was nicht

Achso, meintest du eine Überweisung zu einem neuen Facharzt?

Nö hat dein Freund keinen Hausarzt? Der kann ja auch eine Ein- und Überweisung ausstellen.

Und ansonsten würde ich bei DEM Orthopäden die Praxis nicht mehr betreten, mich aber vorher noch bei der Ärztekammer, Krankenkasse und der praxis selber über den Umgang beschweren.

Man muss ja nun nich dastehen wie der größte Bittsteller der Nation ...

Das ein FA dreimal die falsche Klinik empfiehlt klingt für mich eher unwahrscheinlich

Wir haben in Deutschland freie Arzt und Krankenhauswahl, und nur weil ein Arzt mir ein KH empfiehlt und ich mich da vorstelle, kann mich noch lange keiner zwingen mich da behandeln zu lassen. Und wenn der Freund der TE sich noch 10 andere kliniken anschauen möchte (was ich bei einem schwierigen Eingriff durchaus verstehen kann) dann ist das sein gutes Recht. Das rechtfertigt noch lange nicht das der Arzt anfängt unter der Gürtellinie zu argumentieren!

Es steht ihm frei die Behandlung abzulehnen, aber dazu muss man keinen Patienten beleidigen!!

D<ieKruaexmi


Nö hat dein Freund keinen Hausarzt? Der kann ja auch eine Ein- und Überweisung ausstellen.

nein, kann er nicht. zumindest keine Überweisung. Ich arbeite in einer chirurgischen Uni-Klinik und wir nehmen nur FACHARZTüberweisungen, einfach um 1. zu vermeiden, dass unsere Ambulanz voll mit Pille-Palle-Fällen ist und 2. um den niedergelassenen chirurgischen Kollegen keine Patienten abspenstig zu machen und 3. weil wir nur die mit den Kostenträgern abrechnen können.

sRtechtmüc`kxe


Erstmal:

Danke, DieKruemi, für die verständliche Erklärung! @:)

Dann:

Eigentlich ging es mir nur um die Kostenfrage, deshalb habe ich das nicht so genau ausgeführt. Jemand meinte, es kämen keine Rechnungen... was stimmt denn nun?

Die Sicht des Arztes kann ich euch sagen: Patient hat panische Angst vor der OP und versucht Zeit zu schinden, indem er sich von möglichst vielen Ärzten beraten lässt.

Die Realität ist: Mein Freund hat wirklich panische Angst vor der OP, diese hat er dem Arzt auch beim ersten Termin (heute war das zweite persönliche Gespräch) gestanden. Der Rest sieht aber anders aus. Wir waren in zwei der bisher drei Kliniken mit der Absicht, die OP dort durchführen zu lassen! In die dritte hatte ihn ein Chefarzt "vorgeladen". Mein Freund war wegen dem Knie dort in der Notaufnahme gewesen und bekam dann ein paar Tage später einen Anruf, dass er den Tumor so schnell wie möglich entfernen lassen muss und unbedingt einen Termin mit Dr. XY ausmachen muss und vorbeikommen soll zu einem Gespräch... Dr. XY saß dann aber da, wusste nicht recht, was er mit meinem Freund soll und sagte ihm, dass er in einer Spezialklinik wahrscheinlich besser aufgehoben wäre Laut meinem Freund wollte sich der Arzt heute seine Version jedoch nicht anhören und nannte ihn stattdessen einen Lügner. Der Arzt hatte ihm EINE dieser bisher drei (ab morgen vier) Kliniken empfohlen, für den Rest hat er nur die Überweisungen/Einweisungen unterschrieben und hat darauf keine Lust mehr, was ich auch verstehen kann... Naja, es ist einfach nur nervig gerade, dass es so eine Odyssee gibt.

Ich hatte schon überlegt, dem Arzt eine kurze, sachliche (!) Mail mit der Richtigstellung zu schicken, einfach um das aufzuklären, aber keine Ahnung, ob das Sinn machen würde? %:|

Ich bereue auch wirklich, dass ich nicht beim Gespräch dabei war. Wir gingen davon aus, dass er nur eine Überweisung abholt, deshalb kam ich nicht mit, sonst versuche ich stets dabei zu sein.

m8usiBctus_x65


Ich hatte schon überlegt, dem Arzt eine kurze, sachliche (!) Mail mit der Richtigstellung zu schicken, einfach um das aufzuklären, aber keine Ahnung, ob das Sinn machen würde?

Wenn ein Missverständnis vorliegt – oder zu vermuten ist – sollte es aufgeklärt werden.

Evtl. könnte Dein Freund die Mail auch selber schreiben (oder unterschreiben). Das ist aber wohl eher nebensächlich...

AJliceHarUgreavxes


Irrtum, siehe den Beitrag von "Die Kruemi". Wenn der Arzt ihn in ein Krankenhaus einweisen wollte, er sich aber entschlossen hat sich dann doch nicht dort operieren zu lassen hat er das Problem verursacht, nicht der Arzt. Wie schon gesagt, ich habe das Gefühl der Arzt ist sauer weil Stechmückes Freund wiederholt nicht auf seinen Rat hört.

der Patient sollte aber das Recht haben gegebenenfalls eine andere Klinik zu wählen ohne, dass der Arzt derartig ausrastet das ist unprofessionell.

tohJe-cnavexr


Das hier

nun, wenn man als Patient in eine Klinik geht mit dem Plan, dort operiert zuwerden, ist ein Einweisungsschein das richtige. Ergibt sich aus dem Vorgespräch zur OP, dass er sich eben NICHT dort operieren lassen will, ist es ein ambulanter Beratungstermin und dafür braucht man eben eine Überweisung

stimmt ebensowenig wie das hier:

Wenn der Arzt ihn in ein Krankenhaus einweisen wollte, er sich aber entschlossen hat sich dann doch nicht dort operieren zu lassen hat er das Problem verursacht, nicht der Arzt.

Selbstverständlich kann sich ein Patient nach Voruntersuchung und Beratung in der Klinik entscheiden, sich *nicht* operieren zu lassen, ohne dass ihm Nachteile entstehen - dafür wird er ja beraten. Und die Entscheidung des Patienten hat auch nichts mit der Frage "Über- oder Einweisung" zu tun. Die Situation ist vielmehr folgende:

Nur relativ wenige Kliniken haben eine Zulassung für ambulante Behandlung von Kassenpatienten. Unproblematisch ist das bei Hochschulambulanzen (=Uniklinik) und psychiatrischen Institutsambulanzen. Andere Ambulanzen müssen durch die kassenärztliche Vereinigung genehmigt werden, und die verteidigt die Reviere der Niedergelassenen mit Zähnen und Klauen. Meist sind das dann sogenannte Ermächtigungsambulanzen, in denen nur ein bestimmter Arzt der Klinik (bzw. dessen Vertreter) behandeln darf.

Wenn eine Ambulanz besteht, geht's mit Überweisung, die grundsätzlich auch der Hausarzt ausstellen darf. Allerdings haben manche Ambulanzen die Auflage von der KV, nur fachärztliche Überweisungen aus dem eigenen Fachgebiet zu akzeptieren (und es gibt wohl auch einige, die aus Gründen des Patientenaufkommens von sich aus das gleiche machen).

Die andere Möglichkeit (und dafür braucht die Klinik *keine* Zulassung): Vorstationäre Behandlung. Die kann durchgeführt werden, um die Notwendigkeit eines Klinikaufenthalts (also z.B. zur OP) abzuklären und diesen vorzubereiten. Dafür braucht es dann eine Einweisung. Das Ausstellen von Rezepten für Medikamente oder Physiotherapie ist in diesem Rahmen nicht möglich (wohl aber für Hilfsmittel).

Bei speziellen Dingen (z.B. Schmerztherapie, Psychosomatik,...) finden auch Untersuchungen in Tageskliniken statt. Das hat aber nix mit OP-Vorbereitung zu tun, deswegen müssen wir das hier nicht näher diskutieren.

Mit anderen Worten: Es ist auf jeden Fall sinnvoll, bei der Klinik vorher anzufragen, was sie brauchen. Ein Grund, warum Niedergelassene oft nicht so gerne Einweisungen rausschreiben, ist der, dass es immer wieder mal Drohbriefe von der KV gibt, da deren Ansicht nach die Kliniken den armen Niedergelassenen illegalerweise ambulante Behandlungen wegnehmen...

Ach ja, wer sich für Finanzen interessiert: Ermächtigungsambulanzen werden genauso bezahlt wie Niedergelassene. Hochschulambulanzen bekommen pro Patient und Quartal eine Pauschale. Vorstationäre Behandlungen bekommt die Klinik gar nicht extra vergütet, wenn der Patient sich tatsächlich operieren lässt (weil die Vorbereitung in der Fallpauschale für die OP enthalten ist). Wenn keine stationäre Behandlung folgt, gibt es eine Pauschale, die aber meist wesentlich niedriger als das, was ein Niedergelassener für die gleiche Arbeit kriegen würde.

Alles klar?

D0ieKCruemi


Vorstationäre Behandlung. Die kann durchgeführt werden, um die Notwendigkeit eines Klinikaufenthalts (also z.B. zur OP) abzuklären und diesen vorzubereiten. Dafür braucht es dann eine Einweisung.

stimmt nur bedingt. Ergibt sich aus dem ersten ambulanten Kontakt eben kein stationärer Aufenthalt, ist es auch nicht als Vorstationäre Behandlung (mit Einweisungsschein) abzurechnen.

Und das ist hier ja die Krux, der Freund der TE war DREI mal mit einer Einweisung in verschiedenen KHS, und jedes mal hat er die OP nicht dort machen lassen.

tAhe)-cayveMr


stimmt nur bedingt. Ergibt sich aus dem ersten ambulanten Kontakt eben kein stationärer Aufenthalt, ist es auch nicht als Vorstationäre Behandlung (mit Einweisungsschein) abzurechnen.

Falsch, selbstverständlich wird das vorstationär abgerechnet, dafür gibt es ja die entsprechende Pauschale. Siehe z.B. hier (§1): http://www.sternfeld.de/bwl/download/ekhbwl/vornach.html#§1

Details können sich je nach Bundesland unterscheiden.

Und das ist hier ja die Krux, der Freund der TE war DREI mal mit einer Einweisung in verschiedenen KHS, und jedes mal hat er die OP nicht dort machen lassen.

Was an der Frage der Ein- oder Überweisung exakt gar nichts ändert.

D;ie/Krugemi


Nach § 115a SGB V kann das Krankenhaus bei Verordnung von Krankenhausbehandlung Versicherte in medizinisch geeigneten Fällen ohne Unterkunft und Verpflegung behandeln, um die Erforderlichkeit einer vollstationären Krankenhausbehandlung zu klären oder die vollstationäre Krankenhausbehandlung vorzubereiten (vorstationäre Behandlung)

Wird hier ein BeratungsGespräch tatsächlich mit einer Behandlung gleichgesetzt? in unserem Bundesland zicken die Kassen da etwas rum

t"he-vc9avcexr


Das tun sie überall, aber mit wenig Erfolg - es gibt ja keine Alternative. Im übrigen handelt es sich ja praktisch nie nur um ein Gespräch - Sichtung von Vorbefunden, Untersuchung des Patienten u.s.w. finden ja praktisch immer statt.

SNchl~abqbermgaxul


Soweit mir bekannt ist, bedarf es bei einer stationären Behandlung nicht einer Einweisung. Liegt eine Überwesung vor, und es kommt zu einer stationären Aufnahme, stellt die Ambulanz die Einweisung aus.

Hat man aber eine Einweisung, kann es sein, dass bei nur ambulanter Behandlung eine Überweisung nachgereicht werden muss.

Je nach Umfang der Kassenzulassung der Ambulanz reicht eine Überweisung vom Hausarzt oder gar keine, nur Gesundheitskarte, oder es muss eine Überweisung eines Facharztes de betreffenden Fachgebiets sein.

SXchliabber5maxul


Nachtrag:

Wende dich an eine Ortopädische Universitätsklinik oder an eine Orthopädie in einem Haus der Maximalversorgung, dort kann man diese Operation in jedem Falle durchführen.

t{h3eM-cavexr


Soweit mir bekannt ist, bedarf es bei einer stationären Behandlung nicht einer Einweisung. Liegt eine Überwesung vor, und es kommt zu einer stationären Aufnahme, stellt die Ambulanz die Einweisung aus.

Das geht natürlich nur, wenn es in dem entsprechenden Haus eine Ambulanzzulasung gibt, was sehr oft nicht der Fall ist.

dort kann man diese Operation in jedem Falle durchführen.

Auch Unis und Maximalversorger operieren nicht alles

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