» »

Soll ich Kassenpatient bleiben?

DMer kfl?eNineQ Prxinz


Okay, aber das berücksichtigen die Profis bei Ihren Ausführungen natürlich. Und dann kann es gut sein, dass sie zu dem Schluss kommen, das in diesem Fall die PKV sinnvoller ist. Wenn der Mann vom Ulmer Dom dann in die PKV geht, macht er das in dem Wissen, die bestmögliche Informationsbasis genutzt zu haben.

Ljian;-Jixll


Okay, aber das berücksichtigen die Profis bei Ihren Ausführungen natürlich.

Eben; ich würde mich in diesem speziellen Fall auch neutral beraten lassen.

Ich bin ja nun bekanntermaßen schon über fünfzig und bezahle mit Beihilfeergänzungstarif (dadurch werden von der PKV viele Dinge zusätzlich übernommen, bei der die Beihilfe ihre Erstattung kürzt) und Pflegeversicherung für 30 % gerade mal 184 Euro.

Kommt natürlich davon, dass ich bereits in ganz jungen Jahren diesem Verein beigetreten bin.

L~ian$-Jhill


...aber immerhin kann man erkennen, dass bis jetzt der Beitrag noch nicht so exorbitant in die Höhe geschnellt ist, wie immer behauptet wird. Und wie gesagt, ich bin auch keine dreißig mehr.

BF.La.ngloxs


so wirklich sagt mir das system auch nicht zu, erst mal eine Rechnung zu bekommen und dann darf man kucken, dass man seine Kohle von der Versicherung und von der Beihilfe wieder bekommt. Das mag OK sein, wenn man mal nen Grippalen Infekt hat, aber wenn man mal ernsthaft krank ist und darf sich dann geschwächt auch noch mit Kasse & Beihilfe rumärgern... ich weiß nicht.

DAS kann wirklich zum Handicap werden, vor allem in Krankenhäusern. Allen Ernstes bekam ich, als ich stationär lag, von der Krankenschwester Vorwürfe, dass von mir noch kein Geld eingegangen ist, wissend, dass ich nicht nach Hause kann, um die Rechnungen aus dem Briefkasten zu holen und zu bearbeiten.

Koma kann man sich schonmal gar nicht leisten, weil man dann rein gar nicht mehr überweisen kann...

ABER...das sind Querelen der Behandler. Es gibt auch viele, die sich da gut anpassen, wo man sich ohne Ärger behandeln lassen kann. Das ist auch bei hohen Rechnungen wichtig, die man nicht vorstrecken kann, dass der Arzt dann auf sein Geld wartet, bis es erstattet wurde.

Trotz allem würde ich die private Krankenkasse der gesetzlichen vorziehen. @:)

C4omNrxan


Erst mal danke für die vielen Antworten.

Wie es aussieht, gehen hier die Meinungen auch so auseinander wie in meinem Kopf...

Echt eine schwierige Entscheidung

Ja, ne? ;-D

Die Entscheidung musst du letztenendes treffen. Ich bin selbst schon über 12 Jahre in der PKV (beim Marktführer, der als Beamten-Selbsthilfeeinrichtung gegründet wurde, Unternehmensform ist VvaG ohne Gewinnabsichten, was zu Zeiten der Finanzkrise absolut vorteilhaft war), bin aber normaler Angestellter. D.h. ich werde im Alter meine Beiträge allein tragen, die dann aber reduziert werden. Außerdem erstattet mir meine Versicherung 4 volle Monatsbeiträge im Jahr zurück, wenn ich nur triviale Behandlungen hatte und die Rechnungen gar nicht einreiche. Ich spare bis zum Renteneintritt über die höhere Leistung, niedrigere Beiträge und Rückerstattungen eine Menge Geld und kann Rücklagen bilden. Die Alterssituation muss man aber individuell abschätzen und bewerten.

Abgelehnt wurde in den 12 Jahren bisher nichts, und die Erstattungen gehen i.d.R. innerhalb 14 Tagen ein, also innerhalb der üblichen Rechnungsfristen der Ärzte. Den Tarif durfte ich letztes Jahr auch ohne neue Risikoprüfung und unter Anerkennung der Altersrückstellungen in einen moderneren Tarif umstellen (das vermeidet die Überalterung eines auslaufenden Tarifs), wobei mein Vor-Tarif bei meinem Versicherer 40 Jahre angeboten wurde, d.h. ein normales Versichertenleben sollte ein moderner Tarif genauso problemlos überdauern.

Heilbehandlungen, Anwendungen und Hilfsmittel werden nicht aus einem geschlossenen Katalog bezahlt, sondern nach Stand der medizinischen Versorgung. Es gibt nur ganz wenige Einschränkungen.

Eine GKV mit dieser Leistung findest du nicht ohne Zusatztarif. Mit 44 Jahren ist dein Einstiegsalter natürlich "teurer" als wenn du mit jungen Jahren kommst. Solltest du Vorerkrankungen haben, kannst du einen sog. "Probeantrag" stellen. Mein Bruder hatte z.B. einen moderaten Risikozuschlag wg. starker Hausstauballergie. Er hat auf eigene Kosten eine Desensibilisierung gemacht und danach wurde der Risikozuschlag gestrichen, was für ihn auf Dauer wirtschaftlicher war.

"Wirtschaftlicher" ist das Stichwort. Entscheiden musst du dich – willst du mit 44 vielleicht noch Kinder, die in der PKV paar zusätzliche Euro kosten? Vor allem lass dich nicht von den Leuten verunsichern, die ihre Meinung über die PKV aus Focus und SternTV mit deren ausgegrabenen Skandälchen haben. Es gibt gute und schlechte Anbieter, und dafür gibt es genügend Tests und die Tarifwerke kann man einsehen und vergleichen. Ich bin sehr zufrieden, bei einem anderen Versicherer wäre ich es vielleicht nicht. Das ist deine Entscheidung, und die Produktauswahl einer Krankenversicherung ist eine sehr verantwortungsvolle, denn sie verfolgt sich das ganze Leben.

Bekommst du denn nicht auch die Beihilfe im Ruhestand? Ja, oder? Je nach Beamtenart macht die dann ja vielleicht auch mehr aus, d.h. deine ergänzende PKV würde dann wieder billiger statt teurer werden.

Nichts ist wirklich sicher über die nächsten 40 Lebensjahre und die GKV wurde auch immer teurer und hat auch immer wieder Leistungen verringert. Ich wünsche dir ein gutes Händchen bei der Entscheidung :)D

Ksamikoazi0e81x5


Trotzdem sollte man die besondere Situation von Beamten mit Beihilfeanspruch bedenken. Beamte haben im Ruhestand einen 70prozentigen Beihilfeanspruch, d.., sie müssen sich nur zu 30 Prozent privat versichern. Entsprechend niedrig ist auch der Beitrag. Bleibt man in der GKV, gibt es weder Beihilfe noch Arbeitgeberanteil, was ein entscheidender Unterschied ist zu normalen Arbeitnehmern.

Ich betone nochmals, dass das nicht zwingend der Fall sein muss, da hier empfindliche Änderungen vorgenommen wurden. Im Ruhestand ist z.B. in BW der Beamte weiterhin mit lediglich 50% Beihilfe versichert (gilt für Neuverbeamtete ab 2012)

E<hemalpiger N{utzer[ (#3r25s731)


Es ist ein reines Rechenexempel und hängt von vielen Faktoren ab: Grunderkrankungen, Alter bei Eintritt in die PKV, Kinder, Familie ...

Das sind alles faktoren die bei der PKV ordentlich den Beitrag anheben können, Beihilfe hin oder her.

Von daher: lass dich gut beraten und lass dir die verschiedensten Situationen durchrechnen und dann kannst du entscheidet wenn du Zahlen siehst

Ltian-%Jilxl


Im Ruhestand ist z.B. in BW der Beamte weiterhin mit lediglich 50% Beihilfe versichert (gilt für Neuverbeamtete ab 2012)

Für Neuverbeamtete nach dem 31.12.2012, gerade nachgelesen.

Das wusste ich bisher nicht, in Bayern ist das (noch?) anders.

K-amik"azix0815


Deswegen sagte ich ja, muss man sich ganz genau informieren, welche Beihilfegesetze in dem jeweiligen eigenen Bundesland gelten. Ich hab mich da letztes Jahr informieren wollen und hab auch überall so Pauschalaussagen gehört, die mir nicht viel geholfen haben. Zumal die Beihilfeänderung auch von den beratenden Stellen so gut wie niemand auf dem Schirm hatte.

s!oph;ica


Ich kenne mich nicht so genau aus; es sollte genau überprüft werden, was günstiger ist.

Nur: die GKV ist nun wirklich alles andere als gut, wenn man diese in Anspruch nehmen muss. Nach einer Aneurysma-Op hatte, habe ich an der linken Stirn eine Lähmung (Fazialisparese); das was wirklich sichtbar und spürbar geholfen hat, nämlich eine Schädelakupunktur, wurde von der GKV nicht gezahlt. Dabei wurde ich sehr hingehalten, um nicht zu sagen gleichzeitig durch Anrufe der KK belästigt, vor der endgültigen Absage der KK. Das ganze Procedere war sehr unangenehm und ich fühlte mich in jeder Hinsicht miserabel behandelt von der KK.

Genaues Hinsehen und eine gute Entscheidung wünsche ich.

B1e8rndRPyR


In welchem Bundesland hast du die Chance Beamter zu werden? für einen Rat ob PKV oder GKV ist das entscheidend. mal ganz grob: in den meisten Bundesländern und als Bundesbeamter hast du bei deinem derzeitigen Status Anspruch auf 50 % Beihilfe und als Pensionär 70 %. Du müsstest also 50 bzw. 30 % deiner Krankheitkosten versichern. Somit bleibt auch im Alter die PKV tragbar. BaWü hat seit kurzem 50 % Beihilfe für alle, keine Altersentlastung mehr. Da sollte es sehr wohl überlegt sein in die PKV zu wechseln. Hessen weicht auch von der 50/70-Regel ab, dort hättest Du 50% Beihilfeanspruch Ambulant und 65 % Stationär. Als Pesionär kämen bei beiden Posten 10% Beihilfe hinzu, also 60/75%.

L6iarn-Jkilyl


Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass sein Nickname darauf hin deutet, dass er aus BW ist. Aber stimmt, das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass er ein Landesbeamter in BW ist.

UdlmeMr Spxatz


Hallo ihr Lieben,

oh je, das wird ja immer komplizierter...

Da weiß ich so langsam wirklich nicht mehr, was jetzt für mich gut und richtig ist.

:°(

Da die Frage kam:

Ich wohne zwar im Musterländle Baden-Württemberg, mein Arbeitsplatz ist aber einige hundert Meter jenseits der Donau, im schönen Bayernlande.

DAer k%leine P.rixnz


Wie gesagt, wende ein bisschen Geld auf und geh zu einem Profi! Das lohnt sich mehr als alles andere.

L2ianj-Jilxl


im schönen Bayernlande.

...und du bist auch bayerischer Landesbamter und kein Bundesbeamter?

Dann gilt zumindest in Hinblick auf die Beihilfe im Ruhestand noch das, was ich geschrieben habe, nämlich 70 % Beihilfeberechtigung. In BW wurde das ja auch nur für Beamte mit Verbeamtung nach dem 31.12.2012 geändert.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH