» »

Soll ich Kassenpatient bleiben?

Lviamn-Jixll


Wie gesagt, wende ein bisschen Geld auf und geh zu einem Profi! Das lohnt sich mehr als alles andere.

Würde ich auch so machen, auf alle Fälle.

K|adhidxya


Nur: die GKV ist nun wirklich alles andere als gut, wenn man diese in Anspruch nehmen muss. Nach einer Aneurysma-Op hatte, habe ich an der linken Stirn eine Lähmung (Fazialisparese); das was wirklich sichtbar und spürbar geholfen hat, nämlich eine Schädelakupunktur, wurde von der GKV nicht gezahlt.

GKVs sind auch nicht alle gleich; man zahlt denselben Beitrag bei allen, aber die Leistungen sind dennoch unterschiedlich.

Meine z.B. ist da offener und übernimmt Akupunktur (teilweise?) mit, da werben die mit. Da ich Nadeln eklig finde, kam das nie in Frage und ich habe mich nicht über die Optionen informiert, also ob ganz oder teilweise.

Also wärest Du bei einer anderen GKV gewesen, wärest Du sicher nicht auf den gesamten Kosten sitzen geblieben.

E)hema:liger Nutkzer (#3y2573x1)


Nur: die GKV ist nun wirklich alles andere als gut, wenn man diese in Anspruch nehmen muss. Nach einer Aneurysma-Op hatte, habe ich an der linken Stirn eine Lähmung (Fazialisparese); das was wirklich sichtbar und spürbar geholfen hat, nämlich eine Schädelakupunktur, wurde von der GKV nicht gezahlt.

Sorry aber das kann man ja nun nicht verallgemeinern. Auch bei der GKV gilt, vorher prüfen wo man sich versichert. Und viele KK haben mittlerweile einen sehr guten Leistungskatalog. Und wegen einzelnen Leistungen würde ich nicht zir PKV raten, das ist nämlich eine Milchmädchenrechnung ...

UXl@mer Spaptz


Hallo zusammen,

also, ich versuch mal, die ganzen Argumente der vergangenen Tage zusammenzufassen:

Für die gesetzliche Krankenkasse spricht:

- keine Rücklagen bei der PKV vorhanden

- unkompliziertes System (Karte hinlegen und gut is)

- keine Vorleistung, kein "dem Geld hinterherrennen"

- ggf. höhere Steuerrückerstattung

- bei PKV ggf. "unnötige Behandlungen", Abrechnung eines erhöhten Beitragssatzes

- bei PKV eher Beitragserhöhungen / Prämienzahlungen / zuschläge (unberechenbarer)

- bei späterem Wechsel in Basistarif kann man auch gleich in der GKV bleiben

- Familie ist mitversichert

- bei PKV ist Einstieg mit Mitte 40 zu spät

Für eine Privatversicherung spricht:

- bei GKV muss ich den kompletten Beitrag alleine tragen

- Beihilfeanspruch

- derzeit rund 150 € günstiger

- Bevorzugte Behandlung / Terminvereinbarung

- Höherer Beihilfeanspruch im Alter.

- Beitragsrückerstattungen (4 Monate)

Insgesamt ging die Tendenz eurer Tipps aber eher in die Richtung, dass es wohl besser ist, gesetzlich versichert zu bleiben.

Morgen hab ich ein Gespräch bei einem Typ von der Debeka...

L:ian-8Jilxl


Ich bin jetzt 34 Jahre bei der Debeka und hatte nie Probleme, muss ich wirklich sagen.

Ich hoffe, dass du gut und umfassend beraten wirst!

Chomrlan


Morgen hab ich ein Gespräch bei einem Typ von der Debeka...

Und ich hatte es extra noch vermieden, den Namen werbend zu erwähnen – aber :)^

Ekhe6malioger5 Nutz*er (#3x25731)


Auch das ist wieder individuell und hängt auch von dem ab der einen berät. Ich hatte in den letzten Jahren nur noch Ärger mit der Debeka ....

C;omra'n


Ach ja, bevor du meinst, der Typ von der Debeka wird dir morgen Mist erzählen, um seinen Vertrag abzuschließen, noch ein paar Ergänzungen und Irrtümer vorab:

- keine Rücklagen bei der PKV vorhanden

Das Gegenteil ist der Fall. Die PKV bildet pro Versicherten aufgrund Eintrittsalter und ggf. Vorerkrankungen eine Altersrückstellung. Die GKV hat ein Umlageprinzip, d.h. das Geld, was reinkommt, wird sofort wieder ausgegeben. Überschüsse, die man gelegentlich sieht, klingen zwar hoch, aber machen nur ein paar Promille des gesamten Umsatzes aus, und es gibt genügend Jahre, wo die GKV dick im Minus steht.

- ggf. höhere Steuerrückerstattung

Ja, wegen höheren Beiträgen ;-D

- bei PKV ggf. "unnötige Behandlungen", Abrechnung eines erhöhten Beitragssatzes

Sieh es als Eigenverantwortung. Du darfst auch "Nein" sagen, wenn du etwas nicht möchtest. Aber die Rechnungen sind teurer, definitiv. Aber du kannst sie kontrollieren!

- bei PKV eher Beitragserhöhungen / Prämienzahlungen / zuschläge (unberechenbarer)

Die Steigerungen meiner PKV waren die letzten 12 Jahre im gleichen Rahmen wie bei der GKV. Die Debeka macht den Kram schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts und hat stabile und langlebige Tarife (was der Hauptgrund für diese Versicherung ist, neben der Gesellschaftsform). Du kannst auch 30 Jahre die Entwicklung zurückverfolgen - oder eben so Langversicherte wie Lian-Jill fragen.

- Bevorzugte Behandlung / Terminvereinbarung

Das ist i.d.R. Quatsch und Ergebnis der Neiddebatte, die von den Medien angezettelt wurde. Es ist wirklich ganz selten, dass du als Privatversicherter bevorzugt wirst. Nur bei überlaufenen Fachärzten wie Orthopäden, die über Wochen ausgebucht sind, findest du so was, aber nicht bei Hausarzt oder Zahnarzt.

Einen weiteren Vorteil der PKV hast du vergessen: deutlich höhere Leistung. Es macht einen Unterschied, ob du zu einer Zahnkrone noch paarhundert Euro dazuzahlen musst, oder ob du alles erstattet bekommst. Oder die nächste Brille ...

Insgesamt ging die Tendenz eurer Tipps aber eher in die Richtung, dass es wohl besser ist, gesetzlich versichert zu bleiben.

Du musst dich dabei fragen, wieviele von denen selbst privat versichert sind. Oder ob sie vom Freund eines Freundes eine Geschichte über dessen Ex gehört haben, die mal privat versichert war. Oder ob sie lediglich Stern-TV geguckt haben.

Dner klegine uPrixnz


Man kann ja wirklich über GKV und PKV streiten wie die Kesselflicker. Aber das

Die Steigerungen meiner PKV waren die letzten 12 Jahre im gleichen Rahmen wie bei der GKV.

ist und bleibt – ich habe es hier mehrere Male gelesen – schlicht Unsinn. Deine PKV ist gestiegen, das glaube ich. Aber die GKV bemisst sich immer am Einkommen und ist immer ein Prozentsatz vom Einkommen, ab 1.1. glaube ich, sind es 14,9%, die sich AG und AN roundabout hälftig teilen. Aktuell sind es wohl noch über 15%, also das heißt, dass die Beiträge sogar fallen.

Bei der PKV (mehr als 30 Jahre) hab ich von Beitragssenkungen nix mitgekriegt. Günstigstenfalls sind die Beiträge gleich geblieben.

C6omhraxn


Auch das ist wieder individuell und hängt auch von dem ab der einen berät. Ich hatte in den letzten Jahren nur noch Ärger mit der Debeka ....

Hmm, also der, der mich berät, mit dem hab ich ja keinen Kontakt mehr, wenn der Vertrag mal steht und ich keine Fragen mehr habe. Klar steht und fällt schon mit der Beratung der Einstieg in das Thema, aber ansonsten habe ich danach anstandslos immer alles vollständig und schnell erstattet bekommen. Vielleicht steht und fällt das aber auch mit dem jeweiligen Sachbearbeiter, der in der Zentrale die Leistungsbearbeitung für einen macht.

Wenn ich nach "Debeka Kundenzufriedenheit" google sieht das aber in den großen Zahlen ganz anders aus. Bei der Focus-Lesernote steht die Debeka auf Platz zwei, Beschwerden beim Aufsichtsamt gibt es durchschnittlich 4,3 auf 100000 Versicherte. Besser war nur die R+V, aber die kann in den Tarifen nicht ganz mithalten. Bei der AXA sind es z.B. im Vergleich 30 Beschwerden auf 100000 Versicherte.

CRogmran


Man kann ja wirklich über GKV und PKV streiten wie die Kesselflicker. Aber das

Die Steigerungen meiner PKV waren die letzten 12 Jahre im gleichen Rahmen wie bei der GKV.

ist und bleibt – ich habe es hier mehrere Male gelesen – schlicht Unsinn. Deine PKV ist gestiegen, das glaube ich. Aber die GKV bemisst sich immer am Einkommen und ist immer ein Prozentsatz vom Einkommen

Du irrst dich. Die GKV hat den Beitragssatz seit 2000 um ca. 2% angehoben, wobei die Arbeitnehmeranteile zwischendurch sogar höher angehoben wurden. Das klingt nicht nach viel, aber als nicht-versicherungspflichtiger Mensch richtet sich der Beitrag nach der Beitragsbemessungsgrenze, von denen ich den Prozentsatz an Beiträgen entrichten muss. Diese wurde seit 2000 um 8700 Euro angehoben, oder anders ausgedrückt: um 21%.

Ich hätte als GKV-Versicherter in den letzten 14 Jahren 2% direkte Beitragserhöhungen gehabt und 21% indirekte durch die angehobene Beitragsbemessungsgrenze. Ich müsste es genau nachrechnen, aber ich glaube, meine PKV-Steigerungen waren sogar knapp darunter.

Ich will mich nicht über PKV und GKV streiten, aber die echten Fakten sind mir schon wichtig.

Dje%r k)leine PPrinxz


Ok, den Argumenten kann ich folgen. Aber ich sage Dir, ich hatte Prämienerhöhungen von 10 bis 20%, und zwar jährlich. Ich hab ca. 1985 angefangen mit ca. 130 DM, wenn ich mich richtig erinnere, und war Anfang 2006 bei rund 700 Euro. Die haben 1985 auch damit geworben, sie bilden Rücklagen und so einen Scheiß. Alles nur heiße Luft.

C=omrkan


und war Anfang 2006 bei rund 700 Euro

Das ist natürlich ein happiger Betrag. Vielleicht magst du die Gesellschaft auch noch nennen, damit der TE weiß, wo er auf jeden Fall nicht hingehen wird.

Was war denn die Begründung für solche Steigerungen? Der "allgemeine medizinische Fortschritt und die höheren Lebenshaltungskosten" sicherlich nicht. Bei mir kommen alle 2-3 Jahre ca. 5% drauf. Warst du vielleicht in einem Ausverkauf-Tarif, der überalterte (erfolgloses Unternehmen, unterschiedliche Tarife) und wo man versuchte, billig Nachwuchs anzufixen, der die langjährigen Versicherten dann stützen muss? Sowas gibt's hier und da, aber das ist ja gerade der Vorteil von etablierten Krankenversicherern, deren Geschäftspolitik man über Jahrzehnte kennt und nachlesen kann. Ich bin z.B. auch sehr zufrieden mit der HUK. Aber für meine Krankenversicherung habe ich mich absichtlich gegen die HUK entschieden, weil die PKV-Sparte da noch sehr jung ist. Da weiß wirklich noch kein Mensch, wie sich Versichertenstamm, Tarifwerk und Beiträge entwickeln.

KFadhDidyxa


Sieh es als Eigenverantwortung. Du darfst auch "Nein" sagen, wenn du etwas nicht möchtest.

Was aber nicht immer geht, wenn man wegen akuten Problemen beim Arzt sitzt, dann kann man sich schlecht eine halbe Stunde zum Recherchieren zurück ziehen.

Bei Privatpatienten bekommt der Arzt sein Geld sowieso, da ist natürlich von Vorteil, wenn er so berät, dass eher wenig Eigenleistung entsteht oder dass die Kasse es übernimmt, aber jede Behandlung, die er macht, bringt mehr Geld als keine Behandlung.

Das habe ich alles von einem Freund, der mal im Sterntv einen Beitrag gesehen hat!

Achja, und ich war sowohl PKV als auch GKV versichert und bin sehr froh, dass ich nun langfristig in der GKV sein darf – aber das ist nur das, was die Nickname Kadhidya hier schreibt.

Ob es wahr ist, weiß niemand, und natürlich habe ich mir bestimmt nur ausgedacht, dass ich mal PKV versichert war, immerhin schreibe ich etwas Negatives und das kann ja nicht sein, also lüge ich hier bestimmt nur, um meine Argumentation zu stützen.

Ja.

Genauso wird es sein.

E=hema-liger tNutKzerq (#3x25731)


Achja, und ich war sowohl PKV als auch GKV versichert und bin sehr froh, dass ich nun langfristig in der GKV sein darf

Geht mir genauso, ich bin froh und zufrieden in der GKV und werde auch nicht schlechter beghandelt als vorher!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH