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Soll ich Kassenpatient bleiben?

D|er klUeine Prxinz


Tja, zum einen hatte ich in den letzten 15 Jahren rd. 20 OP's und habe mehr als genug Zeit in Dreibettzimmern verbracht. Wobei viele Kliniken eh zum 2er-Standard tendieren.

Ja natürlich, 4- und Mehrbettzimmer sind völlig out, ich kann mich noch gut an 6-

Bettzimmer erinnern, 2-Bettzimmer werden zunehmend Standard.

Je nach Abteilung (Innere, Angio, ...) hat man andere Zimmergenossen, die sich dann wiederum in ihren Lebensäußerungen komplett anders äußern. Genauer werde ich mal lieber nicht ;-D. Das kann einen dann schon um jegliche Nachtruhe bringen, und wenn man dann mal ein paar Nächte nicht geschlafen hat, merkt man, dass man kranker ist als zuvor. Dann sehnt man sich nach einem Einbettzimmer.

Ist aber eh alles nur graue Theorie, wenn man in keine Zusatzversicherung rein kommt.

SVchmiEdti70


Das Vergnügen eines 6-Bettzimmers hatte ich auch schon...neulich vor knapp 30 Jahren... ;-D Vor 2 Jahren hatte ich aber auch zweimal ein Einzelzimmer....als Kassenpatient ohne Zusatzversicherung. War gerade frei... :-D

Ansonsten ist meine private Pflegeversicherung schon so teuer geworden, nach weiteren Zusatzversicherungen frage ich gar nicht erst.... :(v

heex.eT.


Nochmal zur solidargemeinschaft, da wäre ich eine große anhängerin der sogenannten bürgerversicherung denn die würde eine wirkliche solidarisierung quasi erzwingen. Wenn dann eine grundversorgung für alle angeboten würde die nach lust, laune und einkommen, bedarf durch zusatzversicherungen ergänzt werden könnte hätte Deutschland ein gutes KV system meine ich.

Die PKV als solidargemeinschaft anzusehen erfordert m.e. schon viel optimismus, denn dort sammeln sich doch vor allem gesunde, jüngere und finanziell besser gestellte die den GKV bei der finanzierung fehlen.

D|er klCei;ne Prxinz


Ja, eine steuerfinanzierte Bürgerversicherung, so wie es die Schweiz so weit ich weiß, hat, wäre eine super Lösung. Wer noch mehr Versicherung möchte, kann sich gerne zusatzversichern.

C%o_m+ran


Die PKV als solidargemeinschaft anzusehen erfordert m.e. schon viel optimismus, denn dort sammeln sich doch vor allem gesunde, jüngere und finanziell besser gestellte die den GKV bei der finanzierung fehlen.

Das ist ein politisches Problem, weil es der Gesetzgeber so will. Kein Problem der PKV. Die nimmt jedes Neugeborene ohne Risikoprüfung (Bluter, Zuckerkrank, Herzfehler ... spielt alles keine Rolle) und zu einem spottbilligen Beitrag, der abgesehen von den relativen Kostensteigerungen bis ins Alter noch niedriger bleiben würde als es bei heutigen Einsteigern mit Mitte 30 der Fall wäre. Man darf aber seine Neugeborenen nicht einfach so PKV-versichern, weil das Sozialgesetzbuch es so will. Ausgenommen privat versicherte Elternteile.

Deine Aussage ist dennoch teilweise ein Widerspruch in sich. "Gesunde junge Leute", die wegen ihres Einkommens in die PKV wechseln, haben vorher i.d.R. in die GKV eingezahlt, und zwar einen relativ hohen Beitrag. Aber kaum Leistung bezogen, da sie ja gesund sind. Dann wechseln sie das System, gesund und jung. Eine Rückkehr in die GKV ist schwer, ab Mitte 50 kaum noch möglich. D.h. wenn die ehemals gesunden jungen Leute älter und kränker werden, belasten sie die GKV auch nicht, sondern nur noch die PKV. Unter'm Strich gehören versicherungsfreie PKV-Mitglieder somit zu den Nettozahlern der GKV.

Und ganz ehrlich: wenn ein gesunder Mittdreißiger in die PKV kommt, dann hat die PKV absolut keinen Schimmer davon, wie es in 20 Jahren um ihn steht. PKV-Versicherte werden genauso krank wie GKV-Versicherte.

C3om;ran


Ja, eine steuerfinanzierte Bürgerversicherung, so wie es die Schweiz so weit ich weiß, hat, wäre eine super Lösung. Wer noch mehr Versicherung möchte, kann sich gerne zusatzversichern.

Findest du? Die schweizer Bürgerversicherung hat eine Kopfprämie, d.h. es ist egal, wieviel du verdienst. Jeder zahlt das Gleiche, und nur 30% bekommen steuerliche Zuschüsse. Ich glaube nicht, dass das sonderlich sozial ist. Außerdem sind innerhalb von den ersten 7 Jahren die Beiträge um 60% gestiegen. Wer das Schweizer Modell kennt, der müsste eigentlich die PKV als das kleinere Übel betrachten.

UMlmeGr Sxpatz


Hallo zusammen,

ich lese hier schon noch mit, hab aber erst morgen Abend wieder Zeit, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Dann schreib ich auh wieder, nachdem ich eure letzten Beiträge gelesen hab.

Doer kleSi(ne Pxrinz


Findest du? Die schweizer Bürgerversicherung hat eine Kopfprämie, d.h. es ist egal, wieviel du verdienst. Jeder zahlt das Gleiche, und nur 30% bekommen steuerliche Zuschüsse. Ich glaube nicht, dass das sonderlich sozial ist. Außerdem sind innerhalb von den ersten 7 Jahren die Beiträge um 60% gestiegen. Wer das Schweizer Modell kennt, der müsste eigentlich die PKV als das kleinere Übel betrachten.

Dann hatte ich das mit den Schweizern falsch im Gedächtnis. Auf jeden Fall finde ich, dass das Gesundsheitswesen steuerfinanziert gehört, und zwar zu 100%.

DUi>eKruxemi


Auf jeden Fall finde ich, dass das Gesundsheitswesen steuerfinanziert gehört, und zwar zu 100%.

Finde ich nicht.

1. Ich möchte nicht, dass der Staat den Umfang der zugänglichen medizinischen Versorgung regelt mit dem Argument, dass er es ja finanziert. England möge hier als abschreckendes Beispiel dienen.....

2. wieviel Eigentverantwortung soll man denn noch abgeben und und staatliche Hände legen?

Dder FkleWine Pvrixnz


Zu 1.: Umfang wäre vielleicht so definiert wie jetzt bei der GKV auch, dann gäbe es für den Staat nix zu regeln. Alles, was medizinisch notwendig ist, wird bezahlt.

Zu 2.: Eigenverantwortung gibt man doch so oder so ab. Entweder an die GKV, oder an die PKV oder an den Staat. Nur: dann gäbe es niemanden mehr, der sich keinen Arzt leisten kann, weil er nicht krankenversichert ist. Bzw. der nur notfallbehandelt wird, was heißt, eigentlich nicht.

D:iePKr#uemxi


Zu 2.: Eigenverantwortung gibt man doch so oder so ab. Entweder an die GKV, oder an die PKV oder an den Staat.

Durch die Palette an Zusatzversicherungsmöglichkeiten entscheide ich doch, in welchem Umfang ich behandelt werden möchte.

Umfang wäre vielleicht so definiert wie jetzt bei der GKV auch, dann gäbe es für den Staat nix zu regeln. Alles, was medizinisch notwendig ist, wird bezahlt.

Medizinisch notwendig ist aber gerade z.B. in der Zahnmedizin weit weg von ästhetisch.

D/er kle9ine Pr.inxz


Durch die Palette an Zusatzversicherungsmöglichkeiten entscheide ich doch, in welchem Umfang ich behandelt werden möchte.

Das könnte weiterhin genau so sein (bleiben). Ein steuerfinanziertes Gesundheitswesen würde nach meiner Vorstellung die selben Leistungen erbringen wie momentan die GKV. Obendrauf kann jedermann Zusatzversicherungen packen, wie er es möchte. Die Zusatzversicherungen werden natürlich nicht aus Steueraufkommen bezahlt, sondern aus jedermanns Privatportemonnaie.

Medizinisch notwendig ist aber gerade z.B. in der Zahnmedizin weit weg von ästhetisch.

Ein steuerfinanziertes Gesundheitswesen sollte all das ohne Einschränkungen bezahlen, was zur Gesundung oder Behandlung nötig und möglich ist. Wenn jemand besondere Ansprüche an Ästhetik oder Materialien hat, muss er daraus resultierende Mehrkosten selbst begleichen, entweder privat oder über Zusatzversicherung.

Ich will nur, dass JEDER in das Gesundheitswesen einzahlt, und dass JEDER im gleichen Maße davon profitiert. Jemand, der sowenig verdient oder zum Leben hat, dass er keine Steuern aus Einkommen, Vermietung und Verpachtung, ... zahlt, ist dann genau so versichert wie ein anderer, der Steuern bis zum Höchstsatz zahlt. Der, der wenig oder keine Steuern zahlt ist nämlich in meinen Augen genau so viel "wert", und dessen Gesundheit oder Behandlung im Krankheitsfall genau so wichtig wie bei dem, der hohe Steuersätze bezahlt.

Nur dann, wenn JEDER krankenversichert ist, kann sich jeder so behandeln lassen, wie es medizinisch notwendig ist/scheint. Heute haben wir zwar eine Krankenversicherungspflicht, und trotzdem gibt es VIELE Menschen, die nicht krankenversichert sind. Ich finde diesen Zustand in unserer Gesellschaft für nicht hinnehmbar.

ATm)itolgane


Ich denke bei er Frage GKV ja / nein kommt es wohl ach darauf an was man möchte.

Denn abgesehen von der Frage welche Versicherung wie viel Beitrag kostet mus man ja auch überlegen was alles abgedeckt wird. Und hier geht es nicht nur um Zusatzleistungen sondern auch darum, dass dir, wenn du mit 30 in die PKV willst und wegen Rückenproblemen behandelt wurdest die PKV solche Leistungen von vorhinein einfach usschließen kann. Da ist die Frage Einzelzimmer oder doch eher 2 bzw 3-Bett ein Luxusproblem, denn wennich einmal für eine überschaubare Zeit in's KH muss kann man disen Aufpeis auch mal einfacher selbst bezahlen als z.B. eine komplette Banscheiben-OP oder z.B. Implantate.

Für mich waren das + die Tatsache der im Alter steigenden Beiträge die Grüde warum ich mich gegen eine reine PKV und für KGV + umfangreicherer Zusatzversicherung entschlossen habe. Mehr als maximalbeitrag kann mir die GKV eh nicht mehr aufhalsen und für einen überschaubaren Zusatzbeitrag habe ich dann bei den Stellen wo es mir darauf an kommt die gleiche Behandlung wie Privatpatienten und das ohne, dass ich im Zweifelsfall selbst etwas zu zahlen müsste.

U'lmerW Spatz


Hallo zusammen,

ich denke, man muss unterscheiden, ob man nun Selbstständig, Angestellt oder Beamter ist.

Als Angestellter würde ich nie in die Privatversicherung wechseln.

Ich war auch mal Selbstständig. Damals bin ich freiwillig gesetzlich versichert geblieben, hab aber auch entsprechend gut verdient, dass es mir nicht so viel ausgemacht hat.

Abr jetzt – als Beamter...??

Wäre der Dienstherr bereit, wie bei Angestellten 50% der kosten der GKV zu übernehmen, würde ich meinem bisherigen Anbieter wohl auch treu bleiben.

Aber leider kann man aber auch nicht zwischen Beihilfe und Arbeitgeberanteil wählen, sondern es heißt:

"Entweder Du versicherst Dich privat, dann zahlen wir zu den anfallenden Kosten 50% und wenn Du in Pension bist sogar 70% – oder Du versicherst Dich freiwillig gesetzlich, dann darfst Du den ganzen Beitrag alleine bezahlen und wir freuen uns, weil dann für uns dann (so gut wie) keine Beihilfezahlungen fällig werden."

Man wird also als Beamter – wenn ich es jetzt mal hart ausdrücke – schon fast dazu genötigt, in eine Privatversicherung einzusteigen, denn als Beamter zahle ich sonst in der Gesetzlichen deutlich mehr für weniger Leistung.

Einige von euch haben Bewertungen der Kundenzufriedenheit erwähnt. Danach habe ich auf diversen Bewertungsportalen auch schon gegoogelt – mit dem Ergebnis, dass sowohl GKV als PKV teilweise verheerende Noten bekommen.

Doch ich denke, das muss man auch relativieren. Leute, die zufrieden sind und bei denen die Leistung passt, bewerten meistens gar nicht, während sich v.a. die melden, bei denen die Leistung nicht passt und die aus irgendeinem Grund unzufrieden sind.

Ich kann höchstens sagen: Krankenkasse X hat einen von 5 Sternen und Y 2 von 5, also wird Y doch deutlich besser sein.

Und das mit der günstigen Familienversicherung bei der GKV...?

Tja, woher soll ich wissen, ob das je relevant für mich sein wird?

Wenn mir jemand hier rasch sagen könnte, ob ich in den nächsten Jahren eine liebe x:) Freundin finde und heiraten werde, wär das für meine Entscheidung hilfreich. Ach ja, bitte sagt mir auch gleich, ob und wie viele Kinder ich haben werde ;-D

Ein Bekannter von mir, der das selbe Problem hat wie ich, wird in den nächsten Tagen zur Verbraucherberatung gehen. Mal schauen, vielleicht wird er da schlauer

U@lmer \Spaetz


Also wenn ich die hier vertretenen Auffassungen mal statistisch auswerte, komme ich zu folgendem Ergebnis (hoffe, ich hab richtig gezählt):

16 Leute raten eher zum Verbleib in der gesetzlichen Versicherung

9 Leute meinen dagegen, die Privatversicherung hätte unterm Strich mehr Vorteile

(bei zwei, drei Diskussionsteilnehmern habe ich keine eindeutige Richtung festgestellt)

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