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Alkoholkonsum Rettungswagen selbst bezahlen ? Wie weiter vorgehe

C4omrjaxn


Ein typisches Foren-Phänomen, dass sich nach ein paar Seiten die Nutzer wegen ungelegter Eier in die Wolle kriegen.

Geben wir doch 16adrian nochmal Gelegenheit, sich die Rechnung genau anzuschauen, dann mit der Krankenkasse zu reden, und dann macht er uns hoffentlich schlauer, was daraus geworden ist.

Ansonsten seien wir froh, dass lieber jemand einmal zuviel kommt, als einmal zuwenig. Aber bezahlen muss es irgendjemand, soviel steht fest, denn den Wagen bekommen die Dienste nicht von Oma geschenkt, ohne Sprit fährt er auch nicht, und die Bereitschaftskräfte sitzen sich nicht Nachts den Arsch ab, während andere feiern, nur weil sie Lust darauf haben. Und diese Kosten müssen nun mal umgelegt werden. Und mir erschließt sich nicht, warum die Einsatzkosten auf einen Kranken (bzw. seine Krankenkasse) ohne jede Aufregung umgelegt werden, wenn jemand unverschuldet einen Unfall hat oder eine Herzattacke ... aber bei einer Teilschuld wie "zuviel gesoffen" aber nicht? Soll man auf den Trinker mehr Rücksicht nehmen, nur weil der Einsatz letztendlich nicht gebraucht wurde, als auf echte Opfer?

Es wäre schön, wenn 16adrian hier noch aufklärt, wie das mit der AOK gelaufen ist. Dann ist vielleicht alle Aufregung rum. Oder es kommt eine neue Aufregung, warum eine AOK bei Betrunkenen die Kosten auf die Versichertengemeinschaft umwälzt ]:D

H+eisernberg=8A9


Hier hat man aber die Wahl... was man bei Alterkrankheiten nicht hat. Es ist alleine mein Entscheid mich bis zum Koma zu besaufen.

Hast du überhaupt den Eingangsbeitrag gelesen? (Habe betreffende Textstelle markiert)

Übrigens hast du aber durchaus die Wahl Auto zu fahren, ungesund zu essen, Berge zu besteigen, Ski oder Snowboard zu fahren, Wandern zu gehen oder was auch immer. Verletzungsrisiken sind fast immer gegeben. Dann zahl auch bitte dafür, du wusstest ja worauf du dich einlässt. Mir ist die Absurdität des Geschriebenen zwar bewusst, mir will bloß nicht in den Kopf, warum dieses Argument plötzlich im Bezug auf Alkohol richtig sein soll?

Obwohl meist ordentlich argumentiert worden ist, stellte ich trotzdem in manchen Beiträgen eine beachtliche Portion Häme fest. Menschen machen Fehler - jeden Tag! Und mit ein wenig Glück sieht es beim nächsten mal besser aus.

Wäre ich der TE und in einer vergleichbaren Situation, sähe niemand auch nur einen Cent von mir. Es wurde gegen meinen Willen gehandelt (als freier Mensch in einem demokratischen Staat) und soll nun die Konsequnzen tragen - ohne mich.

Und das ist kein kindlicher Trotz. Ich meine es bluternst. Ist eine Frage des Prinzips ]:D

H4eisen2beQrg8x9


Entschuldigt... jetzt habe ich ob meiner Emotionalität die Pointe vergessen:

Entgegen des Willens des TEs wurde ein, wie vom TE richtig eingeschätzt, NICHT benötigter Rettungsdienst gerufen!

Hätte er tatsächlich im "Koma" (Bewusstlosigkeit) gelegen, hätte er sich die Seele aus dem Leib gekotzt, hätte er von einer Brücke, von einem Haus oder sonstwo runterspringen wollen (nicht in selbstmörderischer Absicht sonder in alkoholbedingter Leichtsinnigkeit) - DANN wäre die Situation sonnenklar. Aber solange noch jemand nein sagen kann, dann sollte man das auch respektieren und wenn man es nicht tut, dann muss man auch die Konsequenzen tragen (Leerfahrt bezahlen)! Ich geh nämlich stark davon aus, dass die "Helfer" auch mächtigst einen im Tee hatten und wer alkoholisiert eine Fehlentscheidung trifft... achja das hatten wir ja schon :-p

dree#p tblxue sxea


L.van Pelt, ich glaube du hast mein Posting nicht richtig verstanden.

Natürlich muss der Einsatz bezahlt werden. Und es is richtig, dass der Freund des TE im Zweifelsfall den Rettungswagen gerufen hat.

Fakt ist aber auch, dass dieser bezahlt werden muss. Und da sehe ich die Schuld nicht beim Freund des TE, sondern beim TE selbst. Und nein, nur weil Alkohol in Deutschland so leicht erhältlich ist, muss man sich nicht so besaufen.

Und dass dieses extreme Saufen hier auch noch mit Snowboarden und wandern gehen in einen Topf geworfen wird.... Seht ihr wirklich keinen Unterschied zwischen Sport und Besäufnis?

d(eep tbluke sexa


Obwohl meist ordentlich argumentiert worden ist, stellte ich trotzdem in manchen Beiträgen eine beachtliche Portion Häme fest. Menschen machen Fehler - jeden Tag! Und mit ein wenig Glück sieht es beim nächsten mal besser aus.

Jo. Fehler war - zu viel trinken. Dann steht man für seinen Fehler gerade und macht es das nächste mal besser.

Wäre ich der TE und in einer vergleichbaren Situation, sähe niemand auch nur einen Cent von mir. Es wurde gegen meinen Willen gehandelt (als freier Mensch in einem demokratischen Staat) und soll nun die Konsequnzen tragen - ohne mich.

Ok, also bist du so ein toller Mensch, der seinen Freund oder die Rettung auch noch für das eigene Fehlverhalten (ach nee, sich zu besaufen ist ja kein Fehlverhalten) bezahlen lässt. :)^

AblexMandraxT


Hast du überhaupt den Eingangsbeitrag gelesen? (Habe betreffende Textstelle markiert)

Ja, klar... aber lies mal das ganze Thema.. ich hab alles gelesen. Dann weisst Du auch wem ich geantwortet habe und auf was ich mich bezog. Wir sind längst nicht mehr beim Ausgangsposting sondern allgemeiner Sauferei.

AJlexvandraTT


Seht ihr wirklich keinen Unterschied zwischen Sport und Besäufnis?

Doch.... nen sehr grossen. Ich verstehe Dich absolut.

HseiseBnbBerg8x9


Ok, also bist du so ein toller Mensch, der seinen Freund oder die Rettung auch noch für das eigene Fehlverhalten (ach nee, sich zu besaufen ist ja kein Fehlverhalten) bezahlen lässt. :)^

Halten wir zuerst mal fest, dass ich gar nicht in der Situation bin und auch noch nie war. Aber wer sich mein Freund schimpft und dann so einen Mist baut, muss dann tatsächlich mit den Konsequenzen leben.

Ich kann deine grundlegende Motivation für diesen Beitrag zwar nachvollziehen. Aber ich möchte dich ernsthaft fragen: Wo ist die Grenze? Jetzt mal ohne Flachs. Wenn ich zügig eine Mass Bier trinke bin ich schon ziemlich hinüber und das bei 1,96m und ca. 2 Zentnern Lebensgewicht. Muss jetzt sofort ein Notruf geholt werden? Weil ich Drehschwindel verspüre, weil ich ruhiger bin als sonst? War bisher halt nicht der Fall. Warum sollten andere Menschen das Recht haben, mich bei Bewusstsein als medizinischen Notfall zu deklarieren? Ich weiß nicht über welchen Zeitraum der TE wieviel getrunken hat. Ich habe aber seinen Beitrag gelesen. Er wollte nicht abgeholt werden, denn es bestand keine medizinische Indikation - was auch der Rettungsdienst bestätigte.

dmeeIp bl#ue xsea


Wenn ich zügig eine Mass Bier trinke bin ich schon ziemlich hinüber und das bei 1,96m und ca. 2 Zentnern Lebensgewicht. Muss jetzt sofort ein Notruf geholt werden? Weil ich Drehschwindel verspüre, weil ich ruhiger bin als sonst? War bisher halt nicht der Fall. Warum sollten andere Menschen das Recht haben, mich bei Bewusstsein als medizinischen Notfall zu deklarieren?

Der Freund des TE hat sich garantiert Sorgen um die Gesundheit des TE gemacht. Ansonsten hätte er keinen RTW geholt! Und nicht jeder Laie (inkl. mir) ist fähig, zu entscheiden, wann es gefährlich ist oder nicht. Dafür muss man sich nämlich nicht bewusstlos gesoffen werden.

Hier wird dem Freund ein Vorwurf gemacht, weil der TE nun 300 Euro bezahlen soll. Ansonsten heißt es jedes Mal, wenn was passiert - "wieso hat jeder weggeschaut, warum hat keiner die Rettung gerufen?" und wenn jemand dann die Rettung ruft wegen einem Fehlalarm wird hier ein Fass aufgemacht.

Ich wäre meinen Freunden im Zweifelsfall dankmar, dass sie sich um meine Gesundheit sorgen, als mit der "ich bin ein freier Mensch und keiner darf mich als Notfall deklarieren"-Keule zu kommen. Das macht mich echt fassungslos. Ich stelle mir vor, ich wäre der Freund des TE und mir würden dann solche Vorwürfe kommen. Das wäre die längste Zeit mein Freund gewesen.

HIeise$nberxg89


Und für eine derartige Fehleinschätzung, EGAL wie gut sie gemeint war, sollte der Verursacher aufkommen!

Das heißt nicht, dass niemand mehr den Notruf wählen sollte oder das man Finanzielles abwägen muss vorher. Aber wer unnötig den Rettungsdienst ruft - hat Mist gebaut. Das wisst ihr alle, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Mir gefällt weiterhin der Gedanke, man wäre als Alkohol konsumierender Mensch automatisch vogelfrei (bei moralischen Fragen), überhaupt nicht! Wer aus Spaß nen Berg raufklettert und fürchterlich stürzt - mit dem Hubschrauber abtransportiert werden muss und sein Bein verliert, "belastet" die Allgemeinheit noch viel stärker als eine Leerfahrt eines Rettungsdienstes. Das Besteigen eines Berges ist nicht ethisch wertvoller als das Trinken eines Kasten Bieres.

Und ich bin der Letzte der Alkoholkonsum gut heißt. Da man sich in D dabei aber im Rahmen des Gesetzes bewegt, werde ich hier nicht irgendwelchen scheinheiligen Mist schreiben.

S9hoxjo


Das heißt nicht, dass niemand mehr den Notruf wählen sollte oder das man Finanzielles abwägen muss vorher. Aber wer unnötig den Rettungsdienst ruft - hat Mist gebaut. Das wisst ihr alle, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Das funktioniert so aber nicht. Wenn nicht klar aus Jux und Dollerei der Rettungswagen gerufen wurde, DARF es nicht sein, dass der, der ihn gerufen hat, zahlen muss - der Grund hierfür liegt nicht im jeweiligen Einzelfall, sondern speist sich daraus, dass es keine Steigerung der Hemmschwelle geben darf, im Zweifel für jemanden den Rettungswagen zu rufen. Leistest Du Erste Hilfe, haftest Du nicht für Fehler, die Dir dabei versehentlich unterlaufen, und rufst Du einen Rettungswagen, weil Du es für notwendig hältst, dann zahlst Du nicht. Das mag im Einzelfall hin und wieder unangemessen aussehen, aber es muss so gehandhabt werden, weil sonst in der Konsequenz oft Menschen nicht geholfen würde, die Hilfe benötigen.

Adrian hat sich noch nicht wieder gemeldet und schrieb bisher mit keiner Zeile, dass er den Einsatz tatsächlich bezahlen muss. Er hat nur die Rechnung bekommen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass er sie bei der Krankenkasse einreichen kann und abzüglich eines kleinen Eigenanteils bezahlt bekommt. Ja, das trägt dann die Solidargemeinschaft, ebenso wie die Folgen anderer Dummheiten und individueller Entscheidungen, die ein vernünftigerer Mensch anders getroffen hätte.

q]uacksnalZbexrei


Und für eine derartige Fehleinschätzung, EGAL wie gut sie gemeint war, sollte der Verursacher aufkommen!

Wenn man den Gedanken jetzt mal weiterspinnt, bedeutet das, dass ein Patient, der irgendwo an seinem Körper einen kleinen Knubbel entdeckt, sich deshalb Sorgen macht und zum Arzt geht, dieser feststellt, dass es nur ein harmloses Lipom ist und ihn wieder nach Hause schickt, dass dieser Patient aufgrund seiner Fehleinschätzung die Arztrechnung selber zahlen soll. Hm.

Als Laie ist man nun mal oft nicht in der Lage einzuschätzen, welche gesundheitliche Relevanz ein Zustand hat – dafür gibt es die Unterscheidung Laie – Profi.

D$ie1Krjuemi


Da der vermeintlich Alkoholvergiftete aber gesagt hat, dass er keinen Krankenwagen wünscht, könnte man dies schon als Vorsatz werten.

das ist so ein Unsinn........

ich habe bisher als Passant 2 mal den Rettungswagen gerufen, beide Male gegen den Willen des Patienten.

1. ein alter, angetrunkener Mann ist vom Rad gestürzt, saß auf dem Boden, blutete stark aus dem Mund. Er wollte weder Hilfe von Passanten noch einen Rettungswagen, brüllte nur "lasst mich in Ruhe". Er kam aber offensichtlich nicht alleine auf die Beine, und blutete eben, beim rumbrüllen konnte ich sehen, dass seine Zunge einen deutlichen, tiefen Riss hatte.

Natürlich rufe ich da den RTW, und natürlich auch gegen den Willen des Patienten.

2. eine ältere Dame lag vor dem Supermarkt, offenbar gestürzt. auf Ansprache verwirrt reagierend. (Alzheimer? oder akute Verwirrung wg Sturz auf dem Kopf? keine Ahnung). Sie konnte mir ihre Adresse nicht nennen, nichtmal ihren Namen, nur in einem war sie sich sicher: sie will keinen RTW, machte aber auch keine Anstalten, aufzustehen, saß bei klirrender Kälte auf dem Boden. Hab RTW gerufen. Irgendwann kam ihr Mann, sie hatte tatsächlich Alzheimer, eigentlich hat sie keinen RTW gebraucht--dennoch würde ich wieder so handeln.

H7eisendberg8x9


Noch ein Beitrag vom Streithammel:

Ich rudere mal ein bisschen zurück - vor allem wegen Shojos Beitrag. Habe heute morgen etwas zu streng und zu laut argumentiert. Es ist schon gut wenn Freunde aufeinander aufpassen. Und ich bin mir sicher, dass sie untereinander eine Lösung finden mit der Bezahlung - zumal ja garnicht sicher ist, dass etwas bezahlt werden muss :)_

Es hat mich persönlich irgendwie berührt vor einigen Jahren rief die (schizophrene) Mutter meiner ehemaligen Partnerin die Behörden - da ich angeblich gerade dabei war, Suizid zu begehen. Eine sehr unangenehme Situation in der ich dann steckte. Ich sah sowohl meine gesellschaftliche Reputation, als auch meine Beziehung gefährdet. Eine Rechnung trudelte ebenfalls in Haus. Sehr sehr unangehm - und es lag an mir, die Wahnvorstellung der Mutter anzuprangern und ihr außerdem die Kosten zu übertragen. Ob sie zahlen musste weiß ich nicht, da auch ihre Zurechnungsfähigkeit fraglich war...

Sxho9j6o


Okay, das ist eine reichlich ätzende Geschichte, so was hängt einem bestimmt ordentlich nach. Aber zahlen musstest Du damals ja wenigstens nichts. Wobei die Rechnung wahrscheinlich der kleinste Teil des Ärgers war.

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