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Unmenschliche Wartezeiten für Arzttermine fast aller Art

V)inexgar hat die Diskussion gestartet


Huhu,

ich wohne in Leipzig und habe in den letzten Wochen vermehrt den Gebrauch von Ärzten gemacht, da ich aufgrund von stressbedingten Gründen ziemlich anfällig für Erkältungen, etc. war und obendrein Check Ups machen wollte.

Was mich aber höchst verzweifelt, ist die Tatsache, dass ich hier oftmals, sei es bei Zahnärzten, Augenärzten oder für eine MRT MONATELANGE Wartezeiten habe.

Ich spreche hier von Wartezeiten jenseits der 30 vollen Tage.

Wie kann es sein, dass ich in meiner Umgebung keine Arztpraxen habe, die mir wenigstens Termine im humanen Rahmen geben. Human sind für mich 14-21 Tage, aber definitiv nicht einen ganzen Monat!

Wie sieht es aus, wenn ich bsp. Schmerzen im Auge habe? Wie zur Hölle soll ich bitteschön einen Monat warten, bis ich dann einen Termin für meine Augenschmerzen bekommen habe? Das ist doch unzumutbar?

Wenn es um allgemeinärztliche Dinge geht, kann ich ja gut Glück morgens 7:30 vor der Hausarztpraxis stehen, damit ich noch fast 45 Minuten warten muss, wenn die Öffnungszeiten der Praxis eigentlich um 8 Uhr sind (Ist mir so passiert, kein Scherz...)

Selbiges galt für meine Knieschmerzen, die im Sommer angefangen haben. Überweisung vom Hausarzt zur MRT, die aber mehr als einen Monat später durchgeführt werden sollte! In der Zwischenzeit sind die rheumatischen Schmerzen in den Knien VÖLLIG egal und sind schlimmer geworden! Zum Orthopäden? Kann ich nicht, dauert auch 45 Tage! Ob dabei in einem Monat schlimmeres passiert, weiß ich nicht. Und soweit kann ich die Zukunft aus berufsbedingten Gründen nicht schauen! Das liegt einfach zu weit weg, als das ich versprechen kann, diese beknackten Termine wahrzunehmen!

Kennt sich jemand mit den versicherungsrechtlichen Problematiken aus, welche Rechte ich als Kassenpatient habe, was ich dulden kann und was ich tun soll oder muss, wenn ich keine gut organisierten (Fach)ärzte hier habe?

Genauso als Fallbeispiel, wenn meine Knieschmerzen nun soweit fortgeschritten sind, dass ich ins Krankenhaus lande, obwohl die Ärzte mir keinen Termin unter 30 Tagen gegeben haben! Wer haftet? Wer trägt die Verantwortung? Kann ich damit vor Gericht gehen?

Mit freundlichem Gruß!

Antworten
E7hemaaliger N,utzer \(#4H67193x)


Wende dich, bei Bedarf, telefonisch an deine Krankenkasse zwecks Termin- oder Arztvermittlung.

Kann ich damit vor Gericht gehen?

Rechtsberatung ist im Forum nicht gern gesehen.

VLinezgar


Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Beratung, schließlich ist nichts vorgefallen, aber gibt es bereits Stories oder Berichte bzw. juristische Gegebenheiten, in die man ein paar BLicke werfen kann?

So sollte es gemeint sein...

I;ceDLXady_x50


Wer haftet? Wer trägt die Verantwortung?

Wofür sollen andere haften? Deine Gesundheit, Deine Verantwortung.

Für Notfälle gibt es Anlaufstellen.

Kann ich damit vor Gericht gehen?

Auf was willst Du klagen? Darauf, dass es viel zu wenig Ärzte, grade auch im ländlichen Bereich, gibt? Darauf, dass die Angestellten nicht bis nachts arbeiten, um eben dieses Mankos zu kompensieren? Alles bekannt und vor allem auch seitens der Ärzteschaft oft genug bemängelt.

Es wird in Zukunft eher noch schlimmer, als besser werden.

Da hilft generell nur eine besssere Krankenversicherung, vor allem für den stationären Bereich.

Unni`rdisxch


Da Du in Sachsen wohnst, hast das große Glück, im bisher einzigen und ersten Bundesland zu leben, das der kommenden Verpflichtung des Gesetzgebers vorgreift: Es existiert eine offizielle Terminvermittlungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung.

Hier findest Du die Rufnummer des Servicetelefons und weitere Informationen:

[[http://www.kvs-sachsen.de/buerger/servicetelefon-terminvermittlung/]]

V?in=egaxr


Das Servicetelefon hört sich ja recht interessant an! Ich werde auf jeden Fall dort anrufen!

@ Icelady:

Für Notfälle gibt es Anlaufstellen.

Dieser Satz ist recht perplex!

Meine Beschwerden, die ich als Beispiele eingeführt habe, handeln sich nicht um "Notfälle"! 7-14 Tage kann ich damit leben, aber wenn sie wissen, dass ich warten kann ,werde ich doch recht schnell ausgewiesen mit der Bemerkung: Gehen sie am nächsten Werktag zum Hausarzt....

Will ich direkt zu den Fachärzten, kommen horrende Wartezeiten über 3 Wochen... Genau DAS Problem will ich lösen!"

Ich will auch Notdienste oder Krankenhäuser auch ungern belasten und für sowas haben Sie auch keinen Nerv...

EJhemalDiger( Nutz,er (f#4671s93)


Will ich direkt zu den Fachärzten, kommen horrende Wartezeiten über 3 Wochen... Genau DAS Problem will ich lösen!"

Wie dir Unirdisch schon geschrieben hat, wende dich an die dementsprechenden Anlaufstellen. Die helfen dir weiter und verringern unter Umständen die Wartezeit.

Sonst ist das kein Problem, dass du persönlich lösen kannst / wirst - eher eine Systemerscheinung.

Fvredesrik|eFrZosch


Beim Lesen dachte ich zuerst daran, wie lange man im Wartezimmer sitzen muss... Dazu wollte ich auch letztens einen Faden eröffnen. Habe beim HNO geschlagene 5 1/2 Stunden gesessen bis ich dran kam! Gut, ich hatte keinen Termin, sondern bin wegen etwas Akutem hingegangen, aber da wäre mir fast der Kragen geplatzt. {:(

chrie+charxlie


Ernsthaft:

ich glaube, da kommst Du um Privatrechnungen nicht rum,

das ist wohl die einzige Möglichkeit.

Ich erlebe das von der anderen Seite (bin privatversichert) und das ist manchmal schon krass,

z.B. HNO-Arzt in der Grippe-Saison, ich komme OHNE Termin, melde mich an, darf gleich vorne hin setzen und bin dann der übernächste im Sprechzimmer, ich bin schneller als meine Karte im Sprechzimmer, der Dok weiß oft gar nicht, wie ihm geschieht (und ich auch nicht).

MRT am gleichen Nachmittag?

Kein Problem.

Zahnarzt nächste Woche. Klar.

Orthopäde? So schnell, dass ich in meinem Terminkalender keinen Platz finde in nächster Zeit.

Gibt es nicht die Möglichkeit, "Selbstzahler" zu sein und die Rechnung dann bei der gesetzlichen einzureichen?

Vielleicht ist die Differenz gar nicht so hoch? Zumindest bei den check-ups kann das nicht sein....

c^riechaxrlie


Ich habe schon Leute vorgelassen (mit kleinen Kindern, Ältere etc..), wenn ich aufgerufen wurde... ("wollen Sie nicht vor, ich habe Zeit...")

keine Ahnung, ob das okay war. Ich denke eher nicht. ]:D ]:D

CVinqnamxon4


Ich kann dich schon verstehen, Vinegar, dass dich das nervt. Ich denke aber, dass es da kaum Abhilfe geben wird und du vielleicht sogar noch Glück im Unglück hast.

In Berlin/Brandenburg ist es teils keine Seltenheit, mehrere Monate auf Facharzttermine zu warten. Das Krasseste, was ich da bis jetzt erlebt habe, ist eine Endo-Praxis, bei der ich bereits Patientin bin. Ich konnte einen wichtigen Kontrolltermin nach Medikamentenanpassung aus Krankheitsgründen nicht wahrnehmen und mir wurde erst vier (!) Monate später wieder ein Termin angeboten.

Leider gibt es zu wenige Ärzte und/oder die Patienten sind schlecht verteilt. Beispielsweise bemerke ich das oft beim Hausarzt.

Ich hatte zunächst hier in Berlin eine Hausärztin, bei der das Wartezimmer stets leer gefegt war und man teils nur Wartezeiten von 2 Minuten hatte. Allerdings ließ die Behandlung dermaßen zu Wünschen übrig (mangelnde Empathie wäre noch ein Kompliment, Beleidigungen und Bevormundung waren an der Tagesordnung), dass mich der Patientenmangel nicht mehr wunderte. Meine jetzige Hausärztin ist toll, allerdings muss man längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Ist ja klar, wer will schon zu inkompetenten oder soziopathischen Ärzten? Da verteilen sich auf beispielsweise eine gute und eine schlechte Praxis, in der sonst jeweils 300 Patienten wären, auf die eine eben nur 50 und auf die andere 550 Patienten.

Was kann man da tun?

Ich denke, man sollte sich an dieser Stelle politisch engagieren, das ist wohl das Einzige, was langfristig hilft. Der Durchschnittsarzt in unserem Land ist kein Geringverdiener; geht man aber mal vom Durchschnitt weg in die Einzelbetrachtung verdienen gerade Hausärzte und Psychologen wirklich schlecht, bedenkt man ihre Verantwortung und ihren langen und teuren Ausbildungsweg. Auch ist die Überarbeitung, beispielsweise in Krankenhäusern, ein Problem. Wenn mir der Arzt, der mich gleich operieren soll, mit tiefsten Augenringen, Konzentrationsschwierigkeiten und Körpergeruch (nicht mal Zeit zum Duschen) gegenüber tritt, nehme ich Reißaus. Ich will nicht wissen, wie viele Stunden der nacheinander arbeiten musste.

Verständlich, dass viele unserer Ärzte nach Skandinavien oder in die Schweiz flüchten, wo sie besser bezahlt werden und vor allem unter besseren Bedingungen arbeiten können.

Daher sollte man fordern (auf Demos oder beim Bezirksabgeordneten):

Faire Bezahlung für ALLE Ärzte/Psychologen und eine drastische Reduktion der Überbelastung!

Ich denke, dass so schon viel erreicht werden würde.

Sicher wird das nicht dafür sorgen, dass es in dem Beruf keine Arschlöcher mehr gibt, die gibt es überall, aber es würde einfach eine viel größere Auswahl an guten Ärzten geben.

aOgnxes


Welches Deiner Probleme ist dringlich? Check ups sind es nicht wirklich.

Wenn das Knie seit dem vorigen Sommer schmerzt, ist ein Monat mehr auch nicht sooo viel mehr.

Ansonsten - diverse Deiner "unmenschlichen" Wartezeiten wären hier ein Traum. Es ist alles relativ.

G-ol@denOlAdie


Ich wohne in Bayern in einer relativ kleinen Stadt (70.000 EW) und habe bei diversen Fachärzten Wartezeiten von 3-4 Monaten (Orthopäde, Neurologe, MRT sowieso). Was soll man machen wenn es kein Notfall ist? Und hier ist die Facharztdichte nicht so groß wie in einer Großstadt, bin also auf diese Ärzte mehr oder weniger angewiesen. Ich denke auch das es mit der Zeit noch schlimmer wird.

S+tern_chben3x0


Ich habe in den letzten Jahren in zwei Städten mit rund 55.000 Einwohnern in MV und in Bayern gewohnt und da waren die meisten Ärzte sogar voll, d.h. man wurde abgewiesen weil sie keine neuen Patienten mehr aufnehmen, teilweise auch keine Leute mit akuten Schmerzen. War in MV ganz toll denn da musste man rund 3 Stunden fahren um dann nach Berlin oder Hamburg zu kommen.

Hausarzt ging noch, aber HNO, Frauenarzt, Zahnarzt und Co. war die Regel 3-4 Monate Wartezeit, falls man eben überhaupt dran kam, unfreundlich und frech wurde man auch noch behandelt wenn man ganz normal und freundlich nach einem Termin fragte, denn man hat ja genug Patienten.

Ich wurde sogar weggeschickt beim Urologen als ich eine akute Blasenentzündung hatte, bei der ich solche Schmerzen hatte dass cih nicht mehr laufen konnte und wo schon Eiter an der Blasenwand war, sollte in 3 Monaten wieder kommen, da wären die Nieren dann vermutlich schon geschädigt gewesen.

MRT ist normal dass man da MOnate warten muss.

Naja, wenn es bei Dir keine Notfälle sind ist es in bestimmten gegenden eben leider die Regel dass man Monate warten muss. Aber wenn man es weiß kann man das nächste Mal rechtzeitig nen Termin für die Vorsorge vereinbaren.

Befürchte auch dass es in den nächsten Jahren noch viel schlimmer wird, derzeit sieht man ja auch noch oft Ärzte mit über 70 Jahren die keinen Nachfolger finden, aber es auch nicht ewig machen können.

Sgunftlowe`r_7x3


Wenn es ein ECHTER Notfall ist (nicht ein Problem, welches der Patient selber als Notfall bezeichnet), hilft es i.d.R. auch, dass der überweisende Arzt den Termin beim Facharzt macht. Und dort ärztlicherseits betont, dass es wirklich dringlich ist. Die Wahrnehmung der Dringlichkeit klafft nämlich zwischen Ärzten und Patienten durchaus auseinander.

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