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Diagnosen auf Arztrechnungen

Crlarxa05 hat die Diskussion gestartet


Hallo, zusammen,

vor zwei Wochen war ich bei meinem Arzt (5 Minuten Untersuchung) wegen einer Erkältung. Krankmeldung und gut war.

Jetzt erhalte ich die Rechnung für das gleiche Datum mit zwei Diagnosen: grippaler Infekt und allergische Rhinitis. Das zweite war nicht angesprochen worden.

Anruf beim Doc: die zweite Diagnose sei ein "Hauptdiagnose", die auf allen Rechnungen angegeben werde. Ich erwiderte, die Angaben seien missverständlich und verfälschend, da man davon ausgehen müsse, dass ich an diesem Tag für beides behandelt worden sei und ich den Eindruck hätte, mein grippaler Infekt seii Ergebnis der Allergie. (Ich hatte vor Monaten bei einem HNO-Arzt einen Allergietest machen lassen und das Ergebnis meinem Hausarzt mitgeteilt.)

Arzt nimmt also "Hauptdiagnose" heraus und bemerkt ich hätte viele verkomplizierenden Fragen, das kenne er von anderen Patienten nicht, da die Angabe der Diagnosen auf der Rechnung reinen verwaltungstechnischen Zweck hätte. Viel hin und her über Transparenz, etc.

Letztendlich bitte ich ihn die Rechnung neu auszustellen, was er nur widerwillig entgegennimmt und mir entgegnet, das Gespräch dauere schon 12 Minuten, etc. usw.

Meine Frage: Ist es üblich, dass "Hauptdiagnosen" als normale Diagnose auf Rechnungen angeführt werden, ohne dass eine weitere Behandlung während der Untersuchung stattgefunden hat? Warum erfahre ich über eine solche überraschende "Hauptdiagnose" nur über die Rechnung?

Antworten
DcreaMx36


Eine Diagnose hat euf einer Rechnung gar nix verloren...

Oder möchtest du beim Einreichen deiner (Urologen-)Rechnung , dass die Finanzbeamtin (welche zufällig im Nachbarhaus von dir wohnt) bei der Steuerbearbeitung sich kugelig lacht, weil sie nun weiss, dass du unter Erektionsproblemen (steht ja schliesslich auf der Rechnung ...) leidest ? ]:D ]:D ]:D

t(he-c~avexr


Selbstverständlich gehört die Diagniose auf die Rechnung, Diagnosen gehören zu den Daten auf die die Versicherung ein Anrecht hat.

E3hemali$ger NuutzerT (#32573x1)


Eine Diagnose hat euf einer Rechnung gar nix verloren...

Sorry aber deine Aussage ist absolut Mist, natüröich gehört bei einer Privatrechung auch die Diagnose da mit drauf ...

L=ittl/e-mi>t-LJottxe


Deine vorbestehende allergische Rhinitis ist wohl eher die Nebendiagnose. Und die ganzen Nebendiagnosen gehören auf die Rechnung...das ist völlig normal und richtig.

Suun&flowxer_73


Wurde eigentlich scon geschrieben, aber:

1. Bei Privatrechnungen gehören die Diagnosen auf die Rechnung.

2. Hauptdiagnose war wohl eher der grippale Infekt.

3. Der Allergiekram ist ja eine Dauerdiagnose (erfasst die EDV meist auch so: Aktuelle Diagnose oder Dauerdiagnose, die halt dauerhaft bestehen bleibt. Allergie bleibt bestehen...). Und diese Nebendiagnosen gehören mit dazu. Beeinflussen ja auch die Rechnung nicht weiter.

Fazit:

Abgesehen von dem Dreher in Haupt- vs. Nebendiagnose alles okay. Ist halt der Haken, wenn man in der PKV ist.

C+lnarax05


Hallo und danke für die Antworten.

Dass eine Diagnose auf die Rechnung muss, ist mir schon klar. Frage war, weshalb die Allergie-Diagnose mit dem gleichen Datum dort vermerkt wurde. M.E. sehr irreführend und für mich nur wenig transparent, da die Allergie nur einmal kurz Thema in einer Behandlung war (als ich das Ergebnis aus einem Allergietest beim HNO mitteilte), die über ein Jahr zurückliegt und dann nie wieder aufgegriffen wurde. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass die Allergie keinerlei Bedeutung hat.

Wie Sunflower und Little schon anmerken, scheint hier eine Verwechslung von Haupt-und Nebendiagnose stattgefunden zu haben. Was Haupt und Neben ist, wird aus der Rechnung auch nicht klar, da steht nur das identische Datum neben jeder Diagnose, was so wirkt, als wäre beides akut behandelt worden. Jeder Mensch, der ein bisschen mitdenkt, wird sich natürlich Fragen stellen, was da jetzt los ist.

Richtig daneben fand ich dann die Reaktion des Docs, mir zu unterstellen, meine "vielen, verkomplizierenden Fragen" seien ungewöhnlich, so als wäre ich das Problem, nämlich eine überkandidelte und schwierige Patientin, und nicht seine unzureichenden, intransparenten Kommunikationswege. Bin schon am überlegen, ob ich den Arzt wechseln soll. Vor ein paar Monaten hatte er mir ein CT verordnet, wegen eines Verdachts nach einem Check-Up, und wie ich dann beim Radiologen erfahren habe, ist ein MRT in solchen Fällen völlig ausreichend und ungefährlicher. Deshalb musste die Überweisung noch einmal neu geschrieben werden.

Mich würde noch interessieren, ob die Haupt- und Nebendiagnosen auf Rechnungen bei anderen Ärzten gesondert aufgeführt werden, oder ob diese Form der Intransparenz generell so üblich ist.

Viele Grüße, Clara

IYceL;ady<_50


seine unzureichenden, intransparenten Kommunikationswege

Mir kommt Deine Reaktion reichlich überzogen vor.

Du hast etwas nicht verstanden, nicht er hat etwas völlig falsch gemacht - so wird ein Schuh draus.

"Intransparent" ist hier wohl ein total falscher Terminus.

Und wo liegt überhaupt das eigentliche Problem?!

LNi/ttle-miit-L?ottxe


Was Haupt und Neben ist, wird aus der Rechnung auch nicht klar, da steht nur das identische Datum neben jeder Diagnose, was so wirkt, als wäre beides akut behandelt worden. Jeder Mensch, der ein bisschen mitdenkt, wird sich natürlich Fragen stellen, was da jetzt los ist.

Das ist aber so. Normal steht die Hauptdiagnose oben und der Rest steht drunter. Die wenigsten Ärzte setzen ja ihre Rechnungen selbst auf.

Ich bin bspw angehende Therapeutin in einer Klinik und bei uns stehen auch Diagnosen, die etwas ganz anderes sind als die Hauptdiagnose die wir behandeln, mit auf den Rechnungen. Das ist halt so.

Beispiel:

F 20.0 Schizophrenie, paranoide (Hauptdiagnose)

E 03.9 Hypothyreose, nicht näher bezeichnet (Nebendiagnose)

Z.n. .... (ausgeheilte Vorerkrankung, kann aber muss nicht angeben werden)

aUkaxf


Unser Kinderarzt und meine Ärzte macht es so wie Dein Doc. Finde ich nicht tragisch, ist doch für niemanden wirklich wichtig, was da nun Haupt- Neben- oder Dauerdiagnose ist. Anders bei "Verdacht auf" oder "Ausschluss von" (also Sachen, die ich nicht habe laut Untersuchung), wenn da Dinge stehen, die meine PKV aufhorchen lassen könnten, bitte ich auch mal um Änderung. Da hat mich übrigens mein HNO drauf gebracht, der mir erklärte, wie und warum er die Diagnose formulieren wird.

Ailexa8nd4raT


Jetzt im Ernst? In DE sind Diagnosen auf der Rechnung? Bei uns in CH nicht... nur was gemacht wurde d.h. Testtyp, Konsultation etc. Braucht die Versicherung ernsthaft eine Diagnose um zu entscheiden ob sie bezahlt?

M:oriNt^z}27x1


Braucht die Versicherung ernsthaft eine Diagnose um zu entscheiden ob sie bezahlt?

Soweit ich meinen Vertrag kenne, Nein.

Aber es steht eben drauf, vielleicht der Vollständigkeit halber.

Die Versicherung hat bei meiner Frau auch nicht geguckt, als einmal als Diagnose "Prostatabeschwerden" drauf stand.

ASletxanNdraT


Danke für Deine Info Moritz271... und seit wann hat Frau Prostatabeschwerden? ;-)

Wenn sie es nicht braucht... dann finde ich es nicht ok. Ich würde es nicht tolerieren und bin froh, dass es hier nicht der Fall ist. Das Konsultationsdatum steht drauf und welche Tests gemacht wurden... aber bei keinem ein Ergebnis und auch keine gesamte Diagnose.

Colarax05


Ich sehe es wie AlexandraT. und würde eine Vorgehensweise wie in der Schweiz auch für Deutschland begrüßen. Warum muss die Versicherung die Diagnosen erfahren, mal ganz generell gefragt? "Das ist halt so," "Machen doch alle so," reicht mir als Begründung nicht ganz aus.

Außerdem bin ich, was meine (Kranken-)Daten angeht, wirklich sehr sensibel geworden. Man weiß heutzutage ja nicht mehr, wer noch alles Einsicht erhält. Deshalb finde ich, dass "Intransparenz" das richtige Wort ist, um diesen Zustand zu beschreiben.

Dieses System birgt auch Risiken. Bei einer Bekannten von mir wurde ebenfalls eine Diagnose auf der Rechnung angeführt, mit der sie überhaupt nichts anfangen konnte. Als sie beim Arzt nachfragte, mussten diese zugeben, dass der Hinweis "Ausschlussdiagnose" vergessen worden war.

IuceLad.yx_50


Warum muss die Versicherung die Diagnosen erfahren, mal ganz generell gefragt?

Ohne sarkastisch wirken zu wollen, aber: Damit die Behandung transparent ist.

Die Versicherung zahlt nur, was auch im Rahmen der notwendigen Behandlung Sinn hat.

Ich finde das völlig klar und auch nützlich, um Missbrauch zu vermeiden.

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