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Arztbrief stimmt nicht und ist lückenhaft

fxre\efaxll1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich war vor wenigen Wochen nach einem epileptischen Anfall ein paar Tage im Krankenhaus.

Dieser wurde von Zeugen beobachtet, der RD hat mich auch genau so an das KH übergeben (hab das ganze Geschehen mit meinen Freunden rekonstruiert, da ich große Erinnerungslücken habe, der Anfall war wohl komplex-fokal).

Ich neige zu Epilepsie, was ich mittlerweile weiß, wurde aber bisher ausschließlich psychisch (Panikattacken, die keine sind) behandelt. Geholfen hat mir bisher nur ein Antiepileptikum, war damit symptomfrei. Da ist man dann draufgekommen, dass doch nicht alles nur psychisch ist. Leider hat das AE nach einigen Monaten meinen Magen-Darm-Trakt entzündet (die Beiträge von mir zu diesem Thema hab ich also diesem zu verdanken)

Als ich nach einigen Tagen entlassen wurde, stand im Arztbrief "Verdacht auf Angststörung" (obwohl ich ihnen gesagt habe, dass ich diese Diagnose HABE) , das ganze Geschehen war lückenhaft bzw verdreht, Untersuchungsergebnisse quasi nicht vorhanden, dazu fand sich in meinen Blutwerten ein heftiger Kaliummangel (habe Probleme mit der Blase und verliere dadurch wohl sehr viel Flüssigkeit, sodass ich am Tag ~3l trinke). Bei einem geringeren Mangel musste ich im KH schonmal Tabletten schlucken. Diesmal sagte niemand was. Obwohl doch auch sowas schon Benommenheit und Krämpfe auslösen kann, oder?! Wir hatten da zumindest mal nen Patienten...

Naja, jedenfalls habe ich den Ärzten einen Brief geschrieben mit der Bitte um Richtigstellung des Briefes, da die Epikrise völlig verdreht dargestellt war & meine Freunde mir mehrmals was komplett anderes erzählt haben. Außerdem fehlen manche Details völlig. Da die beteiligten Freunde und ich selbst ebenfalls im med. Bereich tätig sind, weiß ich, dass ich ihren Erzählungen vertrauen kann. Nach einem Telefonat mit einem der Freunde hat der Arzt auch erstmal die Untersuchungen (zwei EEGs) angeordnet. Ich habe ihnen auch ganz offen gesagt, dass ich in Therapie bin, dass dieser Bereich also ausreichend abgedeckt ist und dass es mir psychisch seit langer Zeit gut geht. Ich geh mit dieser Thematik sehr offen um, sobald mich wer drauf anspricht. Trotzdem hat man mir im Arztbrief zu einer ambulanten Therapie geraten - man hat mir also nichtmal zugehört.

Nun bin ich ein starker Mensch, der gelernt hat, sich nicht unterkriegen zu lassen. Da der Anfall in meiner oberkrassen Lernphase kurz vor wichtigen (aber freiwilligen) Prüfungen stattfand, ist mir mittlerweile klar, dass mich das wohl sehr gestresst hat und bestimmt auch ein Auslöser war. Aber dass ich mich einfach mit "Verdacht" auf eine AS und mit einem derart lückenhaften, vor Rechtschreibfehlern strotzenden (bäh!) Brief abfertigen lassen muss, dagegen kämpfe ich. Bisher habe ich auf meinen mehrseitigen, höflich formulierten Brief, in dem ich nochmal alles dargestellt habe, wie es laut meinen Freunden geschah und darum gebeten habe, dies doch auch in ihrem AB zu erwähnen, noch keine Antwort bekommen. Ich möchte mich nun demnächst an den Beschwerdemanager wenden. Meint ihr, das ist eine gute Idee? Oder habt ihr andere Vorschläge? Dass ich etwas tun werde, steht für mich völlig außer Frage, denn ich will und werde ein derartiges ach-schau-mal-da-steht-sie-hat-Ängste-na-dann-schieben-wir-doch-alles-andere-auch-gleich-auf-die-Psychoschiene-Verhalten nicht tolerieren.

Ich hatte übrigens etwas Derartiges schon mal. Ein Arzt hat auf einem MRT-Bild vor zwei Jahren was übersehen, das mir einige Zeit später große Schmerzen bereitet hat. Kein anderer Arzt fragte nach den Bildern, es hieß wieder "psychisch". Erst ein Jahr später blickte ein anderer Arzt auf die Bilder und bekam einen mittleren Schock.

Er wird mich demnächst deshalb operieren. Nur so viel zum Thema. Auch darum könnte ich mich in hohem Bogen auf alle Weißkittler übergeben, sobald die Worte "psychisch" oder "funktionell" fallen. Die bisherige lange Therapie hat mir zwar nicht gegen die kleinen und größeren fokalen Anfälle und Auren geholfen, aber sie hat mich mir selbst und meiner Seele sehr nahe gebracht. Ich weiß, wie es mir geht und kann das gut einschätzen.

So, musste raus. Vielleicht hat wer noch einen Tipp für mich?

Antworten
A|ntiggone


Auf "psychisch" und "psychosomatisch" reagiere ich auch ziemlich allergisch. :(v

Es gibt normalerweise in jeder Klinik ein Beschwerdemanegement. Dahin würde ich mich wenden und darum bitten, dass der Entlassungsbrief neu geschrieben wird.

Dazu deine Anmerkungen, was im bisherigen falsch ist.

Bei uns im Haus schreiben oft völlig überlastete und überforderte Assistenzärzte die Briefe.

Bisher habe ich auf meinen mehrseitigen, höflich formulierten Brief, in dem ich nochmal alles dargestellt habe, wie es laut meinen Freunden geschah und darum gebeten habe, dies doch auch in ihrem AB zu erwähnen, noch keine Antwort bekommen.

An wen hast du da geschrieben?

f]ree8fal[l1


Ja, mach ich auf jeden Fall..

waaas, die Ärzte schreiben selber?! Ich dachte, sie diktieren nur? Woah krass. Dann ist es NOCH peinlicher, immerhin waren auch medizinische Begriffe falsch... :-o

ich hab an den behandelnden Arzt und den Oberarzt geschrieben, also den Brief an beide adressiert, da ich mit denen auch Kontakt hatte.

Du, ich war auch mal im KH, weil ich hyperventiliert hab. Wenn bei sowas dann "psychisch" kommt, dann komm ich damit klar. Aber hier gehts um was anderes. Es beginnt schon da, weil die Situation einfach völlig falsch dargestellt wird. Die habe sich die wenigen Dinge rausgepiekt, die man rein theoretisch als psychisch deuten könnte, da sie unspezifisch sind. Alles andere wurde weggelassen, was ich z.T echt fahrlässig sind.

Angenommen, ich hätte mir die Werte nicht angeschaut, dann würde ich nicht wissen, wie tief mein Kalium liegt. Ic nehm jetzt selber wieder Tabletten..

SJcIhnePehxexe


wie tief mein Kalium liegt. Ic nehm jetzt selber wieder Tabletten..

Dann musst du aber den Wert kontrollieren lassen, ein zu hoher Kaliumwert ist auch problematisch.

Zu Fehlern im Arztbrief kann ich dir nur sagen, dass bei mir auch schon passiert ist falsche Seite, Details fehlten und aktuell stand im Narkoseprotokoll Peronealsehnenrekonstruktion, aber an der Sehne wurde nichts gemacht ;-D .

c}riec7harlxie


Assistenz- und Stationsärzte schreiben selbst, der OA guckt den dann nach Formalia, nicht nach inhaltlichen Kriterien an. Falsche Begriffe müßten ihm also auffallen - ;-D

SJün$tje


aber die Krankenhausärzte können doch nicht deinen Anfall beschrieben?

Den hattest du doch nicht im Krankenhaus?

f0re`ef^altl1


nein, aber die vom rd haben ihn ja übergeben...mir würde reichen, dass drinsteht, dass ich einen hatte..das steht nämlich auch nicht dort, es steht drin ich wäre selbst gekommen (wurde mit sanka gebracht) und ich sei gekommen, weil ich mich unwohl fühlte und "leicht" zitterte (laut meinen freunden habe ich ziemlich gekrampft und um mich geschlagen und der dreitägige muskelkater bestätigt das)

argnnes


Wie hat man ohne EEG eine Epilepsie diagnostiziert?

Wie ist der Ursache Deiner Harninkontinenz nachgegangen worden?

Welches Medikament hat die Colitis verursacht und wie wurde sie festgestellt?

Stehen im Brief weder diese Untersuchungen noch die Ergebnisse?

f)reeffall1


Bisher war jedes EEG auffällig. Ich wurde jedoch ausschließlich auf Panikattacken behandelt, ohne Besserung. Dann erhielt ich als Schmerzmittel mal das Antiepileptikum Gabapentin. Kurze Zeit später war ich symptomfrei. Da wurde nochmal mein Kopf untersucht. Man fand auch noch Verlangsamungen usw. Der Verdacht auf Epi ist seitdem im Raum.

Die Entzündungen wurden mit Schmerzmittel und drei Monate PPI (Esomeprazol) behandelt.

Zum Urologen muss ich nächste Woche.

Ansonsten steht nix im Brief. Hatte noch nie einen so merkwürdigen Arztbrief und in der Woche noch einen Termin bei dem Typen für die Beschwerden bekommen.

Mal schauen..

argWnes


Man fand auch noch Verlangsamungen usw.

Was ist verlangsamt und was ist das usw? Welche Art Epilepsie will man Dir bei normalem EEG einreden?

f<ree falEl1


Man will mir gar nix einreden.

Ich glaub du verstehst das falsch.

Fakt ist, ich hatte einen bzw schon mehrere epileptische Anfälle. Fokal u komplex fokal.

Mein letzter komplex fokaler brachte mich ins Kh, da Freunde den Sanka riefen. Dort entließ man mich nach mehrtägigem Aufenthalt mit der Diagnose V.a Angststörung, die ich ohnehin schon diagnostiziert habe, was die Ärzte auch wussten. Von dem von Zeugen eindeutig beschriebenen Anfall kein Wort, keine Untersuchungsergebnisse, nix. Deshalb habe ich denen einen Brief geschrieben mit der Bitte um Richtigstellung der Situation. Immerhin hat der Arzt sogar mit einem der Freunde telefoniert u daraufhin erst die EEGs angeordnet. Erst als in einem alten, aus was für Gründen auch immer angeforderten Arztbrief auftauchte, dass ich mal auf "Panikattacken" behandelt wurde, kam er wieder - der Psychostempel.

Im Übrigen hatte ich wie geschrieben noch nie ein normales EEG. Bei dem "unauffälligen" im KH hatte ich Vomex u Tavor intus - wovon natürlich auch nix im Brief steht.

Ich will hier auch nicht über Diagnosen diskutieren, sondern lediglich fragen, ob es jmd anderem auch schon so ging, dass große Teile im Brief fehlten oder falsch waren.

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