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Krankenkasse will, dass ich kündige.

Alias 705594 hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich bin aufgrund von einer psychischen Erkrankung (u.a. Depressionen) krankgeschrieben. Die Erkrankung hängt mit meinem Job zusammen (Mobbing, unter Druck setzen, jedes (!) Wochenende arbeiten müssen inkl. Weihnachten).

Nun bin ich vor kurzem ins Krankengeld gerutscht und die Krankenkasse will, dass ich kündige, weil das mein Problem lösen würde.

Aha. Und dann? Ich fühle mich zur Zeit nicht in der Lage eine neue Beschäftigung zu suchen und das Arbeitslosengeld ist nicht genug, um Miete und co. zu bezahlen.

Außerdem würden sie mich sonst in eine Reha-Maßnahme stecken. Dabei habe ich bereits einen guten, auf meine Erkrankung spezialisierten Arzt, der mich ggf. auch in einer Klinik einweisen würde, wir wollen es aber ambulant mit einem Multimodalenkonzept versuchen: Gespräche, Medikamente, Ergotherapie. Ich kann auch gar nicht von zu Hause weg, leide unter Angstzuständen und brauche mein häuslichen Umfeld.

Ich hab hier den totalen Telefonterror, trotz meiner Bitte alles postalisch zu erledigen. Ich fühle mich total unter Druck gesetzt. :°(

Gibt es hier welche, die ähnliches Erlebt haben? Wie würdet ihr euch verhalten?

Antworten
kgleinoer_drDachensxtern


Meines Wissens ist das Arbeitslosengeld doch auch nicht weniger als das Krankengeld.

Und wenn du kündigst, aber weiter krankgeschrieben wirst, bekommst du doch trotzdem weiter Krankengeld?

Aber die Kündigung würde eben nach Ansicht der Krankenkasse deinen Genesungsverlauf verbessern, also denke ich schon, dass sie dir auf Dauer das Krankengeld streichen werden, wenn du nicht kündigst, denn du bist verpflichtet, alles in deinen Möglichkeiten stehende zu tun um wieder gesund zu werden.

EchemaWliger Nu|tzer 4(#528D611)


Ich würde mich kündigen lassen.

Wenn du kündigst, kriegst die eine Sperre.

Alias 705594


@ kleiner_Drachenstern

Danke für deine Antwort.

Nein sie wollen mich dann mit dem Medizinschen Dienst der Krankenkasse wieder gesund schreiben.

Da ich nicht mal Mindestlohn bekommen habe ist das Arbeitslosengeld geringer als Hartz4, während das Krankengeld ca. 800€ sind.

Ich will nicht kündigen, weil wir zur Zeit für gerechte (=legale) Arbeitsbedingungen kämpfen.

Edhe[ma[lig$er NutzTer Z(#528x611)


Kriegst du eine Sperre.

Sry, hab heute irgendwie einen Tatter in den Händen.

cxhi


Wenn er/sie aus medizinischen Gründen kündigt, mit Attest, bekommt er/sie keine Sperre.

Alias 705594


@ Benutzerin005

Ich würde so oder so keine Sperre bekommen, da es unzumutbar wäre dort (unter den jetzigen Bedingungen) zu arbeiten.

MRrs V`oice


Liebe Alias,

kündige nicht, lass dich nicht kündigen. Deine Genesung steht an erster Stelle, egal was die Krankenkasse von dir möchte.

Sämtliche Energie würde ich in Reha und Genesung stecken. Wenn es dir besser geht, dann würde ich überlegen ob du deinen derzeitigen Arbeitgeber verlassen möchtest. Sollte das Krankengeld vor Kündigung deiner Arbeit "auslaufen", wirst du eh Arbeitslosengeld (auch ungekündigt) beantragen. Aber soweit würde ich noch gar nicht denken, weil siehe oben.

Nimm dir die Zeit die du brauchst und lass deine Genesung nicht von den Ämtern bremsen!

Alles Gute.

Alias 705594


Danke für deine Antwort Mrs Voice @:)

Ich wollte morgen mal zur Krankenkasse direkt fahren und noch einmal bitten, dass ich nicht mehr angerufen werde. Ich fühle mich eh schon schlecht und faul, da brauche ich nicht noch Druck von Außen.

Ich will wirklich niemanden ausbeuten, ich würde mit Arbeitslosengeld 1 einfach unter Hartz4 rutschen und damit müsste ich aufstocken und würde meine Wohnung und wahschrscheinlich auch mein Auto verlieren. Außerdem bin ich wirklich krank, warum also kein Krankengeld? Und nur weil ich kündige, geht die Erkrankung doch nicht weg. ":/

Generell habe ich mir die KK weniger aggressiv vorgestellt. Ich wurde schon gesund geschrieben (einfach nach Aktenlage ohne, dass mich einer ihrer Docs gesehen hat), dann doch wieder krankgeschrieben nachdem ich irgendwelche ziemlich demütigenden Gespräche führen musste. Echt toll mit Ärzten, denen man nicht vertraut und die von der KK bezahlt werden, um mich möglichst loszuwerden. Jetzt der Kram mit einer Klinik weit weg von meinem zu Hause (obwohl ich ein tolles Psychiater-Psychologen-Ergotherapeuten-Sozialarbeiter Team habe).

Ich fürchte, dass ich es nicht aushalte dort zu bleiben und sie mir dann das Krankengeld streichen und ich auf der Straße lande. Ich hab echt Angst. :°(

n6andru71


Nicht kündigen! Mit der Kündigung ist der Geszundheitszustand nicht automatisch verbessert.

Eine erfoglreiche Behandlung der Erkrankung könnte die Rückkehr an den Arbeitsplatz ja möglich machen , was zu jetztigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen ist.

Man steht natürlich in der Mitwirkungspflicht die möglichen Behandlungen anzunehmen. Somit wird es früher oder später auf eine Reha hinauslaufen , da kann man nicht grenzenlos ablehen.

n[andxu71


Nicht persönlich zu KK gehen.

Ngord;i84


Ziel muss ganz klar sein das du die Krankheiten in den Griff bekommst und mittelfristig wieder arbeitsfähig bist. Da nutzt es in meinen Augen nicht viel jetzt Energie in den "Kampf" mit dem Arbeitgeber zu investieren um dann wieder in diesem Höllenloch anzufangen. Bleiben meiner Meinung nach nur zwei Wege:

Du lässt dir von deinem jetzigen Arzt ein Gutachten erstellen das aussagt das die jetzige Therapie sinnvoll und erfolgversprechend ist und das daran nichts geändert werden sollte. Hier musst du mit deinem Arzt reden was er da schriftlich machen kann und was die Krankenkasse ruhig stellen würde. Wenn du selbst zur Krankenkasse gehst und darum bittest in Ruhe gelassen zu werden bringt das garnix. Im schlimmsten Fall unterstellen die dir das du nicht an einer Genesung mitarbeiten willst und dann hast du eh völlig verloren.

Die zweite Möglichkeit ist halt wirklich eine Kündigung. Damit ist zumindest der Krankheitsauslöser beseitigt und du könntest deine volle Energie da rein stecken wieder auf die Beine zu kommen. Ja, finanziell ist das mit Sicherheit nicht angenehm aber du müsstest keinen drei Fronten Krieg (Krankenkasse, Arbeitgeber, Krankheit) führen.

mmnexf


Lass die Krankenkasse wollen, was sie will.

Ob du deine psychischen Probleme durch eine simple Kündigung löst, durch Therapie oder durch sonstwas brauchst du dir nicht von einem Sachbearbeiter diktieren lassen. Telefonate würde ich nicht mehr entgegennehmen und persönlich vorbeifahren sowieso nicht. Kommunikation gibts in solchen Fällen bei mir nur schriftlich.

Nur an der Arbeit liegen wirds ja nicht, sonst wäre das tatsächlich leicht durch neuen Arbeitgeber gelöst.

Du klingst jetzt aber nicht so, als seist du fleißig auf Jobsuche und hättest dann, sobald du eine Alternative hast, keine Probleme mehr.

Irgendwas tun musst du, denn das Krankengeld läuft auch so irgendwann aus.

sQpiege(lwexsen


Hallo,

meine Mutter hatte schon mal ein sehr ähnliches Problem mit ihrer Krankenkasse.

Auch sie war aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben und wurde regelrecht terrorisiert und als Hypochonderin dargestellt.

Dies belastete sie natürlich noch zusätzlich.

Als ich dies mitbekam, schrieb ich der Krankenkasse einen gepfefferten Brief in dem ich darauf hinwies, wie das Verhalten seitens der Kasse den Zustand meiner Mutter verschlechterte und dass wir dies auch ggf. psychologisch bestätigen lassen können und einen Anwalt hinzuziehen würden, wenn keine Änderung erfolgen würde.

Bei uns war danach Ruhe! :)

Wichtig ist es hier, Fristen zu setzen und klare Ansagen zu machen.

LG

Wpaltravut1T933


Das die wollen das du kündigst geht gar nicht,musst du auch nicht.

Bitte geh nicht persönlich dahin,ich würde mit denen nur schriftlich verkehren.

Wie oben schon geschrieben wurde hast du aber eine Mitwirkungspflicht und kannst keine

Reha ablehnen.

Wäre eine Tagesklinik was für dich?

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