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Krankenkasse will, dass ich kündige.

W?alt&rautS193x3


Und bist du zur KK gegangen?

Alias 705594


Danke für alle eure Antworten. :)_

Mir ging es echt bescheiden die letzten 4 Tage und habe hauptsächlich geschlafen.

Ich bin nicht zur Krankenkasse gegangen, aber auch nicht weiter ans Telefon gegangen. Wenn sie etwas wollen, können sie mich ja postalisch erreichen.

Ich versuche den Druck ein bisschen von mir zu schieben, das hat meine Symptome nämlich wirklich sehr verschlimmert.

Kündigen werde ich nicht, aber ich würde einen Aufhebungsvertrag (oder wie das heißt) unterschreiben. Haben ein paar andere bei uns wegen Mobbing und illegalen Arbeitsbedingungen auch gemacht und alle eine Abfindung bekommen.

Sollte ich danach wie durch ein Wunder geheilt sein, such ich mir was neues, wenn nicht, dann bleibe ich so lange krank geschrieben bis ich wieder arbeitsfähig und mir was neues suchen kann.

Die Arbeit war Auslöser, aber nicht Ursache, nein. Ich hatte die gleiche Problematik vor ein paar Jahren und in meiner Jugend schon einmal und da auch wesentlich schlimmer.

Ich habe trotzdem noch recht viel Angst vor dieser blöden Klinik. Ich habe so ein tolles Konzept und so tolle Ärzte mit Anbindung an Tagesklinik, ich weiß nicht, warum sie mir mit einem vollstationären Klinikaufenthalt zig 100 Kilometer weit weg von meinem Mann drohen müssen. Das wäre das aller Schlimmste für mich, da würde ich eher wieder zur Arbeit zurück gehen.

SgiQlbermo]ndauxge


Kündigen werde ich nicht, aber ich würde einen Aufhebungsvertrag (oder wie das heißt) unterschreiben.

Das gilt aber auch als selbst gekündigt und die Abfindung wird aufs ALG angerechnet. Mach das bloß nicht so ohne weiteres !

Mur. =Fo7reskixn


Die Erkrankung hängt mit meinem Job zusammen (Mobbing, unter Druck setzen, jedes (!) Wochenende arbeiten müssen inkl. Weihnachten).

Darf ich mal fragen, warum Du nicht einfach nach der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nach Hause gehst?

Alias 705594


@ Mr. Foreskin

Sorry, erst jetzt gelesen.

Weil er uns dann kündigen würde. Er hat es schon bei anderen so gemacht. Es stimmt, es wäre eine unrechtsame Kündigung, aber gehe mal den Klageweg in Deutschland. Dauert ewig bis es überhaupt zum Prozess kommt und bis dahin bekommt man kein Gehalt. Das Arbeitslosengeld selber wäre ja nicht mal Hartz 4 gewesen und damit hätte ich meine Wohnung verloren.

PMradoaTgeufexl


Ich finde es ehrlich gesagt unfassbar, was die Krankenkasse sich da erdreistet! Druck aufzubauen bei einem psychisch kranken Versicherten ist ja mal eine ganz ganz tolle Idee! Was sagt denn dein Arzt dazu? Kann er sich nicht einmal mit der KK in Verbindung setzen und mit denen klären, dass sie deinen Zustand nur noch verschlimmern?

Andernfalls würde ich mir einen Anwalt suchen. Das würde ich als BR auch meinen KollegINNen raten.

Bevor du kündigst, würde ich auch eher einen Aufhebungsvertrag unterschreiben und die Abfindung mitnehmen. Lass dich da aber bitte ganz genau von einem Steuerberater beraten. Es kommt auch auf den Zeitpunkt der Auszahlung an, ob es steuerlich sinnvoll ist, oder ob du Nachteile mit einplanen musst und er kann dir auch sagen, wie das mit dem ALG dann weitergeht etc...

Tut mir echt leid, dass du in so eine besch.. Situation geraten bist. Was die KK da macht, finde ich einfach ungeheuerlich.

Natürlich haben sie ein Interesse daran, so wenig wie möglich Krankengeld zu zahlen. Aber sowas habe ich echt noch nie gehört und erlebt und ich bin schon einge Jahre im Betriebsrat und habe mit langzeiterkrankten Kollegen zu tun.

Eymmax28


Ich bin ja doch einigermaßen überrascht, dass hier so auf die Krankenkasse eingeteufelt wird.

Dabei finde ich die beschriebenen Arbeitsbedingungen etc. eigentlich aufregenswert! Die/der TE schreibt:

Ich bin aufgrund von einer psychischen Erkrankung (u.a. Depressionen) krankgeschrieben. Die Erkrankung hängt mit meinem Job zusammen (Mobbing, unter Druck setzen, jedes (!) Wochenende arbeiten müssen inkl. Weihnachten).

Ich kann die Krankenkasse durchaus verstehen. Wer Leistungen möchte (hier Krankengeld) von dem kann wie ich finde auch verlangt werden, dass er daran mitarbeitet, dass die Leistungen gering gehalten werden und wenn der Job eine (Mit-)Ursache ist, dann ist das Anraten eines Jobwechsels schon nachvollziehbar.

Nachdem es hier doch um einiges Geld und weitreichendere Auswirkungen geht, würde ich die maximal 190€ + Mehrwertsteuer in eine anwaltliche Erstberatung investieren. Insbesondere bevor man kündigt oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibt. Such dir einen Anwalt, der sich in Arbeits- und auch Sozialrecht auskennt, Fachanwalt wäre gut. Der kann dich sowohl hinsichtlich Krankengeld und Krankenkasse als auch zum weiteren Verhalten mit deinem Job beraten.

Davon hast du mehr als darauf zu hoffen in einem Laienforum eine umfassende (und vor allem richtige %:| ) Rechts- und Lebensberatung zu erhalten.

PRradaTneuf0el


Emma das sehe ich z. B. ganz anders. Natürlich hat die Krankenkasse ein Interesse daran (berechtigter Weise), dass der Versicherte alles daran tut, wieder gesund zu werden und nur soviel Leistung in Anspruch zu nehmen, wie wirklich nötig ist. Aber ich denke, die Krankenkasse kann den Gesundheitszustand des Versicherten nur anhand der Diagnosekürzel vom Arzt nicht einschätzen und da sind keine Ärzte beschäftigt. Letztendlich kann nur der Arzt eine Empfehlung aussprechen, ob ein Jobwechsel das Problem lösen / besser könnte und nicht die KK.

Was da im Job los ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Ich hab es sehr oft mit Vorgesetzten zu tun, die meinen, sie können die gesundheitliche Situation ihrer Angestellten besser einschätzen als der Arzt, der dem Kollegen ein Attest ausgestellt hat. Manchmal denke sogar ich mir meinen Teil über das Attest, aber letztendlich sind wir keine Ärzte. Das heißt nicht, dass der Arzt immer Recht hat, aber es liegt weder in meiner Befugnis, noch in der Befugnis der KK, oder der des Arbeitgebers, das zu beurteilen.

P!radeaTexufel


[[http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/krankenkassen-druck-auf-psychisch-kranke-waechst-a-938625.html]]

efddiFe-th?e-exagle


Ja, das haben wir der gegnwärtigen Regierung zu verdanken. Die gesetzlichen Kassen sind ein Stück weit zu privaten geworden und minimieren seitdem Ausgaben und maximieren Einnahmen.

D.h. Kranke möglichst rausekeln und genauso auch Mitglieder, die nur einen niedrigen Beitragssatz zahlen. Das ist keine Einzelerscheinung, sondern hat System. Mir ist deswegen auch unverständlich, warum alle meinen, dass "Mutti" Merkel schon für uns sorgt. Das tut sie nur für einen ganz kleinen, wohlhabenen Kreis in der Gesellschaft, der Rest wird mit warmen Worten ruhiggestellt.

P6radCaTneufxel


Mir ist deswegen auch unverständlich, warum alle meinen, dass "Mutti" Merkel schon für uns sorgt. Das tut sie nur für einen ganz kleinen, wohlhabenen Kreis in der Gesellschaft, der Rest wird mit warmen Worten ruhiggestellt.

:)z Leider sehe ich das auch so... und damit sind wir nicht allein :-X

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