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OP Komplikationen erfahren

RzeneRed#etRTeime hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bisher bin ich noch nie operiert wurden und habe dementsprechend auch keine Erfahrung auf diesem Gebiet.

Es geht mir aber in dem Faden mehr darum, ob dem Patienten wirklich im Nachgang auch immer mitgeteilt wird, wenn etwas bei einer OP anders gelaufen ist als geplant.

Was ist wenn es einen kurzen Herzstillstand gab oder andere Komplikationen?

Ich kann mir vorstellen, dass das theoretisch rein rechtlich dem Patienten nach der OP mitgeteilt werden muss.

Aber wie ist es denn praktisch?

Gibt es Dinge die dem Patienten vielleicht sogar vorsätzlich verschwiegen werden?

Und gibt es eine Möglichkeiten einzusehen wie die OP genau verlaufen ist? (Protokolle ect.)

Bin gespannt, ob es von euch zu dem Thema etwas zu berichten gibt. :-)

Antworten
k=ath(a2x6


Du darfst jederzeit Einblick in deine Krankenakte inkl. OP-Bericht / Protokoll und Anästhesie-Protokoll haben und dir diese auch kopieren. Da steht alles drin.

Ebhemal*iger nNutzer x(#467193)


Protokolle liegen auf / können eingesehen werden. Sonst erfolgt, wenn der Patient wieder wach ist, eine OP-Nachbesprechung mit dem Operateur, der sich mit ihm über den Ablauf, unerwartete Ereignisse und den weiteren Verlauf nochmal genauer unterhält.

Hängt natürlich auch vom Eingriff ab, was gemacht wurde und wie sich das auf das weitere Vorgehen auswirkt (oder eben auch nicht).

S&crhmi\dtxi70


Ich lasse mir immer die OP-Berichte für meine Unterlagen aushändigen.

In die sonstigen Unterlagen (Anästhesie etc) habe ich bisher nie Einblick genommen, weil dazu kein Grund für mich bestanden hat. Rechtlich hast Du aber einen Anspruch darauf...

SZch^nNeeghexxe


Ich kann mir vorstellen, dass das theoretisch rein rechtlich dem Patienten nach der OP mitgeteilt werden muss.

Aber wie ist es denn praktisch?

Ich denke, dass das nur gemacht wird, wenn es für weitere Eingriffe in der Zukunft relevant ist.

Mein Mann hat einen Narkoseausweis, weil er nicht normal intubiert werden kann.

Ich hatte vor kurzem eine OP und habe anscheinend auf irgend ein Medikament, das der Anästhesist verwendet hat, übermäßig reagiert. Ich habe aber deswegen nicht nachgefragt als ich wieder fit war. :=o

Nach der OP kam der Operateur und informierte mich über den Eingriff und die Erfolgsaussichten.

B#enitaHB.


Einen Herzstillstand wird man schon selbst mitbekommen. Da liegt man dann nicht auf einer normalen Aufwachstation sondern wird exklusiv auf einer Intensivstation betreut. Garantiert. Und wenn man dannwieder dazu fähig ist, wird einem das auch mitgeteilt.

Und über nicht relevante Dinge wird einem eher nichts mitgeteilt. Anästhesisten gehen wohl kaum nachher über die Stationen und halten Plausch über: da ist für eine Minute der Kreislauf mal abgesackt. Das sind schwer beschäftigten Menschen, die Banalitäten (für sie) nicht in Romane ausarten lassen.

Wer auf Intensiv landet, wird auch weiter von Anästhesieärzten betreut und alles auffälige wird dort sicherlich besprochen.

Und mit Vorsatz: tja, wenn sich die Ärzte und Schwestern im OP verbünden oder ein Attentat planen, könnte das hinhauen....

Vorsätzlich vertraue ich eher auf ein Zusammenspiel motivierter Menschen, die ein gutes Ergebnis hervorbringen wollen, statt mich halbwegs auf dem OP-Tisch hinmeucheln zu wollen. Und somit gehe ich mal davon aus, dass es keinen Vorsatz gibt. Und da es Protokolle gibt, werden auch Komplikationen aufgeschrieben, die aber wiederum nicht aus Vorsatz entstanden.

tUhe-|caXvexr


Ich kann mir vorstellen, dass das theoretisch rein rechtlich dem Patienten nach der OP mitgeteilt werden muss.

Es *muss* nur mitgeteilt werden, wenn der Patient danach fragt oder wenn es für die weitere Behandlung von Bedeutung ist (BGB 630c).

Einen Herzstillstand wird man schon selbst mitbekommen. Da liegt man dann nicht auf einer normalen Aufwachstation sondern wird exklusiv auf einer Intensivstation betreut. Garantiert.

Nö. Nicht garantiert. Längst nicht jeder Stillstand im OP erfordert eine intensivmedizinische Nachbehandlung. Hängt auch von der Struktur des Hauses ab, z.B. der personellen Ausstattung des Aufwachraums.

RJh7elixa


Nach meiner letzten OP hat der Anästhesist an meinem Bett auf mein Aufwachen gewartet.

Er teilte mir mit, dass ich beim Entfernen der Larynxmaske aspiriert habe. Daraufhin musste er bronchoskopieren.

War nett, dass er mir das mitteilte. Sonst hätte ich vermutet, mich hätte ein Panzer überfahren ]:D

Bisher wurde ich immer über Zwischenfälle aufgeklärt, auch wenn sie oft folgenlos blieben.

Ob alles gesagt wurde weiss ich nicht. Aber wenn schwere Folgen gewesen wären, hätte ich um Akteneinsicht gebeten. Da stellt sich dann die Frage, ob dann auch alles dokumentiert wurde :=o

RreneR5eEdetRZeime


Da stellt sich dann die Frage, ob dann auch alles dokumentiert wurde

Das ist das gedankliche Hauptproblem was ich habe. ":/

RNhelxia


Ich sag mal so, in der Regel wird dokumentiert. Zumindest intern.

Leider habe ich es einmal anders erlebt, bei einer grossen OP meines Mannes.

Nach einem Hinweis wurde die Doku aber dann ergänzt.

Zwischenfälle ohne Folgen möchte ich meist gar nicht so genau wissen ;-)

bheet>lejuWice2x1


Eine generelle Angst vor verheimlichen und verbünden kann das Leben nur unnötig schwer machen.

Warum unterstellt man den Ärzten immer erstmal schlechtes?

RNenelRedwetReixme


Warum unterstellt man den Ärzten immer erstmal schlechtes?

Ich habe nichts pauschal unterstellt sondern möchte gerne über das Thema reden.

Da ich noch nie eine OP hatte sind meine Erfahrungen in diesem Bereich dementsprechend gering.

Deshalb frage ich bei erfahrenen Menschen nach. :-) @:)

bceetle%juice2x1


Ich würde erstmal davon ausgehen das die Ärzte ihren Job machen und das auch pflichtbewusst und nix vertuschen oder unter den Teppich kehren.

Wozu auch?

RZen}eRedet@Reime


Wozu auch?

Es gab bereits einen Todesfall in der Familie, der aufgrund eines Fehlers während der OP zurückzuführen ist.

Zuerst wollte man versuchen die Sache gerade zu biegen - hat aber dadurch viel zu viel Zeit verschwendet.

Am Ende hat nur ein Gutachten geholfen alle Dinge offenzulegen.

Folglich vermute ich, dass Zwischenfälle auch gern mal unter den Tisch gekehrt werden um den Ruf des Krankenhauses nicht zu beschädigen.

Genau deshalb habe ich Bedenken, dass solche Dinge evtl. gar nicht so selten sind.

Ich finde nach all den Krankenhaus-Skandalen über Hygiene und Organhandel ect. hat es schon eine Rechtfertigung ein "Warum auch" sachlich zu hinterfragen.

Svchmvidtix70


Nach Erfahrung im Familienkreis glaube ich auch nicht mehr zwingend nur an das Gute im Menschen bzw. glaube ich, dass gerade OP Fehler nicht so ohne weiteres zugegeben werden...vor allem, wenn sie bleibende Schäden hinterlassen. Das hat ja durchaus dann auch versicherungstechnische Gründe.

Wo Menschen arbeiten -egal wie sorgfältig- passieren aber Fehler. Darüber muss man sich schon im Klaren sein, egal wie gut der Operateur ist.

Ich habe persönlich trotzdem bisher immer Vertrauen zu meinen operierenden Ärzten gehabt und war überzeugt, dass sie Ihr Bestes geben werden.

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