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Arzt übersieht schwere Mandelentzündung

L$emonGtexa hat die Diskussion gestartet


Also es fing letzte Woche Freitag mit starken Halsschmerzen an. Ich wusste sofort: Mandelentzündung. Habe mir dann Bolus eucalypti comp. von Weleda geholt, das hat bis jetzt immer geholfen. Nachdem ich nach 2 Tagen aber keine Verbesserung, sondern sogar eine Verschlechterung des Zustandes bemerkte und auch selbst gesehen habe, dass die Mandeln eitrig sind, bin ich gleich am Montagmorgen zum Hausarzt.

Dieser sagte aber gleich, die Mandeln wären nicht eitrig und er gehe von einer leichten Rachenringentzündung aus.

Er sagte, ich solle so weitermachen wie bisher. Muss dazu sagen, dass er eher natürlich eingestellt ist und sehr ungerne starke Medikamente und Antibiotika verschreibt. Er bleibt lieber auf der homöopathischen Linie.

Da war ich schon etwas verunsichert, wieso sehe ich eitrige Mandeln und er nicht? Aber wie das eben immer so ist, er ist der Arzt und wird es schon wissen, dachte ich.

Es wurde aber nicht besser, sogar das gegenteil, sodass ich dann am 30. zu einem anderen Hausarzt wollte, um mir ein Antibiotikum verschreiben zu lassen. Dieser hatte gott sei dank Urlaub, sodass ich auf gut Glück zum HNO gegenüber bin. Tja, Diagnose: So weit fortgeschrittene Mandelentzündung, dass sich hinter der linken Mandel bereits eine riesen Eiterblase gebildet hat. Ein Wunder, dass ich es noch schaffen würde zu sprechen laut HNO.

Es war auch allerhöchste Zeit, Antibiotika zu nehmen, denn wenn ich noch länger gewartet hätte, wäre es ein Abszess geworden, der operativ hätte entfernt werden müssen.

Naja, so viel bla bla um eine Frage...sollte ich irgendwas machen? Also meinem Hausarzt irgendwie mitteilen, dass er im Unrecht war und seine Fehldiagnose mich fast auf den OP-Tisch gebracht hat?

Oder soll ich es auf sich beruhen lassen?

Für mich weiß ich definitiv, dass ich bei ernsten Sachen künftig lieber einen anderen Arzt aufsuchen werde.

Antworten
MRrsHxide


Ich weiß auch nicht wirklich ob es da etwas bringt, sich nochmal irgendwie an den Arzt zu wenden. Prinzipiell finde ich aber schon, dass man das tun sollte und ihm so auch einfach mal aufzeigt, dass er sich sehr falsch verhalten kann.

Die Frage ist vielleicht vor allem, was du dir davon erhoffst. ":/

Ich hab auch schon von mehrere Fälle mitbekommen, in denen Ärzte erschreckend falsch beurteilt haben und bei denen erst eine Zweitmeinung geholfen hat. Gemacht hat dabei aber auch nie jemand etwas, am Ende ist man wohl meist froh, dass doch nochmal alles gut gegangen ist, so dass man es auf sich beruhen lässt.

Für mich weiß ich definitiv, dass ich bei ernsten Sachen künftig lieber einen anderen Arzt aufsuchen werde.

Ich denke mal das ist der für dich wichtigste Schluss, gute Besserung @:)

S~tOuhlbxein


Grundsätzlich werden zu viel, zu schnell, zu oft Antibiotika verschrieben. Insofern finde ich es schon gut, wenn ein Arzt da zurückhaltend ist. Du kannst ihm aber trotzdem sagen, dass seine Einschätzung in dem Fall falsch war. Von seiner Reaktion darauf würde ich dann abhängig machen, ob ich ihm noch weiter vertrauen kann oder nicht.

-?CrSazylexni-


Ich würd ihm das auf alle Fälle sagen. Was, wenn er beim nächsten Patienten/in den gleichen Fehler macht, mit noch ernsteren Konsequenzen. Ich hab einen ähnlichen Fall hinter mir. Bei mir hat der Zahnarzt gleich eine ganze Wurzel "übersehen", dringelassen. Er hätte bloß ein Kontrollröntgen machen müssen. Stattdessen meinte er, ach der Schmerz gibt sich dann schon. Jetzt durfte mir der Chirurg das Zahnfleisch aufschneiden. Verlange mein Geld für die Behandlung zurück, schlimmstenfalls verklage ich ihn. Mit mir nicht.

m9ariyposa


Da war ich schon etwas verunsichert, wieso sehe ich eitrige Mandeln und er nicht?

Warum hast Du den Arzt denn nicht gefragt bzw. auf die Eiterbildung hingewiesen? Vor allem, wenn es ein Hausarzt und kein HNO-Arzt war, wäre das doch durchaus angebracht gewesen.

hKeute_xhier


Ganz defintiv dem Arzt über die Fehldiagnose informieren

Das ist kein leichtes Gespräch, denn er wird erstmal wenig erfreut sein - aber für andere Patienten kann es etwas daraus lernen.

Meine Ärztin hatte sich auch komplett vertan und nach einem Zeckenbiss die anschließende Borreliose nicht erkannt bzw. vehement Antiobiotika verweigert. Mit einem gebührenden zeitlichen und emotionalen Abstand (ich war unglaublich wütend) habe ich ihr meine weitere Entwicklung erzählt. Gestoßen bin ich auf viele Rechtfertigungen, aber ich glaube, sie hat die Information trotzdem aufgenommen.(Sie hat mir nachträglich für das Fitnessstudio eine Krankheitsbescheinigung für den Zeitraum ausgestellt.)

Das war was für zählt - sie weiß, dass da ein Fehler passiert ist.

mdariTna_x74


Ich würde mir das nicht gefallen lassen. Es gibt ja sogar Urteile dazu, also zu den Arztfehlern [...]. Du solltest in jedem Fall den Arzt wechseln, das ist meine persönliche Meinung!

kwmrey


Der Beitrag ist ja schon 3 Monate her, ich denke das Thema hat sich wieder erledigt.

Ich würde mir das nicht gefallen lassen.

Wenn es so gelaufen ist, wie hier beschrieben, würde ich das schon (außer vielleicht den Arzt darauf ansprechen oder meine Konsequenzen ziehen und zu einem anderen Arzt gehen).

Es gibt solche und solche Fehldiagnosen. Die können auch passieren, wenn der Arzt alles, was aufgrund der aktuellen Symptome für erforderlich erachtet wird, gemacht wird. Davor ist kein Arzt gefeit. Der Arzt haftet aber nicht immer für jede. Er haftet z.B., wenn eine Behandlung nicht "lege artis" (nach den Regeln der Kunst) durchgeführt wurde. Das müsste man ihm aber auch nachweisen.

Lange Rede, kurzer Sinn: es ist ja gar nichts passiert... also gut sein lassen... ;-D

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