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Waschen im Krankenhaus

Lkac_ertexs8


"Keltin", das ist "schwarze Pädagogik" aus den 50'iger Jahren, ich selbst habe es in einer "Erholungsmaßnahme", als 8-jähriger

erlebt und auch schlimme Errinnerungen daran.

s8unshi{nex83


Was bin ich froh, dass ich bisher in normalen KHs war. Ich meine übergeben lässt sich nicht steuern. Habe mal einem Pfleger direkt vor die Füße gereihert. Gab zum Glück keine Strafe ;-D

Djie Ke;ltxin


Ich frag mich viel eher wer sich im Krankenhaus so aufführt wie Die Keltin das beschrieben hat. Also absichtlich. Das ist doch bitte bei erwachsenen Personen kein übliches Verhalten.

Nein, erwachsene Personen verstoßen nicht so oft gegen die Regeln wie wir es damals getan haben, trotzdem haben sie auch zu oft ihre Zimmer verlassen und sind rausgegangen. Oder es kam mal vor, dass sie sich in ihren Zimmern den Finger in den Hals gesteckt haben oder auch mal über die Schwestern-Treppe gelaufen sind. Nicht so oft wie wir damals, aber sie waren trotzdem keine Engel.

Und zu unserem Verhalten damals muss ich sagen, dass man da dennoch etwas weiter denken sollte: Die Krebspatienten waren oft verzweifelt, weil sie sich trotz starker Übelkeit nicht übergeben durften (also nicht nachhelfen), um so lange wie möglich bei Kräften zu bleiben. Die Ärzte verlangten, dass sie so lange warteten, bis es von selber kam. Wenn es aber nach drei Chemo-Sitzungen von selber kam, durfte es nicht mit Antiemetika verhindert werden. Damals gab es auch noch nicht so gute Medikamente gegen die Übelkeit und der behandelnde Arzt wollte nicht so viel geben, weil er der Meinung war, dass ein Teil des Chemo-Zeugs ausgeschieden werden musste, um Spätfolgen zu vermeiden. Meiner Meinung nach hat er damit einen großen Fehler begangen, weil er einige Patienten verloren hat und ich mich gefragt habe, ob es nicht besser gewesen wäre, mehr gegen die Übelkeit zu machen, gerade damit die Chemo-Substanzen im Körper bleiben, um den Tumor schneller schrumpfen zu lassen. Bei einigen Patienten hat die Therapie nachher nicht mehr angeschlagen und als sie das Krankenhaus gewechselt haben, konnte ihnen oft nicht mehr geholfen werden, weil sie schon zu geschwächt waren.

Die Prügeleien kamen so zustande, dass es für einige junge Patienten bzgl. ihrer Krankheit eng oder sogar hoffnungslos wurde und sie ihre Wut und Angst irgendwie loswerden mussten. So kam es erst zu verbalen Auseinandersetzungen und schließlich zu körperlichen Angriffen. Auf mich sind sie auch zweimal losgegangen, weil sie wussten, dass ich wegen etwas anderem dort war (hormonelle Geschichten und Verdacht auf beginnende Autoimmunerkrankung, was sich ja auch Jahre später bei mir bestätigt hat) und dass ich eine längere Lebenserwartung hatte als sie. So dass ich mich wehren musste und die Ärzte schließlich dazwischen gingen. Aber auch ich war damals verzweifelt, weil wir jahrelang nicht wussten, was ich hatte und dementsprechend nicht vernünftig behandelt werden konnte. Ich aber dennoch leistungsfähig bleiben musste, da ich noch schulpflichtig war.

Einmal hatte sich eine Krebspatientin aus Verzweiflung die Pulsadern aufgeschnitten und musste sofort in die psychiatrische Notfallambulanz eingewiesen werden. Ergo war in dieser Zeit einiges los und es wäre zu einfach und naiv zu sagen, dass wir einfach schlecht erzogen waren. Wir haben einfach sehr viel durchgemacht, vor allem die Krebspatienten und die Ärzte wussten das auch. Dennoch mussten sie Grenzen setzen, wenn wir zu weit gingen, wobei sie uns nicht hätten schlagen und einsperren dürfen! Sie haben großes Glück, dass wir sie dafür nie angezeigt haben.

Und um auf das Thema "Waschen im Krankenhaus" zurückzukommen: Auch da hat es ein paar peinliche Geschichten gegeben, auf die ich aber nicht näher eingehen will.

D^ie KSeltin


@ Lacertes:

"Keltin", das ist "schwarze Pädagogik" aus den 50'iger Jahren,

Das war schon Anfang bis Mitte der 90er. :-) Aber wie gesagt, heute hat sich dort einiges geändert und mir ist klar, dass die Regeln heute etwas lockerer geworden sind.

@ Sunshine:

Ich meine übergeben lässt sich nicht steuern.

Doch, indem man nachhilft und sich den Finger in den Hals steckt. Genau das ist in Krankenhäusern verboten, weil man sich damit schadet.

Habe mal einem Pfleger direkt vor die Füße gereihert. Gab zum Glück keine Strafe

Es ist natürlich was anderes, wenn es dir von alleine hochkommt. Da sagt keiner etwas, wobei man möglichst in die Nierenschale oder in's Klo reihern sollte. *:)

D]ie YK7eltin


Naja, das mit dem "Putzen nach Unsauberkeit". Der soll mir mal erklären, dass ich "absichtlich" ins Waschbecken gekotzt habe.

Doch, es gibt Patienten, die sich lieber in's Waschbecken übergeben, weil sie sich vor dem entgegenspritzenden Toilettenwasser ekeln, wenn sie sich ins Klo übergeben. Man weiß ja nicht, wer vorher drauf war - es können sich noch Fäkalkeime von anderen in der Kloschüssel befinden. Das ist aber in Krankenhäusern nach wie vor eine Todsünde, weil man das Waschbecken schmutzig macht und der Abfluss verstopft, wenn man das Erbrochene wegspült. Ich übergebe mich zu Hause auch lieber ins Waschbecken, hole das Zeug aber dann mit einem Papier raus und werfe es ins Klo.

D/ie Kteltixn


Hä, Keltin , wer sich derartig im Krankenhaus benimmt , der kann nicht krank sein . Ab nach Hause .

Ich habs oben gerade erklärt. Natürlich konnten nur die Patienten etwas anstellen können, die sich noch auf den Beinen halten konnten und nicht bettlägerig waren. Diese waren aber auch schon schwerkrank und verzweifelt und haben deswegen aufgedreht. Und ich hatte damals schon Probleme mit der Schilddrüse, war voll in der Pubertät und mir ging es aufgrund der Symptome dreckig. Wobei wir eben zwischendurch noch genug Kraft hatten, um aufzudrehen und Scheiß zu machen, weil wir u.a. auch von den Ärzten genervt waren, die ständig an uns dran waren.

Die Ärzte haben unser Verhalten bis zu einem gewissen Punkt toleriert, weil sie uns helfen wollten und mussten. Aber letztendlich gab es für mich dann auch einen Rausschmiss und ein Hausverbot für mehrere Jahre.

Wer mir sagen würde, ich müßte weil ich mich übergeben habe putzen , dem würde ich den Vogel zeigen . Mir ist jedesmal nach den Operationen schlecht geworden und habe mich übergeben , die Petrischalen kamen zum Glück noch rechtzeitig . Aber zum putzen hätte ich gar nicht aufstehen können/dürfen .

Wenn du dich dahin übergibst, wo du sollst oder wenn es wirklich mal aus Versehen daneben geht, wirst du nicht zum Putzen verdonnert werden. Aber wenn sich jemand absichtlich in's Waschbecken übergibt und nachhilft, indem er/sie sich den Finger in den Hals steckt (passiert öfters als man meint) und das Erbrochene dann noch wegspült, wird es logischerweise Ärger geben. Das ist auch heute noch so üblich.

Wenn du nicht aufstehen kannst, muss es natürlich ein Pfleger oder eine Schwester wegputzen.

R<he^lxia


@ Die Keltin

Ist es das gleiche Krankenhaus, in dem alle Chemopatienten sofort Blut bekommen und Rechnungen für die Rohrreinigung bei Erbrechen bekommen?

Ich frage mich, ob du einfach eine blühende Fantasie hast oder ob deine Erinnerungen von früher verzerrt sind? Das meine ich gar nicht böse.

Aber schlimm finde ich, dass du deine "Erlebnisse" als allgemeingültig schreibst. Das ist einfach nicht richtig!

Kein Krankenhaus straft seine Patienten bei natürlichen körperlichen Reaktionen, weder bei Erbrechen ( auch nicht bei selbstinduziertem), noch bei Einnässen oder Erektionen. Und schon gar nicht, wenn man sein Zimmer verlässt.

Hausverbot im Krankenhaus kann es schon geben. Wenn jemand Medikamente klaut, fremdaggressiv ist, wobei er da im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein müsste. Ansonsten gäbe es auch da kein Hausverbot.

Dmie KDeltin


Ist es das gleiche Krankenhaus, in dem alle Chemopatienten sofort Blut bekommen

Das war damals so, wenn die Krebspatienten sich zu oft übergeben hatten. Heute wird das wahrscheinlich anders gehandhabt.

Rechnungen für die Rohrreinigung bei Erbrechen bekommen?

Das war in einem anderen Krankenhaus und ist erst 4 Jahre her und betraf mich selbst. Ich habe letztendlich keine Rechnung bekommen, aber es wurde, glaube ich, ein kleiner Betrag zur Entschädigung von meiner Krankenkasse eingezogen. Und es gab einen Eintrag in meine Patientenkartei. Da dieser Vorfall noch nicht einmal 4 Jahre her ist, werde ich mich wohl noch daran erinnern können! %-|

Ich frage mich, ob du einfach eine blühende Fantasie hast oder ob deine Erinnerungen von früher verzerrt sind? Das meine ich gar nicht böse.

Ich frage mich, wie naiv ihr seid und warum ihr das alles angeblich nie erlebt - oder bei anderen gesehen habt?! Entweder wart ihr nie lange genug im KH oder ihr habt euch konsequent an alle Regeln gehalten, weil ihr bettlägerig wart oder es gelten wirklich andere Regeln in anderen Regionen Deutschlands. Oder ihr wollt das einfach nicht offen zugeben. Und diese Vorfälle sind ja auch schon 25 Jahre her, heute wird sich da einiges geändert haben. Aber meine Erinnerung ist nicht verzerrt - im Gegenteil. Ich kann mich an alles in allen Einzelheiten erinnern! Ich finde es eher verletzend und unverschämt, mir eine blühende Fantasie nach solchen Erlebnissen zu unterstellen! Das ist genau so, als ob man einem Sexualdelikt-Opfer unterstellen würde zu lügen.

Und Lacertes8 deutet ja auch an, dass er früher sowas erlebt hat. Die meisten von euch hier im Forum sind jünger und können sich sowas wahrscheinlich nicht mehr vorstellen, aber damals war das noch so. Die Ärzte gehörten teilweise noch zum "alten Eisen", so dass solche Erziehungsmaßnahmen aufgezogen wurden.

Kein Krankenhaus straft seine Patienten bei natürlichen körperlichen Reaktionen, weder bei Erbrechen ( auch nicht bei selbstinduziertem)

Bei uns schon, auch heute noch, wie gesagt. Aber auch nur bei selbstinduziertem.

DAiSe Keltxin


Und schon gar nicht, wenn man sein Zimmer verlässt.

Wenn ein Patient nicht aufstehen darf, weil Bettruhe verordnet wurde, wird das Personal ihn oder sie nicht draußen herumlaufen lassen.

SCtuHhlbxein


Und es gab einen Eintrag in meine Patientenkartei.

Wie in der Schule früher: da gab's Einträge ins Klassenbuch. :-D

Und diese Vorfälle sind ja auch schon 25 Jahre her, heute wird sich da einiges geändert haben.

So lange sind meine Krankenhausaufenthalte in der Tat nicht her.

Dhie K@eltVin


Ihr seid wirklich unreif! :p> Man kann mit euch nicht vernünftig darüber reden. Kommen wir lieber wieder zum Thema zurück: "Waschen im Krankenhaus" und ob die Pfleger sich dabei einen runterholen! ;-D

R=helxia


Ich arbeite seit über 20 Jahren im Krankenhaus. Auch als Patient war ich schon in unterschiedlichen Häusern. Auch schon als Kind. Mich hat auch mal eine Nachtschwester ins Bett geschickt. Aber da war ich 5, es war 23:00 und wir sind der Nachtwache ganz schön auf den Keks gegangen. Ja, was ich noch schlimm fand war, dass es immer irgendetwas mit Gemüse zu essen gab. Ansonsten hat das Pflegepersonal viel mit uns gelacht und auch gespielt. Tja, das war 1978.

Behaupte bitte nicht, dass alle anderen zu jung sind, keine Ahnung haben oder sonst was.

Das was du schilderst, ist nicht die Realität in deutschen Krankenhäusern.

MBelC7;7


@ Die Keltin

so viel schwachsinniges über Krankenhäuser habe ich ja noch niue gelesen, wie den von Dir.

ich habe über 30 jahre Krankenhaus- Erfahrung und solcherlei Geschichten in keinem von den verschiedensten Kliniken erlebt.

Darunter war auch ein streng geführtes Katholisches Krankenhaus, da durften die Chemopatienten kotzen, wann sie wollten, sie durften das Zimmer verlassen, wann sie weollten, in den Park des Krankenhauses gehen .

Das einzige was sie nur nicht durften, was auch heute noch nicht erlaubt ist, dass sie das gelände verlassen dürfen.

D/ie Kxeltixn


Mel und Rhelia: Ihr seid einfach nur naiv. :-) Vielleicht wird das in anderen Regionen in Deutschland nicht so streng gehandhabt wie hier. In den beiden Krankenhäusern bei uns jedenfalls schon und ob ihr mir das glaubt oder nicht, ist mir ehrlich gesagt ziemlich latte!

LzichtAymHorRizon\t


Was haben abweichende Erfahrungen mit naiv zu tun? ":/

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