» »

Freund als Begleitung beim Arzt- Rechnung fliegt ins Haus?

H3a6nnMex07


Liebe Aprikosenjoghurt,

erstmal: Gute Besserung!

Ich gehe davon aus, dass die Arzthelferin die Diagnose / den Verdacht der Infektion kannte, als du mit deinem Freund in die Praxis gekommen bist. Deshalb hat sie die Daten deines Freundes gleich mit aufgenommen.

Wenn du eine durch sexuelle Kontakte übertragbare Infektion hast, ist es nur richtig, dass dein Freund gleich mitbehandelt wird. Und dann ist es richtig, dass die Behandlung auch ihm in Rechnung gestellt wird und nicht dir bzw. deiner Krankenkasse.

Da klingen 20 Euro nach viel Geld - und sind es für einen Studentenhaushalt auch. Aber Gesundheit gibt es nun mal nicht zum Nulltarif, und dein Freund ist versichert, kann die Rechnung bei seiner Versicherung einreichen. Seid doch froh, dass dein Arzt so weitsichtig war und gleich euch beide behandelt bzw. mit Rezepten versorgt hat.

Dein Freund ist privat versichert - vermutlich war er das über seine Eltern dann schon als er noch nicht studiert hat. Und dann haben seine Eltern vermutlich auch immer die Abrechnungen mit der Krankenkasse gemacht. Wenn die Eltern sich jetzt immer noch darum kümmern, kann ich verstehen, dass man vielleicht diese Arztrechnung nicht unbedingt zu hause (je nach Elternhaus) präsentieren möchte.

Als gesetzlich Versicherte siehst du halt keine Arztrechnungen, bist ggf. sogar von Zuzahlungen in der Apotheke befreit und ahnst deshalb nicht, dass medizinische Behandlungen ziemlich teuer sein können.

VG,

Hanne07

A5kas3ha76x7


Hi! Wo ist denn das Problem, wenn die KK die Kosten für die Rechnung erstattet? Anders sähe es aus, wenn dein Freund die Kosten selber tragen muss. Dann hätte man ihn vorab über die zu erwartenden Kosten in Textform aufklären müssen - aber das scheint hier ja nicht der Fall zu sein.

A%kasGha76x7


Im Falle einer Privatversicherung läuft das oft etwas anders als bei einer gesetzlichen.

§ 630c gilt für privat und gesetzlich Versicherte gleichermaßen. Eine Ausnahme besteht lediglich darin, dass dem Behandelnden zugestanden wird, sich nicht in jedem Fall mit den unterschiedlichen Leistungsspektren der PKKn auskennen zu können. Generell gilt

(3) Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist oder ergeben sich nach den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte, muss er den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung in Textform informieren. Weitergehende Formanforderungen aus anderen Vorschriften bleiben unberührt.

[[https://dejure.org/gesetze/BGB/630c.html Quelle]]

Sqhojxo


Aber ist im Falle der medizinischen Notwendigkeit, die hier ja gegeben scheint, nicht davon auszugehen, dass die Privatversicherung die Rechnung übernehmen wird?

m@aYripoAsa


(3) Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist oder ergeben sich nach den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte, muss er den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung in Textform informieren.

Das ist wohl eher bei aufwendigen Zahnsanierungen etc. relevant, aber nicht bei 20€ für Beratung und die Ausfertigung einer Verordnung.

Als Student sollte man vielleicht auch in der Lage sein, Fragen zu stellen, wenn etwas nicht klar ist oder man seine Daten angeben soll, wenn die Freundin ein Wehwehchen hat.

Wieder etwas dazugelernt. :)*

H}ypedrioxn


Ich habe mir erlaubt, einige persönliche Streitereien zu löschen, die die Sachdiskussion nicht voranbrachten.

Ich bitte darum, im weiteren Verlauf persönliche Abneigungen aus der Diskussion herauszuhalten und sich darauf zu konzentrieren, im Sinne der Fragestellung des Fadens zu antworten, gerne mit rechtlichen Hinweisen, wo angebracht, genauso aber auch mit Einschätzungen aus der Praxis.

A*priVkoseUnjogChurxt


noch ein mal herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten!

Einige Sachen wurden wohl falsch verstanden. Natürlich war es absolut notwendig, dass mein Freund mitverhandelt wird. Dachte aber nicht, dass einfach so innerhalb von einer Minute ein Rezept für ein Antibiotikum verteilt werden darf, wenn überhaupt kein Beleg dafür vorlegt, dass er überhaupt infiziert ist.

Offtopic: Kondome schützen ja angeblich auch davor 8-)

Außerdem: Ich bin total blauäugig, was Krankenkassen betrifft. Ich bin Studentin, 20 Jahre, und eben familienversichert bei einer Gesetzlichen. Da stellen sich mir solche Fragen (noch ;-) )nicht.

Mein Freund dagegen ist ausländischer Student (Nicht-EU-Bürger) und wäre lieber in einer Gesetzlichen. Das war er auch, bis die Beiträge einfach nicht mehr zu bewältigen waren. Als Übergangslösung musste eine Private her. Für uns beide Neuland.

@ Hanne 07

Danke für den konstruktiven Beitrag! Schön, dass auch jemand anders sieht, dass 20 Euro viel Geld sein können.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH