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Kann Arzttermin nicht absagen, muss man dann zahlen?

mnond7+pstergnxe


@ Benutzername001

Ich denke mal, alle wesentlichen Sachfragen sind geklärt, und ich möchte mich nicht weiter an der Diskussion beteiligen.

q^uackUsaklber7ei


Mein Plan ist der im Zweifelsfall nicht zu zahlen. Weil eigentlich wollte ich ja zum Psychiater, weil mich meine Privatinsolvenz ganz schön mitnimmt.

Na klar, keinesfalls zahlen, sollte der Typ tatsächlich eine Rechnung schicken.
Hier übrigens noch ein [[http://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/vdk-zeitung/65623/rechnung_bei_absage_arzttermine_rechtzeitig_stornieren Link]]. Interessant vielleicht auch der Link auf die Unabhängige Patientenberatung Deutschland unten auf der Seite in dem blauen Kasten. Die bieten auch kostenlose Beratungen (per Telefon, online etc.) zu Patientenrechten an. Habe allerdings keine Ahnung, ob die fachlich gut sind.

SQhojxo


Ich drücke die Daumen, dass da einfach nichts mehr passiert. Ist aber schon ein sehr ärgerlicher Stress, gerade wenn es sich um einen Psychiater handelt. Falls eine Rechnung reinflattern und er sich nicht unmittelbar kooperativ zeigen sollte/weiterhin einfach nicht erreichbar ist, würde ich mich eventuell an die zuständige Beschwerdestelle Deiner Region wenden:

[[http://www.beschwerde-psychiatrie.de/liste.html]]

Eventuell, weil ich nicht weiß, ob es die beste denkbare Anlaufstelle ist, aber falls er das wirklich öfter so abziehen sollte, wäre eine offizielle Beschwerde mehr als gerechtfertigt.

SYeve n.ofP.Ni'ne


Frieden? Frieden! (Hier einen Smiley mit weißer Fahne imaginieren.)

:)^

Hast Du vielleicht noch mehr solcher Fahnen? Ich glaube, hier werden ganz dringend noch ein paar gebraucht. ;-D

S}u[nfl\oweCr_73


Mal zur Klärung: Ist es ein PSYCHIATER, der ÄRZTLICH tätig ist? Oder ein REIN PSYCHOTHERAPEUTISCH tätiger Arzt oder gar Psychologe? Das würde die Praxis ohne Angestellte etc. erklären. Aber nicht so ganz die Höhe des Ausfallhonorars, da so um die 75€ üblich sind bei gesetzlich Versicherten. Aber: Das gilt auch erst, nachdem man beim ERSTEN Termin eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben hat.

Ich muss jetzt aber auch mal drauf hinweisen, dass gerade im Falle der REIN THERAPEUTISCH arbeitenden Praxen so ein Ausfall/Nichterscheinen ein echtes Problem ist. Wenn man von max. 7-8 Patienten pro Tag ausgeht, die für 50 Minuten-Termine kommen, dann sind Ausfälle ein Problem. Und es ist eben kein Hausarzt, wo schnell Laufkundschaft dazukommt.

Ich bin selber so tätig. Ich kann nur eine begrenze Patientenzahl nehmen. Weil wenn ALLE kommen, muss ich genug Kapazitäten haben. Ich kann bei einer 20 Stunden-Stelle nicht 40 Patienten annehmen, weil ich die nicht wöchentlich sehen kann. Ich hatte heute bspw. bei 6 Patienten 3 Absagen. Alle plausibel und in meiner Einrichtung aufgrund der Gründe der Absagen (Erkrankung, Kind krank, also "Notfälle") auch kein Anlass für ein Ausfallhonorar. Aber ich hatte heute 50% Umsatzeinbruch. Das ist in Kombi mit Urlaubs-& Ferienzeiten im Monat/Quartal irgendwann durchaus problematisch. Von irgendwas müssen Praxiskosten und mein Gehalt finanziert werden. Solche kurzfristigen Aussagen tun halt in dem Bereich ziemlich weh. Ich gehe bspw. mit meiner halben Stelle mit unter 1500€ nach Hause und ein Teil dieses Gehalts ist noch an Mindestzahlen geknüpft. D.h. jetzt nach der Urlaubszeit gehe ich mit noch weniger Geld nach Hause. Jede Grippewelle bei Patienten hat denselben Effekt. Krankheit meinerseits auch. Reguläre Arztpraxen können sowas gut kompensieren. Therapeuten-Praxen, egal ob Arzt oder Psychologe, kaum.

S-unf2low:er_7x3


Ergänzung:

Das Problem ist leider auch, dass man bei vielen Fachärzten z.T. lange auf einen Termin wartet - dann aber auch hingeht. Im Psycho-Bereich (ich formuliere es mal so salopp) gibt's aber eine überdurchschnittliche Absage- & Nicht-auftauch-Quote. "Ach, brauch ich doch nicht, geht doch, keine Lust, ist mir zu stressig". Dann aber häufig mit Klagen, dass man nicht SOFORT einen Termin bekommt, wenn es einem dann doch schlechter geht.

Mein Tipp: Sich die Absage nochmals gründlich überlegen. Ggf. ist diese Andrphung auch eher als "Motivationshilfe" zu verstehen, um leichtfertige Absagen zu unterbinden.

Und: Sollte ein "echtes" schwarzes Schaf dahinterstecken: Dann direkt an die zuständige ÄRZTEKAMMER wenden. Denn bei Neupatienten besteht eigentlich noch kein Behandlungsvertrag, nur wel ein Termin vereinbart wurde. D.h. ohne Vertrag keine Abrechnung. Auch kein Ausfallhonorar. Das kann aber dann berechnet werden, wenn man erstmals dort war, die Vereinbarung unterschrieben hat bzw. darüber aufgeklärt wurde. Also ab dem 2. Termin.

S0hojxo


Wenn man von max. 7-8 Patienten pro Tag ausgeht, die für 50 Minuten-Termine kommen, dann sind Ausfälle ein Problem.

Aber gerade dann sollte man doch auf Erreichbarkeit achten, sodass man so früh wie möglich von Absagen weiß, oder? Bist Du denn für Deine Patienten unerreichbar - kein AB, niemand geht ans Telefon, keine Homepage mit hinterlegter E-Mail-Adresse?

Die grundlegende Problematik ist ganz klar, darum geht es doch gar nicht (also - es ist nie verkehrt, darauf hinzuweisen, weil es sicher vielen Leuten nicht klar ist, insofern ist es auf jeden Fall gut, dass Du es hier so nachdrücklich dargelegt hast), aber bei diesem Arzt hätte es sich bei Erreichbarkeit um einen zwei Wochen im Voraus abgesagten Ersttermin gehandelt; zu einer kurzfristigen Absage wird es doch offenbar nur, weil man ihn nicht zu fassen bekommt.

IIngefaxera


1. E-Mail fällt weg, da keine Adresse vorhanden.

2. Fax über Schreibwarenladen verschicken.

3. Von einer anderen Nummer aus anrufen.

4. Brief mit der Absage in Briefkasten werfen oder in der Praxis auf einen Stuhl/Tisch legen, vorher kopieren oder abfotografieren und sich selbst die Einwurfzeit notieren.

5. In der Praxis warten, bis die gerade laufende Sitzung fertig ist und jemand auftaucht (was zum Lesen mitnehmen).

S+unflDowe]r_x73


@ Shojo:

Klar, zwei Wochen sind eine lange Zeit und da sollte eine Absage möglich sein. Ggf. per Einwurf-Einschreiben als Nachweis.

In meinem Fall: Ich habe nur ein Diensthandy. Keine Sekretariat. Keine Email (nur selektiv für bekannte Patienten). Bei Angabe aller Kontaktdaten könnte ich 50% meiner Arbeitszeit damit verbringen, Anfragen zu beantworten. Produziert leider keinen Umsatz. Als ich jetzt 2 Wochen Urlaub hatte und mein Handy konsequent aus und Mailbox auch off war, kamen in den ersten Tagen Absagen, die schon länger klar waren, die ich aber nicht annehmen konnte. Da war mir aber rein ethisch klar, dass ich dann auch kein Ausfallhonorar berechnen kann. Lag ja an mir.

AGnti`goxne


6. Mit einem Zeugen dabei am Wochenende die schriftliche Absage im Briefumschlag in den Briefkasten der Praxis werfen.

@ TE

Hat der Therapeut eine Webseite?

q)uacksNalberxei


Hast Du vielleicht noch mehr solcher Fahnen?

Nö. Hab nur eine. Soll ja auch nicht inflationär verwendet werden. ;-D

Sunflower, ja, auch ich dachte daran, dass der Arzt möglicherweise überwiegend/völlig als ärztlicher Psychotherapeut tätig ist. Dass es da mit (vor allem kurzfristigen) Terminabsagen und Nichterscheinen happig ist, ist klar. Was die "Androhung des Ausfallhonorars" als "Motivationshilfe" angeht: Wäre ja gegebenenfalls bei Patienten okay, die schon bei ihm in Behandlung sind, aber bei neuen, die er noch nicht mal kennt? Fände ich überhaupt nicht in Ordnung.
Also, insgesamt verstehe ich die Problematik, die Du geschildert hast, sehr gut. Aber die Vorgehensweise dieses Arztes finde ich weiterhin nicht okay. Es gibt haufenweise Ärzte/Therapeuten, die das korrekt handhaben, und das erwarte ich auch.

S@uenfl[owe=r_x73


Okay ist das m.M.n. auch nicht. Aber da gibt's halt offensichtlich persönlichen Handlungsspielraum (der ja ggf. auch allg. Rückschlüsse zulässt).

Für Neupatienten ohne irgendeine Aufklärung ist das Ausfallhonorar auch kaum durchsetzbar. Selbst das reguläre Aufallhonorar ist nicht so ganz unproblematisch...


Ich habe OT-Beiträge gelöscht.

TWhis TwiliIght G]arden


Und? Ist morgen der Termin? Was hast du jetzt gemacht?

DkieKruxemi


Mal zur Klärung: Ist es ein PSYCHIATER, der ÄRZTLICH tätig ist? Oder ein REIN PSYCHOTHERAPEUTISCH tätiger Arzt oder gar Psychologe?

Da die TE von einem Arzttermin und einem Psychiater schrieb, glauben wir ihr doch einfach mal.

Die TE war in der geöffneten Praxis, in der sich offenbar auch Menschen befanden, die sie nur eben in dem Moment, in dem sie die Praxis betrat, nicht gesehen hat.

Ich habe gar nicht gewartet. Es war niemand da und offensichtlich gab es keine Rezeption so wie man das von anderen Praxen kennt. Es schien zwar jemand im Sprechzimmer zu sein, aber da wollte ich natürlich nicht anklopfen.

Sorry, aber dass man da nicht mal ein paar Minuten warten kann ( ggf. war die Praxishelferin grad auf dem Klo, hat für den Doc ne Akte rausgesucht etc) um den Termin dann abzusagen, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Insbesondere, wenn eine Strafe bei Nichteinhaltung droht und die TE pleite ist. Die Zeit, die sie nun in diesem Forum mit der Klärung der Frage, wie sie absagen soll, verbringt, hätte sie ja auch in der Praxis warten können--wenn sie es schon soweit gebracht hat.

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