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Gibt es bald keine Apotheken mehr?

t1rav)erGellxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe eben diesen Artikel gelesen:[[http://arzt-aspekte.de/dominik-riemer-das-pillentaxi-auf-erfolgskurs/ Dominik Riemer: Das Pillentaxi auf Erfolgskurs]]

Dabei geht es um einen Lieferdienst für Medikamente. Da steht auch, dass es immer weniger Apotheken gibt - und das hat mich etwas nachdenklich gemacht. In Zeiten von Online-Shopping und Co., kann alles im Netz bestellt werden, natürlich auch Tabletten und Medikamente. Wenn es jetzt schon immer weniger Apotheken gibt, werden die bald fast ausgestorben sein? ":/

Was meint ihr?

Antworten
r[oomTlesspla@ce


Bis das passiert, dürften aber noch einige Jahre ins Land gehen. Für ausgeschlossen halte ich es auch nicht. *:)

M2arie~C8urxie


Das sie ganz aussterben glaube ich nicht, dafür ist die Beratung zu wichtig. Ich kaufe regelmäßig bei online Apotheken aber manchmal ist es unabdingbar, in eine Apotheke vor Ort zu gehen.

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Glaub ich nicht. Ich denke es gibt Leute - wie mich - die es zu schätzen wissen wenn sie gut beraten werden.

Grade wenn man viele Medikamente nimmt & es um Wechselwirkung geht usw.

Oder wenn man einen Schnupfen hat und nicht gleich zum Arzt will wird man immer gut beraten was helfen kann...

N+ordfi84


Ich überlege gerade wieso genau ich wirklich ne Apotheke bräuchte und mir fällt nur der Grund "wenn es sofort sein muss" ein. Standard Zeug wie was gegen Kopf- oder Bauchschmerzen, Nasenspray und Hustenlöser bestelle ich 1-2x im Jahr online wenn der Vorrat aufgebraucht ist. Rezeptpflichtiges Zeug kann ich auch online bekommen wenn ich das Rezept einreiche. Es geht also wirklich nur darum wenn ich sofort was brauche und nicht 1-2 Tage warten kann.

Beratung ? Naja, bei welchen Krankheiten brauche ich denn Medikamente und gehe nicht zum Arzt ? Das sind ja meistens doch eher harmlose Sachen wo man entweder weiß welche Medis helfen (wie Erkältungen) oder wo man sich entsprechende Tipps aus dem Netz holen kann. Und rezeptpflichtige Medikamente bekomme ich dann trotzdem nicht sondern muss deswegen erst wieder zum Arzt. Dazu kommt noch das die Sachen aus der Apotheke teilweise unglaublich teuer sind im Vergleich zu dem was es online kostet.

Also ja, Apotheken haben mit Sicherheit ein Problem ihre Existenz noch zu rechtfertigen, vorallem wenn ich sehe das es bei uns in der Stadt (keine 20.000 Einwohner) mindestens vier oder fünf davon gibt und alle Geld verdienen müssen.

t7emxare


Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren in der Pharmabranche . In dieser Zeit hat die Zahl der Apotheken sich um maximal 1000 verringert. Seit 10 Jahren gibt es Online Apotheken und noch immer gibt es in Deutschland über 20000 Apotheken.

Fazit: Die Apotheken werden ganz sicher nicht aussterben.

GDeqiystlXuft


Mit einem Aussterben der Apotheken ist nicht zu rechnen, sehr wohl aber mit einer Konsolidierung. Es ist immerhin nicht ungewöhnlich das es selbst in kleineren Orten gleich mehrere Apotheken in unmittelbarer Nähe zueinander gibt.

H:oney91U_mikt_Min%i13


Nordi

Ich hab verschiedene Arznei-Unverträglichkeiten und Allergien & zusätzlich muss ich eh täglich Medikamente nehmen (SD und Asthma), da lass ich mich eher in Apotheken beraten eh ich mich durchgoogle.

Als ich letzten 3 Wochen eine Mandelentzündung hatte, die einfach nicht weggehen wollte, hab ich in der Apotheke eine super Beratung bekommen und ne kombi aus Medikamenten hat mir super geholfen (tonsipret, neoangin & äh... Salbubronch? Glaub ich)

scophyicha


Also, in meiner Nähe hat es in den letzten 10 Jahren 2 neue Apotheken gegeben und ich kann insgesamt mindestens 6 verschiedene Apotheken in höchstens 10 Minuten zu Fuß erreichen - also hier in der Großstadt gegenläufige Tendenz.

M/eivsterc_Glxanz


Aussterben werden die ganz bestimmt nicht. Ob es notwendig ist, an fast jeder Tramhaltestelle eine Apotheke zu betreiben, wie das bei uns der Fall ist, kann man sich fragen.

Ich finds praktisch, meine benötigten Mittel rasch holen zu können. Mein Insulin muss gekühlt werden, würde ichs bei einer Versandapotheke bestellen, müsste ich irgendwie anwesend sein wegen den Kühlboxen ... ist mir zu blöd. So bestell ich eigentlich nur mein Verbrauchsmaterial wie Blutzuckertestkassetten und Nadeln online. Den Rest hol ich vor Ort.

Die Pharmalobby ist bei uns so stark, dass in Zukunft selbst für rezeptfreie Medikamente ein Rezept eingereicht werden muss, wenn mans bei einer Versandapotheke bestellen will. Was dem ganzen Versandhandel einen schweren Schlag versetzt hat. Ausserdem soll man in Zukunft die Apotheke als erste Anlaufstelle bei medizinischen Problemen sehen, für die bisher der Hausarzt zuständig war. Seit ein paar Wochen ist die letzte politische Hürde genommen, dass Apotheker gewisse Impfungen verabreichen dürfen. Die Stellung der Apotheker wird so immer mehr gestärkt, deshalb glaube ich nicht, dass die Institution Apotheke verschwinden wird.

E>hema*lige`r N}utzer /(#528[611x)


Ich habe eine Aversion gegen unnötigen Müll.

Und der wird produziert, wenn ich meine Medis online kaufe.

Papier und Folie zur Verpackung, Benzin und Diesel für LKW und Paketdienste.

Wozu? Ih habe 2 Apotheken keine 10 Minuten Fußweg von hier. Und ich wohne in einem 1400 Seelen Dorf!

Ich werde bald umziehen und werde meine Stammapotheke, wo ich seit 28 Jahren Kunde bin, echt vermissen. Trotzdem kein Grund, online zu bestellen

cMlairxet


Also ja, Apotheken haben mit Sicherheit ein Problem ihre Existenz noch zu rechtfertigen, vorallem wenn ich sehe das es bei uns in der Stadt (keine 20.000 Einwohner) mindestens vier oder fünf davon gibt und alle Geld verdienen müssen.

Ich finde auch, dass es ziemlich viele Apotheken gibt. In der Stadt quasi an jeder Ecke. Die Apothekenschließungen betreffen wohl mal wieder die kleinen Dörfer in wirtschaftsschwachen Gegenden, wo auch schon Ärzte und Supermärkte dichtmachen.

Rezeptpflichtige Medikamente kaufe ich immer in der normalen Apotheke, schon weil ich die sofort haben möchte und das Einsenden vom Rezept ist mir zu kompliziert. Aber rezeptfreie Sachen kaufe ich online, denn die Preisdifferenz ist einfach enorm. Meine Gesichtscreme kostet vor Ort mal locker das doppelte und das seh ich nicht ein.

Irgendwie finde ich es auch fragwürdig, dass das Geschäftsmodell von Apotheken stark auf dem Verkauf von Schlangenöl aller Art basiert. Also Medikamenten deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist. Dazu gehören z.B. viele Erkältungsmittel. Oder überteuerte Vitaminpräparate, die nichts anderes enthalten als viel billigere aus dem Drogeriemarkt.

Aussterben werden Apotheken sicher nicht, aber sie müssen sich wie andere Branchen eben der Konkurrenz aus dem Netz stellen.

B\enitaxB.


ch werde bald umziehen und werde meine Stammapotheke, wo ich seit 28 Jahren Kunde bin, echt vermissen. Trotzdem kein Grund, online zu bestellen

Wenn ich für mehrere Medikamente im Schnitt 3 - 4 € spare, pro Medi, versteht sich, warum soll ich das nicht wahrnehmen ???

Bin ich Krösus und habe Geld zu verschenken? Nö. Ich mir muß regelmäßig homöopathische Spritzen geben, warum soll ich den Preisvorteil nicht nutzen? Auch mein Diabetikerzubehör ist fast ein Drittel billiger als beim Apotheker um die Ecke.

Nee, nee, so dicke hab ich's nicht.

Ich hole meine Sachen auch in der Versandapotheke persönlich ab, fahre dazu mit Öffis, Da fällt auch nichts an für Päckchen, Sprit für DHL etc....

Und wenn ich Beratung brauche, berät man mich auch vor Ort in der Versandapotheke.

Nuord|i84


Irgendwie finde ich es auch fragwürdig, dass das Geschäftsmodell von Apotheken stark auf dem Verkauf von Schlangenöl aller Art basiert. Also Medikamenten deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist. Dazu gehören z.B. viele Erkältungsmittel. Oder überteuerte Vitaminpräparate, die nichts anderes enthalten als viel billigere aus dem Drogeriemarkt.

Mit Paracetamol für 2€ / 20 Stück verdient man einfach viel weniger als mit Grippostad für 11€ / 24 Stück (obwohl es sich fast exakt um das gleiche Mittel handelt), von daher kann ich es im gewissen Rahmen schon verstehen das die so Zeug führen. Und da jeden Tag jemand mit nem Hammer aufsteht gibt es einfach nen Haufen Kunden die beschissen werden wollen. Wenn sich Apotheken wirklich nur auf sinnvolle und/oder wirksame Medikamente beschränken würden würden die Pleite gehen.

EDhemaLligLer N}utzer (#52x8611)


@ Nordi:

Ja der Kunde will beschissen qerden. Viele meinen doch, dass nur Chemie hilft.

Bei Halsschmerzen Neo-Angin, bei Kopfschmerzen Aspirin.

Ich nehem.für solche Fälle Kamillentee mit Honig. Und bei Kopfweh Tigerbalsam und Ruhe.

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