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Gibt es bald keine Apotheken mehr?

M{essxaggio


Eine Apotheke......oder war es doch ein Spielwarengeschäft in Hanau gesehen 2012?

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Tgimbnatuxku


SilkPearl

irgendwo Onlineversand-Kunde

Zur Erinnerung: Wir sprechen hier von Versandapotheken und deren Gefährdungspotential für die Apotheke vor Ort, nicht von irgendeinem Online-Handel.

Die Schlangen in Apotheken sind genau zu der Zeit entstanden, als die Abrechnungsmethoden über die Kassen offenbar so umständlich wurden, dass man seitdem eine neue Spezies hinter dem "Tara" beobachtet: Haare raufende, mit dem System offenbar überforderte, hilflose Helfer am PC ... Und es dauert leider schon oft unendlich lange, ein einziges Rezept zu bearbeiten.

Das kann ich so nicht bestätigen. In der größten Apotheke unserer Stadt sind fast immer Schlangen und die haben definitiv nichts mit Abrechnungsmethoden oder der Rezeptbearbeitung zu tun. Wenn man es endlich geschafft hat, zum Tara-Tresen ;-D vorzudringen und das Rezept vorzulegen, sind das zwei, drei Tastendrucke, das Rezept verschwindet in einem Schlitz und die Ware kommt über ein Förderband. Das geht Ratzfatz. Ob und wie lange das Rezept dann hinter den Kulissen bearbeitet wird, weiß ich nicht, hat ja aber auch nichts mit der Tara-Schlange zu tun. Was die Schlange auslöst kommt dann: "Wissen Sie, wie das Medikament eingenommen werden soll?" Und auch wenn man ja sagt, wird die junge Dame nicht müde, es trotzdem zu erklären. Vor dem Essen, nach dem Essen, kauen, nicht kauen, bla bla bla. Und wenn sie dann endlich fertig ist mit ihrer Litanei, dann kommt noch: "Haben Sie sonst noch einen Wunsch?" Nee, hab ich nicht. Was sie nicht davon abhält, mir noch diverse Produkte anzubieten. Das einzige was meiner Erfahrung nach hilft ist, ihr das Mittel aus der Hand zu reißen und rennend den Laden zu verlassen. Traut sich aber nicht jeder. Und deswegen eben Schlange. Hermann Gröhe kann da nix für.


Hinata

"Aber im Internet ist es 20 cent billiger"

20 Cent sind nicht nur "rein willkürlich", sondern obendrein ziemlich polemisch, denn tatsächlich spart man weit mehr als nur 20 Cent.

Beispiele:

20 Btl. Aspirin Complex, Apothekenpreis: 14,99 €, Versandapotheke: 7,48 €, Ersparnis: 7,51 €

24 Stck. Grippostad C Hartkapseln (Stada), Apothekenpreis: 10,98 €, Versandapotheke: 3,94 €, Ersparnis: 7,04 €

Quelle: [[www.medizinfuchs.de]]

Es sind also nicht nur ein paar Cent, sondern einige Euro, die der Kunde im Internet sparen kann und das trifft auch dann noch zu, wenn der Apotheker vor Ort großzügig 10 oder 15 % Rabatt einräumt.

Allerdings kann ich deine Verärgerung verstehen, wenn die Kunden deine Beratung kostenlos in Anspruch nehmen und dann trotzdem im Netz kaufen. Das Problem haben nicht nur Apotheken, sondern auch Spielwarengeschäfte und andere Fachgeschäfte, die eine mächtigen Internet-Konkurrenz gegenüber stehen. Auf lange Sicht wird man sich da was einfallen lassen. Ich hätte durchaus Verständnis dafür, wenn die Fachgeschäfte eine "Beratungsgebühr" erheben würden, die beim Kauf eines Produkts entsprechend verrechnet würde.

Y2tonyg1x1


Ich hätte durchaus Verständnis dafür, wenn die Fachgeschäfte eine "Beratungsgebühr" erheben würden, die beim Kauf eines Produkts entsprechend verrechnet würde.

Wird in Fotofachgeschäften teilweise schon so gehandhabt :)^ :)z !

sIpy x76


Ich verstehe die Kritik nicht so ganz. Pharmafirmen sind doch keine soziale Einrichtungen.

Ja, irgendwie schade, dass diese [[http://www.stern.de/gesundheit/toxoplasmose-mittel-daraprim--ex-hedgefonds-manager-verteuert-medikament-um-5000-prozent-6464562.html Arschlöcher]] keinen Hippokratischen Eid ablegen müssen.

Dass die Medikamente in der lokalen Apotheke "teurer" sind, ist ein Mythos.

Achso, dann bilde ich mir die 1000€ nur ein, die ich in wenigen Jahren für ein ohne Rezept erhältliches Medikament gespart habe, das ich 1x im Monat für meinen Hund online gekauft habe (~35€ statt ~50€).

MIeistenr_Glaxnz


Was die Schlange auslöst kommt dann: "Wissen Sie, wie das Medikament eingenommen werden soll?" Und auch wenn man ja sagt, wird die junge Dame nicht müde, es trotzdem zu erklären. Vor dem Essen, nach dem Essen, kauen, nicht kauen, bla bla bla. Und wenn sie dann endlich fertig ist mit ihrer Litanei, dann kommt noch: "Haben Sie sonst noch einen Wunsch?"

Ist bei uns in jeder Apotheke, die ich besuche, viel effizienter.

Ich verlange was. "Kennen sies?" "Ja." "Sonst noch was?" "Nein." Macht xy." "Dankeschön" "Bitteschön"

Wenn ich jeweils mein Jahresrezept für mein Insulin abgeb, kanns zur Situation kommen, dass sich die Fachperson bemüssigt fühlt, die Dosierung (die ich meiner Ärztin seufzend mitgeteilt hab) auf der Packung zu vermerken. "Nach Bedarf."

T,imbAatumku


Meister_Glanz

Ist bei uns in jeder Apotheke, die ich besuche, viel effizienter.

Ich verlange was. "Kennen sies?" "Ja." "Sonst noch was?" "Nein." Macht xy." "Dankeschön" "Bitteschön"

Vorbildlich.

Wahrscheinlich waren die PTAs in unserer Apotheke alle auf einem Workshop, wo man ineffizientes Vollgequatsche empfohlen hat. ;-D

S9ilk%Pearxl


Herr Timba!

Danke für die Erinnerung. Meine Antwort war auf Deine Einlassung bezogen, und es macht keinen gar so großen Unterschied, ob wir durch den Onlinekauf die Apotheke vor Ort um ihr Geld bringen oder den Buchladen, den Schuhhändler oder das Naturkostgeschäft - dachte ich.

Zu dem anderen: Ich selbst stelle vermehrt die Unbeholfenheit der Apothekenangestellten am Kassen-PC fest, und dass es durch diese ganzen Krankenkassenänderungen dazu gekommen ist. Früher ging das Rezept einzulösen ratz-fatz und heute hängen die Damen und Herren daran fest; es wird rückgefragt und geguckt, welches Medikament wohl irgendwo noch günstiger zu bekommen ist usw. Anscheinend ist das aber wohl nur meine Erfahrung - obwohl ich sie schon in mehreren Apotheken machen musste. :=o

SAi1lkNPeaxrl


Die überflüssigen, fast aufgedrängten Beratungen kenne ich aber auch. Nur wo es wirklich wichtig ist - z. B. darauf aufmerksam zu machen, dass Antibiotika nicht mit Milchprodukten zusammen eingenommen werden soll - da erfolgte sie nicht. >:( :(v

Thimbathuku


SilkPearl

... und es macht keinen gar so großen Unterschied, ob wir durch den Onlinekauf die Apotheke vor Ort um ihr Geld bringen oder den Buchladen, den Schuhhändler oder das Naturkostgeschäft - dachte ich.

Bei flüchtiger Betrachtung ja. Tatsächlich aber haben Apotheken einen gewissen Sonderstatus. Sie haben Pflichten (z.B. die Versorgung rund um die Uhr sicherzustellen) und genießen im Gegenzug auch einen gewissen Schutz. Es gab ja von Seiten der Apotheken (und darauf folgend auch von der Politik) schon mal die Forderung, Versandapotheken ganz zu untersagen. Zum Glück ist das nicht gelungen. Bisher. In Anbetracht dieser Sonderstellung der Apotheken hinkt meiner Meinung nach ein bisschen der Vergleich mit Buchläden, Schuhgeschäften oder Naturkostläden, obwohl natürlich jedes stationäre Geschäft in gewisser Weise vom Internethandel bedroht ist, das stimmt.

Zu dem anderen: Ich selbst stelle vermehrt die Unbeholfenheit der Apothekenangestellten am Kassen-PC fest, und dass es durch diese ganzen Krankenkassenänderungen dazu gekommen ist. Früher ging das Rezept einzulösen ratz-fatz und heute hängen die Damen und Herren daran fest; es wird rückgefragt und geguckt, welches Medikament wohl irgendwo noch günstiger zu bekommen ist usw. Anscheinend ist das aber wohl nur meine Erfahrung - obwohl ich sie schon in mehreren Apotheken machen musste. :=o

In kleineren Apotheken habe ich Vergleichbares auch schon bemerkt. Ob die Mitarbeiter in der Apotheke, über die ich schrieb, besser geschult sind, bessere PC-Unterstützung haben oder ob ihnen hinter den Kulissen administrative Tätigkeit abgenommen wird, weiß ich nicht. Jedenfalls geht das Einlösen eines Rezepts dort genau wie früher ratz-fatz und trotzdem gibt es da lange Schlangen, längere als in den kleinen Apotheken mit den unbeholfenen PTAs. Daraus schließe ich eben, dass die Hauptursache für die Schlangen nicht die überzogenen Vorschriften des Gesundheitssystems sind. Das ist meine Ansicht. Andere Ansichten sind ebenso zulässig.

Die überflüssigen, fast aufgedrängten Beratungen kenne ich aber auch. Nur wo es wirklich wichtig ist - z. B. darauf aufmerksam zu machen, dass Antibiotika nicht mit Milchprodukten zusammen eingenommen werden soll - da erfolgte sie nicht. >:( :(v

Stimmt. Oder vielleicht sollte - wegen der Gefahr von schädlichen Wechselwirkungen - mal gefragt werden, ob und was man sonst noch einnimmt. Auch das erfolgt nicht. Dafür wird aber beim Kauf des Blutdrucksenkers darauf hingewiesen, dass man ja auch durch Ernährungsumstellung viel gegen hohen Blutdruck machen könnte und zufällig findet nächste Woche im Haus eine Ernährungsberatung statt und man würde herzlich dazu einladen. Dass das zum Ernährungsprogramm dazugehörende Kochbuch alleine schon 50 Euro kostet, erfährt nur der, der nach Preisen fragt. ;-D

SRil[kPearxl


Timbatuku

Solange Seminare und ähnliche nette Angebote in Apotheken nicht so auf Auge gedrückt werden wie z. B. die kostenpflichtige Augeninnendruckmessung von meinem Augenarzt oder auch die sog. IGel-Leistungen meines Orthopäden, die so nebenbei "empfohlen" werden, wenn ich wegen etwas ganz anderem vorspreche, ist mir das noch egal, weil: muss ich ja nicht annehmen. Aber penetrant ist das alles. Auch Ärzte werden immer mehr zu "Verkäufern", wie es scheint. Na ja, andere Thema.

T+imbIatukxu


Silky

Wir gründen den Arbeitskreis "gegen penetrante Gesundheitsverkäufer". Machst du mit? ]:D

ShilkPexarl


Timba:

JEPP! Ist gebont. Reich mir die Hand! ;-D

Skunf)lowexr_73


Zu dem anderen: Ich selbst stelle vermehrt die Unbeholfenheit der Apothekenangestellten am Kassen-PC fest, und dass es durch diese ganzen Krankenkassenänderungen dazu gekommen ist. Früher ging das Rezept einzulösen ratz-fatz und heute hängen die Damen und Herren daran fest; es wird rückgefragt und geguckt, welches Medikament wohl irgendwo noch günstiger zu bekommen ist usw. Anscheinend ist das aber wohl nur meine Erfahrung - obwohl ich sie schon in mehreren Apotheken machen musste.

Das hängt damit zusammen, dass jede Krankenkasse für jedes Präparat und dabei für jede Packungsgröße und Wirkstoffmenge immer wieder neue Rabattveträge aushandelt. Die Apotheken können unmöglich ALLES vorrätig haben. Das wird dann halt a) geguckt, was in Frage kommt und b) ob ggf. eine minimal teurere Packung herausgegeben werden darf (z.T. auf Kosten der Apotheke). DAS macht es s unglaublich schwierig, und da es fast jedes Quartal Änderungen gibt...

TKiMmbat5uxku


Sunflower_73

Das hängt damit zusammen, dass jede Krankenkasse für jedes Präparat und dabei für jede Packungsgröße und Wirkstoffmenge immer wieder neue Rabattveträge aushandelt. Die Apotheken können unmöglich ALLES vorrätig haben. Das wird dann halt a) geguckt, was in Frage kommt und b) ob ggf. eine minimal teurere Packung herausgegeben werden darf (z.T. auf Kosten der Apotheke). DAS macht es s unglaublich schwierig, und da es fast jedes Quartal Änderungen gibt...

Das glaube ich. Aber genau für solche Zwecke wie gucken, was auf Lager ist, was in Frage kommt und ob alternativ minimal teureres Präparat genommen werden kann, etc., genau dafür wurden ja mal PCs erfunden. Eine entsprechende Software könnte diese Arbeit in Millisekunden erledigen. Ohne es genau zu wissen vermute ich, dass es sowas bereits gibt, weil wie ich nun schon wiederholt geschrieben habe dauert das Einlösen eines Rezepts in der großen Apotheke bei uns nicht länger als früher. Da die aber genau wie alle anderen an diese Rabattverträge und all den anderen Kram gebunden sind, muss das ja irgendwie vom PC abgearbeitet werden. :-/

S!unuflowxer_73


Vermutlich ist die Lagerhaltung in größeren Apotheken besser... ist zumindest meine Erfahrung...

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