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Warum als Angehöriger im Krankenhaus das Zimmer verlassen?

DZieK+rAuemxi


Ich finde vorallem das ein echtes Trauma mehr ist als ein bisschen Angst und das kann man als Patient unter Umständen auch nicht einfach so mal im Griff haben und sich arrangieren und so ein schönes Gefühlt von Panik ist der Heilung sicherlich auch nicht förderlich. Ihren Stress in allen Ehren, aber etwas einfach abzubügeln weil man das halt so macht, ohne kurz mal nachzudenken ob etwas anderes für Behandlung und Heilung nicht sinnvoller wäre finde ich traurig und bedenklich.

Daher wäre es sicher sinnvoll, wenn es einentsprechendes Gutachten eines Psychiaters gäbe, auf das sich dann die behandelnden Ärzte stützen können.

P5lacebko09x06


man kanns aber doch schon auch übertreiben oder?

Nur weil ich meine Angehörigen dabei haben will, egal ob Trauma oder nicht (sollte ja sowieso keine Rolle spielen) brauch ich doch kein Psychiatrisches Gutachten, dass mir bestätigt: "ja es wäre für Patienten XY besser wenn die Angehörigen dabei sind bei der Visite (weil er hat ein Trauma)".

Die Visite ist jetzt ja nichts wo der dritte Weltkrieg entschieden wird überspitzt gesagt.. es ist und bleibt "nur" die Visite..

Und sobald ein Arzt den Eindruck hat, dass es in erster Linie der Angehörogenwunsch ist, dass die Behandlung erfolgt, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Ist eigentlich wieder ein anderer Punkt. Klar kann mit dem Hauptthema hier zusammenhängen, muss aber ja auch nicht. Man kann ja auch ganz ohne "Druck der Angehörigen" diese dabei haben wollen bei der Visite.. ;-)

Wenn mir vorkommt, der Patient ist vor seinen Angehörigen nicht offen zu mir was SEINE Wünsche betrifft, und/oder ich merke, die Angehörigen wollen den Patienten da in was reinreden/setzen ihn unter Druck, kann man das aber auch durch Kommunikation lösen.. Ich kann ggf. dann die Angehörigen wirklich mal aus dem Zimmer bitte und gezielt danach fragen: " wie siehts denn aus: ist diese Behandlung denn ihr eigener Wunsch, oder wollen sies ihren Angehörigen recht machen? " usw.. ich kann auch gezielt die Angehörigen drauf ansprechen..

Durch offen reden kann man da auch schon ganz viel klären, ohne gleich ein psych. Gutachten zu benötigen ;-)

D2ieK_ruemxi


nun ja, ein "schweres Trauma" wie hier beschrieben, sollte sowieso therapeutisch aufgearbeitet werden, damit die betroffene Perrson irgendwann in eine Eigenständigkeit zurückfindet, wieso es sich nicht dann einfach machen und künftige Krankenhausaufenthalte besser gestalten und von dem Therapeuten ein Gutachten schreiben lassen?

PKlacebWo09x06


schwer jein.. zumal ja eigentlich jedem Patient egal ob Trauma oder nicht die Begleitung durch Angehörige zusteht ;-)

Das das Trauma therapeutisch aufgearbeitet werden sollte, ja damit hast du einen guten Ansatz angesprochen.. :)^

Ob das Gutachten den Krankenhausaufenthalt dann besser macht, naja.. ich bin da ein bissl skeptisch,. zumal man eben ja sowieso laut Patientenrecht das Recht darauf hat einen Angehörigen dabei haben zu können..

Und manchmal ists auch garnicht schlecht wenn man die Angehörigen in eine Entscheidung mit einbindet, muss ja nicht gleich heißen dass man sich was einreden lässt.

Man vertraut seinen Angehörigen ja meistens doch mehr als fremden Ärzten und sie können einen dann doch teilweise ganz gut unterstützen um Entscheidungen zu treffen.

Meine Adoptivschwester zb würde auch nie ohne Angehörige zum Arzt oder irgend einer Behandlung zustimmen ohne mit mir oder Mama darüber gesprochen zu haben.. Sie hat auch ein "Trauma" wenn mans so nennen will, wurde jahrelang durch Psychologen betreut, aber auch jetzt muss immer noch wer dabei sein, und das ist doch absolut ok..

P_laceb~o09x06


Sorry hab irgendwie statt "schweres Trauma" gelesen in "schweres Thema".

Also mein erster Satz ist demnach ein bissl fehlplatziert.

O%rang_eC1anyxon


Daher wäre es sicher sinnvoll, wenn es einentsprechendes Gutachten eines Psychiaters gäbe, auf das sich dann die behandelnden Ärzte stützen können.

Nicht der Patient muss begründen, warum er einen Angehörigen dabei haben will, sondern der Arzt muss begründen, warum er das nicht will. Ist also ganz unerheblich ob der Patient ein Trauma hat oder nicht.

DoieKryue[mxi


Nicht der Patient muss begründen, warum er einen Angehörigen dabei haben will, sondern der Arzt muss begründen, warum er das nicht will. Ist also ganz unerheblich ob der Patient ein Trauma hat oder nicht.

Wenn das im Klinikalltag so einfach wäre, hätte die TE diesen Thread wohl nicht eröffnet, oder?

P#la}cebo0^90x6


Liegt auch daran das die wenigsten Ärzte die Rechtslage diesbezüglich kennen und eben so handeln wie es ihnen vorgelebt wurde, sie es gelernt haben und eben meistens schon immer so machen ;-)

Weil viel mehr als die Schweigepflicht und ein paar Paragraphen in Punkto Gerichtsmedizin hat kein Arzt auf lager ;-) und gerade Patientenrechtsmäßig schauts da auch in der Ausbildung echt mau aus..

O%rang"eCany'on


Wenn das im Klinikalltag so einfach wäre, hätte die TE diesen Thread wohl nicht eröffnet, oder?

Hier geht es doch garnicht darum, was im Klinikalltag einfach ist und was nicht. Hier geht es um ein Recht eines mündigen Patienten. Darüber kann man sich ohne Begründung nicht einfach hinwegsetzen.

Auch mein Eindruck ist, dass vielen Ärzten und Pflegern garnicht bewusst ist, was der Patient für Rechte hat oder sie sich teilweise auch nicht damit auseinandersetzen wollen, weil es den ohnehin stressigen Alltag noch erschweren würde. Das kann aber nicht zu Lasten des Patienten ausgetragen werden.

S$unf lo6werx_73


Wobei Schweigepflicht und Datenschutz für sich allein definitiv als Begründung ausreichen sollten. Körperliche Intimsphäre.

Und als jemand, der beruflich der Schweigepflicht ebenfalls unterliegt: Ausbildugnsdefizite hin oder her; Schweigepflicht ist zum einen das höchste Gut und zum anderen ist es im praktischen Alltag nicht praktikabel, jeden juristischen Kniff dim diesbzgl. zu beherrschen. Dafür haben Klinikengut bezahlte Justiziare, die man ja mal fragen könnte.

Neben der Schweigepflicht/Datenschutz geht es sicherlich auch um praktische Aspekte (Raumüberfüllung. Verwandte, die bei der Wundbetrachtung umkippen. Oder oder oder.)

In begründeten Ausnahmen (z.B. die hier genannte Trauma-Thematik) sollten individuelle Lösungen drin sein. Wobei ich mich da bspw. frage, ob es dann um die Visite geht oder eher um Beistand bei einer Untersuchung. Und für ein ausführliches Gespräch reicht die Visitenzeit eh nicht.

Schade finde ich, dass immer mehr die Tendenz, Regeln nicht zu akzeptieren, für Probleme sorgt. Es kann in so einem straffen System nun mal nicht auf jeden Sonderwunsch eingegangen werde, bzw. gibt es dafür halt andere Möglichkeiten.

SwunflRowexr_73


Hier geht es doch garnicht darum, was im Klinikalltag einfach ist und was nicht. Hier geht es um ein Recht eines mündigen Patienten. Darüber kann man sich ohne Begründung nicht einfach hinwegsetzen.

Auch mein Eindruck ist, dass vielen Ärzten und Pflegern garnicht bewusst ist, was der Patient für Rechte hat oder sie sich teilweise auch nicht damit auseinandersetzen wollen, weil es den ohnehin stressigen Alltag noch erschweren würde. Das kann aber nicht zu Lasten des Patienten ausgetragen werden.

Es gibt aber eben nicht nur den EINEN Patienten, sondern mehrere. Wenn in einem 2er-Zimmer BEIDE Patienten Angehörige bei der Visite dabei haben wollen, dann haben wir ein Datenschutzproblem.

Und es geht ja nicht darum, einem Patienten Rechte (auf Unterstptzung, auf Angehörigeneinbezug) zu verweigern. Sondern darum, das in best. Bahnen zu lenken, um gewisse Grundlagen nicht aus den Augen zu verlieren.

Ein Angehörigengespräch findet dann halt i.d.R. auch im Arztzimmer statt, ohne dass andere Patienten und deren Angehörige da rumwuseln. Denn die geht es nix an, auch wenn Mitpatienten ja doch einiges mitbekommen.

D.ie6KruNemxi


Auch mein Eindruck ist, dass vielen Ärzten und Pflegern garnicht bewusst ist, was der Patient für Rechte hat oder sie sich teilweise auch nicht damit auseinandersetzen wollen, weil es den ohnehin stressigen Alltag noch erschweren würde. Das kann aber nicht zu Lasten des Patienten ausgetragen werden.

Mein Eindruck ist genau gegenteilig. Dadurch, dass die Klagefreudigkeit der Patienten rasant zugenommen hat, sind Ärzte und Pflege besser über Patientenrechte aufgeklärt denn je. Jede Klinikleitung hat vitales Interesse daran, das Patientenrechte-Gesetz zu beachten.

M+adame6 C#haGrentoxn


Ganz einfach weil manche Angehörige sehr dominant sind und sich der Angehörige evtl. nicht traut nein zu sagen - UND weil ein Arzt mit Angehörigen und Patienten extra ein Gespräch führt wenn dies erwünscht ist.

Aber eine Visite mit Angehörigen läuft im Schnitt meist so ab:

Arzt: Herr X wir verschreiben ihnen dieses Medikament weil.....

Angehörige: Nein nein ich möchte nicht dass mein Vater das bekommt, ich habe schlechtes davon gehört, schlechte Erfahrungen damit gemacht etc. etc.!

dann wird ewig diskutiert, Zeit geht verloren, der Patient ist verunsichert.

die Angehörigen checken meist auch nicht dass gewisse jeder Mensch anders ist und das Medikament zwar Nebenwirkungen hat, aber dafür die Nieren nicht schädigt - denn der Patient hat schlechte Nierenwerte (das weiß der Angehörige nicht und will es auch meist nicht verstehen wenn man eine Behandlung begründet)

das ist nur ein Beispiel.......Angehörige können so viel ich weiß oft dabei sein, aber diese kosten Zeit und entmündigen oft den Patient selbst! ich bevorzuge Visiten ohne Angehörige.

D/reamBer3x5


Für mein Verständnis sollte der Wunsch des Patienten massgebend sein. Die TE schreibt in ihrem Eingangsposting ausdrücklich dass es sich um ein Einzelzimmer handelt wenn der Patient wünscht, dass eine Vertrauensperson dabei sein soll, dann hat sich der Arzt zu fügen. Tut er das nicht würde ich, als Patient, das Krankenhaus wechseln. Da es sich um ein Einzelzimmer handelt, gehe ich von einem Privatpatienten aus, der kann jederzeit seine Wünsche durchsetzen oder das Krankenhaus wechseln. Leider ist das für einen Kassenpatienten etwas schwieriger.

Mcada|me 6Charenxton


Für mein Verständnis sollte der Wunsch des Patienten massgebend sein.

oft ist es aber auch hauptsächlich der Wunsch des Angehörigen, und der Patient fügt sich dem. Um das zu vermeiden schickt man Angehörige raus.

und es geht auch nur um die Visite! sehr heikle Dinge werden in einem extra Gespräch besprochen und da kann der Patient vorher sagen ob er die Bezugsperson dabeihaben möchte oder nicht.

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