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Betreuungsrecht- Betreuerwechsel?

MfaWndyx68 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Bruder, 59 Jahre, geistig behindert, kann nicht lesen und nicht schreiben. Seit dem Tod unserer Eltern hat er einen Berufsbetreuer. Mein Bruder muss seinen Betreuer selbst bezahlen, da er von meiner Mutter Geld geerbt hat.

Mein Bruder wollte undedingt eine Einbauküche- hat er genehmigt bekommen. Einen neuen Holzofen, für den Raum überkonsipiert, ein neues Agria, da er bei anderen Leuten sich etwas dazuverdient. Das sdieht dann so aus, dass er meint er will z.b. 20 Euro auf die Stunde und sagt dann nur 20 Euro und bekommt dann 20 euro für z.b. 5 Stunden arbeit.

Als ich merkte das er innerhalb von 4 tagen sein ganzes Monatsbuget ausgegeben hat, habe ich mich mit dem Betreuer in Verbindung gesetzt, dass er das Geld aufteilt und 4 Wochenbeträge bekommt. Das klappt nicht immer auf den Tag genau und mein Bruder besteht darauf, dass das Geld exakt zu dem Zeitpunkt auf dem Konto ist, da er dann meist auch nichts mehr im Kühlschrank hat.

In den letzten Monaten hat sich immer wieder etwas ereignet, was mich stutzig macht. Ich weiß, dass Berufsbetreuer viel zu tun haben, aber langsam finde ich das alles nicht mehr lustig. Hier mal eine kleine "Liste".

1. Der Betreuer ist der Meinung, dass es besser ist, wenn das Privatvermögen schnellst möglich aufgebraucht ist - ich vermute, dass er vom Sozialamt mehr Stundenlohn bekommt, als mein Bruder zahlen muss

2. Schon im Frühjahr hat er auf Wunsch meines Bruders eine Reha beantragt, die angeblich aus med. Gründen abgelehnt wurde, mein Bruder hatte noch nie eine Reha, lediglich bei Unterbringung und die Anreise muß besonders geplannt werden. Ich vermute, dass er den Antrag gar nicht gestellt hat, da auch mein Bruder erwähnt hat, das er Anträge verschlammt hätte.

3.Der Betreuungsbereich umfaßt nicht die Gesundheitsfürsorge, mein Bruder ist Diabetiker und macht was er will, weil er die Folgen gar nicht absehen kann, angeblich ist die Erweiterung des Betreuungsbereich seit fast einen Jahr beantragt und noch nicht genehmigt

- kann das wirklich so langre dauern?

4. Mein Bruder brauch dringend neue Schuhe und Kleider. Ich hatte vor, dass ich mit ihm einkaufen gehe. Der Betreuer sagte mir, dass ich das Geld vorstrecke muß -300 Euro- und er mir das Geld nach Einreichung der Quittung überweißt. Als das mein Bruder hörte hat er sich ziemlich aufgeregt, da er befürchtet, das ich genauso dem Geld hinterher telefonieren muß wie er. Er war so erzürnt, dass er sagte, dass er dan Kleiderkauf nicht macht, er will erst Geld für Essen

5. Es kommt immer wieder vor, dass der Bereuer auf E-Mails oder Anrufe einfach nicht reagiert. Z.B. auf meine Frage was med. Gründe im Ablehnungbescheid genau bedeutet.

So das war jetzt leider sehr viel, ich hoffe es hat jemand eine Idee, danke

Antworten
M&an*dAy68


Schade, dass keiner eine Idee hat...

P4lüsc{hbiesxt


Du selber kannst die Betreuung nicht übernehmen?

Deine Betreuer scheint mir überfordert oder faul zu sein.

Es kann nicht sein, dass man dem Geld so hinterherlaufen muss.

Und dass du Geld vorstrecken musst schon mal gar nicht.

Lass dich ausführlich bei der Caritas oder einer anderen Stelle beraten.

So kann es ja nicht weitergehen.

PFlüschEbiesFt


[[http://www.forum-betreuung.de]]

Melde dich dort und schildere dein Problem.

Dort sind viele Betreuer aktiv und können dir was zu deinem Problem sagen.

Mnaxndyx68


Die Betreuung über ein Familienmitglied hatten wir schon ausprobiert und das ist leider gescheitert, da mein Bruder erst recht gemacht hat was er wollte.

Danke für den Link, das ist eine gute Idee.

PvlüschNbiest


Lebt dein Bruder in einem Heim, oder alleine?

Pilüsch>biest


Kann dein Bruder die Reha nicht über den Hausarzt stellen?

maustepxlume


Ein Betreuerwechsel kann jeder Zeit beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden.

Ich habe beruflich auch oft die Erfahrung gemacht, das einige Betreuer inkompetent, unmotiviert oder schlicht überfordert waren. D

M$andym68


Seit dem Tot unserer Elten lebt er allein in dem Haus in dem auch meine Eltern gelebt haben. Er kommt mit dem Haushalt zurecht, kann sich auch mit Essen versorgen, dass ist nicht so ein großes Problem.

Er will auch aus dem Haus nicht raus, was allerdings passieren kann, da er in einer Stadtwohnung lebt, in der locker eine 4-köpfige Familie Platz hätte.

Der Hausarzt muss ja sowieso für den Rehaantrag Formulare ausfüllen. Jedoch ist der Hausarzt nicht auskunftsfreudig wegen der Schweigepflicht.

Dazu kommt noch, dass man meinen Bruder nicht alles glauben kann, was er erzählt und wenn es nicht nach seinem Kopf geht, wird er sehr ungemüdlich. Generell eine schwierige Situation.

Da er keine Arbeit mehr findet, durch seine Behinderung und sein Alter, wäre vernünftig ihn in einer Behinderteneinrichtung zumindest tagsüber unterzubringen, aber das lehnt er alles ab und zwingen kann ihn ja keiner.

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