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Kurzfristige Absage beim Therapeuten, Ausfallgebühr zahlen?

C2ara!malxa 2


Dann ist es wohl ein Psychotherapeut und kein Physiotherapeut, wie ich angenommen habe. ;-)

Dann kommt mir das Honorar auch etwas hoch vor. Aber sie können halt unterschiedlich ausfallen. Ich würde auch bei der Kasse nachfragen, wie das jetzt zu regeln ist.

_wParvaxti_


Es wurde doch bestimmt ein Vertrag zwischen dir und dem Therapeuten abgeschlossen, oder? Wenn ja, dann schau mal da rein, ob da etwas bezüglich Ausfallhonorar geregelt ist. Bei meinem ist geregelt, dass nur bei einem Notfall (z.B. Unfall oder schwere Erkrankung) oder einem kurzfristigen Krankenhausaufenthalt, kein Ausfallhonorar erhoben wird und ebenfalls nicht bei einem Todesfall 1. Grades. In anderen Fällen muss gezahlt werden. Ist mir leider auch schon passiert, als ich einen Termin ausversehen falsch in den Kalender eingetragen habe. Hat mich aber "nur" 60€ gekostet.

Andere Frage: war das noch eine Probesitzungen? Falls das der Fall gewesen sein sollte, so darf der Therapeut auch nicht den vollen Satz verlangen.

P^lüs7chpbxiest


Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben dass der Stundensatz für so einen Therapeuten bei 80 Euro liegt.

GDrau|ams_el


Dass Dein Vertrauen in den Therapeuten nun erschüttert ist, verstehe ich. Das hat mit Empathie zu tun und die müsste ein Therapeut eigentlich haben...

Klar: er hat einen Verdienstausfall, aber er müsste unterscheiden können zwischen "Termin verschlampt" und "Notfall". Dein Fall ist ganz klar Notfall und erst noch zu belegen, weil Du ja einen Unfall mit Spitalaufenthalt hattest. Trotz allem (Schock, Schmerzen und so weiter) hast Du noch dran gedacht, Dich abzumelden. (Beweis = sms) Dass Du eine zuverlässige Person bist, sieht man daran.

Behalte auch die schnoddrige sms-Antwort vom Therapeuten als Beweis auf - ich finde, dass das dem Fass den Boden raushaut. Ich schätze, dass die Krankenkasse den Therapeuten ins Gebet nehmen wird.

Ich wünsche Dir gute Besserung und dass kein gesundheitlicher Schaden vom Unfall zurückbleibt - und dass es auch Deinem Pferd besser geht mit der Zeit.

Auch ich musste mal nur 12 Stunden vor dem Termin eine Psychiater-Sitzung absagen - weil ich für den Morgen des nächsten Tages für eine grosse Operation "dazwischengeschoben" werden konnte; das Spital hatte einen "Patientenausfall" wegen Krankheit. Der Psychi schickte mir keine Rechnung, sondern eine Foto-Blumenkarte und schrieb dazu einen Irländischen Segenswunsch und wünschte alles Gute und wenig Schmerzen. SO geht's doch auch!

G5rUauamxsel


... ein ISländischer Segensspruch war's natürlich...

rjokomles splace


Er schrieb nur zurück, das sei mein Problem, 150€ Ausfallgebühr :-o Ich weiß, dass es verdammt ärgerlich für ihn ist, wenn ich so kurzfristig absage, aber ich hatte ja keinen andere Wahl. Von Ausfallgebühren hat er noch nie was gesagt. Muss ich das jetzt wirkocu zahlen? Er weiß, dass ich finanziell echte Probleme habe :°(

Lisa4077

Danke, aber bei so einer Pappnase würde ich nicht nur die eine Sitzung sondern die gesamte Therapie canceln.

Ein -gute Besserung- konnte er sich nicht wenigstens noch abringen?

Alles andere haben die anderen hier schon geschrieben.

dXannaex87


Nun, du hast in jedem Fall einen guten Grund die Therapie bei dem Mann abzubrechen wegen eines nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnisses. Wenn du fünf Absagen hast kannst du zu jemandem gehen der sonst nur private Patienten macht und eine Kostenübernahme bei deiner Krankenkasse beantragen. Dann zahlen sie die Therapie auch da. Und nach so einem Hammer würde ich in jedem Fall einen Wechsel anstreben, denn wie soll man sich so einem Menschen gegenüber verletzlich zeigen und öffnen können?

Was die Höhe des Betrages angeht gucke ich auch wie eine Kuh wenn es donnert. So zwischen 60-80 Euro kenne ich, je nach Therapieform.

Gute Besserung, so ein Sturz mit Pferd ist fies.

Szunf"loswwer_73


Ganz ehrlich? Das ist nicht okay!

Ich bin selber Therapeutin und klar sind solche Absagen ärgerlich (irgendwie muss man ja auch Geld verdienen und man ist halt kein Hausarzt, der locker sämtliche Lücken mit Patienten stopfen kann).

Aber:

1. Sind die Ausfallhonorare rechtliche Grauzone.

2. Sollte der Patient VOR Aufnahme der Behandlung darüber aufgeklärt worden sein (schriftliches Merkblatt im Idealfall) und ggf. sogar diesen Behandlungsvertrag unterschrieben haben. Inkl. Angabe der HÖHE des Ausfallhonorars und der Frist, in der man ohne Ausfallhonorar absagen kann.

3. Die Rahmenbedingungen eines Ausfallhonorars müssen klar sein (siehe 2.): Bei mir in der Einrichtung sind es 65€ für eine Sitzung, die nicht mind. 24 Stunden vorher (Werktage gerechnet!) abgesagt wurde UND zudem "ohne eigenes Verschulden". D.h. Unfall/Krankheit ist ein Punkt, wo grundsätzlich kein Ausfallhonorar gestellt wird. Außer, es fällt auf Dauer unangenehm auf (ständige fadenscheinige Absagen, dann mache ich aber die zum Thema). Es ist für mich lettlich ein "Erziehungsmittel", wenn Patienten ständig knapp absagen aus nichtigen Gründen. Bei mir gab es dieses Jahr 2x ein Ausfallhonorar. Weil jemand am Morgen den Abendtermin absagte wg. "Ich gehe mit Freunden weg" bzw. "Ich will heute gerne zur Hundeschule". Sorry, aber da hört's für mich auf. Mein indirekter Chef hat noch nebenbei eine Privatpraxis, da gibt er 72 Stunden vor, aber Krankheit/Unfall sind Sondersituationen, wo er kein Ausfallhonorar in Rechnung stellt.

4. Ganz wichtiger Punkt: Die Höhe des Ausfallhonorars! Wenn Du GESETZLICh versichert bist, dann bekommt Dein Therapeut bei Weitem keine 150€ für die ausgefallene Sitzung. Eher etwas über 90€ (die Sätze wurden aktuell angehoben). D.h. allein vor DEM Hintergrund sind die 150€ eine Frechheit. Sorry, kann ich nicht anders formulieren. Das ist nicht okay und - je nachdem, wie sehr Du auf die Therapie angewiesen bist und wie sehr Du Dich wehren magst - würde ich DAS nicht zahlen. Sondern eher der Therapeutenkammer/Kassenärztlichen Vereinigung melden!

Zu dem, was danae geschrieben hat: Google mal "Ratgeber Kostenerstattung Psychotherapie Bundespsychotherapeutenkammer". Das gibt es kostbare Tipps. Geht leider nicht, wenn Du bei der D*K versichert bist, die verweigern das aktuell grundsätzlich. Aber man kann ja die Kasse wechseln...

N`ala8x5


Mal ergänzend dazu: Ein Unfall mit Krankenhausaufenthalt ist gewiss Grund genug den Termin absagen zu müssen. Ich würde ihm eine Bestätigung zukommen lassen dass du zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus warst, die Ausfallgebühr nicht zahlen und er soll sich mit der Kasse streiten. Aber es war dir NICHT MÖGLICH den Termin wahrzunehmen und zwar aufgrund eines Notfalls.

S)unfblowber_7)3


Mit der Kasse wird er sich nicht streiten (können). Solange keine Leistung erbracht wurde, kann er nichts in Rechnung stellen. Die Kasse ist da außen vor und die Abrechnung erfolgt eh über die Kassenärztliche Vereinigung.

Quasi Abrechnungsbetrug wäre es, wenn er eine der limitierten bewilligten Sitzungen abrechnen würde als "Ersatz"...

LOisa<407x7


Herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten und besonders an Sunflower für die Beschreibung @:)

Ich bin froh, dass ihr das genau so empörend findet! Ich habe eh nicht mehr viele Termine und in letzter Zeit waren die Sitzungen nicht mehr wirklich zielführend bzw. nur noch Quälerei. Aber besser gehts mir psychisch trotzdem nicht ]:D

Ich denke, ich werde das wirklich mal der KV melden, zumal er um meine finanzielle Situation weiß und die so gut wie jede Sitzung Thema ist.

Wie ist das denn mit der Übernahme bei freien Therapeuten. Ich müsste zwar dann die Kasse wechseln, aber das ist ja machbar. Gilt das auch, wenn man eine vorherige Therapie abbricht? Ich hab Angst, dass die dann sagen, wieso, Sie waren doch in Therapie, Pech, wenn Ihnen das nicht gefällt und Sie hinschmeißen.

Ich verstehe den Therapeuten ja schon irgendwie, klar ist das blöde. Aber mein Unfall war mindestens genauso doof und auf den Besuch im KH hätte ich gerne verzichtet. Absagen wegen Hundeschule ist natürlich was anderes, aber immerhin ehrlich ;-D

Mir gehts zum Glück wieder ganz gut, hatte Glück im Unglück und Sicherheitsausrüstung an. Nur meinen Fuß hat es erwischt, aber damit kann ich leben. Nur das wusste ich ja gestern noch nicht.

eFsZta1


Es wurde ja schon alles gesagt, aber ich möchte auch nochmal zustimmen sowas geht garnicht bei einem Unfall. Wie soll sich den da eine Vertrauensbasis einstellen, wenn man weiß der Therapeut macht das nur wegen der Kohle. Ich würde auch nicht bezahlen und bei dem auch keine Stunden mehr wahrnehmen.

Ich hab Angst, dass die dann sagen, wieso, Sie waren doch in Therapie, Pech, wenn Ihnen das nicht gefällt und Sie hinschmeißen.

Das kannst Du ja begründen. Du hattest einen Unfall und der Therapeut wollte 150 Euro :-o Entschädigung, obwohl nie die Rede vorher davon war.

Was ist wenn Patienten sterben, will der dann auch noch Geld?

Sdunfl0oweir_7x3


Gilt das auch, wenn man eine vorherige Therapie abbricht? Ich hab Angst, dass die dann sagen, wieso, Sie waren doch in Therapie, Pech, wenn Ihnen das nicht gefällt und Sie hinschmeißen.

Ich würde da Deinerseits proaktiv vorgehen. Und die Krankenkasse direkt über den Therapieabbruch informieren. Die Frage ist letztlich: Welches Verfahren war es, wie viele Sitzungen wurden bislang bewilligt und wie viele davon sind noch übrig?

Wenn Du bspw. bis zur Obergrenze (variiert je nach Verfahren) nur noch 15 oder 20 Sitzungen beantragen könntest, kann es sein, dass ein neuer Therapeut Dich nicht mehr nimmt, weil es nicht lohnt. Das müsstest Du klären. Wenn sogar noch viele bewilligte Sitzungen vorhanden wären, dann könnte man die auf einen neuen Therapeuten (wichtig: selbe Therapierichtng!) übertragen.

Ansonsten gibt es keine pauschale Sperre nach Abbruch (bzw. es wäre ja ein Therapeutenwechsel!). Du solltest nur aktiv die Kasse informieren.

Und, bzgl. Obergrenzen und so: Bei einem Verfahrenswechsel könntest Du in dem neuen Verfahren ganz von vorne anfangen (neues Sitzungskontingent). Ggf. auch hilfreich... ;-)

S^un,floYwerT_73


Was ist wenn Patienten sterben, will der dann auch noch Geld?

Dann hat er einen Therapieplatz frei...

Jetzt mal unabhängig davon, dass es in dem Fall hier formell, von der Summe her und menschlich nicht okay ist:

Manchmal muss so ein Ausfallhonorar halt sein. Ich bekomme bspw. als angestellte Therapeutin auch irgendwann Stress, wenn ich mein Soll nicht erfülle. Feiertage, Urlaub, Krankheit sind problematisch. Nicht nur meinerseits, sondern eben auch, wenn viele Patienten absagen. Gut, das ist dann höhere Gewalt, aber das Einkommen bricht weg, fixe Kosten sind da und man muss halt kompensieren. Das macht man dann halt in den möglichen Fällen via Ausfallhonorar.

Ist ein schwieriger Balanceakt...

e,st}ax1


Manchmal muss so ein Ausfallhonorar halt sein. Ich bekomme bspw. als angestellte Therapeutin auch irgendwann Stress, wenn ich mein Soll nicht erfülle. Feiertage, Urlaub, Krankheit sind problematisch. Nicht nur meinerseits, sondern eben auch, wenn viele Patienten absagen.

Also das verstehe ich vollkommen. Man kann das ja auch nicht einreisen lassen, am Ende kommt jeder Patient wann er will ;-) . Aber wenn jemand einen Unfall hat, das macht ja nun niemand mit Absicht und diese Art und Weise: "Das ist Ihr Problem...". Also ich würde zu so jemanden nicht gehen wollen.

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