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Tamme Hanken/Knochenbrecher

Taele`fonexlle


Wie gesagt, es geht nicht darum, dass jedes Tier einen anderen Knochenbau hat, sondern ein anderes Problem und der Standard-Handgriff von ihm nicht zufällig bei allen Problemen, seis nun ein schiefes Genick oder ein lahmes Bein, helfen kann.

Und hier muss ich mich auch als bekennender Nicht-Fernsehzuschauer und Nicht-Pferdehalter schmunzelnd einmischen. Ich kenne Tamme Hanken zumindest so ansatzweise aus dem Fernsehen, schaue aber sowas von selten mal private Sender, dass das auch schon wieder mehrere Jahre her ist. Amüsant finde ich, dass es genau das ist, was Ärzte heutzutage tun: Der "Standard-Handgriff" wird jeden Tag in unzähligen Praxen ausgeübt, und du als Patient gehst dann mit deinem Rezept über Medikament XYZ in die nächste Apotheke. Mal ehrlich, ich persönlich habe schon seit gut 10 Jahren keine Sprechstunde mehr erlebt, in der der Arzt auch tatsächlich auf mich und mein spezielles Problem eingegangen wäre. Stattdessen wirft man einen Blick auf die Blutwerte (sofern vorhanden), fragt höchstens ein paar Eckdaten ab (auch das eher unwillig) und wendet dann eine Standardbehandlung an, die entweder hilft oder eben auch nicht.

Weshalb sollte das bei Tieren so viel anders sein? Wir selbst sind doch mitten drin in diesem "nehmen Sie mal das, dann kommen Sie in 4 Wochen wieder!" System, wo der Arzt schön immer dieselben Standard-Handgriffe anwendet um dann statistisch so und soviele genesene Patienten zu haben.

Das ist halt die Wirklichkeit. Wenn ich bei 100 Patienten (Mensch oder Pferd) 100 mal denselben Griff anwende wird's schon bei irgendwem passen.

E3hemaxlige[r Nutzeir (#5x28611)


Ich schließe mich ausnahmslos allen Vorrednern an. Dass der Mann noch praktizieren darf und seine eigene Fernsehsendung bekommen hat, ist echt übel. Alleine wie er auftritt. So als gehöre ihm die Welt 

OT: Das frage ich mich bei Cesar Milan auch... Selbe Liga an hirnverbranntem Schrott.

BTT: Das erste mal gezweifelt bei Hanken habe ich, als ich gesehen hab wie er Menschen den Hals einrenkt. Also dieses abrupte nach links und rechts drehen oder den Kopf von Schulter zu Schulter werfen.

Das Nacht man doch seit 25 Jahren nicht mehr?!

h'intBerm<mond


Dass der Mann noch praktizieren darf [...]

Darf er in manchen Ländern, in denen er sogar öffentlich auftritt (z.B. in Österreich) NICHT und macht es trotzdem. Das Ganze rechnet sich finanziell trotz alledem wohl sehr gut für ihn.

Ebh<emalige\r Nutzer (Z#5286x11)


Ah. Darf er also auch nicht?

:-o

hIinte6rmmIoxnd


In Deutschland ist die rechtliche Situation anders. Aber in Österreich ich die Behandlung von (kranken) Tieren Tierärzten vorbehalten. Es gibt also offiziell keine Tierheilpraktiker, Chiropraktiker, Tierphysiotherapeuten etc. ohne Vetmedstudium. Tamme Hanken tritt diese Gesetze aber mit Füßen und taucht immer mal wieder offiziell oder inoffiziell hier auf.

v2ivid#a


ich habe mal einen bericht gesehen, bei der ein tierarzt und tierostheopath seinen "shows" beigewohnt haben und seine techniken bewertet haben.

resultat: er erkennt teilweise schon ganz gut, was die tiere haben bzw. erkennt und findet klare worte bei fehlhaltungen, fehlbehandlungen usw., allerdings wendet er -egal, um welche verletzung es sich handelt, immer die selbe einrenkungstechnik an und riskiert damit teilweise aufs massivste die gesundheit der tiere. teilweise eben auch, weil ohne weitere bildgebene diagnostik (zB röntgen) gar nicht genau gesagt werden kann, was denn nun innerlich tatsächlich kaputt ist und zum anderen eignet sich seine technik nunmal nicht für alle verletzungen, obwohl er diese für alle anwendet. auch bei salben usw. verschreibt er gern ein "allheilmittel" für alles.

in dem bericht war auch von zahlreichen tieren die rede, denen im endeffekt langfristig nicht geholfen wurde und denen seine techniken sogar geschadet haben, nur sieht man dies in den shows nicht - da sieht man nur die vermeintlichen erfolge.

tierärzte und tierosteopathen raten daher wohl dringlich von ihm.

ich persönlich empfinde ihn als unheimlich unangenehm.

PIechvosgelx80


Ich habe seit über 20 Jahren Pferde und natürlich eine Einrenker gesehen und selber am Pferd gehabt.

Ich würde Ihn weder an am Pferd noch an mich ran lassen.

Er hat mit Sicherheit schon dem ein oder anderen geholfen aber dieser Mann hat nie eine Ausbildung gemacht. Er hat es sich selber angeeignet.

Viele fahren zum Ihm weil alles andere nicht geholfen hat und sie sehen es als letzte chance.

Er hat aber auch wohl schon, das ein oder andere Pferd auf dem Gewissen. Wenn ich diese rumreißerere an den Beinen und so sehe wird mir ganz anders.

Das ist wie die Pferdeprofis.

Einfach mal jemanden genommen und den machen wir zum TV Star aber wirklich gut sind die nicht.

Nwadenxia


Hallo auch,

Also ich erlaube mir kein Urteil über das Können oder nicht Können einer Person die ich noch nie gesehen habe. Was im Tv gezeigt wird und was wirklich vorgefallen ist, muss nicht unbedingt zusammen passen.

Ich persönlich würde mein Pferd von niemandem einrenken lassen der keine fundierte Ausbildung (Berechtigung?) dazu hat.

Ich verstehe aber auch dass es verzweifelte Menschen gibt, die einfach schon bei zig Äzten waren (kostet beim Pferd gleich mal ein paar Hundert bis Tausende Euro) und ihn als letzte Chance sehen.

Tielefnonelile


[..]

Ich verstehe aber auch dass es verzweifelte Menschen gibt, die einfach schon bei zig Äzten waren (kostet beim Pferd gleich mal ein paar Hundert bis Tausende Euro) und ihn als letzte Chance sehen.

Und genau hier sehe ich seine Daseinsberechtigung, und finde es gleichzeitig ziemlich befremdlich, dass manche hier ihm direkt ein Berufsverbot erteilen möchten oder ihn sonst wie verteufeln. Ich kenne den Mann nicht und habe auch keine Pferde, ich sehe das wohl einfach eher pragmatisch. Wenn ich mit meinem Tier schon alles durch habe und dann eben als letzten Versuch bei einem Knochenbrecher lande, dann muss mir als Tierhalter doch längst klar sein, dass das Tier vermutlich nie wieder gesund wird - immerhin habe ich bis dahin schon sämtliche Tierkliniken "durch" und habe mich im Normalfall mit dem Gedanken arrangiert, dass es für das Tier keine Besserung mehr geben mag. Hilft die Einrenk-Behandlung dann ist doch alles super! Hilft sie nicht habe ich doch auch nichts verloren dadurch, ich kann's als letzten Versuch verbuchen und das Tier nunmehr von seinen Leiden erlösen, ausmustern oder was auch immer. Ist doch wohl völlig klar, dass man mit einem kranken Pferd nicht als erstes zu so einem Kerl rennt. Das ist die letzte Station, und wenn's schiefgeht ist dadurch doch nichts verloren!

Selbst ich als Nicht-Pferdehalter konnte in einigen im TV gezeigten Fällen deutlich erkennen, dass der Beschlag der gezeigten Pferde absoluter Schrott war und ähnliche Dinge, die den Tieren ganz klar Probleme bereiteten. Vielleicht brauchen solche Pferdebesitzer einfach irgendjemanden, der ihnen etwas offensichtliches erklärt. In solchen Fällen ist dem Tier doch geholfen. Und in den hoffnungslosen Fällen ist es doch ohnehin nur der letzte Versuch nach einem langen Leidensweg. Man muss das alles ein bisschen praktischer sehen und nicht so sehr auf die berufliche Befähigung schauen. Irgendwann ist's halt mal zuende, und dazwischen liegen ganz viele Stufen vom schlechten Hufeisen bis zur Muskelzerrung. Im Übrigen stammt das Knochenbrechen ja wohl aus einer Zeit, als Pferde primär als Nutztiere angesehen wurden und eben entweder mit ein paar Handgriffen wieder in Ordnung waren oder zum Abdecker kamen. Erwartet doch keine Wunder - verteufelt aber doch auch nicht ein Handwerk, das eben nichts mit Sportpferden zu tun hat, sondern das ein Pferd als Nutztier und Arbeitskraft ansieht, die man entweder "repariert" oder ersetzt.

XMirJain


Also ich kann mich an eine Situation erinnern im Fernsehen, wo er eine junge Dame auf einen Tisch gelegt hat und die Beine angewinkelt und dann die Wirbelsäule gedreht hat und das Bein nach unten über den Tischrand damit noch mehr Drehung ist...

Und tatsächlich wurde ich auch schonmal so von einem Physiotherapeuten verdreht....also ich kann nicht sagen, ob es exakt gleich war....ich kann mich nur erinnern, dass mein Therapeut sich auch mit seinem kompletten Gewicht daran gemacht hat mich einzurenken...und mich verdreht und verknotet hat.

Allerdings würde ich das, glaube ich, nicht von einem nicht ausgebildeten machen lassen... Da muss man schon vertrauen in den Therapeuten haben...da kann nämlich auch was unschön laufen...ich mein das ist die Wirbelsäule.....

Auch als der Physio mich zum ersten mal eingerenkt hat, hatte ich GROßEN SCHISS.

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