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EU-Bürger: Behandlung einer Erkrankung auch in Brd möglich?

N>ewSl,idexr hat die Diskussion gestartet


Hallo, mal eine Frage, was möglich ist und was zu beachten ist, wenn folgende Situation eintritt:

ein Verwandter (dt. Staatsangehörigkeit, falls das eine Rolle spielen sollte) zog vor paar Jahren von D nach Großbritannien um. Jetzt bekam er Krebs. Nun möchte er in Deutschland behandelt werden statt in UK. Hier in D ist es nicht mehr angemeldet.

1) Welche Möglichkeiten gibt es denn?

2) Falls möglich, was gibt es zu beachten? (damit am Ende auch seine Krankenkasse absegnet und ernicht unerwartet eine Rechnung von tausenden von Euros kriegt)?

3) Falls nichts möglich ist, könnte er theoretisch nach D umziehen, sich hier bei städtischen Amt eine Wohnung anmelden und direkt auch bei der Krankenkasse (und den Eigenbeitrag zahlen), so dass er direkt auch eine Versichertennummer nach paar Tagen hat und behandelt werden kann?

Antworten
RsHxW


Hallo,

1) Im EU-Recht gibt es ggf. sogenannte Zustimmungsfälle: Wenn eine Behandlung in einem anderen EU-Staat geplant ist, benötigt man für die Abrechnung die Zustimmung des bisherigen Kostenträgers. Es gibt aber keine EU-Regeln, wann diese Zustimmung zu erteilen ist, und auch keine Frist, innerhalb der die bisherigen Leistungsträger über den Antrag zu entscheiden haben. Gute Infos gibt es bei der DVKA.

3) Wenn er seinen Wohnsitz nach Deutschland verlegt, ist zunächst seine Versichertengruppe zu klären: Rentner (aus welchem Staat?)? Arbeitsloser? Arbeitnehmer mit Krankengeld? Oder ...? Dann gibt es entweder die Variante, dass er in Deutschland Mitglied einer Krankenkasse wird (Nachweis der Versicherung im Ausland auf einem EU-Vordruck erforderlich). Oder er bleibt im Ausland versichert und er benötigt einen EU-Vordruck der ausländischen Stelle, womit eine dt. Krankenkasse mit der Erbringung von Sachleistungen beauftragt wird.

Gruß

RHW

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