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Wechsel zu reiner Privatpraxis - lohnt sich dies?

RIubCy_slicppexrs hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe gerade Zeit und Muße, mir über verschiedene Sachen Gedanken zu machen.

Eine davon ist die im Titel benannte: lohnt es sich als Privatversicherte Praxen zu wählen, die nur Privatpatienten behandeln?

Auch wegen unserem Kinderwunsch und einer Betreuung in der Schwangerschaft, überlege ich zu wechseln.

Wer hat Erfahrungen? Was wären denn meine Vorteile?

Grüße und einen schönen, sonnigen Sonntag! :-)

Antworten
MwadiQmix86


Hallo Ruby

Ich habe jetzt während der Ss zu einer privaten Frauenärztin gewechselt, da ich sehr unzufrieden mit dem anderen Arzt war.

Vorteile bei mir:

Nie lange Wartezeiten

Fast immer alleine im Wartebreich

Sehr nettes Team

Wenn was war, wurde ich auch kurzfristig dazwischen geschoben und musste trotzdem nicht lange warten.

Top Ultraschall und jedes Mal Foto bekommen.

Ganzheitlicher Ansatz und immer sehr viel Zeit für alle Fragen und Sorgen.

Nachteil:

Extrem hohe Rechnungen, deutlich mehr als bei meinem alten Arzt (habe noch nicht komplett mit der Krankenkasse abgerechnet, bezweifle aber, dass die Beihilfe das alles bezahlen wird)

Es wurden 100 Tests gemacht, die meiner Meinung nach nicht nötig waren (zB 3 mal Toxoplasmose und Zytomegalie, obwohl ich nicht wüsste woher ich das in so kurzen Zeitabständen hätte bekommen sollen)

Insgesamt bin ich froh, dass ich jetzt gewechselt habe. Sollte ich umziehen, werde ich mein Glück aber erst noch mal bei einer normalen Praxis versuchen. Ich mag es nicht kranker gemacht zu werden als ich bin.

R9uby[_sl<ipp[ers


Hallo Mami,

vielen Dank für Deine Infos! @:)

Vorteile bei mir:

Nie lange Wartezeiten

Fast immer alleine im Wartebreich

Sehr nettes Team

Wenn was war, wurde ich auch kurzfristig dazwischen geschoben und musste trotzdem nicht lange warten.

Top Ultraschall und jedes Mal Foto bekommen.

Ganzheitlicher Ansatz und immer sehr viel Zeit für alle Fragen und Sorgen.

Das klingt großartig, genau diese Art von Betreuung hatte ich mir für diese besondere Zeit vorgestellt.

x:)

Extrem hohe Rechnungen, deutlich mehr als bei meinem alten Arzt (habe noch nicht komplett mit der Krankenkasse abgerechnet, bezweifle aber, dass die Beihilfe das alles bezahlen wird)

Hattest Du da schon mal Probleme mit der Beihilfestelle? :-/

Bei mir haben die bislang alles (auch z.B. sehr aufwändige und wöchentliche Heilpraktikernehamdlungen wie Massagen und Schröpfen) übernommen, ohne auch nur einmal zu murren.

Das wäre natürlich extrem "bescheiden", wenn man dann auf irgendwelchen Rechnungen sitzen bleiben würde.

Ich mag es nicht kranker gemacht zu werden als ich bin.

DAS kann ich sehr gut verstehen! Da hätte ich auch überhaupt keine Lust drauf. {:(

Auch nicht, auf das Gefühl der "Goldesel" zu sein.

Ich glaube ich wage es trotzdem einmal! :)z

T$ragische=rClownxfisch


Ich bin als Privatpatientin auch mal in einer orthopädischen Privatpraxis gewesen, die totaler Tinnef war. Einmal und nie wieder.

Es kommt immer auf den Arzt und seine Kompetenz sowie Art und Weise an. Da ist es egal, ob Normalpraxis oder privat. Die Ärzte sind in Privatpraxen ja nicht grundsätzlich kompetenter und besser. *:)

BdeniDtaB.


Ich mache das ab und an so:

bin über die normale Krankenkasse versichert. Aaaaber : wenn ich mal ein ganz besonderes Anliegen habe, ein Privatarzt dort wirklich ein Spezi ist, dann gehe ich dorthin für eine 2. Meinung.

Hat sich bislang ausgezahlt. Und war jeweils billiger als gedacht. Ich habe dort jedes Mal für Ultraschall, Abtasten, ausführliche Befragung, Beratung nie mehr als 120 € ausgegeben. Habe immer eine brauchbare Diagnose bekommen, mit der ich was anfangen konnte, die ich dann bei "Normalärzten" behandeln ließ.

Wieso die diese Diagnosen vorher nie stellen konnten, führe ich auf wenig Interesse und nächster bitte zurück.

M6afimik86


Hattest Du da schon mal Probleme mit der Beihilfestelle

Bisher haben sie alles bezahlt. Habe aber die letzten Rechnungen noch nicht eingereicht. ( großer Zuckertest, Toxo, ....) kann dir gerne noch mal Bescheid sagen, wenn ich es gemacht habe. Bin da immer ein bisschen langsam und gerade kurz vor ET und dachte mir, dann warte ich noch auf die Krankenhausrechnung. :=o

c*rieFcharxlie


Also diese Praxen sind ja nur deswegen privat, weil der betreffende Arzt in der Ecke sonst keinen Kassensitz bekommen hat. ODER er ist schon älter, war lange iwo Oberarzt oder hat die Praxis schon vom Dad übernommen und hat keine Lust mehr auf den Kassenstress, aber das sind eher die Ausnahmen, wahrscheinlicher ist Variante 1.

Deshalb sagt "privat" nichts über die Qualität des Arztes aus, aber es ist halt so, wie es immer ist, wenn es um privat oder kasse geht:

der private Arzt schreibt mehr auf bzw. kann halt alles aufschreiben, von der Packung Aspirin bis zur Physiotherapie wegen Adipositas und das machen die Ärzte bei Privatpatienten halt auch. In welchen Räumen, ob in einer privaten oder einer gemischten Praxis, sie dann sitzen, ist ziemlich egal.

Meine Mom (gesetztlich) und ich (privat) gehen beispielsweise zum selben Hausarzt und man ist immer wieder erstaunt, was dieser bei mir aufschreibt bzw. was ihm so einfällt, was man noch machen könnte.....

Vorteile haben die Privatpraxen tatsächlich meist in der Organisation + Ausstattung, das erlebe ich sehr deutlich bei unserem neuen Kinderarzt im Vergleich zu unserem alten. Wir sind nun immer mehr bei den Privatärzten gelandet, einfach wegen der Wartezeiten + der Organisation an sich.

s3unnjy_84


Vorteile haben die Privatpraxen tatsächlich meist in der Organisation

Warum ist das so?

M2aimix86


Warum ist das so?

Ärzte verdienen an Privatpatienten einfach mehr Geld für die gleiche Leistung. Wenn man nur Privatpatienten hat, kann man einfach pro Tag weniger Patienten behandeln und verdient unter Umständen trotzdem mehr.

Die Organisation ist bei weniger Patienten viel einfacher.

In einer normalen Praxis wurde ich, genau wie alle anderen, ständig von einem Raum in den nächsten geschoben und zwischen den Untersuchungen wurden noch 3 andere untersucht. Halt sehr zeitsparend. Jetzt hat die Ärztin nur mich und kümmert sich jedes Mal ca. 30 min nur um mich, weil in dieser Zeit ist kein anderer Patient in der Praxis.

clrisecha!rZlie


ja, ich glaube, das ist das, woran man am ehesten die Privatpraxis merkt.

Man kommt und ist meist der einzige Patient. Der Arzt begleitet einen solange, wie es halt dauert, bei den Us der Kinder sind das schon mal locker 1,5 Stunden, die wir zusammen mit dem Arzt verbringen. Der nächste Patient kommt meist erst kurz, bevor wir fertig sind.

SGilber&mondxauge


Ach, die Beihilfe zahlt einfach so alles ? Hach habt ihrs gut, ihr Beamten bzw in dem Fall Beamtinnen !

cUriecJhaVrl1ie


Tendenziell ist es so:

zahlt die Beihilfe, zahlt die Krankenkasse. Und die Beihilfe zahlt viel.

MFaimi\86


ch, die Beihilfe zahlt einfach so alles ?

Naja, ich glaube die ersten 300 Euro muss ich selber Zahlen. Also erst bei Arztrechnungen über 600 Euro fängt die Beihilfe überhaupt an zu zählen. Kostendämpfungspausche heißt das glaube ich. Bin noch nicht lange verbeamtet, hab noch nicht so viel Ahnung.

R^uby_rslippxers


Bei mir sind das nur 100 € im Jahr.

Ich glaube das hängt davon ab, zu wie viel Prozent die Beihilfestelle bezahlt, bzw. zu wie viel Prozent du beihilfeberechtigt bist.

Bei mir sind es 50%.

Also: 50 % zahlt die Beihilfe und 50 % die private Krankenkasse.

Und einmal im Jahr muss ich eben die 100 € abdrücken.

Lyadcosxa


Ich war 2x bei einer Privatpraxis. Der erste Arzt war schätzungsweise um die 90 und hatte aufgrund seines Alters keine Kassenzulassung mehr. Aufgrund des Alters habe ich mir dann aber doch eine Zweitmeinung eines jüngeren Kollegen eingeholt, weil ich Bedenken hatte, dass man mit 90 noch gut genug sieht um kleine Tumore zu erkennen.

Der zweite Arzt war so ein typischer geldgeiler arroganter Schnösel, der seinen Porsche schon gut sichtbar auf seinem eigenen Parkplatz direkt vor dem Eingang stehen hatte, während der Behindertenparkplatz 100m weiter lag. Da hatte ich das Gefühl als wenn es rein ums Geld ging und um nichts anderes.

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