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Frust in der Warteschlange...Facharzt Termine bekommen. ...

S_pülix 09


Bei meiner Gyn warte ich auf reine Vorsorgetermine mindestens vier, tw auch seche Monate :-o . Und im Wartezimmer sitzt man dann auch noch meist so eine Stunde. Aber die Ärztin ist dafür super. Ist nur blöd, weil ich nicht sechs Monate im Vorraus weiß, wann ich meine Mens habe und wenn die dann gerade an dem Tag ist, kann sie mich nicht untersuchen..

Und wenn was dringendes ist, kann man dafür sofort vorbeikommen oder bekommt zumindest ganz schnell nen Termin.

Auf Zahnarzttermine (auch Vorsorge) warte ich dagegen maximal vier Wochen, obwohl ich da immer Ansprüche stelle (Abendtermine)...

Rjule7s-oRf-RKose


So viele Leute wollen in Deutschland Medizin studieren, dürfen aber nicht. Und auf der anderen Seite fehlen die Ärzte.

Deutschland müsste endlich mal mehr Studienplätze für Medizin anbieten.

Das bringt aber nichts solange dieses schwachsinnige Gesundheitsstrukturgesetz in Kraft ist. Denn das Gesetz lässt die Gründung neuer Praxen nur in Gegenden zu wo es in den Augen der Politik eine Unterversorgung gibt. Überall sonst dürfen Ärzte nur bestehende Praxen übernehmen. Und da ja unsere Gesundheitsminister immer der Meinung sind, es gäbe in den Städten eine Überversorgung an Ärzten (als Politiker mit Beamtenstatus muss man halt nicht Monate warten, drum bekommt man sowas halt nicht mit) wird es, trotz wachsender Städte, so schnell keine neuen Praxen geben :-(

nieTmxue


hier beim hautarzt kommt man noch nicht mal telefonisch durch....unfassbar.....meine kollegin musste mal einen termin absagen und hat das letztendes per e-mail gemacht

F_e.


Denn das Gesetz lässt die Gründung neuer Praxen nur in Gegenden zu wo es in den Augen der Politik eine Unterversorgung gibt.

Wenn es daran liegt, dann ist das Problem an dieser Stelle zu suchen, also an der Politik.

Die Gründung von Praxen, die keine Kassenpatienten behandeln wollen, ist aber meines Wissens nach nicht einschränkbar. Wo es also selbst für Privatpatienten unmöglich ist, kurzfristig einen Termin zu bekommen, da kann es doch eigentlich nur an einem Ärztemangel liegen.

PKaul_`Revcere


Ich krieg immer die Krätze, wenn ich sowas höre.

So viele Leute wollen in Deutschland Medizin studieren, dürfen aber nicht. Und auf der anderen Seite fehlen die Ärzte.

Deutschland müsste endlich mal mehr Studienplätze für Medizin anbieten.

]:D Yep!

"Wir haben zu wenig Ärzte!"

"Ich möchte gerne Arzt werden!"

"Tut mir Leid, wir haben zu viele Bewerber...

...wir haben zu wenig Ärzte!"

tjhe-+cavexr


Wenn man hier so liest, könnte man ja zu dem Eindruck kommen, dass man überall ein halbes Jahr auf einen Facharzttermin wartet - das ist aber definitiv nicht der Fall. 60 - 80% der Kassenpatienten warten weniger als 4 Wochen auf einen Termin beim Facharzt, je nach Untersuchung (und dazu gibt es mehrere). Hier in der Region kriegt z.B. ein Kassenpatient innerhalkb von 2-3 Wochen einen Orthopädentermin, ein MRT innerhalb von einer Woche. In einzelnen Fachrichtungen sieht es natürlich anders aus (Rheumatologen und Augenärzte z.B.).

Abgesehen davon gibt es bei wirklich dringenden Sachen auch die Möglichkeit, dass der Hausarzt direkt mit dem jeweiigen Kollegen spricht, dann lässt sich da auch in aller Regel was machen.

Was die Terminservicestellen angeht, die ja schon angesprochen wurden: Die stehen vor der Tür, bis zum 23.01. müssen sie eingerichtet sein, und zwar bei den kassenärztlichen Vereinigungen. Die Verbesserungen, die sich manche Patienten erträumen, werden sie allerdings nicht bringen. In den Medien ist der Eindruck entstanden, man könne da anrufen und wenn man keinen Termin innerhalb der nächsten 4 Wochen kriegt, stattdessen in eine Klinik gehen - das ist aber schlichtweg falsch, wie man shon beim Blick in den entsprechenden Paragraphen (SGB V §75) feststellen kann:

1. Die Regel gilt nicht für aufschiebbare Routineuntesuchungen, Bagatellerkrankungen und "weitere vergleichbare Fälle". Für die muss nur ein Termin "in angemessener Zeit" gefunden werden - und die ist noch nicht näher definiert. Die 4-Wochen-Frist gilt also nur für Fälle, bei denen der überweisende Arzt das entsprechend auf der Überweisung vermerkt. Wie das passieren soll, ist meines Wissens noch nicht ganz geklärt und wird möglicherweise auch je nach Bundesland unterschiedlich sein (möglicherweise werden die KVen dafür Einmal-Codenummern vergeben). Natürlich kann es sein, dass manche Hausärzte grundsätzlich alles als dringend einstufen (aus Angst vor haftungsrechtlichen Schwierigkeiten), was dann passiert, ist noch völlig ungeklärt.

Ausgenommen von der Überweisungsregel sind übrigens Augenärzte und Frauenärzte, da kann man auch ohne Überweisung anrufen. Damit stellt sich die interessante Frage, wie der Callcenter-Mitarbeiter rauskriegt, ob die gynäkologischen beschwerden der Anruferin dringend sind...

2. Falls ein Termin nicht innerhalb von 4 Wochen zu haben ist, kann man eben nicht einfach ins Krankenhaus gehen, sondern die Servicestelle muss einen Krankenhaustermin anbieten. Inwiweit Krankenhäuser da überhaupt mitmachen, ist noch unklar - die müssen dann nämlich den ganzen bürokratischen Aufwand für die KV-Abrechnung auf sich nehmen (von der Betriebsstättennummer und die Arztnummer über die Anschaffung von Praxis-Software, den Abrechnungskram u.s.w.). Das werden wahrscheinlich nur die machen, bei denen ohnehin schon Ermächtigungsambulanzen bestehen. Vor allem aber werden die KVen alles versuchen, um die Kliniken da rauszuhalten, denn deren oberste Maxime ist es, die Pfründe der Niedergelassenen zu sichern.

Auch ansonsten gibt es viele Gründe, warum es nichts bringen wird:

- Die KVen und die niedergelassenen Ärzte sind erklärtermaßen Gegner dieser Gesetzesänderung. Das Interesse, das Projekt zum Erfolg zu führen, dürfte also gering sein.

- Es gibt keine Regelung, die den Niedergelassenen dazu verpflichtet, tatsächlich Terminkontingente für die Servicestelle zur Verfügung zu stellen. Wahrscheinlich werden die KVen da Regelungen treffen müssen.

- Die insgesamt zur Verfügung stehenden Termine werden ja nicht dadurch mehr, dass es die Servicestellen gibt. Wenn es also tatsächlich so kommt, dass Fachärzte Sprechstundenzeit für die Servicestellen reservieren müssen, dann werden die Wartezeiten für alle anderen anderen noch länger. Damit wird der Andrang auf die Servicestelle noch größer, die Wartezeit für die anderen noch langer, der Andrang auf die Servicestellen - und so weiter. Irgendwann in ein paar jahren gibts dann möglicherweise Termine nur noch über die Servicestellen, weil man sonst jahre warten würde. Damit wäre dann nicht nur die Möglichkeit zum Facharztkontakt ohne Überweisung abgeschafft, sondern auch gleich noch die freie Arztwahl.

- damit es nicht soweit kommt, wird man wahrscheinlich eher ungünstige Terminkontingente anbieten (wie gesagt, weder KVen noch niedergelassene Ärzte sind sonderlich interessiert am Erfolg des ganzen). Zitat eines Kollegen: "Wenn ich gezwungen werde, da Termine anzubieten, dann gibt es eben an einem Mittwochnachmittag Termine im Fünf-minuten-Rhythmus". Ich könnte mir auch vorstellen, dass mancher das Zeitfenster eher unattraktiv legt - dann gibts die Servicestellentermine halt Montagmorgen zwischen 6:30 und 7:30...

So oder so wird das Ganze also nichts bringen außer zusätzlicher Bürokratie, die wahrscheinich Kosten im Millionenbereich verursacht - und das alles nur, weil eine Ministerin mein, sich als Anwältin der Patienten darstellen zu müssen. Und ja, alle diese Argumente sind schon länger bekannt, auch der Bundesregierung.

Lmaunebteer


Nun in,in welcher Art Arztpraxen welche Wartezeiten herrschen ist mir nicht im einzelnen bekannt.

Aber bei meinem Onkologen kommenden ich nicht einmal telefonisch heran, um einen Termin zu machen muss ich direkt hinfahren und mir einen ausstellen lassen.

Bei meinem Hausarzt ist das wiederum überhaupt kein Problem. Und beim Radiologen dauert es 4 bis 6 Wochen.

@ the_caver

Es ist zu befürchten, was du über die Terminservicestellen schreibst. Und wir müssen als Patienten befürchten das es keine freie Arztwahl mehr gibt in Zukunft.

dwanabe87


the caver

Statistisch gesehen mag das stimmen, aber ich will nicht wissen wieviele Leute gar nicht mehr zum Arzt gehen wenn sie eh erstmal ein halbes Jahr wissen müssen. Zumindest bei psychischen Erkrankungen ist es häufig so das die Leute es dann sein lassen bis sie Jahre später zusammen klappen oder vorm Zug landen und damit kein Problem mehr fürs Gesundheitssystem darstellen.

Ich war nach einem Suizidversuch aus der Klinik raus und die Wartezeiten für eine Therapie danach betrug sechs Monate, mindestens. Die Krankenkasse fand das absolut zumutbar und eine Kostenübernahme wurde abgelehnt. Mein Therapeut hat mich dann zu Stabilisierungstermienen dazwischen geschoben, davon waren die meisten dann unbezahlt. Aber hey, ich lebe noch, ich schulde ihm war.

Ich warte gerade. Auf den Termin in der Endo habe ich zwei Monate gewartet und nun warte ich seit weiteren vier Wochen auf den Arztbrief mit den Ergebnissen weil die da so überlastet sind. Und ich kann zeitweise vor Schmerzen nicht gehen und nichtmal tippen. Aber als Notfall zählte das noch nicht.

t{heX-cavtexr


Zumindest bei psychischen Erkrankungen ist es häufig so das die Leute es dann sein lassen

Dafür gibt es psychiatrische Institutsambulanzen. Soweit ich weiß, gibt es ngefähr 2.000 davon in Deutschland, da sollte eigentlich jeder eine in erreichbarer Nähe haben.

dXana#e87


Du hast aber keine Kraft zu suchen und zu kämpfen. Und in der Nähe ist Ansichtssache, meine nächste wäre über eine Stunde weg.

M!Xo!ne


Also ich hab da eig. wenig negatives erlebt.

Musste zum Kardiologen, dort hab ich 8 Tage später nen Termin bekommen obwohl ich in einer Großstadt wohne und der Kardiologe als Koryphäe gilt.

Fürn Hautarzt musst ich 2 Wochen warten.

Selbst bei eines der führenden Herzzentren bekam ich noch im gleichen Monat ein Termin.

Entweder ich ruf einfach zu guten Momenten an oder ich bin ein Glückspilz. Privatversichert bin ich nämlich nicht.

j6ust_lo8okinxg?


Lieselotte, ich denke ich sollte zu dir fahren für meine nächsten Arztbesuche.

Augen: 11,5 Monate Wartezeit

Zahn: theoretisch 6 Monate

Frau: 7 Monate

Sonst einen hab ich in letzter Zeit nicht gebraucht.

LTie/selott e4x0


Ich sag ja...vielleicht hab ich auch einfach nur Glück.... %:|

Der letzte Termin auf den ich etwas warten musste war die Kieferorthopädin für meinen Sohn....und zu der kommen sie sogar aus VB zu uns.... 30.8. von unserer ZÄ die Überweisung gekriegt...Termin 18.9....

j6ust_jlookliTn#gx?


Genau das meine ich. Vielleicht kommen in nächster Zeit nicht nur die Leute aus VB zu euch ;-)

Laiese\lottxe40


Dafür haben sie uns die Entbindungsstation und Kinderstation im KH weggenommen... ab nach VB....oder KI... ]:D

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