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Frust in der Warteschlange...Facharzt Termine bekommen. ...

E?hemalig(erq NutzeSr (#528x611)


Erst in 3 Monaten ein Termin wäre schön.

Mein Terminbeim Augenarzt hat eine Wartezeit von 8 MonatenAber das geht noch.

Ich hab mal 15 Monate auf eine Erstgespräch beim Psychotherapeuten gewartet. 15 Monate vorher ds angerufen.

Krass.

ErhemaligerI Nutzejr (#528k6x11)


Zahnarzt 4 bis 6 Wochen.

Neurologe 6 bis 8 Monate.

Chirurgen 4 Monate.

Usw etc pp...

SNchmidxti70


Scheint regional sehr unterschiedlich zu sein. Ich kann hier überhaupt nicht meckern. Hautarzt und Augenarzt sind schwer, Neurologe, Kardiologe etc. kann ich mangels Bedarf nicht beantworten, Gyn und Zahnarzt locker innerhalb 1-2 Wochen, Orthopäde auch 2-3 Wochen (da bin ich aber seit 5 Jahren Dauerpatient, kann bei größeren Schmerzen auch fast sofort kommen, bei meinem ersten Besuch durfte ich am gleichen Tag anrücken), Lungenarzt oft auch innerhalb von 4 Wochen, aber da benötige ich eh nur 1x im Jahr einen Kontrolltermin. Das organisiere ich rechtzeitig. MRT-Termin kann man hier auch innerhalb von 1-2 Wochen bekommen...wenn man bereit ist, durch die halbe Stadt zu fahren und auch unbeliebte Zeiten (7.00 Uhr/22.30 Uhr) in Kauf zu nehmen...

Meinen Hausarzt habe ich gestern angerufen, darf heute kommen...Und ich bin Kassenpatientin...

Auf dem platten Land stelle ich mir das aber echt schwer vor und ich würde bei Wartezeiten von mehreren Wochen auch verzweifeln... :-/

jpust_^look`ing?


Also Hausarzt hab ich noch nie angerufen. Wenn ich was hab, dann bin ich da, und dann hat er mich dranzunehmen, daher ist er ja mein Hausarzt.

S>chmidtli7x0


Ich rufe meistens an, darf aber immer kurzfristig kommen. Und wenns mir nicht gut geht, ist mir lieber, sie sagen mir "Kommen sie mal lieber erst gegen 11.00 Uhr" als wenn ich da dann wie ein Schluck Wasser in der Kurve im Wartezimmer sitze...

Mein Doc ist aber auch in einer Gemeinschaftspraxis und mal am Vormittag, mal am Nachmittag da. Aber das auch im Wechsel, deswegen habe ich da keinen Übrblick. ;-)

j1ust_(loo7kixng?


Ok, das ist ein guter Grund.

S-unfl-ow@er_x73


In meiner alten Hausarztpraxis (5 Ärzte, einige in Teilzeit) hatte ich eine feste Ärztin. Man konnte eigentlich auch immer so kommen bei akuten Sachen, aber ein Anruf erwies sich im Vorfeld als praktischer. Die haben die Ströme (bspw. am Montag oder nach Feiertagen) dann einfach besser auf den Tag verteilt, und man musste nicht halbtot Stunden im Wartezimmer verbringen. Und es wurde geschaut: Wer will unbedingt und der Art ist egal, wer will zu einem best. Arzt? Meine war auch nicht immer da. Die festen Zeiten kannte ich, aber an einigen Tagen gab es Wechsel (Freitags mal vormittags, mal nachmittags). Sowas fehlt mir hier echt. Gerade heute, wo ich seit Neujahr total erkältet bin, es nicht besser wird und ich mir Gedanken bzgl. meiner TEP mache. War gerade beim "Hausarzt" hier, aber der hat wieder mal nicht überzeugt.

d:an(ae8x7


So ist das hier beim Hausarzt auch. Gemeinschaftspraxis. Ich ruf da an und die sagen mir wann ich kommen kann so das ich nicht ewig warten muss. Wenn es da total eng ist fragen sie schonmal ob es reicht heute eine AU auszustellen und Morgen dafür dann ausführlicher Zeit. Das dann auch in Ordnung.

E<hemaligerB Nutze:r (#5372661)


nanana, machst Du hier was anderes?

Jupp. Ich mecker nicht drüber, das die Ärzte schuld sind und überhaupt. Die Leute sind selber schuld. Immer wird überall schuld gesucht, nur nicht an einem selbst.

Als Arbeitnehmer braucht man da nun mal eine AU. Und manche Firmen verlangen die bereits ab ersten Krankheitstag.

MANCHE. Das ist das Zauberwort. Nicht ALLE. Sondern sehr WENIGE. Ich zumindest kenne keine Firma, die das so handhabt. Ich sitz immer meine drei tage aus und dann ist entweder wieder gut, oder ich geh dann zum doc.

Da bleibt einen doch gar nichts anderes übrig? Weil man dort so gemütlich sitzt, rennt man doch nicht zum Arzt. Ich zumindest kann mir was Besseres vorstellen, besonders wenn es mir dreckig geht.

Ich sag das am Telefon schon immer direkt. "Ich brauch eine AU, bin krank, mehr brauch ich nicht". Ich komm dann immer binnen 5 Minuten dran, Doc sieht es geht mir scheisse, druckt das Ding aus und 1 Minute später bin ich wieder weg...

Das bekommt man doch i.d.R. gar nicht mit, was andere so haben?

Ich scheine einer DER glücklichen Menschen zu sein, der ein "Red mit mir" Gesicht hat. MIr jammern beim Ortho immer genug leute was vor. "Oh gott, mein Harald hat heute sein Fahrrad repariert und ist vom Pedal gerutscht, jetzt tut seine Wade weh" (wunder was...).

Ich kenne aber niemanden, der dort wegen pillepalle hingeht.

Das war eine Zeitlang mal in ordnung. Und zwar zu zeiten der Überweisungspflicht. Da sind die Leute nicht hin, weil der Hausarzt einfach keine geschrieben hat. Davor war das der Horror. Heute ist es im Mittelmaß, da viele im Hausarztprogramm sind...

E(hemalig)er WNutzer% (#5D2y8611x)


Jupp. Ich mecker nicht drüber, das die Ärzte schuld sind und überhaupt. Die Leute sind selber schuld. Immer wird überall schuld gesucht, nur nicht an einem selbst.

Das ist, mit Verlaub gesagt, Unsinn.

Seit wann haben die Patienten Schuld, wenn es keine Termin gibt?

MEXon5e


Bisschen sind die Patienten schon wirklich Schuld, so ein großer Unsinn ist das nicht ..

Gibt viele Menschen die zig Ärzte wegen der gleiche Sache behelligen weil sie hypochondrisch veranlagt sind und glauben dass der nächste Arzt zu nem anderen Urteil kommt.

Diesen Trend bekommt man allein schon in diesem Forum häufig mit, z.b dass zig 24 Std. EKG's gemacht wurden obwohl sie schon mehrfach bestätigt bekommen dass das Herz Gesund sei, das Leute häufig ins Krankenhaus gehen wo nichts festgestellt werden konnte aber dennoch nochmals hingehen.

Will mich nicht als Henker aufspielen, mir steht es auch nicht zu darüber zu Urteilen ob diese Leute wirklich Krank sind oder nicht. Aber ich kann mir eben Vorstellen das es sehr viele gibt die wirklich nichts haben und Termine blocken wegen innere Ängste ..

SfunfOlower_x73


Die Ärzte genauso wenig. Sie können auch nicht mehr als arbeiten. Sie haben Budgets, die einzuhalten sind. Hetzt ein Arzt durch ein Gespräch, sind Patienten unzufrieden. Nimmt er sich Zeit und muss man länger auf einen Termin warten, ist es auch verkehrt. Ich bin selber angestellt auf einem Viertel Sitz tätig und kann momentan nur Absagen erteilen für einen Termin. Ich habe ein Limit, wie viel ich pro Woche arbeiten DARF. Bei Überschreitung keine Entlohnung der Leistung. Selbst wenn ich wollte, ich DARF nicht mehr behandeln. Meine Warteliste habe ich abgeschafft; nicht mehr überschaubar und mind. 12 Monate. Täglich 2-3 Anfragen, wo ich Absagen erteilen muss. Es macht keinen Spaß. Privatpatienten könnte ich nehmen, weil die nicht ins Budget fallen. Aber ich würde dadurch nicht mehr verdienen und wenn da niemand bei ist, der eine zeitliche Lücke bei mir schließt, nehme ich niemanden. Ich bin voll, basta.

Es ist halt ein Systemproblem. Die Politik trifft nicht die besten Entscheidungen. Manche (Stärkung ländlicher Regionen) gehen wiederum zu Lasten in anderen Bereichen (Wegfall von Psychotherapeutensitzen). Und wenn Kassensitze ausgeschrieben werden, dann gilt das oft für eine Region/Landkreis. D.h. die Ärzte suchen sich dann meist die attraktiven Regionen. Oder bekommen in kleineren Orten keine passenden Räume. Oder oder oder. Schaut auch mal auf den Websiten der Kassenärztlichen Vereinigungen, wie viele Sitze z.T. ausgeschrieben/unbesetzt sind.

_NPar;vati_


In meiner Gegend ist es auch recht schwierig zeitnah einen Termin zu bekommen.

Orthopäde: 2 Wochen. Ist dann aber auch Fließbandabfertigung. Bei anderen Orthopäden muss man ca. 4-6 Monate auf einen Termin warten.

Gynäkologe: 6 Monate. Muss dazu auch noch 45 km fahren, weil in meinem derzeitigen Wohnort keine Möglichkeit besteht als Neupatient angenommen zu werden. Aber ich geh eh nur alle 2-3 Jahre zum Gyn. Da ist das nicht so tragisch.

Neurologe und HNO: In allen Praxen im Umkreis von 80km werden keine Neupatienten angenommen. Habe meine Probleme dann eben andernweitig gelöst. Oder, als ich mal starke neurologische Beschwerden hatte, habe ich mich halt in eine neurologische Klinik einweisen lassen. Ging sogar schneller (innerhalb von 2 Wochen war ich drin) und unkomplizierter, als wenn ich mich hätte ambulant behandeln lassen.

Psychotherapeut: 3 Monate. Hatte Glück, dass der Therapeut erst in die Stadt gezogen ist und daher noch nicht viele Patienten hatte. Sonst beträgt die Wartezeit hier 12 Monate - wenn man denn überhaupt als Patient angenommen wird.

Zahnarzt: Gibts hier wie Sand am Meer und man bekommt daher innerhalb von wenigen Tagen einen Termin.

d<anaxe87


Gibt viele Menschen die zig Ärzte wegen der gleiche Sache behelligen weil sie hypochondrisch veranlagt sind und glauben dass der nächste Arzt zu nem anderen Urteil kommt.

Die sind dann aber auch krank, selbst wenn sie körperlich nichts haben. Vielleicht ließe sich das aber auch ein Stückweit eindämmen wenn Ärzte nicht nur x Minuten pro Patient erlaubt bekämen (hat die Kasse ja genau geregelt) sondern ein wenig Spielraum hätten so das sie da eher das Gefühl vermitteln könnten sich ganz einem zu widmen.

Gerade beim Kinderarzt gehabt. Kind hatte entzündete Augen, mit grünem Sekret verklebt, sag nicht mehr gut aus. Also hin, er völlig überlastet, ist ja auch Urlaubszeit. Ein Blick auf die Augen im Vorbeigehen, Augentropfen in die Hand, Anweisungen zur Anwendungshäufigkeit -> fehlanzeige. Noch bevor ich fragen konnte ob ich Bettzeug kochen soll und ob es ansteckend ist war er weg. Was genau das ist, keine Ahnung. Hab dann vorne noch bekommen wie man die Tropfen normalerweise gibt und schon waren wir wieder draussen. Da bleibt das gute Gefühl ein wenig auf der Strecke. :-|

tEhe-&cavxer


Schaut auch mal auf den Websiten der Kassenärztlichen Vereinigungen, wie viele Sitze z.T. ausgeschrieben/unbesetzt sind.

Vermutlich überwiegend in der Uckermark... ]:D

Ich sehe das Versorgungsproblem u.a. auch in der Struktur der KVen, die halt sehr auf Besitzstandswahrung ausgerichet ist. Da ist einfach kein großes Interesse, neue Mitspieler ins Boot zu holen, da der zu verteilende Kuchen ja begrenzt ist. Ein mir bekannter Kollege mit Niederlassungswunsch hat von der zuständigen KV die Auskunft erhalten, dass für seine Fachrichtung im gesamten Bundesland kein Kassensitz verfügbar ist. Daraufhn hat er Listenansicht verlangt und bekommen: Von einigen der "Kassenärzte" war ihm bekannt, dass sie schon lange in Rente waren (haben wohl noch niemanden gefunden, der ihnen den Kassensitz abkauft), mehrere waren definitiv tot...

Und seit neuem haben die KVen ja unter bestimmten Bedingungen auch die Möglichkeit, Kassensitze selber aufzukaufen um einen Neubesetzung zu verhindern - politisch gewollt, um die "Überversorgung" in Ballungsräumen zu vermindern.

Psychotherapeut: 3 Monate. Hatte Glück, dass der Therapeut erst in die Stadt gezogen ist und daher noch nicht viele Patienten hatte. Sonst beträgt die Wartezeit hier 12 Monate - wenn man denn überhaupt als Patient angenommen wird.

An dieser Stelle mal wieder der Hinweis: Wer dringend eine Psychotherapie benötigt und keinen Therapeuten mit Kassenzulassung findet, kann im Wege des sogenannten Erstattungsverfahrens auch einen ohne Kassenzulassung nehmen. Voraussetzungen und Ablauf hatte ich schon mal beschrieben, dazu gibt's auch Infos der Psychotherapeutenkammer. Sollte man ruhig in Anspruch nehmen (auch wenn es wohl manchmal etwas Papierkram mit der Kasse bedeutet) - irgendwie müsssen die es ja mal lernen, dass die Bedarfszahlen Unfug sind...

Wobei es aber auch bei den Psychotherapeuten das Problem der (zumindest zeitweiligen) Phantom-Kassensitze gibt: Der Frauenanteil ist relativ hoch, da sind natürlich viele dabei, die wegen Kindern Pause machen oder nur noch halb arbeiten. Die geben aber in aller Regel ihren Sitz nicht zurück, denn wenn er weg ist, ist er weg. Wenn es da mal flexiblere Regeln gäbe, wäre auch schon wieder etwas Druck weg.

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